Jeder Blog der sich mit sachlichen Gegenjournalismus befasst, ist wichtig in unserem Kampf gegen die gleichgeschaltete Presse in Deutschland und läuft auch hier durch den Ticker. Jeden Tag machen uns unsere Politiker deutlich, das sie mit der Demokratie und der Meinungsfreiheit eigentlich nicht richtig umgehen können. Ich lese sehr gern mein Parteibuch und seinen Ticker, wegen der vielfältigen Themen und der sachlichen Berichterstattung. In den letzten Tage laufen so einige Blogeinträge durch den Ticker die zumindest von der Sachlichkeit her, nicht dem gewohnten Stil entsprechen.
Ich habe den Eindruck, das sich manche Blogger, jetzt von der sachlichen Argumentation verabschiedet haben. Ich glaube nicht das man die breite träge Masse mit solchen Knüppelargumenten überzeugen kann. Ich kann ja verstehen, das man als Blogger ungeduldig wird, wenn das ganze Geschreibsel nichts bringt, aber solche Beiträge mit einer solchen Ausdrucksweise kann die Idee von unabhängigem kritischem Journalismus nur diskreditieren. Und wir sollten unsere konstruktive Bloggergemeinde nicht selbst schwächen, das werden schon andere für uns besorgen. Gerade wir sollten nicht die gleichen Propagandaelemente der Massenmedien benutzen.
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| Gerichtsprostituierte. |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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“Knüppelargumente” - ich fand den “Steigbügelhalter”-Artikel gut. Und die Meinung der “breiten trägen Masse” - die ist mir egal.
Tja, es wird ungemütlich für die Gutmenschen.
Die Frage ist, was verstehst du unter einer »sachlichen Argumentation«? Ich finde es halt auch mal ganz gut, wenn Leute einfach ihre Meinung sagen. Ob das dann der Weisheit letzter Schluss ist, sei mal dahingestellt.
Und wenn wir schon mal von der »gleichgeschalteten Presse« sprechen: Für mich persönlich gehört die taz auch zur gleichgeschalteten Presse, obwohl bei denen nach meinem Kenntnisstand kein Konzern dahinter steht, sondern glaube ich eine Genossenschaft. Aber die haben so eine Weltsicht drauf, die ich nicht wirklich teilen kann. Eine Weile dachte ich, die wären gut, aber mittlerweile lese ich diese Zeitung überhaupt gar nicht mehr, enthält mir zu viel »linke« Ideologie. Und Fakten veröffentlicht übrigens auch die Springer-Presse, also um die Wahrheit zu erfahren, könnte man sogar die Welt lesen. Der Vollständigkeit halber: Ich gehe von einer Gleichschaltung aus, denn die Fakten werden vollkommen irreführend verknüpft, so dass der durchschnittliche Leser die wirklichen Hintergründe nicht mehr versteht.
Im übrigen gibt es im Internet so gut wie jede Meinung zu finden. Auf Dauer liest man sowieso nur diejenigen Quellen, die einem selbst persönlich gefallen.
Um noch mal ein bisschen konkreter zu werden und auf den Steigbügelhalter-Artikel einzugehen: Ich glaube, dass man Parteien mit einer Frauenquote (SPD, Grüne, möglicherweise auch die Linkspartei - dort weiß ich es nicht so genau) mal ganz genau überprüfen muss. Denn meiner Meinung nach widerspricht eine Frauenquote in einer politischen Partei dem Grundsatz, dass eine Partei demokratischen Grundsätzen genügen muss. Aber genau mit der Demokratie haben insbesondere »linke« Parteien eben ein Problem. Die scheinen das nicht zu verstehen. Man hält sich für besonders demokratisch, man glaubt, das Gute zu tun. Aber insbesondere SPD und die Grünen befinden sich hier auf dem Holzweg, indem sie eine Frauenquote haben.
Es gibt also ganz massiven Diskussionsbedarf über Parteien wie die SPD und die Grünen. Und es gab eine rot-grüne Koalition, als der Irakkrieg 2003 gestartet wurde. Und der deutsche Luftraum für die US-Luftwaffe wurde nicht gesperrt. Also diesen Parteien kann man kein bisschen trauen. Und ich selbst habe den Verdacht, dass die Frauenquote bei der SPD und bei den Grünen eine Ursache dafür ist, dass die so schlechte Politik machen. Denn um eine Partei mit einer Frauenquote sollte man einen möglichst großen Bogen herum machen. Kein Wunder, dass damals schlechte Politiker wie Schröder und Fischer das Sagen hatten - schlimmer geht es nicht.
Mir drängt sich der Eindruck auf, dass insbesondere solche Parteien wie die SPD und die Grünen davon ausgehen, dass im Islam die Frauen unterdrückt werden. Das passt in deren ideologisches Weltbild gut hinein. Und es wird Zeit, dieses ideologische Weltbild mal gründlich zu hinterfragen. Auf der Grundlage von Fakten, versteht sich. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, bin kein Islam-Kenner. Aber die Pflicht, dass eine Frau im Islam ein Kopftuch tragen muss, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Frau dort unterdrückt wird. Aber sind SPD/Grüne überhaupt bereit, Fragen zu stellen?
In Deutschland gibt es die Kultur, Männer rechtlich zu benachteiligen (Männerwehrpflicht, Frauenquote im öffentlichen Dienst). Um es mal etwas deutlicher zu sagen: In einem Staat wie dem Iran hat man vermutlich noch Respekt vor dem Mann. Aber wer eine Frauenquote hat (SPD, Grüne), wer der Meinung ist, dass eine menschliche Gesellschaft nur dadurch zu erreichen sei, indem das Männliche überwunden wird (SPD), der hat keinen Respekt vor dem Mann. Und der hat vermutlich auch keinen Respekt vor den Menschenrechten. Oder sind die Führungskräfte die SPD etwa nicht der Meinung, dass auch Männer Menschen sind?
Ich glaube, das halt möglicherweise im Unterbewusstsein von vielen SPD-Mitgliedern und auch Grünen-Mitgliedern ein Angriffskrieg dann gerechtfertigt ist, wenn dadurch etwas Positives für die angeblich unterdrückten Frauen in islamischen Staaten erreicht wird. Aber klar, beweisen kann ich das nicht, ist halt mein Verdacht.
Je länger ich mich mit solchen Parteien wie SPD und Grünen auch nur oberflächlich auseinandersetze, desto schlechter wird mir. Und da fällt es nicht immer ganz einfach, sachlich zu bleiben. Denn ich glaube, dass die Verteidigung der Menschenrechte zunächst einmal in den Reihen der SPD und der Grünen stattzufinden hat. Also innerparteilich müssen die Menschenrechte durchgesetzt werden. Denn wer Männern nicht das gleiche Recht wie Frauen geben möchte, der hat halt wohl offenbar ein Problem mit dem Gleichheitsgrundsatz.
Also sich bitte nicht immer ereifern über die angeblich unterdrückten Frauen im Islam - und sich gleichzeitig am Angriffskrieg beteiligen. Oder entspricht es etwa der grünen Ideologie, wenn im Irak abgereichertes Uran (radioaktiver Müll) in großen Mengen verteilt wurde?
Knüppel- und Propagandaargumente gibt es in allen Bereichen der Medien, einschließlich der Bloggersphäre.
Einem Blogger, den ich an dieser Stelle mit einer Zeitungsbude oder der dpa und dpp vergleiche, kann man schon sagen, schmeiß die Ticker mit den Knüppel- und Propagandaargumenten raus.
Besser wäre jedoch mehr Ticker mit sachlichem Hintergrund zu gewinnen und die Tickerstrukur zu verbessern.
Dann kann jeder das Lesen, was ihm gefällt. Die Totschläger ihre Totschlagargumente, die Propagandisten ihre Propagandaergüsse, die Sachkundigen ihre schlauen Tatsachen und Analysen, die …s ihre …, und die aaas ihre aaa.
Nein liebe Leute so ist es ja nicht. Blogger sind Menschen mit Emotionen. Ich persönliche führe am liebsten das Breitschwert, mit dem filigrane Schnitzereien aber kaum möglich sind. Es ist eben meine Waffe. Andere benutzen den Degen einige nur das Skalpell.
Aber alle sind wir Farbklänge die zusammen das Bild ergeben. Wie oft schmeiße ich einen Wutausbruch in Tonne nachdem ich ihn geschrieben habe. Ich muss es schreiben um nicht zu platzen. Bei dem überfliegen was ich korrekturlesen nenne, entscheidet sich dann, was ich tue. Ist die Wut immer noch groß genug, schwäche ich ein wenig ab und veröffentliche oder ich werf den Text weg.
Wir sind keine Journalisten. Wir sind Betroffene. Opfer. Tatsächlich werden Betroffene und Opfer aber eben in ihrer begründeten Wut auch leichter zu Tätern. Das ist unvermeidlich.
Aber mir ist ein wild schimpfender Blogger immer noch lieber, als ein Qualitätsjournalist, der vor lauter wenn und aber seinen Artikel erst fertig hat, wenn das Ding zweihundert mal gewaschen wurde. Schreiben ist etwas persönliches und setzt einen Standpunkt voraus. Wer den nicht hat, oder nicht erträgt soll Milch trinken, Butterkekse einstippen und die Finger von so scharfen Sachen wie Blogs lassen.
Nu schreib ich weiter Widersprüche. Grrrr.
Auf Spon wird gerade der “Durchschnittsdeutsche” seziert.
Ich schrieb: Meine Familie und ich wären gerne Durchschnitt; beim Prokopfeinkommen.
Das ging nicht durch die Zensur.
Na, dann sag ich ´s hier.
Klar, ist laut, ist unsachlich, wird aber gelesen, wird aber zu Gedanken, die die gleichgeschaltete Fresse verhindern, monopolisieren will, führen.
Wer nicht will, daß ich schreibe wie mir die Tastatur geliefert wurde, kann ´s ja überspringen oder löschen.
Solange meine Finger nicht zertreten sind werde ich einen Weg meine Meinung kundzutun finden.
Dass auch die so genannten Linken beliebig viel Dreck am Stecken haben, ist kaum zu leugnen. Ursache ist teils Dummheit, teils Korruption, d.h. Unterwanderung durch V-Leute. Ein ziemlich gräßliches Beispiel ist de.indymedia.org , eine Art Nachrichtenzentrale der Linken, die schon immer von Staatssch(m)ützern und RECHTSanwälten beharkt wurde, jetzt aber zunehmend von innen heraus zerstört wird.
Die bange Frage ist: Wer soll es besser machen? Roland Koch? Silvio Berlusconi? Wladimir Putin? Ich finde, dass die Beantwortung dieser Frage die Zukunft entscheiden wird.
Ich kenne das Problem aus der Justizkritik. Etliche der angeblichen Justizkritiker sind Halunken - nicht besser als die jetzigen Richter. Einige sind einigermaßen integer, aber haben Marotten oder Krankheiten. Die mit den Krankheiten entscheiden, spätestens wenn sie in die Nähe eines Schlaganfalls geraten, falsch. Wer also soll es besser machen? Ich verweise nochmals auf die Improvements.
Zu Ulrich Brose #5:
Besser als andere ist niemand. Es gibt keine Definition dafür, welcher Mensch gut, schlecht, besser oder schlechter ist.
Gut, schlecht, besser, schlechter lässt sich nicht messen.
Das, was Du als besser definieren würdest, würden genug andere als schlecher definieren.
Das selbe gilt für falsch. Somit hat der Satz: Die mit den Krankheiten entscheiden, spätestens wenn sie in die Nähe eines Schlaganfalls geraten, falsch.
Ich bleibe lieber bei den Tatsachen und sage, mir passt das Konkrete nicht. Versuche das zu begründen. Habe ich keine Begründung, dann sage ich eben, mir gefällt das nicht, ich möchte es nicht.
Der andere kann das ebenfalls sagen, und das Gegenteil von mir meinen.
Danach beginnen die vielen konkreten Handlungen: Man lässt es dabei sein und überlässt den Gang der Geschichte oder der Vergessenheit.
Oder man wird aktiv, darf sich aber nicht wundern, dass die Besseren oder Schlechteren ebenfalls aktiv werden.
Einen lieben Gott gibt es leider nicht. Bestenfalls als Hilfskonstruktion für die eigenen Entscheidungen. In der Endkonsequenz entscheiden dann anderen Menschen. In Deinem und meinem Fall leider recht häufig die Richter.
Dahinter stehen aber Interessen anderer. Deswegen obsiegen wir auch manchmal.
Das hat nichts mit gut, schlecht und falsch zu tun.
@Meudalherr
Also ich lese hier erst seit einem Jahr sehr intensiv alle Beiträge vom Parteibuch und dem Ticker und kann sagen, seit dem bin ich hier gedanklich zu Hause. Komischerweise hat MICH der Artikel “Steigbügelhalter” eher verschreckt. Dort wurde alles verteufelt, ausser natürlich die neue Partei, die man dort gründen will. Ohne im Beitrag auf deren Ziele einzugehen. Wobei ich natürlich nichts dagegen habe, eine neue Partei zu gründen. Bloss es wurden in dem Beitrag alle Ziele ALLER Parteien verteufelt. Auch halte ich deine Meinung:
für diskussionswürdig. Wenn eine Gesellschaft geändert werden soll und muss, geht es leider nicht ohne die “breite träge Masse” außer natürlich bei einem Militärputsch. Diese Lösung hat noch niemals stabile Verhältnisse geschaffen.
Ich hatte bisher immer angenommen, wir schreiben hier weil wir eine Gegenöffentlichkeit und andere Sichtweise kommunizieren wollen. Und das nicht nur für uns selber, sondern auch für die “breite Masse”. Wenn vielleicht auch zugegebermaßen nur ein kleiner Teil dieser breiten Masse hier mitliest. Ich kenne zwar die Zugriffszahlen des Blog nicht, aber ich nehme mal an, die sind nicht unerheblich.
@Harry Schwiebert
Übrigens, ich bin der Letzte der Dir die Finger zertreten will.
zu rolv schaleike nr.6:
Auch Du gehörst zu den Justizkritikern, die wegen ihrer Marotten als Richter ungeeignet sind - zumindest allein und auf Dauer. Ein Jahr Rolv Schaleike als Vorsitzender der Hamburger Pressekammer und alle bekommen Sehnsucht nach Andrea Pusske.
Damit ich nicht wie Du in osteuropäisches Blabla verfalle (filosoffskije waprossy), schreibe ich konkret: Du darfst nicht zu schnell Auto fahren. Du überschätzt Deine Reaktionsfähigkeit, besonders in Anbetracht Deines Alters. Spätestens wenn Du jemand zum Krüppel gemacht hast, werde ich der bessere Mensch sein als Du.
Im Ernst: Zu behaupten, Bewertungen könnten nicht aus Tatsachen abgeleitet werden, ist veralteter Unfug.
Hmm, ich lese gerne leidenschaftliche Kampfschriften für die individuelle Weltanschauung des jeweiligen Bloggers, egal welcher Strömung. Das ist einfach fürs Gehirn eine notwendige Abwechslung zum Einheitsfraß aus den Broadcast-Medien, die vom Einheitsfraß verursachten Mangelerscheinungen und der Frgzchn-Vollrausch verschwinden und das Gehirn funktioniert wieder richtig.