Bei der Beschlussfassung darüber, ob das ordnungsgemäße Verhalten der Geschäftsführung durch eine externe Sonderprüfung überprüft werden sollen, dürfen Vorstand und Aufsichtsrat vernünftigerweise nicht mit abstimmen.
Auf der Volkswagen Hauptversammlung wurde ein Antrag auf eine Sonderprüfung durch die Wengert AG aus Singen gestellt. Ein “Aktionär aus Salzburg” stellte daraufhin den Antrag, mit der Sonderprüfung ausgerechnet die mit der problemlosen Prüfung des mit dem Vertrieb von “Luftbohrmaschinen” berühmt gewordenen Unternehmens Flowtex berühmt gewordene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zu beauftragen. Cleanstate hat zu dem bezeichnenden Vorgang nachfolgende Pressemitteilung herausgegeben:
Kommunikation – Pressemitteilung Peine, den 25. April 2008CLEANSTATE e.V.
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www.cleanstate.deVolkswagen AG - das Geständnis - der Mann auf Piëchs Rechnung - VW Affäre
Auf der Hauptversammlung der Volkswagen AG am 24.04.2008 stellte CLEANSTATE e.V. Anträge auf Sonderprüfung der Buchführung und ausservertraglichen Vergünstigungen für Verwaltungsmitglieder von VW und der Geschäftsbeziehungen von VW mit Unternehmen der Familien Piëch und Porsche.
Nachdem die VW-Verwaltung auf den Stimmrechtsausschluss gem. § 142 AktG des Landes Niedersachsen sowie Porsche und VW hingewiesen wurde, die regelt, dass bei der Beschlussfassung Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats weder für sich noch für einen anderen mitstimmen dürfen, wenn die Prüfung mit der Entlastung eines Mitglieds des Vorstands oder des Aufsichtsrats zusammenhängt, stellte zum Ende der Hauptversammlung ein Herr Asterlosch unverhofft den Antrag, mit diesen Sonderprüfungen die KPMG zu beauftragen, statt der von CLEANSTATE vorgeschlagenen Wengert AG aus Singen.
Dieser Vorgang machte die anwesenden CLEANSTATE-Mitglieder hellhörig. Warum sollte ausgerechnet KPMG nominiert werden, ein WP-Firma also, die im Rahmen der VW Affäre nicht sonderlich viel gefunden hat und die für ihre falschen Flow-Tex-Testate 100 Millionen DM an die Gläubiger zahlte? War dieser Herr Asterlosch ein Strohmann von Porsche? Hatte VW-Aufsichtsrats-Chef Piech ihn selbst auf seiner Rechnung?
Schnell wurde im Register der Hauptversammlung ersichtlich, dass es sich wohl um einen Aktionär aus Salzburg handelt.
Auf Nachfrage bei dem ehemaligen VW Manager und CLEANSTATE-Mitglied Holger Sprenger, der bereits mehr als 2 Jahre vor dem Bekanntwerden der VW Affäre sogar im Rahmen der VW-HV im Jahre 2003 auf Umbuchungen in 3-stelliger Millionenhöhe, Luxusreisen und vielfache Verschwendung bei VW hingewiesen, Vorstand und Aufsichtsrat mehrfach schriftlich informiert hatte und dem BKA in Wiesbaden im Dezember 2003 u. a. detaillierte Belege zum Konto 1860 (Hartz) aus dem Jahre 2002 übergeben hatte, wurde klar: „Herr Astalosch ist ein Vertrauter Piëchs“
Dr. Lothar Gutsche, stv. Vorsitzender von CLEANSTATE, stellte vor der Hauptversammlung den Vorstand ob dieses unglaublichen Vorgehens zur Rede und verlangte Aufklärung und Antwort auf die Frage, ob der Antragsteller, Herr Jörg Asterlosch, tatsächlich für VW arbeitet.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch musste vor den Aktionären öffentlich eingestehen, das es sich um: „meinen persönlichen Assistenten“ handelt. Die anwesenden VW-Aktionäre quittierten dies Geständnis mit Entsetzen.
Der Name Asterlosch findet sich brisanterweise auf einer Rechnung Piechs, nämlich auf der Umbau-Rechnung des Büros von Ferdinand Piëch in Salzburg, die von VW über das Konto 1880 (Piech/Pischetsrieder) bezahlt wurde und die nur eine Unterschrift aufweist. Diese Rechnung wurde eine Woche nach der Zeugenaussage von Ferdinand Piech dem Landgericht und der Staatsanwaltschaft Braunschweig übergeben.
Hier der Link zur Rechnung:
http://www.cleanstate.de/der_Mann_auf_Piechs_Rechnung.htmlSo geht es zu auf einer Hauptversammlung der Volkswagen AG….
Dieser Vorgang zeigt erneut, wie wichtig es ist, dass es eine wirklich unabhängige Institution gibt, die an Hand von Fakten und auf der Basis bestehender Gesetze „Ungereimtheiten“ in Wirtschaft und Justiz auf den Grund geht.
gez.
Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz
1.Vorsitzender CLEANSTATE e.V.Quelle und Seiteninformation
URL der Pressemitteilung: http://www.cleanstate.de/Pressemitteilung_25_04_2008.html
URL als PDF: http://www.cleanstate.de/PRESSEMITTEILUNG_CLEANSTATE_25_04_2008.pdf
Pressemitteilungen http://www.cleanstate.de/Presse.htmlCLEANSTATE ist eine von engagierten Bürgerinnen und Bürgern gegründete, überparteiliche Initiative. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, Kriminalität, Korruption, Vetternwirtschaft und Rechtsmissbrauch in Politik, Staat und Wirtschaft unseres Landes an die Öffentlichkeit zu bringen und zu bekämpfen. Wir wollen erreichen, dass unsere Gesetze wieder konsequent auch bei den Menschen zur Anwendung kommen, deren Position in Politik und Wirtschaft sie heute vor Verfolgung schützt. Wir recherchieren selbst und auf Basis uns zugehender Informationen, um konkrete Straftaten aufzudecken, an die Öffentlichkeit zu bringen und dadurch die Justiz notfalls zum Handeln zu zwingen. Wir sind überwiegend selbst in großen Unternehmen, Politik und öffentlicher Verwaltung tätig oder tätig gewesen und haben dort die unglaublichen Missstände erlebt, die wir bekämpfen - dies ist vor allem die Basis unseres persönlichen Engagements und unseres Erfolgs.
Mein Parteibuch geht davon aus, dass sich bald ganz offiziell herausstellt, dass das alles nur ein Missverständnis war und keinesfalls ein strafbarer Betrugsversuch.
Nachtrag 29.04.2008: Bemerkt worden ist der peinliche Vorfall auch von Börse-Express: P(i)ech gehabt
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| M.Dolzer |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Ein starkes Stück Deutschland!
Wie heißt noch das Motto Baden-Württembergs? Wir können alles - außer Hochdeutsch.
Oh heiliges Spätzle, wenn’s nur so wär’!
[…] wundert wenig. Die “Expertise” von KPMG ist ja auch bei den Chefs von VW immer sehr gefragt gewesen. Spürbare Konsequenzen für KPMG wie ein deutschlandweites Tätigkeitsverbot hat das […]
[…] die deutsche Pressegerichtsbarkeit in Anspruch nimmt. Das war ein voller Erfolg. Geschickt war auch der Mann auf Piëch’s Rechnung, der auf der Hauptversammlung von VW einen lustigen Antrag stellte. Weniger geschickt war hingegen […]