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| “Er erschlug ein vierjähriges Mädchen” |
| Quelle: Tagesschau.de |
Die Tagesschau berichtet heute darüber, dass in Israel unter anderem von der “Übergabe von 200 libanesischen und palästinensischen Aktivisten an die Hisbollah”, der Freilassung von “Top-Terrorist” Samir Kuntar und vier anderen libanesischen Gefangenen im Austausch gegen die Leichen der israelischen Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev.
Dass die deutsche Märchenschau bei dem Ausdruck “Übergabe von 200 libanesischen und palästinensischen Aktivisten an die Hisbollah” zu erwähnen vergaß, dass diese als Leichen in Särgen übergeben wurden, ist sicher verzeihlich, denn dem aufmerksamen Leser erschließt sich das aus einer Bildunterschrift eines Bildes mit vielen Särgen, wo es heißt: “Rund 200 Särge übergab Israel an die Hisbollah - und ließ fünf Gefangene frei.” Bilder und ihre Unterschriften sind eben wichtig.
In dem Artikel der deutschen Märchenschau findet sich auch ein Bild des “Top-Terroristen” Samir Kuntar, wo es in der Bildunterschrift heißt: “Feiert seine Freilassung: Samir Kuntar ist für den Tod dreier Israelis verantwortlich. Er erschlug ein vierjähriges Mädchen.”
Im Artikel der Bundesnachrichtenschau heißt es dazu passend zu Samir Kuntar unter der Zwischenüberschrift “Top-Terrorist freigelassen”:
“Er verbrachte mehr als die Hälfte seines Lebens im Gefängnis, weil er 1979 einen israelischen Polizisten tötete, dann einen Familienvater von hinten erschoss und anschließend dessen vierjährige Tochter mit einem Gewehrkolben erschlug.”
Mit dem Ausdruck “Verbrachte mehr als die Hälfte seines Lebens im Gefängnis” sagt die Tagesschau angesichts dessen, dass Samir Kuntar seit 29 Jahren inhaftiert war, ausnahmsweise die Wahrheit. Dass Samir Kuntar, der laut Tagesschau “für den Tod dreier Israelis verantwortlich” ist, zur Tatzeit 16 Jahre alt war, schrieb die Tagesschau korrekterweise nicht, denn zu viele Informationen verwirren die Leser ohnehin bloß. Wichtig ist hingegen, die Tagesschau-Leser zu informieren, dass die Hisbollah die Freilassung des Kindesmörders feiert:
“Hisbollah-Anhänger im Libanon und im Gazastreifen feierten die Austauschaktion als ihren Triumph.”
Da die Tagesschau die Leser nicht mit überflüssigen Details belästigt, läuft die Tagesschau wenigstens nicht Gefahr, die Botschaft zu verwässern, dass Hisbollah-Anhänger so pervers sind, die Freilassung eines kindsmordenden Top-Terroristen zu feiern.
Im gestrigen Artikel von Tomas Avenarius in der Süddeutschen wird die klare Botschaft zum Beispiel mit folgenden Details verwässert:
“Gut 30 Jahre ist es her, dass Kuntar Abey verlassen hat. Er war damals 16 Jahre alt und zog los, um zusammen mit drei anderen Untergrundkämpfern an einem Strand bei Nahariya in Israel anzulanden in einem Schlauchboot. Das Kommando, unterwegs im Auftrag der damals noch vom Libanon aus kämpfenden Palästinenserorganisation PLO, wollte angeblich Geiseln nehmen.”
Klare Fakten werden in dem Artikel der Süddeutschen obendrein noch mit dem Wörtchen “offenbar” in Frage gestellt:
“Fakt ist, dass am Ende vier Israelis tot waren: Ein Polizist, dann ein Familienvater, dessen vierjährige Tochter und deren zweijährige Schwester. Auch zwei der Kämpfer starben, die anderen beiden wurden festgenommen. Kuntar selbst hatte, so urteilte jedenfalls das israelische Gericht, den Polizisten erschossen und den Zivilisten. Vor allem aber hat er offenbar die Vierjährige ermordet: Er soll ihr mit dem Kolben seiner Gewehres den Schädel zertrümmert haben.”
Ein gewisser Ausgleich für die verwässerte Botschaft ist es, dass Tomas Avenarius geschrieben hat, dass am Ende der Tat vier Israelis tot waren, und nicht nur, wie die Tagesschau geschrieben hat, Samir Kuntar sei “für den Tod dreier Israelis verantwortlich”. Wer bietet mehr? Mehr bietet zum Beispiel die Welt heute im Artikel “Wie der Libanon einen Mörder feiert“. In dem Artikel der Welt wird Samir Kuntar, mit folgendem Satz für den Tod von fünf Menschen verantwortlich gemacht:
“Kuntar, der zur Tatzeit erst 16 Jahre alt war, ist für den Tod von fünf Menschen, darunter zwei kleinen Mädchen im Alter von zwei und vier Jahren, verantwortlich.”
Die Linie ist klar: drei, vier oder fünf ist egal. Fakten sind Nebensache. Antikommunist Luis Posada Carriles ist ein Freiheitskämpfer und Samir Kuntar ist ein “Top-Terrorist“. Mein Parteibuch weiß nicht, was in der Nacht zum 22.04.1979 am Strand von Naharija wirklich passiert ist. Aber soll es von der Farbe des T-Shirts, das ein Täter trägt, abhängen, ob Gewalt in den Medien als heroische Tat dargestellt oder als perverses Verbrechen ausgeschmückt wird?
Es gibt gute Gründe, die übertrieben heroisch klingende Darstellung Samir Kuntars zu bezweifeln, der seit 29 Jahren hartnäckig behauptet, er habe kein Kind erschlagen, seine erwachsene israelische Geisel sei ein israelischer Atomwissenschaftler gewesen und auf der Flucht am Strand bei einem Schusswechsel mit israelischen Sicherheitskräften im Kugelhagel israelischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen.
Folgt man der von den westlichen Medien kolportierten zwischenzeitlich öfter mal geänderten israelischen Darstellung, muss man sich den Tatablauf vermutlich so vorstellen, dass der 16-jährige Samir Kuntar während einer wilden Schießerei mit israelischen Sicherheitskräften seine erwachsene Geisel mit einem Schuss in den Rücken erschossen und obendrein noch Zeit gefunden hat, ein 4-jähriges Kind, das er als Geisel genommen hatte, zu erschlagen.
Angesichts des angeblichen Tatablaufes und der Widersprüche in der israelischen Darstellung darf man es wohl niemandem verübeln, der bezweifelt, dass Samir Kuntar das Kind tatsächlich erschlagen hat. Mindestens genauso wahrscheinlich ist es, dass diese Darstellung darauf zurückgeht, dass israelische Sicherheitskräfte mit dieser Darstellung ihr tödliches Versagen vertuschen. Aber davon berichtet die deutsche Märchenschau natürlich nicht, denn das würde die Botschaft verwässern. “Er erschlug ein vierjähriges Mädchen”, bringt die Botschaft viel klarer rüber.
Aber wer einmal lügt und dadurch auffällt, dass er nur eingesteht, was nicht mehr zu leugnen ist, dem glaubt man nimmer.
Da geht es Israel nicht anders als der Tagesschau.
[…] geht es Israel nicht anders als der Tagesschau. (Quelle: Mein Parteibuch) AutorMein […]
Im Terror des Kriegs bleibt die Wahrheit zuerst auf dem Schlachtfeld liegen. Die Medien sind Teil der Veranstaltung. Von der Seite kommen keine Lösungen.
[…] Da geht es Israel nicht anders als der Tagesschau. (Quelle: Mein Parteibuch) […]
Auch wenn es der Redaktion wohl wieder gelungen ist, der Tagessschau Schlamperei in Verbindung mit Tendenziosität nachzuweisen, ändert das nichts an der Krankhaftigkeit der Gottespartei und der ihr zujubelnden Massen. Jubelnde Massen gab es auch kürzlich, als ein Selbstmordattentäter in einer israelischen Schule wild um sich schoss. Mord an Kindern ist da durchaus Grund zum Jubeln. Noch trauriger ist, dass ein eigentlich unbeteiligtes Land wie der Libanon sich von einer Gruppe regligiös-nationalistischer Fanatiker, die Raketen in Wohnhäusern aufstellen, in Kriege hineinreißen lässt, die nichts mit den Interessen des jeweiligen Landes zu tun haben. Im Gesamtzusammenhang lügt diesmal die Tagesschau nicht, fürchte ich. Diejenigen, die an Einzelheiten kritteln, begeben sich hingegen in die Gefahr, den Gesamtzusammenhang zu verfälschen.
[…] ?Er erschlug ein vierjähriges Mädchen? Dass die deutsche Märchenschau bei dem Ausdruck ?Übergabe von 200 libanesischen und palästinensischen Aktivisten an die Hisbollah? zu erwähnen vergaß, dass diese als Leichen in Särgen übergeben wurden, ist sicher verzeihlich […]
@ Hartmut Pilch
Wie erklärst du Dir die 199-200 Särge im Austausch? Ich weiß natürlich nicht ob die Leichen zwischen 29 und 2 Jahren alt waren und zu welcher Zeit und in welchem Kriegs/ Friedenszustand sie umgekommen sind. Auf der einen Seite Soldaten und auf der anderen Seite Gotteskrieger,auch Terroristen genannt.Tot sind sie alle und ich kann keinen Unterschied feststellen. Zwei Tote (damals noch entführte israelische Soldaten) wiegen hundert Tote auf oder auch:(Zitat aus einem Spiegelkommentar)”Einen Krieg, der Dank der verantwortungslosen Bombardements 1,191 tote Zivilisten und 4,409 verletzte Christliche und Muslimische Araber forderte, sowie 44 meist Arabisch staemmigen Israelis das Leben gekostet hat …” In dem Fall geht es um den Angriff Israels auf den Libanon. Du redest von Fanatikern, genauer von ” einer Gruppe regligiös-nationalistischer Fanatiker” die ein eigentlich unbeteiligtes Land in Kriege hineinreißt. Von welchen Fanatikern und von welcher Seite sprichst Du eigentlich? Diese fanatischen Gruppen gibt es auf beiden Seiten, verfälscht Du hier nicht etwas oder läßt es einfach unter den Tisch fallen? Zivilisten zu töten, überhaupt andere Menschen gewaltsam ums Leben zu bringen, ist verwerflich. Zu unterscheiden zwischen israelischen, palestinänsischen Kindern, libanesischen Kindern, afgahnischen Kindern, irakischen Kindern ist für mich einfach zum kotzen. Gerechte Kriege gibt es für mich nicht, umsonst Gestorbene hingegen viele, viel zu viele. Welcher Zusammenhang wird verfälscht, welche Berichterstattung ist die Richtige? Die der Tagesschau welche zwischen den Guten und Bösen unterscheidet und mir gleich mitliefert wen ich für gut oder böse zu halten habe? Ich glaube nicht das der Mord an Kindern bejubelt wurde wie du es jetzt so gerne darstellst, wer überzeugt Dich übrigens mit 100% Gewissheit an der Schuld des damals 16 Jährigen? Warst du dabei oder gibt es nicht vielleicht doch Zweifel? Die Manipulationen der jeweiligen Seiten ist doch bekannt, was also macht Dich so verdammt sicher?
Der Libanon hat keinen Interessenkonflikt mit Israel, aber es gibt dort eine Gottespartei, die das Land als Geisel hält. Wer Raketen in Wohnhäusern aufstellt, kann sich hinterher nicht ernsthaft über zivile Tote beklagen. Die zivilen Toten des Libanon sind von der Gottespartei von vorneherein eingeplant, das Wehklagen über sie ein Teil einesPropagandakalküls, in das sich pazifistische (d.h. jeden Krieg für gleichermaßen ungerecht haltende) Kommentoren dann zwangsläufig einspannen lassen.
Ich sehe auch in der Apologetik des Muslim-Marktes eine weitere Bestätigung der barbarischen Haltung, die auch im Libanon zelebriert wird. Der dortige Schreiber wirft israelischen Müttern vor, sie seien selber schuld, wenn sie ihre Kinder in “besetztes Gebiet” bringen. Und der MM verwendet das Wort “Zionist” als Bezeichnung für jeden Israeliten, der für ein Existenzrecht Israels eintritt, in welchen Grenzen auch immer.
Gestern wäre eine Gelegenheit gewesen, in Würde der Toten zu gedenken und auch ein wenig Respekt für den jeweiligen Feind zu zeigen. Stattdessen haben die Gotteskrieger und ihre Muslim-Markt-Apologeten mal wieder würdelos aufgetrumpft und alle bekannten Vorurteile übertroffen. Das bisschen, was die Tagesschau vielleicht noch zusätzlich schürt, fällt da m.E. kaum ins Gewicht.
@ Hartmut
Schade, Du bist auf nichts eingegangen und hast nur wieder abgespult was Du in Deinem vorherigen Beitrag bereits gebracht hast.
@ Hartmut
Schade, Du bist auf nichts eingegangen und hast nur wieder abgespult was Du in Deinem vorherigen Beitrag bereits gebracht hast.Ich habe mir gerade eben noch 390 Fotos von der Übergabe angeschaut und auch die Drei meist verbreiteten gefunden.Wenn ich nach 29 Jahren frei kommen würde, ich würde mich freuen.Und wie schon gesagt, Fanatiker gibt es auf beiden Seiten und diese nutzen die “Gunst der Stunde”, natürlich für ihren Propagandazweck.Ist bei dir gut angekommen, leider.
@Hartmut
Sieht so aus, als wäre bei Dir die Gehirnwäsche der Lügen von Tagesschau, Spiegel und Co erfolgreich gewesen. Was Du hier machst, ist leere Behauptungen und bösartige Unterstellungen aneinanderreihen. Dein Zynismus, die Zivilisten seien selbst Schuld, wenn sie in einem Angriffskrieg angegriffen werden, ist an Menschenverachtung kaum noch zu übertreffen. Das heißt übrigens nicht, dass von libanesischer Seite keine Verbrechen begangen werden.
Nur ist die Mediendarstellung in Deutschland, wie hier in diesem Artikel gezeigt wurde, einseitig, verlogen und verzerrt.
Und um gleich mit noch einer von Dir kolportierten Lüge aufzuräumen: Natürlich hat Israel einen Interessenkonflikt mit dem Libanon. Da gibt es noch die klitzekleine Frage zu lösen, was mit den vielen Flüchtlingen im Libanon geschehen soll, die die israelischen Terroristen vertrieben haben, nachdem sie sich ihren Gottesstaat Israel herbeigebombt hatten.
Und noch was: Die Gottespartei, in die sich die faschistisch-zionistische Terrorgruppe Irgun nach Gründung des Staates Israel umgewandelt hat, hält noch heute im Likud-Block, in den offiziellen israelischen Sicherheitsorganen und in der Staatsführung von Israel das Land und die ganze Region als Geisel und blockiert jede Aussicht auf ein friedliches Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen, nicht zuletzt deshalb, weil israelische Terroristen dann geraubtes Land zurückgeben müssten.
@ Hartmut
Schade, Du bist auf nichts eingegangen und hast nur wieder abgespult was Du in Deinem vorherigen Beitrag bereits gebracht hast.Ich habe mir gerade eben noch 390 Fotos von der Übergabe angeschaut und auch die Drei meist verbreiteten gefunden.Wenn ich nach 29 Jahren frei kommen würde, ich würde mich freuen. Und wie schon gesagt, Fanatiker gibt es auf beiden Seiten und diese nutzen die “Gunst der Stunde”, natürlich für ihren Propagandazweck.Ist bei dir gut angekommen, leider. Zu einer “kriegerischen” Auseinandersetzung gehören mindestens zwei oder auch mehrere Parteien, für Dich gibt es anscheinend nur Eine.
Du forderst Respekt, wo bleibt Deiner? Du übernimmst etwas, nach meiner Meinung, äußerst unkritisch , ich würdedich am liebsten bitten:” Nimm Deine Scheuklappen ab”
“Stattdessen haben die Gotteskrieger und ihre Muslim-Markt-Apologeten mal wieder würdelos aufgetrumpft und alle bekannten Vorurteile übertroffen. Das bisschen, was die Tagesschau vielleicht noch zusätzlich schürt, fällt da m.E. kaum ins Gewicht.”
Ja, ja den eigenen Balken im Auge sieht man so schlecht (Hagen Rether) oder?
Genau, die Wochen…ähm Tagesscha mit ein paar Millionen Rezipienten, die anscheinend gerne ihre eigene Gehirnwäsche bezahlen und der oftmals laut dröhnende Muslim-Markt ein paar Tausend hits.
Überlegen sie doch mal noch genau über diesen Vergleich.
Hmm, WELT.de, FAZ.net, Bild.de, stern.de, Spiegel-Online.de, FR-online.de, Sueddeutsche.de etc..pp haben schon beginnend am gestrigen frühen Morgen voll und ganz auf pro-zionistischer Linie drauflosgeprügelt, mit mit allem was dazgehört inklusive tendenziöser Berichterstattung, Weglassen und Verzerrung der Fakten. Durchweg wird die Botschaft vermittelt, daß zwei tote Israelis doch eigentlich mehr wert sind als hunderte Libanesen darunter sicherlich so einige Hisbollah-Rebellen. Der Muslim-Markt macht ignoranterweise genau dasselbe, nur umgekehrt (was er eigentlich nicht nötig hätte, die Gerechtigkeit, was die Sujets betrifft ist zumeist auf deren Seite), mit dem kleinen aber feinen Unterschied, daß der MM nie diese propagandistische Reichweite entfalten wird. Und das Ursache/Wirkungsprinzip sagt Ihnen doch auch etwas oder?
Die Namen und zuhauf heuchelnd-menschelnde Porträts (so geschehen im Weltspiegel der ARD und Auslandsjournal des ZDF) von israelischen Soldaten die seit Jahrzenten Agressions- und Besatzungskriege führen ja sicher, der gemeine Deutsche soll sich ja mit der “richtigen” Seite identifizieren. Aber von libanesischen Zivilisten sowie Rebellen der Hisbollah und anderen Widerstandsgruppen iwo, wo kommen wir denn dahin evtl. auch Mitgefühl mit “islamistischen Terroristen und Kindermördern” zu haben. Haben die überhaupt Familien die trauern? Wo besteht eigentlich der Unterschied zwischen israelischen Soldaten, die Palästinenser und Libanesen fast immer ungesühnt erschiessen oder verkrüppeln und z.B. Menschen wie Samir Kuntar? Und das auch noch im Verhältnis von 10:1 und noch viel höher? Warum sollen die einen Helden und die anderen Terroristen sein? Das würde ich doch mal gerne von Ihnen wissen.
Aber an an die dt. Qualitätspresse, mit ihren ausgezeichneten Fähigkeiten sich als Bauchredner der israelischen Seite zu präsentieren, ging Ihr Appell ja auch nicht: von wegen in Würde der Toten zu gedenken und ein wenig Respekt zu zeigen.
Die meisten Menschen in den Kriege führenden Ländern wollen keinen Krieg. Das betrifft in dem hier konkreten fall auch Israel und Libanon.
Kriege sind Mittel der Politik, wenn alle anderen Mittel versagen.
Die an Kriegen Interessierten spalten die Menschen, die eigentlich zusammen gehören, nicht nur Menschen die aus dem Pool der Generationen der Doofen.
So geschehen auch in diesem Blog.
Allen, die einen Krieg gut heißen, schlage ich vor, meldet Euch freiwillig und macht an der Front mit. Notfalls mit Gewalt. Hartmut fahre doch nach Israel und melde Dich in deren Armee, oder fahre nach Libanon und kämpfe dort in den Strassen gegen die Terroristen. Zu Präzisierung: Hier in Deutschland bist Du mir unvegleichbar lieber.
Lasst aber bitte die anderen mit den Phrasen, ideologischen Verwirrungen in Ruhe. Verlangt von niemanden, einen Krieg als etwas Unvermeintliches zu sehen, und verlangt nicht, nur die eine Seite zu verdammen.
Rein mathematisch halte ich es für unwahrscheinlich, dass ich zufällig auf der richtigen Seite geboren bin.
@10, auch aus diesem Beitrag entnehme ich, dass schon die Existenz des Staates Israel als ein Akt der Aggression und ein Problem für die Nachbarstaaten gesehen wird. Dann gibt es natürlich keine Aussicht auf Frieden. Ob man den daraus resultierenden Hass und Vernichtungswillen aber so offen zelebrieren muss, wie das gestern geschehen ist, bleibt auch dann noch eine offene Frage. Wie gesagt, die schlimmsten Erwartungen wurden übertroffen, leider auch von dem Kommentar der Parteibuch-Redaktion.
Bär, dass ich nicht auf alles eingegangen bin, liegt auch daran, dass du es auch nicht getan und mir vielmehr Aussagen unterstellt hast, die ich nicht getroffen habe. Ich wollte hier nicht beliebig das Thema ausweiten und alle Konflikte des Nahen Ostens diskutieren, sondern mich auf ein paar aktuelle Punkte konzentrieren. Ich habe auch kein Interesse daran, jetzt auch noch hier einen Stellvertreter-Konflikt anzuzetteln, etwa der Art, vor der Rolf S warnt. Das sollte man dann tatsächlich lieber vor Ort tun, wenn man denn wirklich so brennend an der Sache interessiert ist. Ich werde jedenfalls mich nicht wegen dieser Sache mit irgendwelchen hier anwesenden mit hoch rotem Kopf zerstreiten.
Rolf, ich habe keinen Krieg gut geheißen sondern lediglich gewisse “pazifistische” Argumentationen zu entkräften versucht. Kriege verhindert man nicht mit solchen Argumentationen. Eine Mama, die bei jeder Schlägerei aus Prinzip beiden Kindern Unrecht gibt, sorgt dafür, dass das eine sich ins Fäustchen lacht und nächstes mal noch eins drauflegt. Solche Argumentationen, wie man sie hier öfters antrifft, sind vielleicht auch der Grund, warum um einen Begriff wie “Gutmensch” unglaubliche Kulturkämpfe geführt werden: Getroffene Hunde bellen eben.
@Hartmut
Nein, die Existenz des Staates Israel ist kein Problem für die Nachbarstaaten. Die meisten Leute in Israel und außerhalb von Israel wollen sicher einen gerechten Frieden. Das Problem liegt woanders, nämlich in der Staatsführung von Israel und der seiner Nachbarstaaten.
Was an den Staatsführungen der israelischen Nachbarstaaten zu kritisieren ist, wird in Deutschland und anderen westlichen Ländern täglich in allen Medien verbreitet. Was an Israels Staatsführung grundsätzlich zu kritisieren ist, findet sich nicht in deutschen Medien, aber beispielsweise in einem offenen Brief von 1948, der bis heute leider praktisch nichts an Aktualität eingebüßt hat:
Allerdings lässt du dich in den Konsequenzen wieder von der falschen Propaganda auf’s Glatteis führen. Die Kenntnis dessen, dass die Geschichte Israels bisher wenig ruhmreich war, stellt nicht das Existenzrecht des Staates Israel in Frage, sondern führt zur Forderung, Israel heute friedlicher zu machen.
Zu den Hunden: Willst Dich hier ernsthaft als Hund bezeichnen?
Die Staatsgründung von Israel war wohl mit einem gewissen Maß an ethnischen Säuberungen verbunden, wie auch die der USA und vieler anderer Staaten. Die Gottespartei und andere laut vernehmbare Stimmen aus dem Umland Israels fordern heute noch, diesen Vorgang rückgängig zu machen. Was dann noch von Israel übrig bleiben soll, lässt sich meist nur zwischen den Zeilen herauslesen: gar nichts, allenfalls eine von einem moslemischen Panarabien tolerierte jüdische Minderheit. So lese ich das auch bei der “Redaktion”.
Die Nachbarstaaten könnten sicherlich mit einem Frieden zwischen zwei Staaten (Palästina-Israel) in den Grenzen von 1967 leben. Aber zumindest die Gottespartei und Hamas lehnen das ab, und sie scheinen den Großteil der Öffentlichen Meinung auf ihrer Seite zu haben. Wer diese Meinung unterstützt, unterstützt das obengenannte Modell: ungeschützte jüdische Minderheit in Panarabien. Ist ja vielleicht diskutabel, aber man sollte sich dann offen dazu bekennen und dies fordern, statt sich hinter Vorwürfen gegen angeblichen israelischen Faschismus zu verstecken.
@18
“Die Staatsgründung von Israel war wohl mit einem gewissen Maß an ethnischen Säuberungen verbunden, wie auch die der USA und vieler anderer Staaten. Die Gottespartei und andere laut vernehmbare Stimmen aus dem Umland Israels fordern heute noch, diesen Vorgang rückgängig zu machen.”
Hartmut, wird es Dir nicht selbst schlecht von dem was Du so losläßt?
Ich glaube nicht das Du Dich hier mit “irgendwelchen anwesenden mit hoch rotem Kopf zerstreiten” mußt. Ich glaube Du hast doch selbst einen Blog, wie wäre es denn damit?
Und von Muttersein kannst Du natürlich nichts wissen, gehe ich richtig in der Annahme es handelt sich bei Dir um ein männliches Geschlecht?
Als Hund will ich niemanden bezeichnen, aber die Reaktion derer, die via Wikipedia den Begriff “Gutmensch” zu ächten versuchten, wa so offensichtlich und lächerlich, dass es sich lohnt, den Fall als ein Beispiel für Sprachmanipulationen/Lexikon-Spammen eines bestimmten Typs zu dokumentieren. Da hat der politische Gegner mal eine mehr oder weniger wirksame rhetorische Waffe in der Hand, und schon ziehen sich bestimmte Leute den Schuh an, fühlen sich persönlich diffamiert, und versuchen, via Wikipedia (mit erfundenen Konnotationen) dagegen vorzugehen. Das tun Anhänger der freien Software auch sehr gerne, etwa wenn sie behaupten, der Begriff “Geistiges Eigentum” sei “irreführend”, ein “Kampfbegriff” etc. Ein Kampfbegriff ist das allenfalls in bestimmten Zusammenhängen. Die Methode, bestimmte Wörter ächten zu wollen, rächt sich früher oder später. Man spricht dann irgendwann selber eine hölzerne Sprache und fällt dem Humor zum Opfer. Zu meinem aktiven Wortschatz gehört der Begriff “Gutmensch” übrigens nicht.
@Hartmut
wenn ich noch mal darauf zurückkommen darf…
Seit wann hat der Libanon keinen Interessenskonflikt mit Israel? Diese Aussage überrascht mich doch sehr. Dass bei den jubelnden Claqeuren auch der Herr Siniora mit dabei war, ist Dir doch sicher bekannt. In Deiner Darstellung der nahöstlichen Zustände aber, gehst Du davon aus, dass in der ganzen Region nur ausschließlich friedliebende Bürger wohnen, die sich Nichts mehr wünschen, als sich endlich alle in die Arme fallen zu dürfen, um sich zu herzeln und zu busseln. Das würden die auch sofort machen, wenn da nicht diese handvoll Kindermörder in den Pluderhosen wären, die, von der Mörderbande “Gottespartei” gedungen, die Welt verhetzen, die Freiheit bedrohen und die Menschheit in den Abgrund stürzen….
Eine solche Ansicht ist schlichtweg kindisch!
Wenn man sich in einer Art und Weise zu einem Thema äußert, und dabei versehentlich den Eindruck erweckt, man würde eine solche Meinung sein Eigen nennen, dann sollte man – im Rahmen sozialer Verantwortung – vielleicht doch einen Schritt zurück machen, und sich deutlicher von einer solchen Ansicht distanzieren.
Im Weiteren läufst Du Gefahr, den Eindruck zu erwecken, ein Anhänger des Software-Patents zu sein.
IMO
Durch die Vorgänge um den Austausch ist die Kriegsbereitschaft der Israelischen Bürger erheblich gestiegen. Das gilt auch für den Mainstream in der westlichen Welt, insbesondere in den USA. Ausgerechnet jetzt, das ist doch sehr verdächtig. Mir kommt das spanisch vor.
Wehe uns!
Gruss
os
@Hartmut
Du schreibst:
Richtig, es sind zur Staatsgründung von Israel fürchterliche Verbrechen begangen worden.
Sie fordern vor allem, dass solche Verbrechen heute nicht weiter fortgesetzt werden und das israelische Apartheidsregime beendet wird.
Es gibt keinen Grund, warum in Israel nicht, wie in allen anderen Ländern der Welt, Menschen verschiedener religiöser und weltanschaulicher Überzeugungen gleichberechtigt und gemeinsam zusammenleben können sollen. Das Problem der möglichen Rache der Opfer hatte das südafrikanische Apartheidsregime auch. In Südafrika ging es um die Frage, wie die weiße Minderheit mit der schwarzen Mehrheit angesichts der während der Apartheid begangenen Verbrechen wieder zusammenleben können soll. In Südafrika wurde das Problem gelöst. Dieses Problem wird auch in Israel lösbar sein, wenn Israel kein religiös geprägter Apartheidsstaat mehr ist.
Da hast Du Dir wohl wieder zuviel Märchenschau reingezogen. So etwas entsteht durch falschen Nachrichten sie die hier im Artikel entlarvt wurde. Die veröffentlichte Meinung ist etwas anderes als die öffentliche Meinung. Die meisten Menschen wollen sicher friedlich zusammenleben. Die Terrorgruppe, die die Regierung von Israel dominiert, will das jedoch nicht, denn dann würde sie für die von ihr begangenen Verbrechen womöglich genauso zur Rechenschaft gezogen wie die Terroristen auf der anderen Seite.
Auch das ist schon wieder eine suggestive Behauptung der Propaganda. Es gibt keine “ungeschützte jüdische Minderheit”, wenn Menschen auf der Grundlage von modernen Gesetzen gleichberechtigt zusammenleben. Das ist erst Recht Muslimen fremd. Falls Du es noch nicht mitbekommen hast: Der Holocaust wurde nicht von Muslimen an Juden begangen und er fand auch nicht in Palestina statt.
Aber selbst wenn man unzutreffenderweise Muslimen unterstellt, sie wären gewalttätig gegenüber Andersgläubigen, selbst dann gilt noch, dass Menschen lernfähig sind. Schau nach Deutschland: Willst Du ernsthaft behaupten, es gäbe in Deutschland gegenwärtig eine “ungeschützte jüdische Minderheit”? Auch in Deutschland muss nun nicht die deutsche Mehrheit entrechtet, vertrieben oder ermordet werden, damit keine “ungeschützte jüdische Minderheit” entsteht. Die Argumentation ist eine rassistische Lüge der Medien.
Im israelischen Stammland (nicht den palästinensisch verwalteten Gebieten) leben heute m.W. ca 20% Araber als gleichberechtigte Staatsbürger. Christen gibt es auch viele. Von Apartheid diesen gegenüber habe ich nichts gehört. Allerdings ist, wie bei einem unabhängigen Staat üblich, Einwanderung streng reglementiert, und dabei werden ethnische Juden bevorzugt. Falls hierin die Apartheid bestehen soll, dann hatten wir auch in Deutschland bis etwa 2000 Apartheid.
Dass ein arabisch-moslemisch dominiertes Gesamtpalästina die Juden verfolgen und vertreiben würde, habe ich nicht profezeit, obwohl auch damit angesichts der aktuellen Vorgänge und der Verfolgung von ethnisch-religiösen Minderheiten muslimisschen Ländern durchaus gerechnet werden muss.
Insgesamt bestätigst du genau die Einschätzung, die ich oben abgegeben habe: dass Gottespartei, Hamas und ein Großteil der öffentlichen Meinung der Region, unterstützt von Parteibuch und hiesigen Lesern, keinerlei Friedensbedingung akzeptieren will, die nicht eine völlige Unterwerfung unter einen einheitlichen, zwangsläufig arabisch dominierten und höchstwahrscheinlich muslimisch-theokratischen Staat beinhaltet, in dem Juden bestenfalls wohlwollend geduldet werden. Das ist aber wohl für kaum einen Bürger Israels akzeptabel. Die Gräben zwischen den unterschiedlichen Lebensweisen der beiden Völker sind faktisch einfach tief. Der bis heute ständig schwelende Bürgerkrieg, vor dessen Hintergrund sich die meisten der von dir so genannten “Verbrechen” ziemlich relativieren, hat die Situation verschärft, aber auch ohne ihn fällt es den meisten Juden, auch den weltoffensten und tolerantesten, einfach ziemlich schwer, mit arabischen Palästinensern auch nur in einem Wohngebäude zu wohnen, geschweige denn einen gemeinsamen Nationalstaat zu bilden. Das gilt wahrscheinlich sogar für diejenigen “linken” Juden, die jetzt gegen ihren Staat die Apartheid-Anklage erheben. Die einzige realistische Friedensaussicht ist wohl die der zwei Staaten, und die wird eben von Gottespartei, Hamas, Iran und anderen hintertrieben. Wobei es wohl nicht abwegig ist, anzunehmen, dass diese Kräfte sich in Bürgerkriegszuständen eigerichtet haben, dort in ihrem Element sind, und daraus politisches Kapital schlagen. Eben das bekamen wir in diesen Tagen mal wieder in besonders deprimierender Weise vorgeführt.
@os, ich habe bei der Bekämpfung der Patentierung von Software so kompromisslos und auch wirksam wir kaum jemand in Europa agiert, halte aber dennoch die Tabuisierung gewisser Begriffe, einschließlich “geistiges Eigentum” für falsch und nicht zielführend. Kritikwürdig sind auch hier nur einige Verwendungen des Begriffes, nicht der Begriff selbst. Zu denen, die mit dem Begriff regelmäßig Missbrauch treiben, gehören u.a. die Bundesministerin der Justiz und ihre ministeriellen Souffleure. Trotzdem bringt es nichts, den Begriff GE zum Unwort zu erklären. Es gibt Zusammenhänge, in denen man ihn sinnvoll verwenden kann und auch sollte, wenn man nicht sich selber zwingen will, hölzerne Sprache zu sprechen. Ein wirkliches Unwort sind die “computer-implementierten Erfindungen”, den computer-implementierte Lösungen sind keine “Erfindungen” im Sinne des Patentrechts. Für diesen Begriff fällt mir keine legitime Verwendung ein. Wenn es so etwas wie “Kampfbegriffe” gibt, dann diesen. Aber auch hier kann man u.U. am besten dagegen vorgehen, indem man ihn selber verfremdend verwendet. Diejenigen, die solche Kampfbegriffe verwenden, geben sich damit immer auch Blößen, die man ausnutzen kann. Z.B. stellen wir uns manchmal als ein “Verein von Entwicklern und Anwendern computer-implementierter Lösungen (früher fälschlicherweise Softwareentwickler genannt)” vor. Das hilft u.U. mehr als verbissene Ächtung.
@Hartmut
Du schreibst:
Dass Du davon noch nie was gehört hast, könnte daran liegen, dass Du zuviel Tagesschau und zuwenig unabhängige Medien gelesen hast.
Schau mal die Links im letzten Kommentar von mir durch und dann noch mal hierhin, wie die religiöse Apartheid mit dem in den oben verlinkten Videos gezeigten aggressiven Expansionsdrang Israels zusammenhängt: Staatliche Bodenpolitik in Israel.
Hartmut und seine Gesinnungsgenossen betreiben nichts anderes als moralischen Ablaßhandel, nach dem Motto: für die Shoah müssen halt die (authochtonen) Palästinenser büßen. Oder nicht Hartmut? So lässt sich schön bequem deutsche Geschichte 1933-1945 abarbeiten.
Und das der Typ noch von vielen Dingen, wie der gezielten Benachteiligung von Arabern die Staatsbürger Israels sind, noch nie was gehört, gesehen oder gelesen haben will, sagt glaub ich alles. Da kriegt einer gar nichts mehr mit, nur noch was er mitkriegen will. Aber dann hier den großen großisraelischen Lautsprecher spielen - ziemlich widerlich.
Ja, ja Hartmut hier kannst Du Deine Propagandasprüche problemlos loswerden. Niemand wird Dich zensieren, aber ich weiß ganz genau, daß keiner von unseren deutlich ausgewogeneren Kommentaren jemals in den Foren von z.B. ARD oder ZDF veröffentlich worden wäre.
Eine andere Wahrheit als die der zugelassenen widerspricht den Sprachregelungen (Stichwort “manifacturing consent”), die von den bundesdeutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten getroffen wurden und wird (fast immer) rabiat zensiert!
Noch eine Frage hätte ich an Hartmut. Sag mal, wann darf eigentlich ein palästinensischstämmiger Deutscher Berichte aus Palästina/Israel kommentieren und schöne Propaganda-Features für die Prime-Time produzieren sowie Richard C.(Chaim) Schneider? Ein wunderbares Bespiel ist auch Ulrich W. Sahm, der für n-tv regelmässig hetzen darf, als ob sein Hauptjob Presssprecher des israelischen Kriegsministers sei.
Auch auf meinen vorherigen post, in dem ich seine Widersprüchlichkeiten, unlogischen Analogien (Tagesschau und MM) sowie die völlig selektive Sichtweise kritisierte, wusste unser Hartmut nichts zu entgegen.
Interessant, dieser Verweis über die Staatliche Bodenpolitik. Er bestätigt, was ich schrieb, nämlich, dass es eine große arabische Minderheit mit gleichen Rechten, einschließlich Wahlrecht, gibt, die sich vor israelischen Gerichten gegen eine Regierung durchsetzen kann, welche diese Minderheit hin und wieder in mancher Hinsicht, in diesem Fall beim Bodenerwerb, benachteiligt.
Ich sehe mich auch sonst durch das Schweigen und die nebensächliche Polemik in meinen Grundannahmen bestätigt. Die Gottespartei, Hamas, das Gros der arabischen und iranischen Öffentlichkeit und mit ihr die Redaktion und das hiesige Publikum fordern die Unterwerfung Israels und bieten im Gegenzug bestenfalls Aussichten auf ein toleriertes jüdisches Leben in einem arabisch dominierten Palästina an. Wenn Israelis sich angesichts solcher Aussichten wehren, sind die Rassisten, Faschisten und noch alles mögliche mehr.
Apropos moralischer Ablasshandel? Wie wäre es eigentlich mit einer Forderung nach Rückgabe Schlesiens und Ostpreußens und des Sudetenlandes an Deutschland? Oder zumindest Beendigung der heutigen dortigen “Apartheid”-Regelungen, die Bodenkauf durch Deutsche nach wie vor behindern?
Kurz nach dem 2. Weltkrieg wurden ca 12 Millionen deutsche Ureinwohner dieser Gebiete von (staatlich geförderten) paramilitärischen Banden nach Westen vertrieben, wobei Millionen umkamen. Die Situation war der von Israel 1948 vergleichbar, nur vermutlich noch etwas schlimmer.
Warum hört man davon nichts? Arbeitet vielleicht jemand diese Geschichte jetzt an den Israelis ab? Lebt hier jemand einen Revanchismus, der in Deutschland verpönt ist, an Israel aus?
Alles abwegige Unterstellungen. Mich interessiert lediglich Kohärenz der Standpunkte. Wenn jemand den Israelis nichts als Revanche und Unterwerfung anbieten will, dann hat er vermutlich ehrenwerte Gründe dafür und traut sich auch, das offen zu sagen. Solange das nicht offen gesagt wird, sind die ganzen Vorwürfe von wegen Apartheid usw vernebelndes Beiwerk, welches den Geräuschpegel erhöht.
Ich erlaube mir mal, einen ganzen Blog-Beitrag von Jews sans frontieres hierher zu kopieren:
“A word on Samir Kuntar
Samir Quntar, a Lebanese Druze, left Israel’s dungeon today after three decades of imprisonment. He rejoins his family and, based on his words, the resistance. He is now being feted as a Lebanese hero. Kuntar is a Druze who joined the Palestinian resistance as a teenager and has been now ransomed by the Shite resistance. With his release, Hizbullah celebrates the final humiliation of Israel after the 2006 defeat. It’s a well deserved celebration. Let us soon see Israel’s other 11,000 (yes, that is eleven thousands) political prisoners free!
Ynet chose to quote another Druze (wonder why?) who thinks otherwise, Israel’s Deputy Foreign Minister Majalli Whbee said:
“The large celebration in honor of the despicable murderer Kuntar is a shame to the Lebanese people, whose leaders choose to celebrate the release of a man who prides himself on smashing the skull of four-year-old Einat Haran,” (Ynet July 16th, 2008)
According to the Western press, Samir Quntar is a monster who shot a hostage in the back and then smashed the skull of his 4 year old daughter. This is the account on the basis of which Quntar was sentenced to multiple life sentences. Check google and you’ll see that 99% of news and blogs take this account as fact. Why bother with checking facts when the issue is an Arab accused of killing a child?
Now, if Quntar did what he was accused of, then he is no doubt a monster. But did he? The facts leave ample room for doubts. Quntar maintains he did not kill either of his two alleged victims. How much value should one place on his word? I’m not sure, but had Quntar been so consumed with hatred as to smash the skull of a child, would he then care to deny it? That sound to me somewhat unlikely. And Quntar had nothing material to gain from his denial. He also killed a police officer, which he didn’t deny, and for which he would have been given a life sentence anyway. Furthermore, Quntar maintained his version even in private.
According to Quntar’s version, his mission was to take hostages, not to kill people. This is credible since that was the modus operandi of the Palestinian guerilla at the time. The whole trial, amazingly, was sealed and the records kept “top secret”. Only now parts of the file have been made public. The record shows he was convicted on the say so of the security forces who botched the mission to rescue the hostages.
However, in court, prosecution witness no. 4 testified that he saw Danny Haran stand up and shout, “Cease your fire, don’t shoot. My little girl is here.” Immediately thereafter he saw Danny shot by Kuntar. Testimony was also given in court by a doctor who ruled that Einat’s death had been caused by a direct blow with a blunt instrument, something like a stick or a rifle butt.
“Kuntar went over to Einat Haran and hit her head twice with the butt of his rifle, with the intent of killing her,” wrote the judges in their verdict. “The other defendant also struck her head forcefully.”
Why no mention of forensic evidence regarding the distance from which Danny Haran was shot? And why would Quntar, under fire, for whom the hostages represent his best chance to survive, kill them? And how did BOTH he AND his mate find the time, while police was closing in upon him with guns ablaze, to hit the girl repeatedly, and in few view of the police? And finally why were the police shooting in the direction of Quntar, knowing that he had or might have had hostages with him?
In the end, it comes down to Kuntar’s word against the word of unidentified police officers and a physician who works for the Israeli government. Quntar seems to have had no reason to lie. The police who botched their mission and might have been responsible for the death of the hostages did have a reason to lie. He was then convicted in an Israeli kangaroo court that makes the Guantanamo justice system look good in comparison, and the whole trial was so convincing that it was made “top secret.”
This looks so far as a tale spun out of facile assumptions, potential lies, and blatant lies–and of course the willful credulity of journalists and commentators. For example, where does the Deputy Foreign Minister of Israel take the nostrum that Quntar “prides himself on smashing the skull of four-year-old Einat Haran”? Whbee can stick his tongue anywhere he pleases, but can he at least avoid lies that can be disproved in two minutes of surfing?
I don’t know what happened on the beach that day. Perhaps Quntar did all that is attributed to him. Or perhaps the two victims were killed by “friendly” fire. I’ll believe it either way when the evidence is stronger than the say-so of Israel’s racist, corrupt and cavalier court system.
Whatever Quntar did however, Israel has no moral authority to judge him. Killing children is effectively legal in Israel as long as the child is Palestinian.
Take Imam al-Hams, for example, who took 17 (seventeen) bullets to her tiny body AFTER soldiers identified her on the radio as a ten year old girl. Her killer, who shot her from two feet away when she was lying on the ground, was cleared of all wrongdoing by an Israeli military court.
Or take the 948 Palestinian children killed by official state policy in the last eight years. There must be monsters all around in Israel. And what about the air-force pilots who dropped bombs on civilian targets in Lebanon two years ago? What about the pilot who dropped a bomb in Qana, killing dozens of children for example? Why isn’t he and his commanding officer in jail with a 5760 years sentence?
By all means, Israel should be tough on child murderers. A good place to start is with the “culture of impunity” of its officers and pilots. Then we can talk about Samir Quntar.”
http://jewssans...s.blogspot.com/
PS: Was ist denn an Gutmensch “wirksam”? Diesen Begriff verwenden doch nur Leute, die Dinge sagen und tun wollen, die von der Mehrheit (den Gutmenschen) als unanständig und no-go betrachtet werden. Und dass dieser Begriff tabu wäre, habe ich auch noch nie gehört. Es passt denjenigen, die ihn von sich geben, nur nicht, dass er mehr über sie selbst sagt als über diejenigen, die sie derart bezeichnen. *achselzuck* Na und??? Wen interessieren die Befindlichkeiten irgendwelcher selbsternannter Schlechtmenschen? Gute Menschen sicherlich nicht. Wir sind weiterhin gegen Rassismus und gegen nationalistische Extremisten. Wenn das die Schlechtmenschen nervt… meinetwegen.
Es wurde nach dem Unterschied zwischen Soldaten und Partisanen/Terroristen gefragt. Beide töten Menschen, aber die einen halten dabei noch gewisse Regeln ein. Insbesondere versuchen sie, die Zivilbevölkerung aus dem Konflikt möglichst draußen zu halten, während Partisanen/Terroristen diese Grenze zu verwischen trachten. Mir warf jemand vor, ich hätte eine israelische Kriegführung gebilligt, bei der viele Zivilisten umkamen. Das stimmt nicht. Ich habe lediglich der Gottespartei und ihren Helfern die Hauptschuld an den zivilen Toten zu geben. Schuld ist nicht nur der, der eine in Wohngebieten stationierte Rakete auszuschalten versucht und dabei Zivilisten trifft, sondern noch vielmehr der, der die Rakete dort stationiert hatte. Das nicht zu berücksichtigen und dem Stationierer und dessen gezielt erzeugter Greuelpropaganda in die Hände zu spielen, halte ich für den eigentlichen Zynismus.
Herr Pilch, hören Sie doch endlich auf mit diesem apologetischen Quatsch. Der “Soldat”, der Iman al Hams umgebracht hat, hat das mit voller Absicht gemacht und hat keineswegs versucht, zivile Opfer zu vermeiden. Genauso wenig haben diejenigen, die Bomben auf dichtbesiedelte Wohngebiete geschmissen haben und den gesamten Südlibanon mit Splitterbomben eingedeckt haben, das versucht. Haben Sie schon mal was von “Verhältnismäßigkeit der Mittel” gehört? Ich schätze nicht, denn dann wüssten Sie, wie lächerlich Ihre Ausflüchte und Entschuldigungen für den Tod von über tausend Menschen klingen. Die Bomben haben für die Kriegsführung überhaupt nichts gebracht, außer, dass Israel nach dem Libanon-Krieg weltweit als maßlos brutal und menschenverachtend dastand - die angeblich in Wohngebieten stationierten Raketenwerfer haben sie jedenfalls nicht ein einziges Mal getroffen. Das war bekannt und trotzdem wurden die Zivilisten bombardiert.
Explaining the findings of its latest report, HRW’s executive director, Kenneth Roth, blames Israel for targeting civilians indiscriminately in Lebanon. “The pattern of attacks shows the Israeli military’s disturbing disregard for the lives of Lebanese civilians. Our research shows that Israel’s claim that Hezbollah [sic] fighters are hiding among civilians does not explain, let alone justify, Israel’s indiscriminate warfare.”
HRW has analysed the casualty figures from two dozen Israeli air strikes and found that more than 40 per cent of the dead are children: 63 out of 153 fatalities. Conservatively, HRW puts the civilian death toll so far at over 500. Lebanese hospital records suggest the figure is now well over 750, with potentially many more bodies yet to be excavated from the rubble of buildings obliterated by Israeli attacks.
“Giving the lie to the “human shields” theory, HRW says its researchers “found numerous cases in which the IDF [Israeli army] launched artillery and air attacks with limited or dubious military objectives but excessive civilian cost. In many cases, Israeli forces struck an area with no apparent military target. In some instances, Israeli forces appear to have deliberately targeted civilians.”
In fact, of the 24 incidents they document, HRW researchers could find no evidence that Hizbullah was operating in or near the areas that were attacked by the Israeli air force. Roth states: “The image that Israel has promoted of such [human] shielding as the cause of so high a civilian death toll is wrong. In the many cases of civilian deaths examined by Human Rights Watch, the location of Hezbollah troops and arms had nothing to do with the deaths because there was no Hezbollah around.”
The impression that Hizbullah is using civilians as human shields has been reinforced, according to HRW, by official Israeli statements that have “blurred the distinction between civilians and combatants, arguing that only people associated with Hezbollah remain in southern Lebanon, so all are legitimate targets of attack.”
http://www.coun...ok08032006.html
@28, jemandem von oben herab auf die Schulter zu klopfen und zu sagen, schon gut, du bist ein wirklich guter Mensch, kann eine wirksame rhetorische Taktik sein. Es gibt die Pfadfinder, Katechismusschüler und viele andere Zeitgenossen, die sich redlich darum bemühen, gute Noten zu bekommen. Manchmal verhindern solche Leute mit ihrer eitlen Politik-Auffassung, dass reelle Probleme gelöst werden. Im Ergebnis ist das dann gar nicht gut.
Das Theaterstück “der gute Mensch von Sezuan” von Bertolt Brecht zeigt auch, als eines von vielen Werken,welches die Figur vom “guten Menschen” ironisch-spielerisch verwendet, dessen Beschränkungen und Widersprüche.
Davor, dass dies aufgezeigt wird, scheinen einige Leute Angst zu haben, die sich, zu recht oder zu unrecht, häufig mit jener süffisanten Schulterklopf-Geste behandelt sehen.
“Apropos moralischer Ablasshandel? Wie wäre es eigentlich mit einer Forderung nach Rückgabe Schlesiens und Ostpreußens und des Sudetenlandes an Deutschland? Oder zumindest Beendigung der heutigen dortigen “Apartheid”-Regelungen, die Bodenkauf durch Deutsche nach wie vor behindern?”
Armselig, damit hast Du Dich endgültig disqualifiziert, Hartmut. Mann sollte dir dankbar sein für solche Bonmots. Sowas von übelstem Geschichtsrevsionismus und Revanchismus. Abgesehen davon, vernachlässigenswerte Details des 20. Jahrhunderts, wie die beiden von Deutschland ausgelösten Weltkriege scheinen aus Deinem Gehirn (in Bezug auf diese weitere hirnrissige Analogie) getilgt worden zu sein, diese waren nämlich die Voraussetzung für den Verlust solcher Reichsgebiete.
Braunes, geschichtsrevsionistisches/-revanchistisches Gedankengut und zionistische Großisraelpropaganda stehen sich häufig halt doch sehr nahe. Ach komm Hartmut, geh wieder Jungle World und Junge Freiheit oder wahlweise die Preußische Allgemeine lesen.
>ich habe bei der Bekämpfung der Patentierung
>von Software so kompromisslos und auch
>wirksam wir kaum jemand in Europa agiert…
Das weiß ich doch, mein lieber Hartmut, und ich bin froh Dich da auf meiner Seite zu wissen.
Ich denke mir, Dein Übermaß sprachlicher Begabung macht Deine Dialektik zum scharfen Schwert. In diesem Thread aber, bist Du damit über das Ziel hinausgeschossen. Ich denke das vor allem deswegen, weil es in dem zugehörigen Artikel gar nicht darum ging, die Zustände in der Region zu beurteilen, sondern, dieser Artikel prangert den Missbrauch der Medien als Propagandamittel an. So etwas ist ganz selektiv zu betrachten, zu beurteilen, zu verurteilen. Ein solcher Missbrauch der Medien besiegelt den endgültigen Untergang der wirklichen Demokratie. Menschen brauchen Informationen, um sich ihre Meinung zu bilden, bekommen sie aber nur Lügen aufgetischt, dann können sie keine eigene Meinung habe. Am schlimmsten ist es, wenn man ihnen gleiche die Sprache stiehlt. Dessen bist Du Dir wohl bewusst und warnst selber vor den Folgen der sophistischen Sprachvernichtung. Und doch beteiligst Du Dich daran. Du rettest den Gutmensch, aber Du schaffst die Gottespartei. Damit entrechtest Du viele Millionen Menschen. Glaub mir, die sind so wie sie sind. Die wurden nicht durch Lügen einer verbrecherischen Organisation dazu getrieben zu glauben, es würde ihnen schlecht geht. Es geht ihnen wirklich schlecht. Ihr Hass ist natürlich, das kann man nicht einfach ignorieren.
Wer Wind säht, wird Sturm ernten. Verflucht ist der, der über die unsägliche Situation im Nahenosten sein Urteil abzugeben hat.
Die Tragödie um Israel ist das eine, das andere ist, dass der Krieg gegen den Iran dort seine Begründung finden wird. Die Propagandamaschinerie läuft schon…
Gruss
os
Lara, Http, Bär und andere anonyme Vielschreiber (und Vielkopierer) weiten ständig das Thema aus, unterstellen mir Dinge, die ich nicht gesagt habe, und schießen auf mich persönlich. Unterschwellig wimmelt es von Drohungen und Aufforderungen, das Terrain zu räumen. Als Redaktion würde ich mich in solcher Gesellschaft nicht wohl fühlen. Liegt es vielleicht auch z.T. an den redaktionellen Inhalten, dass solche Gäste sich hier her gezogen fühlen?
“Beide töten Menschen, aber die einen halten dabei noch gewisse Regeln ein. Insbesondere versuchen sie, die Zivilbevölkerung aus dem Konflikt möglichst draußen zu halten, während Partisanen/Terroristen diese Grenze zu verwischen trachten.”
Ist Dir sowas nicht selber peinlich, Hartmut? Besonders vor dem Hintergrund der unglaublichen Opferzahlen unter palästinenschischen und libanesischen Zivilisten? Lara hat Dich ja dankenswerterweise trefflich widerlegt.
Auf derlei grotesken Unsinn von Deiner Seite bleibt mir nur übrig mit Polemik, Spott und Abscheu zu reagieren.
os, wie schaffe ich die Gottespartei? Ich versuche auch, mich einigermaßen mit Urteilen zurückzuhalten, da mein Wissen über die Region beschränkt ist. Ich bleibe bei recht abstrakten Aussagen. Dass die Theatralik um den Gefangenenaustausch sich nicht friedensfördernd auswirken wird und das in hiesigen Medien einige Schlamperei in Verbindung mit Tendenziosität zu beobachten war und von der Redaktion scharf und richtig beobachtet wurde, habe ich ja auch anerkannt. Den Iran sollten wir als Partner gewinnen, ebenso wie China und Russland, und dabei über viele aktuellen Unschönheiten hinwegsehen. Weitere Konflikte anzuheizen, kann kaum im Interesse von irgend jemandem, außer Chaoten, liegen. Das sehen wahrscheinlich auch führende Kreise der hier immer wieder viel gescholtenen “Transatlantiker” so.
“Lara, Http, Bär und andere anonyme Vielschreiber (und Vielkopierer) weiten ständig das Thema aus, unterstellen mir Dinge, die ich nicht gesagt habe, und schießen auf mich persönlich. Unterschwellig wimmelt es von Drohungen und Aufforderungen, das Terrain zu räumen. Als Redaktion würde ich mich in solcher Gesellschaft nicht wohl fühlen. Liegt es vielleicht auch z.T. an den redaktionellen Inhalten, dass solche Gäste sich hier her gezogen fühlen?”
Jetzt machst Du einen auf larmoyant. Niemand ist verpflichtet hier seinen bürgerlichen Namen anzugeben. Du hast es aus freien Stücken getan (wobei ja nicht klar ist, ob es sich dabei um Deinen wirklichen Vor- und Nachnamen handelt). Und wen willst Du denn damit beindrucken oder was forderst Du von der Redaktion, die sich in “einer solchen Gesellschaft” nicht wohlfühlen sollte? Oder steckt da eine verdeckte Drohung dahinter? Willst Du hier auch Zensur einführen? Wenn informierst Du denn dann Rollischäuble, die US-amerikanische Botschaft, sonstige U.S. und israelische Pressuregroups? Es reicht nicht das 95 % der etablierten Medien Deine Meinung teilen, die doch recht überschaubare Gegenöffentlichkeit muss auch noch kujoniert und wahlweise ausgeschaltet werden. Westliche Wertedemokratie par excellence.
Zur Anonymität würde ein betont sachlicher, sachbezogener Schreibstil passen.
Fassen wir zusammen: Israel und Hisbollah horten Leichen zu Austauschzwecken.
“Zur Anonymität würde ein betont sachlicher, sachbezogener Schreibstil passen.”
Ach so, so wie Du das machst. Natürlich so sachlich, natürlich immer faktengetreu und wunderschön konziliant und kontrolliert in der Worwahl. Ist das ein Dekret? Was bei Dir benuruhigend ist genau dieser seelenruhige Ton, in dem allerdings so häufig die übelsten Dinge, besonders diese bescheuerten Vergleiche, von sich gegeben werden. Nee Du, das zieht nicht. Du hast Deinen Stil und ich habe meinen. Ich kann ja nur für mich hier sprechen. Leute wie Du denken Sie haben die Deutungsmacht auf Ihrer Seite und leiten aus diesem Umstand ab vorgeben zu können wiee ein Diskussion oder auch ein heftiger Disput abzulaufen haben. Das soll dann so ähnlich wie bei Christiansen/Will/Illner laufen: immer schön vorher das Händchen in die höh’ wer was zu kritisieren hat und natürlich müssen die Sprachregelungen der Herrschenden beachtet werden, sonst ist’s ganz schnell aus mit Pluralismus und Meinungsfreiheit.
Bei so viel Toten und so viel Unrecht in der hier diskutierten Region ist eine sachliche Diskussion ausgeschlossen.
In jedem Krieg gibt es Verbrechen am laufenden Band, nicht nur bei den Partisanen. Die so genannten Kriegsregeln bedeuten keinesfalls, dass bei keine Verbrechen mit Einhaktung der Regeln gibt.
Ob nun die Gotteskämpfer Israel auslöschen wollen oder nicht, ist mir hier in Hamburg genau so egal, wie die Pläne in den USA, die Weltbevölkerung um 90 Prozent (nicht auf 90 Prozent) zu reduzieren.
Beides gilt es zu verhindern, sollte es wahr sein.
Dafür gibt es politische und wirtschaftliche Mittel.
Die Sowjetunion ist zusammengebrochen nicht durch das Wettrüsten und einen Krieg, sondern im Wesentlichen durch die Otto- und Quelle-Kataloge und auch die Modezeitschriften von Burda. Die Kriegsggefahr und die Gefahr von Atomkriegen ist damit jedoch nicht gebannt worden, obwohl es solche Hoffnungen Ende der achtziger Jahre bei vielen gab.
Es ist doch absolut unwichtig, was Hartmut gemailt hat, und was man ihm unterjubelt.
Viel wichtiger wären Diskussion darüber, wie verhalten wir uns untereinander auch gegenüber den aggressiven Meinungen und Hamdlungen auf beiden Seiten hier in Deutschland.
Bezeichnend finde ich die nur sehr schäbigen Informationen zu den in Deutschland geführten Prozessen gegen Terroristen oder die, welche als solche verurteilt wurden und werden.
Da gibt es mehr Möglichkeiten für die Nachvollziehbarkeit, wenn die deutsche Justiz keine Geheimjustiz wäre, gedeckt durch den Persönlichkeitsschutz, Datenschutz, Recht auf Resozialisierung, Recht auf informelle Selbstbestimmung, Urheberrecht und zu verheimlichenden Interessen des Staates (der Geheimdiesnte).
Wie bitte? Wir weiten das Thema aus? So, wie ich es sehe, wird nur auf deine haltlosen Behauptungen geantwortet. Wenn dir das nicht passt, dann unterlasse es doch, solche Behauptungen ausgerechnet hier aufzustellen. Weiter oben wurde es bereits gesagt: Beim Spiegel, der Welt oder bei den Guten Achseln kannst du das alles so oft schreiben, wie du willst und wie du kannst - die kriegen nie genug von diesen Märchen. Aber hier wirst du mit den Antworten leben müssen. Dass du zu deinen Ablenkungsmanövern nicht stehen magst und diesen Vorwurf gegen die erhebst, die dir antworten, ist eher peinlich.
Zum Versuch, den legitimen Versuch der Kommentatoren, ihre Privatsphäre zu schützen und sich nicht jedem Spinner im Internet offen auszuliefern, kann ich nur sagen: Interessiert mich nicht. Es ist mein gutes Recht, mich nicht den Suchmaschinen auszuliefern und dein gutes Recht, es zu tun. Belassen wir es dabei, die Diskussion darüber ist ausgelutscht und hat mit dem Thema hier überhaupt nichts zu tun. Wie so vieles von dem, was du in die Diskussion hier eingebracht hast.
…Mist, ich wollte eigentlich beim Sie bleiben, habe aber jetzt keine Lust, alles umzuschreiben. Ich bitte, das Du gegen Sie beim Lesen auszutauschen.
Rolf Schälikes Ansichten sind richtig: In einer Gesellschaft, wo fast jede(r) meint ohne Betrügereien nicht leben zu können, ist Transparenz erstrangig.
Auch die Hisbollah lügt, dass es kracht. Am besten war die Nummer mit dem friedliebenden Palestinenser, der angeblich von mordgierigen Israelis umgebracht worden war und im Trauerzug von seinen Hisbollah-Kameraden zu Grab getragen werden sollte. Die Hisbollah-Kameraden stolperten. Der friedliebende Palestinenser rutschte aus dem Sarg und wurde wieder hineingestopft. Nach dem dritten Mal wurde es dem friedliebenden Palestinenser zu viel. Er lief weg.
Lara:
Vielleicht würden die Suchmaschinen ausspucken, dass Lara Pickel auf dem Hintern hat. Wie aufregend. Die meisten Menschen sind nicht interessant und machen nichts Interessantes. Die könnten tausendfach von Suchmaschinen aufgespürt werden. Aber kein Mensch will sie finden.
^^ Das ist ja auch wunderbar, Herr Brosa, wenn Sie nichts zu verbergen haben. Solche Menschen sind ja bekanntlicherweise die Lieblingsschafe der sog. Sicherheitsbehörden.
Vielleicht würde aber auch rauskommen, im Fall von Lara, wie und wo sie/er sich politisch engagiert, welche weltanschaulichen Überzeugungen sie/er vertritt usw..usf…eine Profilerstellung des jeweiligen “subversiven” Citoyen ist problemlos möglich. Heutzutage reicht sowas schon (und manchmal weniger), um in die Mühlen der staatlichen Überwachungsinstitutionen zu geraten und Besuch von der Polizei zu bekommen (diverse Male passiert, einer der bekannteren Fälle ist der des Kulturzentrums in Oldenburg, wo eine Razzia stattgefunden hat und Computer konfiziert wurden nur weil sich Menschen dort kritisch geäussert haben).
@Kenzo, Lara
Ehrenerklärung der Parteibuch-Redaktion für Ulrich Brosa:
Schaut Euch die Seite von Ulrich Brosa an und ihr wisst, dass Ulrich Brosa sich aus eigener Erfahrung bestens damit auskennt, wie die verlogene deutsche Justiz Opfer plattmacht und Täter laufen lässt.
Es ist eine lediglich eine taktische Frage, ob die Bewegung gegen das allgegenwärtige Unrecht in Deutschland erfolgreicher ist, wenn sie sich mit Namen und Gesicht - so wie Ulrich Brosa - oder anonym zeigt.
Ich möchte mich bei Lara bedanken, Sie hat geschrieben was ich mich nicht getraut hsbe. Also Danke
Wer konsperativ arbeitet, ist näher daran, sollte er Macht erhalten, andere in den Gulag oder KZ’s zu jagen. Das ergibt sich schon allein aus der Geschichte. Ich möchte damit nicht sagen, dass Bär, Sara und Kenzo etwas gegen Gulags und KZ’s haben. Möglicherwiese sehen sie darin ihre Wege, Gerechtigkeit zu erreichen. Kann mich aber auch gründlich irren.
Nicht umsonst versuchen die heute Mächtigen, ihre Vergangenheit aus den Archiven zu bekommen, u.a., um solche psychologischen Zusammenhänge in ihren Lebensläufen zu vertuschen.
Was wirklich am Strand damals passierte, werden wir gerade wegen der allgemein akzeptierten Geheimhaltung nicht ‘rausbekommen.
Wir müsse ein paar Ebenen darüber, vorbei an den Tatsachen denken und argumentieren. Damit erhöht sich die Fehlerrate in den Ergbenissen unserer Schlussfolgerungen und Handlungen.
Herr Brosa und Herr Schälike - geht’s noch? “Betrüger”, “Gulags und KZ”? Und diese gewagten Interpretationen aufgrund der Verwendung von Nicknamen in der Kommentarspalte zu einem Artikel (bzw. allgemein im Internet) auf einer Seite, die von jemandem betrieben wird, der den Nicknamen “Redaktion” verwendet? Lasst doch mal die Kirche im Dorf und überlasst es den Leuten selbst, wie viel sie im Internet von sich preisgeben wollen, statt mit der ganz großen Keule zu schwingen und hinter jedem Nicknamen gleich die ganz große Konspiration zu wittern.
@Redaktion: Ich weiß nicht, ob ich Teil einer “Bewegung gegen das allgegenwärtige Unrecht” sein wollen würde, wenn das heißen würde, dass ich alles genauso machen muss, wie Herr Brosa und Herr Schälike. Mir ist Brosas Kampf seit langem bekannt, ich bin ja nicht erst seit gestern Leserin dieser Seite. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen halte ich nichts davon, im Internet mit dem eigenen Namen hausieren zu gehen. Muss man das wirklich immer wieder rechtfertigen? Wobei derart massive Vorwürfe (KZ und Betrüger), auch wenn sie teilweise abgeschwächt werden, sogar mir neu sind, obwohl ich diese Diskussion schon x-Mal geführt habe.
PS: Wird der andere Kommentar, der im Filter hängt, noch freigeschaltet oder habe ich darin irgendwas nicht freischaltbares geschrieben.
Lara, wohl schlecht gelesen. In 47# steht klar und deutlich: Wer konsperativ arbeitet.
Das ist ein kleiner aber wesentlicher Unterschied zu: “Verwendung von Nicknamen in der Kommentarspalte.” Verstecke Dich wo Du willts, meide meinetwegen die Sonne. Arbeite meinetwegen auch konsperativ. Denke aber nicht, dass die anderen nicht wissen, was später passiert. Ich komme aus der Zunkunft. Das ist das Positive, was die DDR und gegeben hat.
Was Du machst, ist Schubladen-Denken. Schiebts Leute in eine Schublade, die von Dir aufgebaut wurde, und argumentiers so, dass Du Dich weiter bequem in den Alltag werfen kannst.
Ist Dir alles erlaubt. Machen die meisten so. Damit wirst Du den Mord an Kindern nicht verhindern, Eher das Gegenteil. Es wird weiter und mehr gemordet, auch an Kindern. Das ist die traurige Wahrheit.
Die Repressionen, vor denen andere sich fürchten und weswegen sie anonym bleiben wollen, habe ich schon durchstehen müssen. Ich merke jetzt immer mehr, dass ich den meisten Schutz und die meiste Hilfe von so genannten kleinen Leuten bekomme, die die Hetze gegen mich kennen, aber auch die Artikel in http://www.althand.de/ , http://www.besc...erdezentrum.org , http://www.mein-parteibuch.de/ , http://www.hu-marburg.de/ , http://www.buskeismus.de/ etc. mit Nennung meines Namens.
Mein Name ist dabei nicht mehr als eine Koordinate, die den Leuten die Zuordnung der verschiedenen Ereignisse und Darstellungen erleichtert. Ohne diese Koordinate blieben die Artikel zusammenhangslos und eine umfassende Meinungsbildung wäre fast unmöglich.
Außerdem kennen mich viele Leute hier in der Gegend vom Sehen. Sie sagen sich: “Warum sollen wir nicht das Gleiche können wie der Brosa?” Natürlich haben sie ähnliche Fähigkeiten wie ich.
Und dann fangen sie an den diversen Emmas und Heinis in den Behörden ihre Meinung zu geigen. Die so genannten kleinen Leute sind insgesamt unendlich wichtiger als Angela Merkel, die CDU, die SPD, das Bundesverfarcungsgericht usw.
@Rolf Schälike: Ich habe vor allem das hier gelesen: “Ich möchte damit nicht sagen, dass Bär, Sara und Kenzo etwas gegen Gulags und KZ’s haben. Möglicherwiese sehen sie darin ihre Wege, Gerechtigkeit zu erreichen.”
Ich halte den betreffenden und den folgenden Kommentar für etwas kryptisch, habe aber angesichts deiner latent aggressiven und vorverurteilenden Aussagen keine Lust, etwaige Missverständnisse im Dialog mit dir zu klären. Wenn du auf Unterstellungen wie “du betreibst Schubladen-Denken” und das, was du für meinen (und den der anderen genannten) Weg Gerechtigkeit zu erhalten hältst, verzichten könntest, könnten wir gerne weiterreden, aber so nicht. Und als Notiz am Rande: Du zimmerst doch gerade die Schublade: Schubladen-Denker.
@Ulrich Brosa: Ich sage ja nicht, dass die Namensnennung immer und in jedem Fall falsch sein muss. In deinem Fall halte ich persönlich es für richtig, an die Öffentlichkeit und in die Offensive zu gehen. Aber das muss nicht in jedem Fall so sein und ich bitte nur darum, die Entscheidung für die Anonymität (die sowieso keine wirkliche ist) ebenso zu respektieren wie ich es mit deiner Herangehensweise auch halte. Wenn ich meinen Namen nennen würde, wären davon weder die Geheimdienste, irgendwelche Merkels oder Schäubles beeindruckt noch würde das irgendein Kind vor dem Bombenabwurf retten (@Schälicke). Ich halte Transparenz in der Politik und bis zu einem gewissen Grad auch bei den Geheimdiensten für wichtig - allerdings weiß ich nicht, was das mit dem Thema des Threads zu tun hat und warum die Kommentatoren in dem Zusammenhang angegriffen werden müssen. Hartmut Pilch fing erst an zu jammern, dass hier Nicknamen verwendet werden, als seine Argumente zerlegt wurden und er zu ad personam Angriffen und dem Vorwurf des Trollens (Ausweitung der Themen etc.) übergehen wollte. Darum ging es und um nichts anderes. Die Gründe, warum jemand u. U. anonym bzw. pseudonym bleiben will, sind hinlänglich diskutiert worden und sollten genauso respektiert werden wie die Entscheidung, das nicht zu tun, ohne deswegen gleich leicht geschmacklose Anmerkungen über picklige Hintern und unverständliche Ausführungen über irgendwelche Gulags lesen zu müssen. Wäret ihr jetzt irgendwelche 20-jährigen Newbies, könnte ich das fehlende Verständnis für das Bedürfnis nach Anonymität ja verstehen, aber ihr seid nun so lange im Netz unterwegs und alt genug, da müsste man sich eigentlich nicht mehr erklären müssen. Ich bin ein bisschen enttäuscht, besonders von dir, Ulrich. Naja - wir werden wohl alle bei unserer bestehenden Meinung bleiben und ich ärgere mich, dass ich mich zum hundertsten Mal auf diese unfruchtbare Diskussion eingelassen habe. Ich bestätige jetzt mal Rolfs vorgefasste Meinung und setze meine schnöde, unrevolutionäre Sonntagsbeschäftigung fort.
Freundliche aber irritierte Grüße, Lara
Hallo Hartmut,
>> Du rettest den Gutmensch, aber Du
>> schaffst die Gottespartei
> wie schaffe ich die Gottespartei?
vielleicht wäre es unmissverständlicher gewesen, wenn ich Anführungszeichen verwendet hätte. Ich meinte die Begrifflichkeit “Gottespartei”, die Du medias res (und unvermindert) in Deinen Posts verwendest. Ich weiß eigentlich nicht, wen Du damit meinst, denke aber, dass es Hizbollah seien soll. Ich denke nicht, dass Du sie Gottespartei nennst, um sie zu Ehren, sondern wohl eher, um sie entgegengesetzt zu deformieren. Damit steigst Du in den Tenor der neokonservativen Kriegshetzer ein, die aus solchen Organisationen Verbrecherbanden machen, die das Volk in Geiselhaft halten. Das hat aber nichts mit der Wahrheit zu tun. Hizbollah und Hamas sind de-facto Wohltätigkeitsorganisationen, die auf Grund der realen Unterstützung ihrer Mitmenschen, einen sehr großen Rückhalt in der Bevölkerung aufgebaut haben. Wenn man es genau betrachtet, ist es definitiv nicht denkbar, dass es diese Organisationen nicht geben würde.
Es gibt keinen Grund Hizbollah als “die Gottespartei” zu benennen. Das macht überhaupt keinen Sinn, es seiden, man beabsichtigt den Rezipienten mit der Konnotation dieser Begrifflichkeit zu manipulieren. Wenn man überflüssige Begrifflichkeiten erschafft, bzw. bei deren Verbreitung mitwirkt, beteiligt man sich an der sophistischen Sprachvernichtung.
Es ist ein neokonservativer Trick, die politischen Vertreter, eines (ihnen) unliebsamen Teils einer Gesellschaft, als Verbrecher abzustempeln. Wer denkt, dass so etwas nur im Nahenosten gemacht wird, der irrt sich wohl schwer. Genau dasselbe findet auch in Deutschland statt. Hier wird in aller Offenheit, unverblümt und ohne Scharm, die Links-Partei boykottiert. Begründet wird das damit, dass es sich bei der Linken in Wirklichkeit um eine verbrecherische Organisation handelt, die die Freiheit bedroht und die Menschen in den Abgrund stürzen will. Dass man damit aber viele Millionen deutscher Bürger boykottiert, oder besser gesagt ignoriert, davon ist nirgendwo die Rede.
Gruss
os
@52 Die Übersetzung lautet nun mal ” Gottespartei”
Hisbollah/Hezbolla/Hizbulla oder wie auch immer man das schreibt ist das arabische Wort für “Gottespartei” (Hizb-Allah). Für mich ist dieser Name nichts allzu negatives. Manche der besten politischen und publizistischen Organisationen kommen aus einem religiösen Umfeld.
Bei der libanesischen Gottespartei ist es mehr die heutige Wirklichkeit als der historisch gewachsene Name, die Probleme bereitet. Die Libanesen sind quasi gezwungen, sich mit dieser Partei zu freuen, denn als Alternative bleibt nur Bürgerkrieg, den ebendiese bewaffnete Partei auch kürzlich mal wieder für sich entschied. Ein Vetorecht über Regierungsentscheidungen hat sie auch, und die Waffen werden immer moderner, UN-Resolutionen, die Entwaffnung fordern, werden zu Makulatur. Zugleich führt diese Partei ihre Kämpfe, in die sie den Libanon hineinreißt, auf der untersten Ebene der Zivilisation, unterhalb des Kriegsrechts.
Eine schöne Karikatur, die das Problem mit den Zivilisationsebenen darstellt, habe ich in italienischen Medien gefunden und hier kurzfristig abgelegt.
@Bär
Hizbollah ist ein Eigenname. Eigennamen übersetzt man nicht. Denkst Du wirklich, dass “Gott” hier eine deutsche Übersetzung ist?
Anonymität ist gut, aber wer A sagt sollte auch B sagen, nämlich möglichst unpersönliche, sachbezogene Gespräche führen.
Eigennamen übersetzt man sehr wohl. Oder hast du schon mal von der in China regierenden Gongchandang etwas gelesen?
Hartmut, die Karikatur ist nicht schön, sondern grauenhaft!
Will man sie übersetzen, dann sagt sie folgendes:
Die linke Seite ist ehrlich, die rechte betrügt.
Die abgebildeten Sturmgewehre durchschlagen locker 25 cm Hartholz. Sich vor einen Kinderwagen zu stellen ist kein Schutz für ein Kind, das ist nur Hohn.
@Hartmut
Frag doch mal bei der Bild-Zeitung, ob sie die Karikatur auch drucken wollen. Die Karikatur, die Du verlinkst, ist falsche Propaganda und alles andere als eine Nachricht. Sie verfestigt das von den Medien erzeugte falsche Bild. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus.
Die grausame Wirklichkeit ist in Dutzenden von Videos so wie diesem hier zu sehen.
Eine Karikatur muss Dinge überzeichnen.
Mit der genannten Karikatur wird nicht ausgesagt dass in Wirklichkeit Israelis immer auf die eine und Palästinenser immer auf die andere Weise kämpfen.
Letzlich geht es bei der Karikatur darum, die beiden unteresten Ebenen der Zivilisation, nämlich die des Kriegsrechts und die darunter, zu versinnbildlichen.
@Hartmut
Du nimmst die Wirklichkeit einfach nicht zur Kenntnis. Du argumentierst mit frei erfundenen Karikaturen, die nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben. Es steht Dir frei das zu tun. So macht das die Bild-Zeitung schließlich auch.
Die Karikatur reduziert die Dinge, ist aber von Beobachtung der Wirklichkeit veranlasst.
Ich kann dabei nicht jeden einzelnen Bericht aus dem Bereich der Greuelberichterstattung überprüfen.
Was ich sehe, ist, dass die eine Seite ganz bewusst die Zahl ziviler Toten zu maximieren sucht, so etwa bei Selbstmordattentaten auf Fußgängerzonen, Talmud-Schulden u.dgl. Klar ist auch, dass die Gottespartei eine Partisanen-Armee ist, die libanesische Zivilisten als Schutzschilder verwendet und von deren Tod propagandistisch zu profitieren sucht.
Es kann natürlich sein, dass sich das ändert, wenn die jetzt terroristisch agierenden Gruppen Staaten in ihre Hand bekommen und reguläre Armeen betreiben. Wie so ein Aufstieg von der untersten in die zweitunterste Schublade des zivilen Umgangs vor sich geht, haben ja, wie du hier mal beobachtet hast, die israelischen Staatsgründer vorgemacht. Im Moment sind aber wohl Hamas, Gottespartei & Co noch in der untersten, und sie scheinen sich da zu gefallen.
Ich habe es niemals verstanden, weshalb das Grauen von Kriegen dargestellt werden durch Mord an Kindern, Frauen und Greisan. Als ob das Töten von Männern normal, weil geregelt, ist.
Dieser Logik, Denk- und Verhaltensweise kann ich nicht folgen.
Was Du machst, ist primitivstes Schubladen-Denken.
Hier ist noch ein Lesetip zum genau geregelten Krieg. Wer Bombenanschläge in Fußgängerzonen begeht, ist ganz genauso ein Verbrecher wie wer irgenwelche Zivilisten, die mit Verbrechen nichts zu tun haben, zur Kollektivbestrafung bombadiert. Aber auch das wirst Du vermutlich nicht begreifen wollen, denn es passt nicht zu deinem Schubladen-Denken.
Es gibt eine Tradition der Kriegführung, bei der das Grauen auf Berufsarmeen und ein paar Schlachtfelder beschränkt wird. Diesem “Ideal” scheint Europa im 18. Jahrhundert recht nahe gekommen zu sein, bis Napoleon damit brach und ausgeweitetere Kriege führte.
Warum solche Ausweitung nicht begehrenswert ist, ist doch offensichtlich, oder nicht?
“Verbrecher” ist wiederum nicht eine Kategorie mit der ich hier arbeiten würde. Das ist etwas für Polizisten und Scherriffe, wiegesagt. Was mich interessiert ist die Feststellung, dass eine der beiden Parteien in dem aktuellen Krieg besonders bestrebt ist, diesen auszuweiten und die Reste von Zivilisation, die es vielleicht darin noch gibt,, weiter zurückzudrängen. Wenn man diese Unterscheidung nicht trifft, fördert man m.E. nicht den Frieden.
Hartmut, mit Moralbegriffen oder Regeln mit irgend welchen Ebenen (Schubladen), wird man der Entwicklung da unten nicht gerecht.
Auch in unserer Kriegsdoktrin heißt es doch, wenn konventionelle Armeen Europa überrennen, dann schmeißen wir vorab Atombomben. Streubomben und Uranmunition haben wir schon ausreichend verwendet in Serbien und Irak. Auf welche Ebene (in welche Schublade) der geregelten Kriegsführung setzt Du das?
Jeder Krieg ist auch ein psychologischer Krieg. Ich finde es nach wie vor unwahrscheinlich, dass meine Regierung gerade die richtigen Schubläden nutzt, und die anderen Schubläden auf untersten Untermenschniveau verwenden.
Kriege bleiben ein untaugliches Mittel. Die Waffen, die Logistik, die andere Technik erhalten beide Seiten von uns, der entwickelten westlichen Welt. Dafür bekommen wir auch von allen Seiten etwas für uns.
@Hartmut
Ich verstehe nicht, warum Du an der Feststellung interessiert bist. Spielt es eine Rolle, welche Farbe das T-Shirt eines Verbrechers hat? Wenn ja, was ich nicht glaube, dann nehme diese Feststellung:
Die israelische Besatzungsarmee ist in dem aktuellen Krieg besonders bestrebt, diesen auszuweiten und die Reste von Zivilisation, die es vielleicht noch darin gibt, weiter zurückzudrängen.
Hier ist ein Beleg zu obiger Aussage. Nach dem, was du hier von dir gegeben hast, wirst du diese Erklärung aber nicht akzeptieren, denn du akzeptierst sie nur, wenn sie - trotz zahlreicher gegenteiliger Belege - nicht die israelische Armee, sondern die Aufständischen für besonders verwerflich handelnd erklärt. Deine Verblendung kennt keine Grenzen.
PS Zu “Polizisten und Scherriffen” sollte ich noch Anwälte und Richter hinzufügen. Ohne diese Organe der Rechtspflege fehlt Begriffen wie “Verbrecher” jeder Realitätsbezug.
Rolf, ganz richtig, die atomare Antwort auf einen konventionellen Angriff stellt ein ethisches Problem dar, über das bei uns in den 70-80-er Jahren zu recht viel diskutiert wurde.
Die Feststellung, Krieg sei schlecht, untauglich, verwerflich oder sonstiges hilft auch nicht weiter, denn das Leben lässt da oft keine Wahl. “Krieg ist der Vater aller Dinge” (Heraklit) hilft da als Denkübung schon eher. Krieg ist sozusagen der Urzustand, von dem aus man mit ziemlich viel Mühe ein Stück Zivilisation aufzubauen versucht.
Redaktion, die hier zitierten “Belege” kenne ich, wie du vielleicht aus Diskussionen vor 1-2 Jahren noch weißt. Immerhin scheint auch dir daran gelegen zu sein, dass Zivilisten weitmöglichst draußen gehalten werden. Dass die Israelis da sich immer korrekt verhalten, hatte ich nicht behauptet. Aber immerhin lassen sie sich mit den Maßstäben der Gewaltvermeidung, Zivilistenschonung etc messen. Für Hamas, Gottespartei und andere gilt nicht mal das. Der Talmudschulen-Amokläufer wurde im Gaza-Streifen als Held gefeiert. Die Israelis mussten u.a. deshalb sich aus dem Libanon zurückziehen, weil sie bei schmutzigen Schlachten dieser Art moralisch in Schwierigkeiten kommen. Die Gegenseite hat solche Skrupel nicht und nutzt genau diesen Unterschied zu ihrem Vorteil aus.
Verblendet ist man m.E. dann, wenn man von Frieden und Strafrechtssystem als Normalzustand ausgeht und somit kontextfremde moralische Maßstäbe an das Weltgeschehen anlegt.
Als einziger in diesem hehren Kreis kenne wahrscheinlich nur ich den Nahen Osten aus eigener Anschauung. Ich habe etwa ein halbes Jahr im Weizmann Institute in Rehovot als Gastwissenschaftler gearbeitet. Es war das beste wissenschaftliche Institut, das ich erlebt habe. Das zweitbe