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4. April 2008

Erfolgskontrolle

von @ 16:54. abgelegt unter Humor, Presseschau, Wahlprognose, Gedankenkontrolle, Deutschland, Politik, Tagesschau.de, ARD, Demokratie
Erfolgskontrolle
Erfolgskontrolle
Quelle: Tagesschau.de

Jörg Schönenborn hat bei der Tagesschau gestern Abend die neuesten Umfragewerte des DeutschlandTrends von dimap Infratest vorgestellt. An die Wahrhaftigkeit der Zahlen von Unternehmen der “Taylor Nelson Sofres plc.” kann man glauben oder nicht glauben.

Für Facharbeiter auf dem Gebiet der Propaganda - umgangssprachlich oft als Journalisten bezeichnet - sind die Zahlen jedoch so etwas wie die Bibel. Diese Zahlen können also durchaus als Erfolgskontrolle betrachtet werden. Schließlich will man ja wissen, ob man mit der gigantischen transatlantischen Medienkampagne zur Sicherung der Meudalherrschaft in Deutschland Erfolg gehabt hat. Mein Parteibuch erlaubt sich den Spaß einer Persiflage.

Auf die Zahlen der Meinungsforschung wird im folgenden ein fiktiver Blick durch die Brille eines transatlatischen Propagandisten geworfen. Die Ergebnisse der Meinungsforschung, so wie sie von Jörg Schönenborn gerade auf tagesschau.de unter’s Volk gebracht worden sind, wurden dazu fiktiv kommentiert.

Die Überschrift zum Teaser auf der Startseite von tagesschau.de lautete, wie auf dem Screenshot zu sehen ist:

ARD-DeutschlandTrend April 2008
Für SPD und Union geht es im Gleichschritt bergab

Hier der fiktive Blick durch die Brille des transatlantischen Chef-Propagandisten: “Äh, was ist denn hier los? Da haben wir die ganze Zeit auf die SPD geschossen, und nun geht die Union auch den Bach runter? So ein Mist.”

Weiter geht es nun mit dem Teaser der Publikation auf Tagesschau.de, die fiktiven Kommentare des transatlantischen Chef-Propagandisten folgen den Zitaten nun ohne besonderen Hinweis darauf, dass dies mutwillig untergeschobene fiktive Kommentare sind und diese nicht die Meinung der Redaktion von Mein Parteibuch wiederspiegelt.

“Die Wähler sind offenbar enttäuscht über die machtpolitischen Taktierereien von SPD und Union.”

Der erste Satz ist nicht für uns Propagandisten, sondern für’s doofe Volk. Wenn Jörg Schönenborn das Wort “offenbar” verwendet, dann will er uns damit sagen, dass das reine Spekulation ist. Nett von ihm, vielleicht gelingt es Jörg Schönenborn ja damit dem einen oder anderen Doofen einzureden, dass ihn nicht etwa unsere Kampagne gewaltig ankotzt, sondern dass er “enttäuscht über die machtpolitischen Taktierereien von SPD und Union” ist.

“Laut ARD-DeutschlandTrend sinkt die Zustimmung für die Parteien der Großen Koalition auf 63 Prozent - sie verlöre somit die Zweidrittelmehrheit.”

Hi hi, gut gemacht. Dadurch, dass da auf “die Parteien der Großen Koalition” abgestellt wird, glauben die Doofen vielleicht, dass die Opposition stärker geworden ist.

“Davon profitieren die kleinen Parteien. Sie alle würden zweistellige Ergebnisse erreichen.”

Siehste, sag ich doch. Die Doofen wenden sich ab von Union und SPD und merken nicht, dass FDP und Grüne den gleichen Leuten gehören und schon lange zur transatlantischen meudalistischen Einheitspartei Deutschlands gehören.

(Anmerkung: Weiter geht es mit dem Text, der nach dem Teaser folgt.)

“Es geht im Gleichschritt bergab für die beiden Berliner Koalitionspartner.”

Da haben wir Propagandisten nun alles aufgeboten, was wir zu bieten haben, und dann das.

“Dass die SPD auf 26 Prozent abrutscht (-2 Punkte), ist drei Wochen nach dem Hessen-Debakel leicht zu erklären. Der Schlingerkurs in Sachen Linksbündnis und die Autoritätskrise des Vorsitzenden Kurt Beck haben die Partei auf den schlechtesten Wert seit dem Sommer 2004 gedrückt.”

Oh, ob das mal nicht ins Auge geht. Unsere Sabotage-Kampagne gegen Andrea Ypsilanti und Kurt Beck als “Hessen-Debakel”, “Schlingerkurs in Sachen Linksbündnis” und “Autoritätskrise des Vorsitzenden Kurt Beck” zu bezeichnen, ist vielleicht ein bisschen arg dick aufgetragen. Wo wir mit unserer ganzen Propaganda nur zwei Prozent rausgeholt haben, kommt uns da vielleicht doch schon der ein oder andere Doofe auf die Schliche.

“Dass aber die Union daraus so gar keinen Honig saugen kann, sondern ihrerseits ebenfalls auf 37 Prozent (-2) zurückfällt, ist die eigentliche Überraschung.”

Überraschung zur propagandistischen Katastrophe zu sagen, hat schon was.

“Davon profitieren die drei kleinen Parteien, die alle miteinander zweistellig einlaufen.”

Schön, wenigstens das funktioniert. Wenn das doofe Volk die Schmierenkomödie unserer großen Parteien erkennt, rennt es gleich zu unseren kleinen Parteien. So muss das sein.

“Die Linke bleibt konstant bei zwölf Prozent – im Osten liegt sie bei 30 Prozent und ist damit ganz eindeutig die stärkste Partei.”

Nachdem unsere ganze plumpe Propaganda gegen die Linkspartei aufgeflogen ist, dürfen wir uns wohl noch glücklich schätzen, dass sie wenigstens nicht stärker geworden ist.

“Die Grünen legen auf 11 Prozent (+1) und die FDP auf 10 Prozent (+2) zu.”

Na also, das macht dann immerhin noch 88% für die meudalistische Einheitspartei Deutschlands.

“Nebenbei bemerkt: Die beiden Volksparteien kommt zusammengenommen nur noch auf 63 Prozent. Bei einem solchen Wahlergebnis hätte die Große Koalition nicht einmal mehr eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit.”

Hätte hätte hätte der Hund nicht geschissen, hätte er den Hasen gekriegt.

Kurt Beck im historischen Umfrage-Tief

Bei den Sozialdemokraten weitet sich der demoskopische Schaden für Kurt Beck aus. Die Zustimmung zu seiner politischen Arbeit ist erneut um acht Punkte gesunken, auf nur noch 24 Prozent – der bisher niedrigste Wert für Beck überhaupt. Im Januar, vor der Hessen-Wahl, lag er noch bei 43 Prozent. Besonders schmerzhaft für ihn dürfte sein, dass sich gerade die SPD-Wähler überproportional von ihm abwenden. Kurt Beck ist gegenwärtig ein Parteivorsitzender, dessen Wirken nicht einmal von der Hälfte der eigenen Anhänger (48 Prozent) positiv bewertet wird.”

Hihi, einen “demoskopischen Schaden” nennt Jörg Schönenborn Ergebnis unserer Kampagne zur Demontage. Die Formulierung hat was. Und endlich mal eine Erfolgsnachricht für uns Propagandisten. Den Beck haben wir wirklich prima zum Abschuss auf einem der nächsten Parteitage vorbereitet. Dass ein waschechter Transatlantiker Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat der SPD wird, ist damit so gut wie sicher.

Merkel auch bei SPD-Wählern beliebt

Besonders deutliche Folgen hat das in der Kanzlerfrage. Angela Merkel bleibt bei den Wählern unangefochten die Nummer eins. Aber der Vorsprung auf Kurt Beck ist groß wie nie: Wenn man die Kanzlerin direkt wählen könnte, würden sich 66 Prozent für Merkel entscheiden (+4), nur noch 16 Prozent für Beck (-4). Vor allem würden sich die SPD-Wähler in nie dagewesener Deutlichkeit für sie entscheiden: 55 Prozent für Merkel, nur 29 Prozent für Beck.”

Herrjemine, wie kriegen wir da bloß die Merkel weg? Dass die nach der fiesen Aktion mit den Liechtensteindaten nun auch noch den Beitritt von Ukraine und Georgien in unsere NATO blockiert, ist wirklich eine Unverschämtheit sondergleichen.

“Sowohl was die Wahlchancen als auch was die Unterstützung im eigenen Lager betrifft, wäre Außenminister Frank-Walter Steinmeier für die SPD im Moment die aussichtsreichere Wahl. Er würde Merkel “nur” mit 31 zu 55 Prozent unterliegen, hätte aber unter den SPD-Wählern eine deutliche Mehrheit.”

Prima, gut gemacht. Mit der klaren Sprache hat Jörg Schönenborn auch dem doofsten SPD-Mitglied klargemacht, dass er gefälligst für unseren Frank-Walter Steinmeier die Hand zu heben hat. Das ist ein anständiges Finish für unsere Kampagne.

“Bayern ist die Achillesferse der Union

Nicht ganz so offensichtlich ist, warum auch die Union schwächelt. Seit Monaten registrieren wir, dass die Zufriedenheit der Unions-Wähler mit der Arbeit der Bundesregierung zurückgeht, von 69 Prozent zu Jahresbeginn auf nur noch 51 Prozent. Ob Renten-, Gesundheits- oder Arbeitsmarktpolitik – klare, unstrittige Entscheidungen der Regierung sind selten geworden. Nur der Kanzlerin gelingt es, sich aus dem Parteienstreit herauszuhalten und vom Trend ihrer Partei abzukoppeln. Sie ist mit 71 Prozent Zustimmung (+4) nun wieder klar die Nummer eins.”

Gut gemacht, Jörg Schönenborn. Dass die meudalistische Politik der Union selbst den meist fast schon scheintoten Wählern der Union auffällt, hat Jörg Schönenborn damit prima verschwiegen zu sagen. Stattdessen fordert Jörg Schönenborn “klare, unstrittige Entscheidungen der Regierung”. Wie diese klaren, unstrittigen Entscheidungen gefälligst auszusehen haben, machen wir Propagandisten den Politikern klar. Unstrittige Entscheidungen gibt es nie gegen unsere Medienmilliardäre. Die Politiker haben gefälligst unstrittig zu tun, was wir denen sagen.

“Die Achillesferse der Union liegt aber gegenwärtig in Bayern. Die Wähler beklagen nicht nur das unscharfe inhaltliche Profil der CSU, sondern bewerten auch die Arbeit der Doppelspitze Beckstein (33 Prozent Zustimmung) und Huber (22 Prozent) ziemlich mäßig. Auch wenn uns aktuelle Sonntagszahlen zur landespolitischen Stimmung aus Bayern nicht vorliegen, gibt es genug Indizien dafür, dass die Schwäche der Union hier mindestens eine ihrer Wurzeln hat.”

Achtung, Propagandisten aufgepasst. Jörg Schönenborn hat das Signal zum Angriff gegeben. Jetzt gilt es den Erwin Huber endlich abzuschießen, damit unser Günther Beckstein als Führer freie Hand hat. Passt auch prima, denn schließlich brauchen wir dringend einen Sündenbock für die netten Milliarden von der Bayern LB. Übrigens, die Milliarden haben wir dankend erhalten, aber zuviel Dankbarkeit passt nicht zum Geschäft von uns Transatlantikern.

“Die Wähler fordern Sach- statt Machtpolitik

bla bla bla”

Bei dem Geschwafel für das doofe Volk schlafen mir immer die Füße ein. Politiker haben gefälligst zu tun, was wir Propagandisten denen vorgeben. Das nennt sich dann Sachpolitik. Legen Politiker sich mit uns an, dann ist das Machtpolitik und daran kann schließlich niemand ein Interesse haben.

“Große Zustimmung für Merkels Auftritte im Ausland

Angela Merkel ereilen diese Zahlen nicht in den Niederungen des politischen Berlin, sondern im Rampenlicht des Nato-Gipfels in Bukarest – auf einer Bühne also, auf der sie nach Ansicht der großen Mehrheit die deutschen Interessen gut vertritt. Ihr ausdauernder Widerstand gegen ein Beitrittsangebot an die Ukraine und an Georgien war in Bukarest gleichermaßen politisch wie demoskopisch erfolgreich. 72 Prozent der Deutschen unterstützen sie in ihrer Position. Nur 18 Prozent wollen – wie übrigens auch der amerikanische Präsident George Bush – einen schnellen Beitritt der beiden Länder zum transatlantischen Bündnis.”

Was für eine Sauerei ohne Ende. Das doofe Volk kauft uns unsere Propaganda nicht ab, dass die USA und die NATO nichts als das Wohl der Welt im Sinn haben. Und die Merkel sabotiert dann auch noch unsere Erweiterung. Das muss sie büßen.

“Deutschland und die Welt

Spannend übrigens, dass die Deutschen ihre Nachbarn und Bündnispartner in der Welt derzeit durchweg positiver bewerten als im Frühjahr 2007. Ganz oben steht wie immer Frankreich. 90 Prozent (+4) halten das Land für “einen Partner, dem man vertrauen kann”. Deutlich aufgeholt hat mit 86 Prozent (+17) Großbritannien, dessen Irak-Politik unter Tony Blair den Deutschen nicht geschmeckt hat. Die Briten haben ihre Präsenz im Irak deutlich reduziert. Deutlich freundlicher ist jetzt auch die Stimmung gegenüber den USA. 53 Prozent (+21) halten das Land für einen vertrauenswürdigen Partner. Das hat sicher viel damit zu tun, dass wir uns längst viel mehr mit Clinton und Obama beschäftigen als mit dem in Deutschland ungeliebten George Bush.”

Das hat der Jörg Schönenborn schön gesagt. Wenn die USA erst einen neuen Präsidenten haben, dann kann der die Verantwortung für unsere Untaten einfach auf Dubbya schieben und wir Transatlantiker können uns endlich wieder offen zeigen.

“Auch im Verhältnis zu Polen hat der Regierungswechsel positive Spuren hinterlassen (49 Prozent, +14 im Vergleich zu April 2007). Russland schließlich halten nach der Rochade im Kreml 35 Prozent für einen Partner (+11), dem man Vertrauen kann. Ganz unten in der Liste steht mit 15 Prozent China (kein Vergleichswert). Umgekehrt ausgedrückt: 81 Prozent halten China nicht für vertrauenswürdig – kein Wunder nach den Schlagzeilen und Bildern der letzten Wochen.”

Ha, wenigstens unsere Tibet-Kampagne hat Wirkung gezeigt. Dabei war’s nochmal ganz schön knapp als aufgeflogen ist, dass wir dazu einfach lauter gefälschte Bilder verwendet haben. So, nun aber weiter an die Arbeit und Feuer frei aus allen Rohren von Bertelsmann, Springerpresse, ZDF und und und auf alle, die nicht bedingungslos an der Seite unserer transatlantischen Meudalherren stehen.

Schließlich duldet der Krieg an der Heimatfront keinen Aufschub.

15 Kommentare zum Beitrag “Erfolgskontrolle”

  1. Lord Sinclair sprach

    Und sie kriechen ihr wieder in den Hintern, bis es nicht mehr weitergeht. Typisch BILD, diese Schleimerbande!

    Zitat:
    “General Charme
    So rettete Merkel den Nato-Gipfel

    Riesenerfolg für Angela Merkel beim Nato-Gipfel in Bukarest! Wie ein „General Charme“ lockerte die Bundeskanzlerin beim Treffen der 26 Nato-Regierungschefs die Fronten, fand Sprachregelungen für scheinbar unlösbare Probleme – und lächelte am Ende gelöst ihre Kollegen Nicolas Sarkozy und George W. Bush an.”

    und sie legen noch nach:

    Zitat:
    “EU-Kommissarin Margot Wallström schlägt sie vor
    Wird Angela Merkel die neue EU-Ratspräsidentin?

    Was für eine Ehre! EU-Kommissarin Margot Wallström hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als künftige EU-Ratspräsidentin ins Gespräch gebracht.

    Der Posten des „Ständigen Ratspräsidenten“ wurde erst mit dem EU-Reform-Vertrag von Lissabon im Oktober letzten Jahres geschaffen. Bislang wechselt die EU-Ratspräsidentschaft in einem halbjährlichen Turnus.
    Wird sie die neue „Ständige EU-Ratspräsidentin“? Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wurde ins Gespräch gebracht

    Wallström sagte in Brüssel, es gebe für die neuen Spitzenposten innerhalb der EU „in Europa gut geeignete Frauen, darunter Angela Merkel.“

    Gestatten: EU-Ratspräsidentin Angela Merkel. Die heiß Gehandelte hat sich zu den Ambitionen der Kommissarin allerdings noch nicht geäußert…”

    Päpstin wäre demnächst auch frei…..

    Halt nein - sie ist ja evangelisch!

  2. Meudalherr sprach

    »an der Seite unserer transatlantischen Meudalherren« - ist Michael Naumann ein Meudalherr? Nach meiner Definition ist eine natürliche Person dann ein moderner Feudalherr, wenn das Vermögen mindestens 50 Millionen (Euro/US-Dollar, der Wechselkurs ist egal) beträgt. Also Politiker oder Beamte sind schon mal grundsätzlich keine Meudalherren, dazu gehört schon ein bisschen mehr Vermögen. Somit ist Michael Naumann vermutlich kein Meudalherr.

    #1 »Und sie kriechen ihr wieder in den Hintern, bis es nicht mehr weitergeht.« - ich gehe davon aus, dass Angela Merkel (Politikerin) und Friede Springer (Feudalherrin) sich ganz gut verstehen. Das ist sozusagen ein Kartell. Es ist die Aufgabe der Politikerin Merkel, der Feudalherrin Friede Springer zu dienen.

    Meine kurze Internet-Recherche hat ergeben, dass das Vermögen von Friede Springer auf 2,3 Milliarden US-Dollar (wie viele Unzen Silber könnte man davon kaufen? Was kriegt zum Vergleich ein H.IV-»Parasit«?) im Jahr 2005 bewertet wird. Damit steht sie im Jahr 2005 an Position 289 in der Liste der reichsten Menschen. Die aktuelle Position - das soll an dieser Stelle egal sein, aber sie gehört zu den reichsten Menschen auf diesem Planeten.

    Wer politisch erfolgreich sein will in unserer gegenwärtigen Wirtschaftsdiktatur, der darf nichts gegen die Interessen von Frau Friede Springer sagen. Und Frau Friede Springer ist extrem reich. Also wenn ein Politiker etwas gegen die Reichen hat, dann kann er sicher sein, dass die Presse über ihn negativ berichten wird. So einfach funktioniert unsere gegenwärtige Wirtschaftsdiktatur.

    Angela Merkel hat verstanden, wie unser System funktioniert. Sie schließt einfach Freundschaft mit denen, auf die es ankommt. Das hat sie von Helmut Kohl gelernt. Helmut Kohl hatte mit dem damaligen Superreichen Leo Kirch Freundschaft geschlossen. Aber die Zeit von Helmut Kohl/Leo Kirch ist wohl vorbei. Stattdessen ist halt die Zeit von Angela Merkel/Friede Springer angebrochen. Und das sind die großen Macher, genauer gesagt Friede Springer (Bild-Zeitung) und vermutlich auch Liz Mohn (Bertelsmann, RTL).

    Die Superreichen steuern Deutschland. Ich gehe von einem Kartell von Angela Merkel - Friede Springer - Liz Mohn aus. Eine Wirtschaftsdiktatur vom aller feinsten. Diese Frauen fügen der Mehrheit des deutschen Volkes möglicherweise ganz erheblichen Schaden zu. Danke, Frau Merkel. Danke, Frau Springer. Danke, Frau Mohn. Und an dieser Stelle Danke, Herr Buske, dass wir die Missstände in Deutschland lediglich ohne Impressum anprangern können. Die Wirtschaftsdiktatur der DDR 2.0 funktioniert perfekt - Kollaps jederzeit möglich.

  3. Redaktion sprach

    @Meudalherr
    Wenn nach deiner Definition Meudalherren über mindestens 50 Mio Euro verfügen müssen, hast Du sicher recht.

    Es ist nicht bekannt, über wieviel Vermögen Michael Nauman als Herausgeber der Zeit und Spitzenkandidat der SPD verfügt. Auch ist nicht bekannt, über wieviel Vermögen seine Frau, Marie Warburg, verfügt.

    Die Annahme ist aber sicher nicht ganz lebensfern, dass Michael Naumann als Herausgeber der Zeit über erheblichen EInfluss und als Ehemann der Tochter des Bankers Eric M. Warburg, Mitbesitzer der 3 Mrd Euro schweren Privatbank M. M. Warburg & CO, über ganz erhebliches Vermögen verfügen kann.

    Dahingestellt sei, ob das Vermögen nun “definitionsgemäß” 50 Mio Euro beträgt. Und überhaupt, wer legt das überhaupt fest und wer zählt das überhaupt? Es zählt doch nicht nur Geld, sondern auch die damit einhergehende Macht, die sich oft direkt in Geld konvertieren lässt.

  4. » Zitat des Tages (zu den neuesten Politch … Nachtwächter-Blah sprach

    […] des Tages (zu den neuesten Politcharts des Staatsfernsehens der BRD: »Die Doofen wenden sich ab von Union und SPD und merken nicht, dass FDP und Grüne den gleichen L…» […]

  5. otti sprach

    Die Kanzlerin hat eine tolle Frisur. Auf politische Inhalte kann dann verzichtet werden.

  6. Lord Sinclair sprach

    War der Spiegel eigentlich immer so schwarz, dass er selbst im Kohlekeller Schatten wirft?
    Jedenfalls bildet er zusammen mit der BLÖD-Zeitung wohl eine “Beck muss weg”-Allianz.
    http://www.spie...,545629,00.html
    Zitat: “Beck ernüchtert die Basis und keilt gegen die Union

    Er verzichtete auf einen pompösen Einmarsch, schlich sich lieber auf die Bühne. SPD-Chef Beck hat beim Landesparteitag in NRW versucht, mit seiner Standardrede zu punkten. Ohne großen Erfolg. Kaum ein Wort zur K-Frage und zum Umgang mit den Linken, dafür Keile für die Union.[…..]”

    Da kann ich mir gleich Markworts Hetzpostille zulegen. Traurig, was aus der bundesdeutschen Presselandschaft wurde.

  7. Harry Schwiebert sprach

    @Lord Sinclair
    Nein, der Spiegel war nicht immer so, bis ca. 1957 war der Spiegel progressiv.
    Die Wandlung ist gut in
    “Texte und Zeichen” im Beitrag
    Hans Magnus Enzensberger:
    Satre im trüben “Spiegel”
    dokumentiert.

  8. Harry Schwiebert sprach

    Meinte natürlich Sartre

  9. Leser sprach

    @Lord Sinclair
    Nee, seit wann ist die Farbe der CIA “schwarz”? So wie der Spiegel jetzt ist, ist er seitdem Bertelsmann da den Ton angibt. Vorher war die Farbe des Spiegels wohl eher braun mit britischem Understatemment als CIA-schwarz. Vorhang auf für Otto Köhler:

    Diese Woche ist der Spiegel stumm - Wie das Deutsche Nachrichtenmagazin die Unschuld der Nazis am Reichstagsbrand produzierte und wer da heute bei Spiegel-TV mustergültig weitermacht

    @Harry Schwiebert
    Nun, wenn man alte Nazi-Seilschaften auf dem Pfad der Tugend als progressiv bezeichnen will …

  10. Harry Schwiebert sprach

    @Leser,
    außer meinen Altforderen habe ich selten jemanden kennengelernt, der nicht progessiv war.
    Meine Altforderen
    in mir
    sind ich
    falls du nicht stagnieren willst gugle
    nach “Altforderen”,
    klicke das erste Link,
    und “progressiv”.
    Freundlichst
    Harry

  11. Lord Sinclair sprach

    Das musste ja so kommen: Alle BILD-Leser wollen ihren alten Roland Koch wiederhaben:
    Zitat: ” Zehn Wochen nach dem Wahl-Debakel
    Koch beliebter als Ypsilanti
    Bei den Bürgern Hessens nimmt seine Beliebtheit sogar wieder zu! 41 Prozent der Hessen würden heute in einer Direktwahl des Ministerpräsidenten für ihn stimmen. Nur 31 Prozent für SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für BILD am SONNTAG.”

  12. mein-parteibuch.com » “Ihre Peinlichkeit” Dagmar Mühlenfeld aus Mülheim an der Ruhr sprach

    […] manch einer fragt sich vermutlich, ob es nur an der Parteispitze der SPD liegt, dass die ehemals stolze Arbeiterpartei nun selbst in […]

  13. PeterPan sprach

    Irgendwie kann einem der Kurt Beck aufrichtig leid tun. Was er auch sagt, was er auch andeutet - Springer-Presse, Focus und Spiegel halten permanent eine konzertierte Verunglimpfungskampagne gegen Kurt Beck am Laufen, und die neoliberalen Journalistenbanden stürzen sich bundesweit drauf.
    Selbst wenn Beck Steuererleichterungen für Arbeitnehmer und Rentner verkünden würde - die Bande haut trotzdem drauf!

    Dies hat jetzt sogar seinen Popularitätsverlust im Stammland Rheinland-Pfalz zur Folge. Sein unscheinbarer und weitgehend unbekannter Gegenpart von der dortigen CDU (Namen kenn ich nicht) hat offenbar Blut geleckt.

    Mensch, Kurt Beck, schmeiß den SPD-Vorsitz hin und lass die Intrigantentruppe um Steinmeyer, Steinbrück und dem Seeheimer Kreis ihren Dreck alleine machen.

    Konzentriere dich auf dein Stammland Rheinland-Pfalz - da weißt du (noch), was du hast, bevor es zu spät ist.

    Dabei wärst du meines Erachtens mit Sicherheit ein wesentlich fähigerer Kanzler geworden als der Genosse der Bosse und dessen Nachfolgerin Mrs. Unverbindlich, die immer nur das macht, was sie am besten kann - nämlich nix!.

    Bleib in Rheinland-Pfalz und lass die Berliner Putschhaie sich gegenseitig zerfleischen. Diese Gestalten haben mit Sozialdemokratie im ursprünglichen Sinne ohnehin nichts mehr am Hut.

    http://www.morg...5,1074#msg-1074

  14. mein-parteibuch.com » Peter Sodann for President sprach

    […] der Doktrin des Buskeismus. Kritische Journalisten werden eingesperrt. Meinungsforschungsinstitute kontrollieren laufend, ob das Volk die Propaganda auch geschluckt hat. Die von größtenteils geheim […]

  15. Radio-Utopie sprach

    Peter Sodann for President…

    Der Schauspieler Peter Sodann wurde von der Partei “Die Linke” jüngst als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland nominiert. Nun gab Peter Sodann der sächsichen Zeitung ein Interview. Auf die Frage “Mu…

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