Führende US-Familien hielten John F. Kennedy für unzuverlässig. Als sie dem alten Alkoholschmuggler Joe Kennedy erlaubten, seinen Sohn John Fitzgerald zum Präsidenten zu machen, wurde das Risiko nicht nur durch das Ehrenwort von Joe Kennedy gegenüber Sam Giancana begrenzt. Eine zuverlässigere Risikoversicherung gegen staatliche Übergriffe auf die Mafia wurde durch die Wahl von Lyndon B. Johnson zum Vizepräsidenten abgegeben.
Das Misstrauen der Mafia gegen John F. Kennedy war berechtigt. John F. Kennedy zeigte sich nichtmal dafür dankbar, dass ihm das Chicago Outfit mit unerklärlich vielen Stimmen in Chicago dabei geholfen hat, ins Amt zu kommen. Stattdessen ließ er die Mafia durch seinen überraschend zum Justizminister gemachten Bruder Robert Kennedy ärgern. Nach einer Party bei Clint Murchinson wurde dann bekanntlich Vizepräsident Lyndon B. Johnson mit einer “magischen Kugel” zum Präsidenten der USA gemacht. Lyndon B. Johnson hat alsbald die Fehler von John F. Kennedy wieder ausgebügelt und mit Inszenierungen wie dem Tonkin-Zwischenfall und der USS Liberty wieder für Bombenstimmung gesorgt.
Auch Barack Obama gilt führenden Familien in den USA als unzuverlässig. Angeischts dessen, dass Barack Obama sogar gegen den dringend notwendigen Krieg gegen den Irak gestimmt hat, kann Zbigniew Brzezinski noch so oft erklären, sein Schützling würde die begonnen Angriffskriege selbstverständlich weiterführen und zur Ausdehnung der amerikanischen Einflusszone selbstverständlich auch mit Freuden weitere Kriege anzetteln, den Geruch der Unzuverlässigkeit behält der Empörkömmling Barack Obama doch. Wer kann sich denn sicher sein, dass Barack Obama mit seinem Slogan „Change we can believe in“ wirklich nur meint, er werde die amerikanischen Kriege gewinnen und er mit Wechsel nicht vielleicht doch die geschäftsschädigende Idee meint, Frieden mit den zu erobernden Ländern zu schließen.
Durch die Wahl von Joe Biden zu seinem Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten kann Barack Obama diese unberechtigten Zweifel an seiner Zuverlässigkeit nun ein Stück weit zerstreuen. Senator Joseph Biden ist eine Garantie dafür, dass die US-Regierung auch nach der Präsidentenwahl weiterhin nach Lust und Laune Angriffskriege führen wird. Joe Biden ist sogar so zuverlässig, dass er als Demokrat auch dann noch für die Kriege von George W. Bush gestimmt hat, als der Rest der Demokraten dem Populismus verfallen ist und zaghaft dagegen gestimmt hat.
Sollte Barack Obama sich nach seiner Wahl zum Präsidenten als ebenso großer Fehlgriff erweisen wie John F. Kennedy es war, dann kann Vizepräsident Joseph Biden mit einer magischen Kugel zum Präsidenten gemacht werden. Die Welt würde dann für die mächtigen Familien noch schöner - und vor allem profitträchtiger - als zuvor. Der fröhliche “Krieg gegen den Terror” - die Tat würde diesmal natürlich kein Kommunist, sondern Al Kaida begangen haben - könnte dann mit Zustimmung des Großteils der amerikanischen Bevölkerung intensiviert werden.
Wenn das keine strahlende Aussichten sind…
Nachtrag 26.08.2008: Schon einen Tag nach Veröffentlichung dieses Artikels zeigen sich erste Hinweise darauf, wie realistisch das Szenario ist. Die Denver Post berichtet, es seien vor dem Nominierungsparteitag in Denver Männer mit Gewehren festgenommen worden. Die Tagesschau fragt: Attentatspläne gegen Obama?
![]() |
| Sicherheitsrisiko |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
[19 queries. 1.764 seconds. 10 level2 caches. Top ]
Nur ein wesentlicher Einwand: Obama ist nicht Kennedy.
Während Kennedys Präsidentschaft tatsächlich so etwas wie ein politisches Erdbeben war (vor allem auch ein Generationenwechsel), stammt Obama zu 100% aus dem Politzirkus und ist auch beim Grosskapital voll etabliert.
Biden ist von daher vor allem ein Gefälligkeitskandidat.
Und es ist übrigens immer noch viel zu früh, um schon von einem Wahlsieg Obamas reden zu können!
In Anbetracht der vorhandenen Wahlbetrugsmöglichkeiten und dem rassistischen Wahlverhalten der Südstaaten kann durchaus noch der Republikaner “gewinnen”!
Kein Zufall von daher, dass justamente noch einmal die Unsicherheit der Wahlmaschinen an die Öffentlichkeit gebracht wird.
Mit einem “journalistischem Auftrag” der Medien hat das gar nichts zu tun, einige Kreise hätten sicherlich konkrete Vorteile von einer Präsidentschaft Obamas. Z.B. all diejenigen, die nicht zu den Strippenziehern der jetzigen Junta gehören.
Unter einer anderen Absicht, als der Ausschaltung irgendwelcher Konkurrenz, werden in den USA schon lange keine Schweinereien mehr an die Öffentlichkeit gebracht (siehe Enron).
Der Nordstern.
Den Gesetzen der Macht, den wirtschaftlichen Machthabern wird sich auch Barack Obama zu fügen haben.
Veränderung (change)? Glaube ich nicht!
[…] So wird ein Pseudowahlkampf für das Stimmvieh inszeniert, obwohl sowohl Barack Obama als John McCain an den Strippen des CFR hängen und sich ihre Politik nicht unterscheiden wird. Sollte Barack Obama nicht an das Drehbuch halten, dann wird es eben mal wieder eine Kennedy-Lösung geben. […]
[…] So wundert es nicht, dass Barack Obama rechtzeitig verbale Kniefälle bei den Kriegstreibern der Israelloby AIPAC macht und sich mit Zbigniew Brzezinski den stolzen Erfinder des Afghanistan-Krieges genauso wie seinen Sohn Mark Brzezinski als Berater zugelegt hat. Um sicherzugehen, dass Barack Obama die Kriegspolitik als Prsident nicht eigenmächtig beendet, wurde ihm vorsichtshalber Joe Biden zur Seite gestellt. […]