Mein Parteibuch hat vor etwa zwei Monaten mitgeteilt, dass sich im Forum SPONtanum Nutzer der Plattform Spiegel Online organisieren, die Verantwortliche des Spiegel dazu bringen wollen, anstelle der willkürlichen Zensur im Forum des Spiegel in eine vernünftige Moderation ihrer Threads durchzuführen.
Nach anfänglich signalisierter Dialogbereitschaft hält es der Spiegel nun wohl nicht mehr für nötig, mit seinen Nutzern über die Art der Moderation zu diskutieren. Mein Parteibuch hat ein unbeantworteter Brief des ActionBoard von ForumSPONtanum erreicht, den Mein Parteibuch der interessierten Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden will.
Thema: Zensur der Meinungsfreiheit im SPIEGEL ONLINE Forum:
Ignoranz statt Dialog als Kommunikations-Strategie.
Sehr geehrter Herr Büchner,
sehr geehrter Herr Ditz,Sie haben wissentlich nicht auf unsere Replik zur Stellungnahme der Redaktion SPON vom 18.06.2008 und unser Begehren zur Verbesserung der Moderation im SPIEGEL ONLINE Forum geantwortet (s. Anlagen).
Keine Antwort ist natürlich auch eine Antwort und es wird sich zeigen, wie endlich die Halbwertzeit dieses Vorgehens für SPIEGEL ONLINE nach der Ablösung Dr. Mario Franks durch Ove Saffe sein wird, der den SPIEGEL und seine Kultur aus eigenem Erleben beim SPIEGEL-Verlag von 1996 bis 2000 kennt.
Sie können daher sicher sein, dass wir Hern Saffe zu seinem Einstieg freudig und aufrichtig begrüßen werden. Doch nun messen wir Ihre vermeintliche Einschätzung unseres Begehrens an dem von Ihnen aktuell vorgenommenen Taten zur Verbesserung der Moderation nach der von Ihnen betriebenen Art und Weise:
1. Dazu weisen wir direkt darauf hin, dass in der Stellungnahme der Redaktion SPON vom 18.06.2008 als grundlegendes Argument für Ihre Art der Moderation angeführt wurde, dass bis zu 3.000 Beiträge am Tag einlaufen würden - damit wird ein total falsches Mengengerüst suggeriert!
Tatsächlich hatte Herr Büchner dem betr. FAZ-Autor am 14. 03.2008 per Mail mitgeteilt, dass es sich um 15.000 bis 18.000 Kommentare monatlich handelt – darum geht es also - das macht einen täglichen Schnitt von 600 aus - und nicht um die einzig genannten und damit schöngefärbten „bis zu 3.000 Beiträge am Tag“.
2. Änderung der Netiquette am 20.06.2008:
Die Ergänzung um ‚Benachrichtigungen über nicht freigeschaltete bzw. gelöschte Beiträge können aufgrund der großen Zahl der täglichen Beiträge nicht erfolgen.’ bedeutet nun die eindeutige Festschreibung der willkürlichen und benutzerunfreundlichen Art und Weise der Moderation im bisherigen Stil in den Richtlinien.Dabei ist zu hinterfragen, ob sich das auf die große Anzahl der nicht freigeschalteten bzw. gelöschten täglichen Beiträge bezieht und ob nun zukünftig bei inhaltlicher Veränderung - sprich Zensur - von Beiträgen oder auch Profil-Einstellungen der Benutzer Benachrichtigungen erfolgen?
3. Herr Büchner als Moderator ab 02.07.2008
Herr Büchner verstärkt als user ‚Wolfgang Büchner SPIEGEL ONLINE’ das Team der Moderatoren, dass nach seinen eigenen Angaben gegenüber der FAZ aus einem Redakteur und mehreren Aushilfen besteht.Das ist eine äußerst begrüßenswerte Maßnahme, sich mit den Dingen zu beschäftigen, allerdings hat Herr Büchner lt. Profil bisher 0 Beiträge geschrieben, kein Thema erstellt, beantwortet nachweislich persönlichen Nachrichten nicht und hat angegeben, dass er keine E-Mails erhalten möchte. Kurz gefragt: Wie lautet die Botschaft?
Zusätzlich werden Beiträge, die im SPON Forum darüber informieren, dass Wolfgang
Büchner SPIEGEL ONLINE keine PN annimmt, obwohl er als Moderator
ausgewiesen ist, zensiert und nicht freigeschaltet.4. In stern.de wurde seitens der Administration eine Diskussion mit den Benutzern über die Moderation im Forum geführt.
Wann wird im Treffpunkt des SPON Forums der am 01.01.2007 geschlossene Thread ‚Quo vadis - Tips und Vorschläge für den Treffpunkt’, ‚Quo vadis - wohin gehst du, SpOn-Forum? Gespräche, Anregungen und Kritiken über den Kurs des Forums auf Spiegel-Online’ wieder geöffnet?
Die Begründung der Schließung lautete: ‚Kleine Pause… …da offenbar derzeit wenig zum Thema kommt.’ – es hat sich seitdem sehr vieles zu diesem Thema aufgestaut.
5. Die Zensur sozialer Themen wie Hartz IV durch immer kürzere Laufzeiten der Themen bis zur Schließung ist nicht nachvollziehbar und unannehmbar. Es ist auffällig, wie mit dem Thema Hartz IV umgegangen wurde und das erfordert, den Vorwurf der Parteilichkeit zugunsten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der eigenen wirtschaftlichen Interessen des SPIEGEL zu erheben. Offensichtlich wird im SPON Forum reaktionäre Politik durch Zensur betrieben.
Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Kunden des SPIEGEL und Benutzer des SPIEGEL ONLINE Forums keinesfalls ihre Persönlichkeitsrechte an der Garderobe des SPIEGEL ONLINE abgeben.
Deshalb richten wir im Forum SPONtanum für die arg gebeutelten SPON-Benutzer einen neuen Dokumentations-Dienst zur Verhinderung von Zensur ein.
Wir sind nach wie vor zu einem Dialog mit Ihnen über die Art der Moderation im SPIEGEL ONLINE Forum zur Erhöhung der Akzeptanz und Transparenz bereit, wenn der willkürlichen Zensur der Meinungsfreiheit bei der Moderation nachhaltig Einhalt geboten wird.
Mit freundlichen Grüßen
Das Forum SPONtanum.
ActionBoardAnhang:
Gedanken eines neuen SPONtanum-Foristen zu einer zensurfreien Moderation“Es ist grundsätzlich inakzeptabel, Äußerungen von Forenteilnehmern zu zensieren. Eine Moderation hat nur eine Aufgabe: zu moderieren, d.h. in ein Gespräch/Diskussion lenkend einzugreifen. Ein Moderator “…steuert die einzelnen Redebeiträge, greift wichtige Kernsätze auf, fasst zusammen, bremst Übereifrige, stützt Stille, vermittelt bei Konflikten. Er lenkt den Umgang mit dem Thema und bezieht die Zuhörer mit ein. Er fasst die Erkenntnisse und offenen Punkte am Ende zusammen, bedankt sich bei den Teilnehmern und verabschiedet die Zuhörer…Moderatoren werden auch zur Schlichtung oder zur Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion, eingesetzt, wenn Diskussionen zwischen Interessengruppen eskaliert sind.” (http://de.wikipedia.org/wiki/Moderator_(Beruf))
Eine solche Vorstellung von Moderation ist sicher für alle Teilnehmer nachvollziehbar und Moderation sollte von Seiten des SPON in dieser Art verstanden und durchgeführt werden.
In der Regel beteiligen sich erwachsene Menschen an den Diskussionen, die nicht vor fremden Meinungen gesch ützt werden müssen. Grenzen rechtlicher Art (Beleidigung, Volksverhetzung…) sind selbstverständlich einzuhalten und können, wie auch überbordendender Redefluß oder Themaverfehlung, durch die Teilnehmer selbst via Ignoriermöglichkeit und/oder Meldung an den Moderator geahndet werden, welcher sowieso immer moderierend eingreifen bzw. weitere Sanktionen bis hin zur Sperrung des Teilnehmers verhängen kann. Eine Mitteilung an regelverletzende Foren-Teilnehmer in der Art: “Sie werden von 80% der Teilnehmer ignoriert” hätte diesbezüglich sicher disziplinierende oder demoralisierende Wirkung.
Die Art und Weise, wie Meinungsinhalte transportiert werden (Zitate, links…), sollte ebenfalls (wieder im rechtlichen und moralischer Rahmen, etwa bei Verlinkung volksverhetzender, pornographischer oder offensichtlich Werbezwecken dienender Seiten) weitestgehend den Nutzern überlassen bleiben. Ein Forum im Internet ist ein eigenes Medium. Die Vernetzung via Links ist eines der wesentlichen Merkmale. Aber auch die Zitierunktion und Hervorhebungen usw. gehören dazu. Dies alles erleichtert die Kommunikation in der zeitversetzten und verteilten Art, wie sie nunmal im Forum geführt wird. Kurze prägnante Fremdtexte können angesichts der begrenzten Textlänge das Verständnis der wiedergegebenen Meinung verbessern. Auch hier gilt: wenn die Teilnehmer Beiträge inakzeptabel finden, können sie dies entsprechend kommunizieren und ggf. ignorieren.
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Anlagen:
http://…replik_auf_antwort_begruessung_resumee.pdf
http://…antwort_auf_begruessung_resumee.pdf
http://…anschreiben_begruessung_resumee.pdf
Man wird sehen, wie es nun weitergeht. Mein Parteibuch vermutet jedoch, dass die sich als Sturmgeschütz der Demokratie gerierende Propaganda-Klitsche aus Hamburg, die bekanntlich zu einem nicht unwesentlichen Teil Bertelsmann gehört, auch zukünftig Meinungen von Lesern unterdrücken wird, die der propagandistischen Linie der Bosse des Spiegel widersprechen.
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| Der Richter |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Dieser “Dialogmangel” wird wohl auf einen Ukas von ganz oben zurückzuführen sein.
Mit dem Pöbel will man dort nicht reden, der soll gefälligst das Blatt kaufen, den Inhalt kritiklos glauben und das Maul halten.
Der Nordstern.
Passend zum Thema: Spiegel: Immer mehr Hetzblatt: “versucht, im Spiegel-Forum unterzubringen, doch ist er dort rauszensiert worden!”
Es ist schon ein wenig merkwürdig, dass ausgerechnet Linke ständig von “Zensur” reden.
In linken Foren wie diesem landen nämlich gemäßigte Personen wie z.B. ich bei der leisesten Kritik sehr schnell im Spam-Filter.
Wenn man nicht mit der Linie des Forums-Vorsitzenden übereinstimmt wird man von irgendwelchen dunklen Mächten finanziell für seine Tätigkeit bezahlt.
Klar. Weil Linke neigen schnell dazu, sich im Besitz der Wahrheit zu glauben. Und genau das begründet ihr permanentes Scheitern.
ja; Zensur bleibt eben nur den ‘gemäßigten Personen’ vorbehalten, denen die linken Spinner das rechtmäßige Eigentum, nämlich die Wahrheit’, streitig machen (wie der Prozess der Wahrheitsfindung bei ‘gemäßigten’ Personen stattfindet, dürfte beispielhaft bei pi betrachtet werden)
“Weil Linke neigen schnell dazu, sich im Besitz der Wahrheit zu glauben. Und genau das begründet ihr permanentes Scheitern.”
ja, und genau deshalb hat spon das Recht, diesen linken Spinnern die Möglichkeit zu nehmen, in ‘Besitz der Wahrheit’ zu gelangen, die legitimerweise den ‘gemäßigten Personen’ gehört
erstaunlich zu sehen, was ‘gemäßigte Personen’ unter ‘Freiheit’ ehm … ‘freedom’ verstehen
Nö. Im Idealfall sollte es weitgehend überhaupt keine Zensur geben (ausser gegen Nazis).
Ich bin sogar sehr dafür, dass von Zeit zu Zeit die Sozialisten irgendwo die Macht übernehmen.
Chavez z.B. find ich sehr unterhaltsam (mir tun nur meine gemäßigten hermanas und hermanos leid).
Hab z.B. - ausser den letzten 2 - alle alopresidentes seit Nummer 300 gesehen.
“Propaganda-Klitscke”? Aber, aber!
Trotzdem herzlich gelacht.
“Sturmgeschütze” sind doch in einem von den Machthabern ruhig gestellten Land nicht mehr nötig.
Deutschland war einmal, jetzt herrscht Teuschland.
Ein Forist schrieb im Forum SPONtanum in RATsamKEITEN, Thema ‘Hartz IV: Der Aufschwung legt eine Pause ein’:
Können wir es als Erfolg der noch frischen SPON-Aktion vom Wochenende verbuchen, wenn jetzt schon 2 - allerdings im Bereich BLOG sehr gut versteckt - Hartzthemen wieder diskutiert werden können???
Sozialfahnder-Soap bei Sat.1: Halali auf Hartz-IV-Betrüger
http://forum.sp...8df2&t=4903
aufgemacht am 21.08.2008
Bundesagentur für Arbeit: Langzeitarbeitslose sollen Demenzkranke betreuen
http://forum.sp...8df2&t=4878
aufgemacht am 16.08.2008 aus geg. Anlass
Immerhin schon mal etwas in/für Teuschland!
Hallo zusammen,
mir ist aufgefallen, dass die Moderation in SPON, insbesondere Café SPONtan, z.Zt. an einer ganz langen Leine läuft. Vielleicht ist dem SPIEGEL nicht verborgen geblieben, dass es im September in der Zeitschrift www.journalist.de einen Artikel geben wird, der auch SPIEGEL ONLINE berührt.
Es darf in speziellen Beiträgen z.B. über die Moderation gepostet werden, die sonst unterdrückt wurden.:
1. Moderator Wolfgang Büchner SPIEGEL ONLINE mit NULL Beiträgen
http://forum.sp...postcount=97735
2. Pause des threads ‘Quo Vadis?’ in SPON (mit link)
http://forum.sp...postcount=97748
3. Löschen von postings
http://forum.sp...postcount=97905
3. Aktions-RAT und AcrionBoard (mit link)
http://forum.sp...postcount=97975
Eigentlich erstaunlich oder BD: blind durch wie Gerhard…
Ist keine Antwort eine SPON-Spezialität?
Timo Rieg schreibt in http://www.spiegelkritik.de/
“Wir danken Ihnen für dieses Gespräch”
Timo Rieg schrieb am 1. September 2008
Im heute erschienenen “Journalist” gibt’s einen Beitrag über den Dialog zwischen Redaktionen und Rezipienten (”Die lieben Leser”). Da die Spiegel-Pointe der redaktionellen Bearbeitung zum Opfer gefallen ist, sei sie hier nachgereicht:
Wer sich in seiner Redaktion abschotten will, kann dies trotz alter und neuer Kommunikationstechniken tun. Spiegel-Online war f ür ein Gespräch nicht zu erreichen. Der zuständige Spiegel-Online-Redakteur Werner Theurich lehnte Fragen zu seiner Forums-Moderation ab, „da zahllose ähnliche Anfragen an mich herangetragen werden und mir im Rahmen meiner Tätigkeit die zeitlichen Möglichkeiten fehlen, allen diesen nachzukommen.“ E-Mails an die Chefredaktion blieben unbeantwortet, die Pressestelle konnte nicht helfen. Eine Telefonnummer wird auf der Website gar nicht erst genannt, die Vermittlung über die Zentrale führte auf einen Anrufbeantworter, der zunächst einen langen Vortrag abspulte, welche Fragen schon hinreichend im Web geklärt sind und welche sonstigen Funktionen Spiegel-Online bietet. Wenn das alles nicht geholfen haben sollte, darf man am Ende doch noch eine Nachricht hinterlassen. Zu welchem Zweck – das ließ sich allerdings nicht klären.
Also der Werner: Werner Theurich lehnte Fragen zu seiner Forums-Moderation ab, deshalb schreiben wir ihn ja auch nicht mehr an. Aber sind denn die beiden neuen Chef-Redakteure aus dem gleichen Holz geschnitzt?
und wieder ein Scheibchen SPON-Reaktion (im Forum!):
http://forum.sp...431#post2687431
Standard Hartz IV - genug zum Leben?
Das Forschungsinstitut der Arbeitsagentur IAB warnt davor, den Hartz-IV-Regelsatz anzuheben. Sollte das Arbeitslosengeld II, wie derzeit vielfach gefordert, von monatlich von 351 Euro auf 420 Euro aufgestockt werden, würde dies die öffentlichen Kassen jährlich gut zehn Milliarden Euro kosten. Kann man vom aktuellen Hartz-IV-Satz leben?
[…] zusammengeschlossen und entwickeln Strategien gegen die beim Spigel übliche Zensur. Nachdem bisherige Briefe leider nur unbefriedigende Ergebnisse brachten, hat das Action Board des Forum SPONtanum nun dem […]