Aus dem Buch “Der Marionettenstaat” von Günter Hannich stammt ein kurzer fiktiver Text mit Titel “Wie treibt man die Menschen zur Mehrarbeit an - ein Szenario?” Das beginnt so:
Stellen Sie sich folgendes fiktives Szenario vor:
Es treffen sich die reichsten und mächtigsten Personen um zu beraten, wie man das einfache Volk besser kontrollieren und ausbeuten kann.
Der mächtigste Teilnehmer eröffnete die Runde:
“Meine Damen und Herren, es geht heute um ein neues Programm, mit dem Ziel die Arbeitsleistung der Masse zu unseren Gunsten zu steigern und gleichzeitig Widerstand zu minimieren. …”
Nett gemacht, simple Sprache und doch oder gerade deshalb lesenswert.
Der Megahoshi hat den gesamten Text des Szenarios “Wie treibt man die Menschen zur Mehrarbeit an” einfach in sein Blog gepostet. Nett sind die Kommentare dazu. Hier der erste:
“Sie sind so furchtbar erfolgreich, dass man die Menschen um sich rum schütteln möchte, um sie aufzuwecken.. Szenario?! Vorstellen?! Umschauen!!”
Und auch der zweite Kommentar hat einen ähnlichen Tenor:
“Naja, so wirklich unrealistisch erscheint mir diese Szenario denn doch nicht und derartige Gespräche werden sicherlich Bestandteil der Bilderberg-Konferenzen und ähnlichen Neocons-Ansammlungen sein.”
Zum Abmahnunwesen im Internet hat Günter Hannich im Buch “Der Marionettenstaat” übrigens auch was geschrieben. Auch das ist nett gemacht.
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| Schulmilch |
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Der Großteil der Leute ergibt sich in sein Schicksal und arbeitet sogar noch über 200 Stunden im Jahr für 0 € (sogenannte Sanierungsverträge) weil die Angst um den Arbeitsplatz enorm groß ist. Er denkt aber nicht über die Ursachen nach weil das viel zu Komplex ist!!! Da müsste man WISSEN wie eine Firma funktioniert und wer sich was in die Tasche steckt. Unser großes Vorbild Amerika hat das trotzt Mindestlohn ganz einfach geregelt, bis zu einer gewissen größe der Firma verdient die Führungriege der Bude maximal 30 bis 50 Prozent (gestaffelt nach Anzahl Mitarbeiter) mehr wie der Durchschnitt der Belegschaft. Da ist doch der Manager sehr daran interessiert das seine Leute ordentlich verdienen.
Will sich in Deutschland ein Arbeitnehmer selbst verwirklichen kommt so etwas bei raus..
http://kingbala...ch-skandal.html
Die Lösung
Wenn was nicht klappt, wenn was nicht klappt,
dann wird vor allem mal nicht berappt.
Wir setzen frisch und munter
die Löhne, die Löhne herunter –
immer runter!
Wir haben bis über die Ohren
bei unsern Geschäften verloren …
Unser Geld ist in allen Welten:
Kapital und Zinsen und Zubehör.
So lassen wir denn unser großes Malheur
nur einen, nur einen entgelten:
Den, der sich nicht mehr wehren kann,
Den Angestellten, den Arbeitsmann;
den Hund, den Moskau verhetzte,
dem nehmen wir nun das Letzte.
Arbeiterblut muß man keltern.
Wir sparen an den Gehältern –
immer runter!
Unsre Inserate sind nur noch ein Hohn.
Was braucht denn auch die deutsche Nation
sich Hemden und Stiefel zu kaufen?
Soll sie doch barfuß laufen!
Wir haben im Schädel nur ein Wort:
Export! Export!
Was braucht ihr eignen Hausstand?
Unsre Kunden wohnen im Ausland!
Für euch gibts keine Waren.
Für euch heißts: sparen! sparen!
Nicht wahr, ein richtiger Kapitalist
hat verdient, als es gut gegangen ist.
Er hat einen guten Magen,
Wir mußten das Risiko tragen …
Wir geben das Risiko traurig und schlapp
inzwischen in der Garderobe ab.
Was macht man mit Arbeitermassen?
Entlassen! Entlassen! Entlassen!
Wir haben die Lösung gefunden:
Krieg den eignen Kunden!
Dieweil der deutsche Kapitalist
Gemüt hat und Exportkaufmann ist.
Wußten Sie das nicht schon früher –?
Gott segne die Wirtschaftsverführer!
Kurt Tucholsky