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Ein Internet-Tagebuch mit Katzenbildern

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30. Juni 2008

Linke pfänden Linke Zeitung

von @ 2:50. abgelegt unter Deutschland, Politik

Sachen gibt’s, die sind schlicht ein Unding. In der Linken Zeitung ist gerade zu lesen, dass dem “Forum Kommunistischer Arbeitsgemeinschaften” in der Linkspartei nahestehende GNN-Verlag die Domain der linken Zeitung pfänden lassen will.

Hier ist ein offener Brief von Mein Parteibuch an die Führung der Linkspartei:

Sehr geehrter Herr Bisky, sehr geehrter Herr Gysi, sehr geehrter Herr Lafontaine,
sehr geehrte Parteiführung der Linkspartei,

wenn euch lieb daran ist, dass Euer Ansehen und das Ansehen der Linkspartei in den nächsten Tagen nicht das Niveau eines Kohlenkellers erreicht, dann sorgt unverzüglich dafür, dass die Domainpfändung von Linkszeitung und scharflinks gestoppt wird. Wenn Euch irgendwas an der Linkspartei liegt, dann unternehmt schleunigst was.

Mit freundlichen Grüßen

Mein-Parteibuch.com

Wie wäre es damit, den Klägern aus dem Dunstkreis des BWK einen Aufnahmeantrag in die CDU zu schicken? Vielleicht könnte der GNN Verlag dann ja im Namen der Neuen Linken die vielen netten Broschüren des BfV drucken.

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29. Juni 2008

Delitzscher „Müllopoly“

von @ 14:31. abgelegt unter Korruption, Deutschland, Politik, Sachsen, Delitzsch

Wie das Geld der Bürger verspielt wird

Die Einweihung einer weiteren Produktionsanlage für Ersatzbrennstoffe der Kreiswerke Delitzsch GmbH auf dem Gelände von Schwenk-Zement in Bernburg (siehe LVZ.Lokales Delitzsch-Eilenburg vom 13.06.2008 “Kreiswerke starten Anlage in Bernburg”) war natürlich ein erneuter Wahlkampfzauber in Verbindung mit Schönfärberei und Marketingbluffs. Damit erwies sich auch diese Einweihung als ein untaugliches Mittel, um von Liquiditätsproblemen der Kreiswerke abzulenken.

Die Verlagerung der vermeintlichen Produktion von Ersatzbrennstoffen (EBS) von Sachsen nach Sachsen-Anhalt dient vor allem dem Zweck, die hervorgerufenen Abfallströme weniger problematisch lenken zu können, weil bislang in Sachsen-Anhalt praktisch kaum Widerstand gegen „Mülltourismus“ zu verzeichnen ist.

Was ist dabei so verwerflich? Für die Abnahme der in der MBA Cröbern jährlich anfallenden 120.000 Tonnen heizwertreiche Fraktion (HWRF) erhalten die Kreiswerke den horrenden Preis von 84,40 Euro pro Tonne. Dabei könnte sich der MBA-Betreiber für weitaus weniger Geld dieses Materials entledigen. Hinzu kommt, dass die extra für die Abnahme durch die Kreiswerke erforderliche Folieneinpackung mit zusätzlichen Kosten in Höhe von 12,00 Euro/t dann entfallen kann.

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28. Juni 2008

“Schwarze brennen nun mal länger”

von @ 17:22. abgelegt unter Recht und Unrecht, Kriminalität, Deutschland, Polizei

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, der vor nunmehr fast dreieinhalb Jahren in Dessau im Polizeigewahrsam bei einem merkwürdigen Zellenbrand gestorben war, kündigte vor zwei Wochen ihren Rücktritt aus dem Prozess an, in dem zwei Polizeibeamte wegen Körperverletzung mit Todesfolge bzw. fahrlässiger Tötung angeklagt wurden, weil sich das Gericht weigert, sich mit den Fragen zu beschäftigen, die wesentlich zur Wahrheitsfindung beitragen könnte. Das Gericht untersucht nur die Frage, ob ein Selbstmord von Oury Jalloh mittels eines Feuerzeuges von Polizisten hätte verhindert werden müssen, nicht jedoch die Frage, ob Oury Jalloh in Polizeigewahrsam angezündet und ermordet wurde.

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27. Juni 2008

Demokratie in Deutschland - Gefälscht von der CIA

von @ 20:39. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Deutschland, Gewerkschaften, Demokratie

Manchmal schlummern in alten Kamellen des WDR richtige Schätze. Im Film “Germany - Made in USA: Wie US-Agenten Nachkriegsdeutschland steuerten” ist der zur Wisner Gang gehörende CIA Offizier Tom Braden etwas ins Plaudern geraten. Kostprobe gefällig? Über den US-Agenten Willy Brandt im Speziellen und dann auch über die deutsche Politik im Allgemeinen sagt Agentenführer Tom Braden da vor laufender Kamera zum Beispiel:

“Ich weiß, dass Willy Brandt Geld von der CIA erhalten hat. Und überhaupt war es so. Benötigte irgendein deutscher Politiker mit demokratischen Absichten Hilfe und Unterstützung gegen die Kommunisten, hätte ihm die CIA geholfen.”

Bemerkenswert ist zum Vorwurf, Willy Brandt habe Geld von der CIA bekommen, auch ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1977 mit Titel “Lügenhafte Kampagne“. Darin warnte der Spiegel Unionspolitiker, zu versuchen, das Thema Finanzierung deutscher Politiker durch die CIA politisch ausschlachten zu wollen, mit den Worten:

Doch nichts spricht dafür, daß Brandt, wie immer er zur CIA stand, jemals zu den Geldempfängern des Mr. Braden gehört hat. Auch die ehristsozialen Brandt-Gegner, die Marchettis Story vor den Bundestag bringen wollen, werden bald merken, daß der Stoff für eine Anti-Brandt-Attacke ungeeignet ist.

Nicht einmal Victor Marchetti lädt zu solcher Polemik ein. “Die CIA”, warnte er unlängst, “hat das damals für viele Politiker in Westdeutschland getan, für Sozialdemokraten und Christliche Demokraten. Es war eben Kalter Krieg.”

Wo Willy Brandt mit dem Radikalenerlaß der nicht CIA-treuen Linken das Genick gebrochen hatte, durfte er soviel Dankbarkeit sicher auch erwarten. Inzwischen ist bekannt, dass Agentenführer Tom Braden auch in die Leitung der Operation Mockingbird, mit der die CIA im In- und Ausland Medien in großem Stil mittels Korruption von Journalisten gesteuert hat, eingebunden war.

Man könnte da folgendes Modell einer funkionierenden Demokratie entwickeln: Die CIA finanziert einfach alle Politiker, die ihr irgendwie in den Kram passen und sorgt über die Medien und die Höhe der Schmiergelder dafür, dass die ihr besonders genehmen Politiker in dem Theaterstück “Demokratie” Gewinner werden. Prima Demokratie.

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26. Juni 2008

Kölibri Hamburg geht auf rechten Druck in die Knie

von @ 20:05. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Deutschland, Antideutsch

Steinbergrecherche weißt heute darauf hin, dass das Kölibri / GWA St. Pauli Süd extrenen Veranstaltern, die den Film “Unter falscher Flagge” zeigen wollen, zukünftig wohl nicht mehr bereit ist, ihre Räume zur Verfügung zu stellen. Steffen Jörg soll am 24. Juni 2008 namens des Kulturzentrums Kölibri den externen Veranstaltern der Filmvorführung per Mail erklärt haben:

“Mehrere Leute und Gruppen haben sich bezüglich der Vorführung beschwert, u.a. auch die Deutsch-Israelische-Gesellschaft, da der Film antisemitischen Argumentationsmustern Vorschub leistet… Rassistische, sexistische, menschverachtende und auch antisemitischen Gruppierungen bieten wir kein Forum… Nun ist es mit dem Film zu einer Vorführung gekommen, die wir im Nachhinein als nicht tolerabel einstufen.”

Aufklärung eines Jahrhundertverbrechens zu verlangen, das zur Rechtfertigung gleich mehrerer Kriege diente, und Indizien vorzutragen, die belegen, wie dringend notwendig das ist, ist also nicht tolerabel.

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25. Juni 2008

Zum Umgang mit Senioren in Deutschland

von @ 12:29. abgelegt unter Deutschland, Politik

Auf der Fachseite zum Buskeismus findet sich ein Bericht zum Rechsstreit “Domicil Seniorenpflegeheim vs. Brigitte Sydow“. Weil die Missstände im Umgang mit Senioren in Deutschland bekannt sind, ist es demzufolge nach Ansicht des Landgerichts Hamburg offenbar verboten, öffentlich unter Nennung konkreter Namen von Pflegeeinrichtungen auf Missstände dort hinzuweisen.

Vielleicht bringen die Senioren die Kraft auf, ihre Meinung zur regierenden meudalistischen Koalition aus Transatlantikern von CDU/CSU/SPD/FDP und Grünen mit dem Stimmzettel kundzutun und nie wieder eine der Parteien zu wählen, deren Politiker für diese Misstände verantwortlich sind.

Mit der Nachfolgepartei der Grauen, DIE GRAUEN – Generationspartei, gibt es eine Alternative, die die meudalistischen Parteien fürchten und deshalb sicherlich wie seinerzeit die Grauen Panther mit allen Tricks bekämpfen werden. Angesichts dessen, dass sich konkurrierende transatlantische Politiker schon immer nach Belieben von der CIA finanzieren lassen konnten, erscheint der offenbar mit rechtswidrigen Mitteln geführte Kampf von Ernst Otto Wolfshohl um Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung vielleicht auch in einem etwas anderen Licht als es den Medien der CIA-geführten Milliardärspresse lieb ist. Robin Hood wird in der Geschichtsschreibung übrigens auch nicht ausschließlich als Straftäter betrachtet.

Zur anderen Nachfolgepartei, der “Allianz Graue Panther” ist hingegen zu sagen, dass sie die Wiederwahl des neoliberalen CDU-Politikers Horst Köhler befürwortet. Johannes Butscher, Bundesvorsitzender der “Allianz Graue Panther”, bemerkt dazu:

“Horst Köhler ist im Volk beliebt und angesehen. Er hat in schwierigen Zeiten Mut zu unpopulären Entscheidungen bewiesen und damit allgemein und eindrucksvoll gezeigt, dass er die nötige Kompetenz für dieses Amt besitzt und entsprechenden Respekt verdient.”

Wer der Meinung ist, die CDU und ihr Bundespräsident Horst Köhler machen eine prima unpopuläre Kürzungspolitik und den hohen Arbeitsdruck, der nicht zuletzt dafür ursächlich ist, dass in der Seniorenpflege die bekannten Zustände herrschen, richtig findet, der ist also vermutlich bei der “Allianz Graue Panther” richtig.

Mein Parteibuch hat nun gestern einen bewegenden Kommentar erhalten, der offenbar sehr authentisch beschreibt, wie sich so manch Senior in Deutschland tief im Inneren wirklich fühlt.

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24. Juni 2008

Franz Josef Strauß, CIC, WSG und Gladio

von @ 19:39. abgelegt unter Finanzen, Gedankenkontrolle, Deutschland, Politik, CSU, Grup Tekkan, Terrorismus

Franz Josef Strauß ist, wie jedermann in der Wikipedia nachlesen kann, ein ehrenwerter Mann. Selbst die Diskussion zum Artikel ist hübsch aufgeräumt. So müssen Wikipedia-Einträge aussehen. Mein Parteibuch beglückwünscht die CSU und die CIA zu dem perfekt gestalteten Wikipedia-Artikel. Nachfolgend soll, ausgehend von einer überraschenden Lücke zum Jahr 1945 in dem hübschen Wikipedia-Artikel, die historische Figur Franz-Josef Strauß etwas genauer beleuchtet werden.

So manch einer fragt sich, welche deutsche Eliten die Köpfe der geheimen Stay Behind Armeen von CIA und NATO in Deutschland waren, die im Falle eines den USA nicht genehmen Wahlausganges bei dem dann notwendigen Militärputsch die Macht ergriffen hätten. Bernt Engelmann machte 1986 in seinem Lesebuch darauf aufmerksam, dass Franz Josef Strauß, der am 01.11.1937 Mitglied des NSDStB wurde, 1945 Übersetzer und rechte Hand des First Lieutenant im amerikanischen Militärgeheimdienst CIC, Ernest F. Hauser, war.

Weiß man, dass der später zufällig erfolgreiche Politiker Franz Josef Strauß für den amerikanischen Militärgeheimdienst gearbeitet hat, dann ist folgender Beitrag von Kennzeichen D um so bemerkenswerter, in dem Franz Josef Strauß nachgewiesen wurde, ein mit Gladio in Verbindung gebrachtes international operierendes rechtsextremes Terrornetzwerk rund um Stefano Delle Chiaie und Aginter Press finanziert zu haben.

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“Unerfreuliche Kontakte” von John McCloy

von @ 14:16. abgelegt unter Deutschland, USA, CDU

Die US-Botschaft in Deutschland hat auf ihren Webseiten ein Essay von Garrick Utley veröffentlicht, mit dem sie den ehemaligen amerikanischen Hohen Kommissar von Deutschland und den großen Mann beim American Council on Germany, John J. McCloy, ehrt. Darin heißt es zum Beispiel:

“Die deutsch-amerikanischen Beziehungen wurden geprägt von McCloys scharfsinnigem Verständnis für die Aufgaben, die Deutschland in einer neuen Ära der Versöhnung und des Wiederaufbaus erwarteten.”

Das hört sich wirklich nett an. Solche und so ähnliche Texte zu John McCloy finden sich überall. Im deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag zu John Jay McCloy fehlen jedoch merkwürdigerweise Angaben dazu, was John McCloy zwischen 1921 und 1941 gemacht hat.

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Terroranschlag wäre für John McCain “ein großer Vorteil”

von @ 11:49. abgelegt unter Außenpolitik, USA, Demokratie

Wie ein Chefstratege von John McCain mit Namen Charlie Black gerade der mehr oder weniger verdutzten Öffentlichkeit mitgeteilt hat, glaubt er, dass ein Terroranschlag für John McCain “ein großer Vorteil” wäre.

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23. Juni 2008

Wie treibt man die Menschen zur Mehrarbeit an

von @ 20:45. abgelegt unter Bücher

Aus dem Buch “Der Marionettenstaat” von Günter Hannich stammt ein kurzer fiktiver Text mit Titel “Wie treibt man die Menschen zur Mehrarbeit an - ein Szenario?” Das beginnt so:

Stellen Sie sich folgendes fiktives Szenario vor:

Es treffen sich die reichsten und mächtigsten Personen um zu beraten, wie man das einfache Volk besser kontrollieren und ausbeuten kann.

Der mächtigste Teilnehmer eröffnete die Runde:

“Meine Damen und Herren, es geht heute um ein neues Programm, mit dem Ziel die Arbeitsleistung der Masse zu unseren Gunsten zu steigern und gleichzeitig Widerstand zu minimieren. …”

Nett gemacht, simple Sprache und doch oder gerade deshalb lesenswert.

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