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27. Juni 2008

Demokratie in Deutschland - Gefälscht von der CIA

von @ 20:39. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Deutschland, Gewerkschaften, Demokratie

Manchmal schlummern in alten Kamellen des WDR richtige Schätze. Im Film “Germany - Made in USA: Wie US-Agenten Nachkriegsdeutschland steuerten” ist der zur Wisner Gang gehörende CIA Offizier Tom Braden etwas ins Plaudern geraten. Kostprobe gefällig? Über den US-Agenten Willy Brandt im Speziellen und dann auch über die deutsche Politik im Allgemeinen sagt Agentenführer Tom Braden da vor laufender Kamera zum Beispiel:

“Ich weiß, dass Willy Brandt Geld von der CIA erhalten hat. Und überhaupt war es so. Benötigte irgendein deutscher Politiker mit demokratischen Absichten Hilfe und Unterstützung gegen die Kommunisten, hätte ihm die CIA geholfen.”

Bemerkenswert ist zum Vorwurf, Willy Brandt habe Geld von der CIA bekommen, auch ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1977 mit Titel “Lügenhafte Kampagne“. Darin warnte der Spiegel Unionspolitiker, zu versuchen, das Thema Finanzierung deutscher Politiker durch die CIA politisch ausschlachten zu wollen, mit den Worten:

Doch nichts spricht dafür, daß Brandt, wie immer er zur CIA stand, jemals zu den Geldempfängern des Mr. Braden gehört hat. Auch die ehristsozialen Brandt-Gegner, die Marchettis Story vor den Bundestag bringen wollen, werden bald merken, daß der Stoff für eine Anti-Brandt-Attacke ungeeignet ist.

Nicht einmal Victor Marchetti lädt zu solcher Polemik ein. “Die CIA”, warnte er unlängst, “hat das damals für viele Politiker in Westdeutschland getan, für Sozialdemokraten und Christliche Demokraten. Es war eben Kalter Krieg.”

Wo Willy Brandt mit dem Radikalenerlaß der nicht CIA-treuen Linken das Genick gebrochen hatte, durfte er soviel Dankbarkeit sicher auch erwarten. Inzwischen ist bekannt, dass Agentenführer Tom Braden auch in die Leitung der Operation Mockingbird, mit der die CIA im In- und Ausland Medien in großem Stil mittels Korruption von Journalisten gesteuert hat, eingebunden war.

Man könnte da folgendes Modell einer funkionierenden Demokratie entwickeln: Die CIA finanziert einfach alle Politiker, die ihr irgendwie in den Kram passen und sorgt über die Medien und die Höhe der Schmiergelder dafür, dass die ihr besonders genehmen Politiker in dem Theaterstück “Demokratie” Gewinner werden. Prima Demokratie.


 
Zu diesem Demokratie-Modell passt bestens, dass US-Geheimdienste gleichzeitig im Rahmen von Gladio Mitglieder im neofaschistischen Bund deutscher Jugend finanziert und mit Waffen versorgt haben, die für den Fall nichtgenehmer linker Kräfte an der Macht 40 hochrangige SPD-Politiker ermorden durften. In einer richtigen Demokratie darf schließlich nichts dem Zufall überlassen bleiben.
 
Ganz wichtig ist es für eine funktionierende Demokratie auch, dass es Gewerkschaften gibt, deren Führer von der CIA geschmiert und kontrolliert werden. In den USA arbeiteten Jay Lovestone und Irving Brown, zwei hochrangige Gewerkschaftsbosse der AFL-CIO, für Tom Braden und die CIA. Die durften dann in Deutschland großzügig Schmiergelder von der CIA verteilen, damit im Deutschen Gewerkschaftsbund und in der SPD die richtigen Leute an die Macht kamen. Glückwunsche gehen auch an die ehrenhaften SPD-Größen Fritz Heine und Carlo Schmid für die freundschaftlichen Beziehungen zum CIA-Schmiergeldverteiler Irving Brown. Prima Demokratie.
 
Natürlich heiligt der Zweck die Mittel. Viele Deutsche waren zwar von Teilung, westgebundener Re-Militarisierung und Atomwaffenstationierung nicht wirklich begeistert, aber Konrad Adenauer und sein Schwager John McCloy hatten nun mal diesen Auftrag. Da musste die CIA natürlich helfen. Wer als Politiker den Schumann-Plan unterstützte, bekam Geld von der CIA. Dass diejenigen Politiker, die widerspenstig waren, und ein neutrales, demokratisches, entmilitarisiertes und geeintes Deutschland wollten, aus dem Politzirkus rausflogen, darum kümmerte sich dann die CIA mithilfe der Mediensteuerung. Wie gut die geheimdienstliche Gehirnwäsche funktionierte, durften Meinungsforscher wie Allensbach und Leo P. Crespi messen. In einer richtigen Demokratie darf man den Wählerwillen aber nicht überinterpretieren. Wo der Wähler nicht will, wie die CIA will, da bedarf es eben noch eines Ganges Gehirnwäsche mehr.
 
Überhaupt, eigentlich war die CIA schon immer richtig demokratisch. Die Deutschen wollten Wirtschaftswunder und sie haben es bekommen. War ja genug Nazi-Vermögen nach Südamerika verschoben worden, was man wieder zurückholen konnte. Dafür, dass linke Intellektuelle dabei kein schlechtes Gewissen haben mussten, sorgten Intellektuelle wie Melvin Lasky im Auftrag der CIA sicher gern. Kapitalismus bedeutet Wohlstand, lautete denn auch die wichtigste Botschaft des linken Antikommunisten. Ein Toast auf Amerika.
 
Zum Glück sind diese alten Zeiten vorbei, Deutschland ist nun frei, die CIA-Klitsche Bertelsmann wurde genau wie der Rest der CIA-gesteuerten Milliardärspresse im dringenden Interesse der Bevölkerung enteignet, die CIA entmachtet, die Verbrecherbanden der CIA haben in Deutschland natürlich Einreiseverbot, die Kirche predigt Nächstenliebe und freie und unabhängige Richter sorgen für Meiungsfreiheit. Ha ha ha.
 
Was bleibt ist nichts als Illusion. Wie wäre es, in Deutschland mal etwas aufzubauen, das den Namen Demokratie wirklich verdient?

25 Kommentare zum Beitrag “Demokratie in Deutschland - Gefälscht von der CIA”

  1. Dauerfeuer Verarsche » Blog Archive » Geschichte? sprach

    […] Mein Parteibuch hat jetzt eine Geschichte zur deutschen Geschichte vorgelegt, die sich nicht anhört, wie Hirngespinste eines Verschwörungstheoretikers. Obwohl ich die Passage mit Willy Brand nicht glauben möchte - aber wer fragt danach? Ich glaube erstmal gar nichts davon, wiewohl ich es in Erwägung ziehe. Sagt mir, was daran so gar nicht stimmt, aber belegt es. [X] […]

  2. Unsere Demokratie - Gefälscht von der CIA » Beitrag » SaarBreaker sprach

    […] Was bleibt ist nichts als Illusion. Wie wäre es, in Deutschland mal etwas aufzubauen, das den Namen Demokratie wirklich verdient? (Quelle: Mein Parteibuch) […]

  3. Demokratie in Deutschland - Gefälscht von der CIA « Ansar News sprach

    […] Nicht einmal Victor Marchetti lädt zu solcher Polemik ein. “Die CIA”, warnte er unlängst, “hat das damals für viele Politiker in Westdeutschland getan, für Sozialdemokraten und Christliche Demokraten. Es war eben Kalter Krieg.” . . . WEITERLESEN!!! […]

  4. bernd sprach

    “Wie wäre es, in Deutschland mal etwas aufzubauen, das den Namen Demokratie wirklich verdient?” mit Link Verfassungswerkstatt -> ich bin über diesen Vorschlag entzückt, weil unrealisierbar; wo wollt Ihr die Mehrheiten finden? Außerdem: diese politische Führung denkt doch gar nicht an Verfassung, jedenfalls nicht an eine deutsche Verfassung.

    Leider hat dieser Vorschlag daher nur einen Ablenkungscharakter, der dazu führt, dieses System zu erhalten.

  5. Redaktion sprach

    Bernd

    Mit solchen Totschlagsargumenten wie “unrealisierbar” und “nur einen Ablenkungscharakter” kann man jedes gesellschaftliche Engagement kritisieren. Angesichts dessen, dass Du gerade selbst einen hierarchisch aufgebauten Verein Basisdemokratie auf die Beine stellst, sind wir über deinen hässlichen unsolidarischen Kommentar anlässlich des Links auf die Verfassungswerkstatt sehr verwundert und haben den unangenehmen Eindruck, dass es sich dabei um eine Art Konkurrenzbeißen von Dir handelt.

    Hier ist jedoch jede Initiative, die versucht, etwas an den real existierenden Gegebenheiten zum Bessernen hin zu verändern, willkommen. Die Verfassungswerkstatt hat nach hiesigem Dafürhalten recht gutes Potential, schließlich könnte sie Bewusstsein schaffen für die Grundrechte, die in eine Verfassung so hineingehören. Eine breite Grundrechtsdiskussion wäre etwas sehr wertvolles.

    Versteh das nicht falsch, ein Verein Basisdemokratie ist etwas wertvolles, aber bitte schön solidarisch zur Basis und nicht schon vor Gründung Ellenbogenmentalität an den Tag legen.

  6. Hartmut Pilch sprach

    Einflussnahme durch Geschäfte hinter den Kulissen ist wohl nie zu vermeiden.
    Dadurch wird Demokratie aber nicht zur Illusion.
    Es ergibt sich allenfalls eine Notwendigkeit, bei der Einteilung der Welt in Schwarz und Weiß etwas vorsichtiger zu sein.

  7. Redaktion sprach

    Es geht hier in diesem Artikel nicht um etwas Einflussnahme hinter den Kulissen, sondern um die totale Kontrolle über die wichtigsten Ergebnisse der Demokratie durch eine im verborgenen handelnde staatliche Macht.

    Diese staatliche Macht hatte für den Fall, dass diese Demokratie nicht die von ihr gewünschten Wahlergebnisse hervorbringt, sogar Mordpläne geschmiedet, um am demokratischen Prozess teilnehmende missliebige Personen zu ermorden.

    Eine Demokratie, wo ein verborgener Mitspieler mit nahezu unbegrenzten staatlichen Geldern eine umfassende Mediensteuerung betreibt, systematisch führende Politiker korrumpiert und dann auch noch Putsch- und Mordpläne für den Fall des Versagens dieser Manipulationen schmiedet, ist eine schlechte Farce.

    Ein staatliches Prinzip “Wir sorgen mit allen legalen und illegalen Mitteln dafür, dass du nicht gewählt wirst, und wenn doch, bringen wir dich um!” spottet jedem demokratischen Gedanken. In anderen Ländern würde man ein solches System ohne zu Zögern als Diktatur bezeichnen.

  8. Bernd sprach

    “Angesichts dessen, dass Du gerade selbst einen hierarchisch aufgebauten Verein Basisdemokratie auf die Beine stellst” -> den Nachweis, dass das hierarchisch sein soll, den solltet Ihr mal führen; dieses Konstrukt ist getragen von der breiten demokratischen Basis und ist lediglich nur durch die deutschen Parteiengesetze reglementiert. Wer ein solches umsetzungsfähiges Konstrukt aufbaut, sollte sich klar werden, dass man nicht gegen derzeit gültige Gesetze agieren kann.

    “hässlichen unsolidarischen Kommentar” -> ich bin leicht erstaunt, dass jede unwillkommene Meinungsäußerung in dieser Weise verarbeitet wird. Wo soll etwas “unsolidarisch” sein? “Unsolidarisch” mit was oder wem? Ist eine Meinungsäußerung nur dann “hässlich” ( ein wirklich nur der Zerstörung dienender Begriff ), wenn sie nicht der hiesigen Gedankenwelt entspringt?

    “haben den unangenehmen Eindruck, dass es sich dabei um eine Art Konkurrenzbeißen von Dir handelt” -> einen Eindruck darf jeder haben; dass eine politische Seite wie diese sich auch Gedanken einmal über die Reihenfolge einer politischen Maßnahmenkette machen sollte, wäre ja auch zu wünschen, oder? Dass eine Verfassung erforderlich ist, wird doch niemand abstreiten können. Dass aber die politischen Veraussetzungen mit Chancen zur Errichtung der Verfassung geschaffen werden müssen, könnte vielleicht doch logisch sein.

    “Die Verfassungswerkstatt hat nach hiesigem Dafürhalten recht gutes Potential, schließlich könnte sie Bewusstsein schaffen für die Grundrechte, die in eine Verfassung so hineingehören”, das hatte ich in meinem kurzen Kommentar doch gar nicht abgestritten oder lest Ihr das irgendwo? Nur an einer Stelle ist diese Seite wie auch DD: wir bleiben stecken in Wünschen, in Forderungen, wir bleiben stecken in Verbesserungsvorschlägen, um die sich politisch in diesem Deutschland niemand kümmert: sie passen nicht in die Landschaft! Den heutigen Parteien ist doch schnurzegal, ob nur noch 40 Prozent zur Wahl gehen, Hauptsache, sie behalten ihre Pöstchen, um die US- Politik, die Agenda 21 … durchzusetzen. Die Menschen, die hier und in anderen Staaten auf der Strecke bleiben sind die bekannten Kollateralschäden. Warum? Weil Politik von oben nach unten gemacht wird, koste es, was es wolle.

    Schaut euch doch nur einmal an, wie die Durchsetzung von neoliberalen Figuren ist, die verhindern, dass Vernünftiges nach oben kommt. Schaut euch doch nur einmal an, wer in Deutschland bestimmt. Die Merkel? Pha. Mein Ansatz ist: die Demokratie ist krank, also müssen wir zunächst die Demokratie auf gesunde Füße stellen und dann kann man auch die parallel erarbeitete Verfassung UMSETZEN. Mir kommt es auf das UMSETZEN an, weil ich nicht schon wieder den Frust der vielen guten Denker, zu denen auch die Verfassungswerkstatt gehört, aber nicht nur die, ersparen will.
    Wer die Verfassungswerkstatt als Konkurrenzveranstaltung zum Basisdemokratiekonzept ansieht, hat, leider nicht vollständig das Konzept gelesen, oder ich war unfähig, es klar genug auszudrücken. Ich bin aber froh, dass eine Menschenrechtsorganisation und eine Vereinigung kritischer Ärzte … und etliche Internetleute das Konzept voll tragen.

    Redaktion: ich wünschte mir nicht die von Euch in dieser harten Weise angeschnittene Konfrontation, ich wünschte mir ein aufeinander zuhören Können. Nicht mehr aber auch nicht weniger.

  9. David Weinberg sprach

    Aus LZ
    Wohl noch nie waren Politik und Bürger so weit von einander entfernt wie im Juni 2008.

    Die neueste Studie besagt:

    Jeder dritte Bundesbürger glaubt nicht mehr daran, dass Demokratie Probleme löst und fast jeder Zweite kann sich vorstellen, bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr nicht abzustimmen. Nach einer neuen Studie der Friedrich-Ebert- Stiftung (FES) verlangen sogar 57 Prozent der Deutschen mindestens eine Reformpause, wenn nicht sogar die Rücknahme der Veränderungen. Das berichtet der in Bremen erscheinende “Kurier am Sonntag” in seiner aktuellen Ausgabe.
    ·
    Das Münchener Institut Polis/Sinus hatte Bundesbürger für die SPD-nahe FES befragt und die Erkenntnisse geliefert. Eigentlich hatten die Initiatoren der Studie nur Zahlen über die zunehmende Wahlenthaltung gesucht, berichtet das Bremer Blatt. “Publikums- beschimpfungen helfen da nicht weiter, deshalb wollten wir es genauer wissen”, umschreibt Frank Karl von der FES den Arbeitsauftrag für die Forscher. Doch eine so große Distanz zum politischen Geschehen hatte man trotz der wachsenden Armut nicht erwartet.

    “Ich fürchte, rund ein Drittel der Menschen hat sich schon von der Demokratie verabschiedet”, urteilt Karl angesichts des Befundes. Während im gesamten Bundesgebiet jeder Dritte glaubt, dass Demokratie keine Probleme mehr löst, sind in Ostdeutschland sogar 53 Prozent der Menschen dieser Ansicht. Vier von zehn Deutschen zweifeln demnach insgesamt, dass die Demokratie überhaupt noch funktioniert.

    Die Forscher hat bei ihren Interviews mit den repräsentativ ausgewählten Bürgern überrascht, dass sich nicht nur wirtschaftlich schwächere Schichten demokratie-kritisch äußern, sondern die Glaube an das politische System offenbar insgesamt dramatisch zurückgegangen ist. Zuerst entfernen sich zwar jene Schichten, die sich selbst als abgehängt oder arm betrachten, die Distanz zur Demokratie reicht aber weit über diese Gruppe hinaus.

    “Das deutet darauf hin, dass viele Menschen fürchten, demnächst abzurutschen und sie machen das System dafür verantwortlich”, analysiert Karl. Die Befragung hat ergeben, dass sich nur noch 62 Prozent der Bürger gerecht behandelt fühlen, während jeder Vierte sich ausdrücklich beklagt und angibt “ungerecht” behandelt zu werden.

    Doch nicht nur diese Menschen haben den Glauben an eine bessere Zukunft verloren: Nur noch jeder Dritte (31 Prozent) geht optimistisch in die kommenden Jahre; der große Rest befürchtet Einschränkungen oder sieht die Gefahr, gesellschaftlich und/oder finanziell abzurutschen. Natürlich finden sich unter den demokratiefernen Schichten besonders viele Arbeitslose und Hartz IV Empfänger.

    “Aus persönlichem Misserfolg wird Staatsferne”, urteilt Frank Karl gegenüber dem “Kurier am Sonntag”. Die Volksparteien leiden natürlich besonders stark unter diesem Vertrauensverlust: “Die müssen Loyalität zum System organisieren und erreichen mindestens ein Drittel der Bevölkerung nicht mehr”. Die gegenwärtige Politik überzeugt offenbar gerade die zunehmende Zahl der Verlierer in der Gesellschaft nicht. “Die Menschen glauben nicht mehr an den Aufstieg”, fürchtet Karl.

  10. Redaktion sprach

    bernd

    Dein auf die Verfassungswerkstatt bezogener Satz: “Leider hat dieser Vorschlag daher nur einen Ablenkungscharakter, der dazu führt, dieses System zu erhalten.” spricht für sich selbst.

    Dieser Satz von Dir ist unsolidarisch und taugt zu nichts anderem, als lobenswertes gesellschaftliches Engagement zur Verbesserung dieser Gesellschaft zu diskreditieren.

    “ich wünschte mir nicht die von Euch in dieser harten Weise angeschnittene Konfrontation, ich wünschte mir ein aufeinander zuhören Können”

    Die deutlichen Worte scheinen noch nicht deutlich genug gewesen zu sein. Wie wäre es da erst mal mit einer Entschuldigung, anstatt hier mit vielen wenig überzeugenden Worten noch mal in die selbe Kerbe nachzuschlagen?

    Zur von Dir angesprochenen Reihenfolgekette: Solidarität und Zusammenarbeit unter verschiendenen Initiativen aufzubauen, kommt da ziemlich weit oben.

    Hier mal einige grundlegende Thesen dazu:
    1. Jeder Beitrag zur gesellschaftlichen Veränderung in Richtung Vernunft ist willkommen.
    2. Jeder kann das so machen, wie er selbst das für richtig hält.
    3. Es wird sich dann später zeigen, wer welchen Beitrag dazu leisten konnte.

    Dein Basisdemokratiekonzept ist lobenswert, nur sollte die gelebte Praxis auch mit der auf geduldigem Papier formulierten Theorie übereinstimmen.

  11. Webnews.de sprach

    Demokratie in Deutschland - Gefälscht von der CIA…

    Manchmal schlummern in alten Kamellen des WDR richtige Schätze. Im Film “Germany - Made in USA: W…

  12. Bernd sprach

    “Wie wäre es da erst mal mit einer Entschuldigung” -> ich glaube, du hast jegliches Mass verloren. Danke - parteibuch!

  13. Redaktion sprach

    Zu der Studie gibt es bei Duckhome auch einen netten Artikel, der sich - Überraschung - ganz anders liest als die Meldungen in der “Qualitätspresse”:

    Die Bürger haben sich nicht von der Demokratie entfernt, sie wurde ihnen gestohlen.

    Die Moral von der Geschicht’?
    Trau den Medien nicht.

    Wie wäre es mit einem neuen Logo für die Qualitätspresse? “CIA Inside” ;-)

  14. Udo Herrmann sprach

    Wort zum Sonntag

    Tja ist es nicht wieder einmal schön wie sich “alternative” Kräfte gegenseitig - wie Kleinkinder - zanken? Ohne dass sie auch nur eine Verordnung oder gar ein Gesetz wirklich beeinflussen können?

    @Redaktion & Bernd

    Jeder der sich ein wenig mit Geschichte und Politik auskennt weiß das diese obskure BRD keinerlei Völkerrechtlichen Status besitzt als Eigenständige Souveräne Nation. Das Kapitel eines Nachkriegsdeutschlands ist daher Völkerrechtlich keineswegs beendet.

    Diesen Zustand herzustellen kann und muss daher oberstes Gebot einer wie auch immer gearteten Veränderung sein. Dieses geschieht aber weder in dem eine kleine Gruppe im Hinterzimmer eine “egal wie Perfekte” Verfassung ausarbeitet. Noch eine andere für ein Politisches System Wirbt das eigentlich erst in einer Verfassung bzw. auf der Grundlage einer Verfassung gebildet werden kann.

    Eine Verfassung kann aber nur eine Instanz Erarbeiten und Verabschieden und damit in Kraft setzten und das ist eine Verfassungsgebende Nationalversammlung. Eine Verfassungswerkstatt kann also nur Vorschläge für eine Verfassung erarbeiten. Diese ist aber so lange hinfällig wenn man nicht die Macht hat eine Verfassungsgebende Nationalversammlung einzuberufen. Dafür muss man also im Rahmen der noch bestehenden Möglichkeiten eine Mehrheit finden. So wichtig es ist einen Alternative zur derzeitigen Parteiendiktatur zu entwickeln und zum asozialen Korruptionssystem des Neoliberalismusses, genauso wichtig ja entscheidend ist es die Kräfte zu sammeln und AKTIV die Regierungsgewalt zu wollen. (Und nicht nur zu Jammern wie pöse doch die Welt ist) Dafür zu Arbeiten um diese “Regierung” zu ersetzen und die Notwendigen grundlegenden Veränderungen durchzuführen um dann als Souveränes Volk, frei und demokratisch an einem Europa der Völker und nicht der Unternehmen mitarbeiten zu können.

    Was IST wissen wir seit Jahrzehnten und spätestens seit der Agenda 2010 ist der verbrecherische Charakter ALLER bestehenden Parteien offensichtlich nur wenn sich keine Kraft Formt die dieses ändern will, sondern immer nur bekanntes wiederkäuen will, um mit ihrem selbstgefälligen Intellektuellen wissen zu glänzen, ÄNDERT das NIX.

    Und wer die Finanzmärkte im Blickwinkel hat weiß das die Zeit sehr viel drängender ist als es die meisten wohl ahnen.

  15. Prof. Dr. Hans See sprach

    Noch so richtige Einsichten in unsere Demokratie und ihre Defizite werden falsch, und auch die Kategorie Finanzmärkte (die ja legal sind)bringt wenig, wenn man nicht über die kriminelle Ökonomie diskutiert und bekämpft. Denn der Rechtsstaat, zumal der soziale und demokratische, kann nur über Gesetze Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft nehmen, der demokratische Kapitalismus ist schon im heutigen Legalzustand eine Gefahr für Mensch und Natur. Aber ohne gesetzliche (in letzter Instanz strafrechtliche) Begrenzung der unternehmerischen Betätigungsfreiheit verliert der Staat seine Steuerungskapazität und es tritt das ein, was tätglich beklagt und als unabänderliches Schiksal hingenommen wird. Mit anderen Worten, wer über den Zustand unserer Demokratie und den antidemokratischen Einfluss der Geheimdienste jammert, sollte sich endlich mit den demokratiefreien Chefetagen der Konzerne befassen. Sie sind die wahren Zentren der Macht und hier wird ausgebrütet, wie man an den demokratisch legitimierten Gesetzen vorbei Profite macht und wem man davon welchen Anteil für seine Leistung gibt, sich als “Frontschwein des Kapitals” zu betätigen, weiße Weste und saubere Hände zu besudeln, damit jede andere Demokratie als die kapitalistische unmöglich wird.

  16. Redaktion sprach

    @Hans See
    Die demokratiefreien Chefetagen der Konzerne und die Nicht-Verfolgung der dort begangenen Verbrechen passen durchaus um hier beschriebenen Bild der Fälschung der Demokratie durch die CIA. Die Justiz ist eine politische Veranstaltung. Verbrechen, deren Aufklärung oder Verhinderung politisch nicht erwünscht ist, werden nicht aufgeklärt und verhindert.

    Dieser kurze Artikel erklärt, warum die Gewerkschaften und die SPD als wichtige Gegenkräfte gegen die demokratiefreien Chefetagen der Konzerne nicht wirksam werden konnten. Es lohnt sich in der Tat, auch einmal einen genaueren Blick auf die Seite des Kapitals zu werfen. In den Führungsetagen einiger wichtiger Konzerne lassen sich überraschend enge Verflechtungen mit den Strukturen der CIA nachweisen.

    Der hier zitierte Agentenführer der CIA, Tom Braden, war genau wie seine Vorgesetzten, der “Head of the Directorate of Plans” Frank Wisner und CIA-Chef Allen W. Dulles fest integriert in der Seilschaft Georgetown Set. In diese Seilschaft war auch der als Chairman bekannte Schwager von Konrad Adenauer, John McCloy, der als US-Hochkommissar damals faktischer Regierungschef von Deutschland war, eingebunden.

    Der frühere Wallstreet Anwalt John McCloy, der zunächst die IG Farben vertrat und dessen Schwager und späterer Botschafter in London, Lew Douglas, Produzent mit Weltvertriebsrechten für Zyklon B war, und dann Verteidigungsstaatssekretär der USA wurde, hat dafür gesorgt, dass in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg zahlreiche alte Nazis nicht verfolgt wurden und ihre Position als Konzernlenker, Richter oder Staatsanwalt wieder einnehmen konnten. Da verwundert es wenig, dass diese Schicksalsgemeinschaft der Nazi-Verbrecher in der Bundesrepublik zusammenhielt, und ehemalige NS-Juristen dafür sorgten, dass die Konzernlenker von der Justiz unbehelligt waren. Als Chef der Weltbank, der John McCloy zuvor war, hatte er sich beretis zuvor um Kapital für den Weideraufbau der NS-Wirtschaft in Deutschland gekümmert.

    Es stellt sich vielleicht die Frage, warum die USA das Wiedererstarken der alten Nazi-Seilschaften in den Chefetagen zugelassen haben. Zur Beantwortung der Frage möge man sich folgendes überlegen: Neben persönlichen Motiven, wie dass John McCloy selbst, übrigens ebenso wie der Großvater von George W. Bush, am Aufbau der Vernichtungsmaschine der Nazis beteiligt war, galten Nazis als zuverlässige Antikommunisten. Ob der Nebeneffekt, dass die Herrschaften in den Konzernetagen, die schlimme NS-Verbrechen begangen hatten, erpressbar waren, der CIA willkommen war, mag dahingestellt bleiben.

    John McCloy wurde später unter anderem Chef der CIA-Tarnorganisation Ford Foundation, der von Rockefeller dominierten Trilateral Commission und, das zeigt die engen Beziehungen der CIA zur Wirtschaft auf, Chef der Chase National Bank.

    Je näher wir uns mit Wirtschaft, Medien, Geheimdiensten und Politik beschäftigen, um so mehr drängt sich der begründete Verdacht auf, dass die irrsinnigen ungesühnten Verbrechen dadurch möglich ist, dass eine recht kleine Gruppe von Leuten eben alle diese Bereiche kontrolliert.

    Eine weitgehend unsichtbare Schlüsselrolle auf der Führungsetage der Verbrecherclubs spielen dabei die Geheimdienste - hier insbesondere er mächtigste Geheimdienst der Welt: die CIA. Für die Vergangeheit lässt sich das inzwischen recht gut nachweisen, in der Gegenwart bisher nicht. Die Gegenwart lässt sich jedoch beobachten und die Kenntnis der Vergangenheit kann dabei helfen, sich ein Bild dabei zu machen, wie die Gegenwart wohl aussehen könnte. Wenn personelle Identität herrscht, erübrigt sich auch die Frage, ob die CIA, die Wirtschaft oder die Politik mächtiger ist. Die Strukturen der organisierten Kriminalität sind ungemein mächtig, haben zahlreiche Verästelungen und besetzen Schlüsselfunktionen in Regierungen. Um etwas zu verbessern, wäre es deshalb sicher sinnvoll, übergreifend auf verschiedenen Themenfeldern wie Bekämpfung von Wirtschaftsverrechen, Verhinderung von Mobbing, Errichtung effektiver Gewaltenteilung, Aufbau funktionierender demokratischer Strukturen oder Kriminalität in Geheimdiensten solidarisch zusammenzuarbeiten.

    Abschließend noch ein Gedankenspiel zu Macht der Geheimdienste: ist es vorstellbar, dass Reinhard Mohn, der Chef von Bertelsmann, in Wirklichkeit in erster Linie ein Agent der CIA ist? Was passiert mit Agenten, die nicht gehorchen? Geht es denen vielelicht so wie Robert Maxwell?

  17. otti sprach

    Demokratischer Kapitalismus scheint auf den ersten blick ein Widerspruch in sich zu sein, höchstens im Vergleich zu China, diktatorischer Kapitalismus, gerechtfertigt.

    Wenn das Kapital über demokratische Gesellschaftsstrukturen die Oberhand gewinnt, bleibt von ’sozialdemokratischen’ Errungenschaften herzlich wenig übrig.

    Die großen und kleinen Machthaber fühlen sich mehrheitlich ihrem eigenen Fortkommen verpflichtet, für die Gesellschaft bleibt dann nicht viel übrig.

  18. mein-parteibuch.com » Roy TV - Verboten in BRD sprach

    […] soll so ein Qualitätssiegel ja auch Glaubwürdigkeit haben und sich positiv von der Medienfälschung der Demokratie der CIA absetzen. Mit Märchen à la Tagesschau oder Milliardärspresse kann man in Punkto […]

  19. Roy TV wurde in Deutschland verboten » Beitrag » SaarBreaker sprach

    […] Qualitätssiegel ja auch Glaubwürdigkeit haben. Dazu ist es sicher sinnvoll, sich positiv von der Medienfälschung der Demokratie der CIA abzusetzen. Mit Märchen à la Tagesschau oder Milliardärspresse kann man nun in Punkto […]

  20. Roger Lecucq sprach

    Zum Thema Bertelsmann-Historie/OSS/CIA/NAZI:
    Ich erhielt einen interessanten Hinweis eines US-Historikers Lowell May aus Kansas, der 2 Bücher über das Camp Concordia, Kansas/german POW in USA geschrieben hat, wo u.a. Reinhard Mohn als Kriegsgefangener interniert war. Von ca. 1943 bis 1946. Er sagte mir, sämtliche “interrogation protocolls” der Nazi-Offiziere (Mohn war Leutnant der NS-Luftwaffe seinerzeit und in Nordafrika in Kriegsgefangenschaft geraten) sind “still classified today”, d.h. heute noch unter Verschluß sind. Bis heute!!? Wieso?? Er will sich jedoch bemühen, über die US-Archive an Unterlagen zu kommen. Das dürfte eine schwierige Aufgabe sein und werden…. Bei seinen Recherchen ist er auf keine Befragungsprotokolle gestossen. Warum wohl? Ebenso hat er versucht, mittels Fragekatalog Mohn in GT direkt zu befragen.Mittels simplen Brief per Post. Seine Antwort an mich: “I never came passed his secretary”.”Never any answers”, nur “I remember fondly the time in Camp Concordia”.(?!) Warum wohl? Was ist da wohl noch zu verbergen?? Das wäre doch einmal interessant zu erfahren - es ist ja auch schon 62 bis 65 Jahre her…!!?? Was gibt es da noch zu verheimlichen?? Das würde mich mal interessieren!
    (Weitere Details bei mir pers.)

  21. mein-parteibuch.com » Der militärisch-industrielle Komplex im Fernsehen sprach

    […] Film gibt, die Programmchefs peinlich genau darauf achten, dass nicht zu viele Leute in der von der CIA kontrollierten US-Kolonie Deutschland was davon […]

  22. Die Kriegsgeschäfte der USA » Beitrag » SaarBreaker sprach

    […] Film gibt, die Programmchefs peinlich genau darauf achten, dass nicht zu viele Leute in der von der CIA kontrollierten US-Kolonie Deutschland was davon […]

  23. B0ULD3RD4SH sprach

    Ich bin sehr verwundert darüber, was für ein “Kommentarregen” durch eine öffentlich skeptische Interpretation unserer Politik ausgelöst wird. Vor allem erschrocken bin ich darüber, das einige Kommentare zum Thema, in mir den ersten Eindruck wecken, dass sie aus einer agressivität heraus geschrieben wurden. Und zwar so als wolle man einem Dritten Leser das Gefühl geben, dass der Haupttext für einige ein persönlich Angriff darstellt. Tatsache oder Fake? Ich halte es zum Beispiel für möglich, dass es Organisationen gibt, die Mitarbeiten bezahlen, deren Aufgabe es ist solche Blogs im Internet aufzuspüren und zu Kommentieren. Und ebenfalls halte ich es für möglich dass so von beiden Seiten verfahren wird. (Pro und Kontra). Mal ganz objektiv betrachtet, das Internet scheint sich in meinen Augen, als eine Gefahr für Organisationen darzustellen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Menschen zu manipulieren. Ebenfalls stellt es eine Gefahr für unsere Politik und deren Gegner dar. Tut mir Leid Leute, ich muss grinsen *smile*. IE ein tolles Tool welches mit Sicherheit komplett überwacht wird. Googelt doch einfach mal weiter.

  24. mein-parteibuch.com » Interview mit einem Massenmörder sprach

    […] In diesem Punkt hatte William Colby, wie heute bekannt ist, ausnahmsweise mal nicht gelogen. Die CIA hatte die Demokratie in Deutschland gefälscht. […]

  25. mein-parteibuch.com » Ist Nicolas Sarkozy ein Mann der CIA? sprach

    […] hat die CIA in der Vergangenheit, wie CIA-Agentenführer Tom Braden vor laufender Kamera zugegeben hat, beispielsweise auch SPD-Spitzenpolitiker wie Willy Brand mit Geld unterstützt und so versucht […]

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