Der zukünftige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Andreas Voßkuhle, hat in einem am 1. April (kein Scherz) erschienenen Interview mit der Badischen Zeitung auf die Frage hin, ob die Dopinggeschichte nicht auch eine Frage des Systems sei, erklärt:
“Ich glaube nicht, dass das systemisch ist. Es gibt Doping sicherlich als Strukturphänomen im Sport, aber nicht in Hinblick auf Kliniken. Das Problem liegt doch darin, dass ein sehr, sehr kleiner Personenkreis eine riesige Organisation mit tausenden von Mitarbeitern de-savouiert.”
Da ist der aus einer Juristenfamilie kommende Jurist aus Baden-Württemberg im Krieg gegen den Journalismus und im Kampf gegen die Demokratie sicher die richtige Besetzung als oberster Hüter der Pressefreiheit in Deutschland. Schön, dass zufällig auch Günther Oettinger seiner Nominierung so ganz schnell zugestimmt hat. Den aus überschüssigen Südwest-Juristen sächsischen Sumpf hat es passenderweise auch nie gegeben.
Preisfrage: Wie kommt Kishore Mahbubani bloß auf die komische Idee, dass es einen negativen Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum und Korruption geben könnte? Naja, das muss man wohl nicht ernst nehmen. Schließlich hat Deutschland seit langem kontinulierlich gut 10% Wachstum und China ist schon ewig nahe an der Stagnation. Vermutlich hat der Mann einfach keine Ahnung.
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| Knochenbrecher |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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[…] (Quelle: Mein Parteibuch) […]
Ach ja, es sind immer nur ein paar schwarze Schafe, und die behaupten dann im Entdeckungsfall immer noch, dass sie weiß sind.
Natürlich ist Korruption und die allgegenwärtige Verlogenheit in unserem Land ein systemisches Phänomen. Würde man das aber zugeben, müsste man den so genannten Rechtsstaat und seine teilweise verkrebsten Organe der Rechtspflege auf den Müllhaufen der Geschichte werfen.
Machen wir in Zukunft einfach auf Innovationsberater …
Nunja, nix gegen Satire, aber ein wenig Arbeit an der Substanz die zur Meinungsbildung führt wäre auch nicht schlecht gewesen. Oder traut sich hier keiner mal einem Juristen bei seinem “Neusprech” etwas genauer “aufs Maul” zu schauen? Tja, da war wohl grad keine Zeit mehr - drum siehts aus wie hin geklatscht.
Bei Juristen sieht das oft aus wie Satire, auch wenn es ernst gemeint war. So kommt dann auch so ein lustiges Interview zustande.