Dass man als Betreiber eines tor Exitnodes schnell mal ins Visier von Ermittlungsehörden kommen kann, wurde schon an mehreren Stellen besonders deutlich. Inzwischen ist ein weiterer Fall hinzugekommen und bei den sichergestellten verschlüsselten Festplatten hatten die Beamten ganz besondere Ideen.
Da war natürlich zunächst wieder das alte Muster zu finden: Weil der Exitnode, der auffällig wurde, ein Root-Server war, muss selbstverständlich nach “krimialistischer Erfahrung” auch die Privat-Wohnung durchsucht werden.
Aber bei Sebastian S. kam dann noch ein neues “feature” hinzu: Einige der sichergestellten Festplatten waren verschlüsselt. Nachdem diese Platten jetzt fast ein Jahr bei den Topbeamten verweilten, fällt den Ermittler doch tatsächlich folgender Vorschlag ein: entweder Sebastian S. bekommt die Platten gelöscht zurück oder gar nicht.
Hier die Originalmail, die Sebastian S. auf der Liste exitnodes@lists.ccc.de gepostet hat (die Namen wurden hier abgekürzt, sind aber in der Originalmail zu finden):
Guten Tag,
nachdem ich gemerkt habe dass sich der ccc wohl nicht für intressiert (zumindestens kam keine Antwort über torwarte@ccc.de…) poste ich
es hier mal und hoffe irgendwie auf Hilfe. Kein Ahnung was wichtig ist und was nicht deswegen etwas ausführlicher.Ich hatte Mitte Mai 2007 eine Hausdurchsuchung. Der Antrag kam von der Staatsanwaltschaft Ulm (Hr. L.), ging von dort an das Amtsgericht in Geislingen (meinem Wohnort zu der Zeit) und wurde von der Polizeidirektion Göppingen ausgeführt (KHK L.). Die Durchsuchung wurde mit einem Ermittlungsverfahren wegen Besitzes kinderpornographischer Schriften gerechtfertigt. Außerdem stand drin dass ich nach “kriminalistischer Erfahrung” verdächtig bin solche Dateien auf meinen PCs zu besitzen. Der Vorwurf war, dass von einem meiner Rechner am 25.7.2006 bei swoopshare.com kinderpornographische Dateien heruntergeladen wurden.
Ich hatte im Zeitraum von Mitte 2006 (also einschließlich dem “Tatzeitpunkt”) bis April 2007 einen Tor-Exit-Node (”Amnesty”) laufen auf einem Rootserver bei Strato. Die IP-Adresse aufgrund derer das Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde war auch die des Rootservers und nicht die meiner Wohnung.
Mitgenommen wurde ein alter PC, mein normaler PC, eine externe USB-Festplatte, mehrere CDs, SD-Karten und eine herumliegende alte Festplatte. Ich habe einen Durchsuchungsbericht in die Hand gedrückt bekommen auf dem ich auch Widerspruch gegen die Beschlagnahme erhoben habe. Die “Checkbox”: “Ich erhebe ausdrücklich Widerspruch gegen die Maßnahme *und beantrage eine richterliche Entscheidung*” (*…* durchgestrichen)” habe ich ankreuzen lassen. Die Durchstreichung wurde vom Beamten vorgenommen, er meinte das müsste so sein weil ich dem Beschluss bereits eine richterliche Entscheidung zugrunde liegt und ich war auch eher darauf bedacht dass irgendwo “Widerspruch” steht, egal wie.
Einige Wochen später sollte ich Aussagen bei der Polizei machen wegen der Sache was ich auch (warschl. dummerweise) tat. Dort habe ich aber lediglich Daten zu meiner Person (was so im Perso steht) angegeben und ausgesagt, dass unter der IP-Adresse ein Tor-Exit-Node lief. Zudem wurden ein paar Aussagen im Stil von “Ich sage aus keine kinderpornographischen Dateien heruntergeladen zu haben” etc. protokolliert. Ich glaube nicht dass ich mir damit sonderlich geschadet habe.
Daraufhin durfte ich nach ein paar weiteren Wochen einige Datenträger abholen (SD-Karten, CD-Roms). Dann tat sich sehr lange Zeit gar nichts bis letzte Woche. Ich wohne/studiere mittlerweile in Berlin und meine Mutter rief mich an, dass die Beamten den älteren PC sowie zwei alte, vermutl. kaputte Festplatten ihr ausgehändigt haben. Zunächsteinmal wundere ich mich dass sie diese Sachen einfach anderen Personen aushändigen (wogegen ich jetzt zwar konkret nichts habe aber prinzipiell macht mir das Sorge). Nachdem meine Mutter nachfragte wie es denn mit dem Rest der Sachen steht wurde ihr gesagt dass das Zeug noch nicht freigegeben ist weil die Festplatte im PC als auch die externe USB-Festplatte verschlüsselt seien (das sind sie tatsächlich [luks-dmcrypt-aes256]). Wenige Tage später folgte dann erneut ein Anruf bei IHR (ich bin volljährig und habe auch keine Vollmachten oder so vergeben), dass ich meine Sachen zurück haben könnte allerdings nur gelöscht oder alternativ dann gar nicht. Bisher hatte ich keinen Rechtsanwalt eingeschaltet, weil ich mir bei allen beschlagnahmten Sachen sicher war, dass kein belastendes Material gefunden werden würde können. Jetzt allerdings fürchte ich um meine verbliebenen Datenträger und hätte diese möglichst nicht gelöscht zurück. Daher meine Fragen:
- Gibt es Erfahrungen mit verschlüsselten Datenträgern und wenn ja wurden diese jemals in so einem Fall ungelöscht zurückgegeben?
- Ist dieses Verhalten seitens der Bullen normal?
- Was müsste ich tun um erstmal auf “normalem” Wege meine Sachen zurückzufordern, an wen muss ich mich wenden? Polizei, Amtsgericht, StA?
- Gibt es Möglichkeiten die Sachen “freizuklagen” wenn die Herren uneinsichtig sind?
- Wenn ja gibt es Anwälte die Ahnung von so was haben (tor, Hausdurchsuchung, Verschlüsselung - ich möchte nicht 500€ ausgeben nur um meinem Anwalt auf meine Kosten nen EDV-Einführungskurs vorzulabern), womöglich Kontaktadressen?
- Kann ich mich an einen Anwalt in Berlin wenden oder muss ich einen in der Region Ulm suchen?
- Wie teuer wird sowas?
Ich hoffe ich bekomme irgendwie brauchbare Antworten, da ich im Moment nicht weiß, wie ich weiter verfahren soll. Außerdem wird es gerade eng weil der Bulle wohl wissen will wie ich mich “entschieden” habe. Nehme derzeit nicht ab. Habe Angst dass Sie die Platten selbstständig löschen.
Vielen Dank,
Sebastian
Inzwischen hat Sebastian auch schon einige Antworten bekommen (auch vom CCC). Wir wünschen ihm, dass er bald wieder seine Festplatten mit allen Daten zurück erhält.
Wie bei frag-einen-anwalt.de (Punkt 6) zu lesen ist, wurden nicht nur bei Sebastian derartige “Wildwestmethoden” angewendet. Demnach drohen manche Ermittler auch mit der Idee, “Experten” mit der Entschlüsselung zu beauftragen und dann die Kosten in Rechnung zu stellen.
So sieht ein funktionierender Rechtsstaat aus. Jeden kann es treffen und jeder sollte auf eine Hausdurchsuchung vorbereitet sein.
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| Gewaltmonopol |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
Wildwestmethoden nach Sicherstellung verschlüsselter Platten…
In Wildwestmethoden nach Sicherstellung verschlüsselter Platten liest man von dem Betreiber einer Tor-Node: Ich hatte Mitte Mai 2007 eine Hausdurchsuchung. … Ich hatte im Zeitraum von Mitte 2006 (also einschließlich dem “Tatzeitpunkt”) …
Ich bin ja der Meinung, bei einem Vorwurf “Kinderpornographie” sollte man sich immer anwaltlichen Hilfe holen. Wenn man den CCC anmailen kann, dann kann man auch mal den Udo Vetter anmailen. Eine Rechtsauskunft kostet nun wirklich nicht die Welt und Udo hätte auch über weitere Kosten aufgeklärt.
Die Veröffentlichung der Wildwestmethoden unserer Ermittlungsbehörden und Justiz sind wichtig, aber die Naivität von Sebastian könnte man auch als “sträflich” bezeichnen.
Ich sehe das Ganze als Werbekampagne für Festplatten; für die Außerhaus-Backups.
In Dresden wurden 1984 meine Biermann-Bänder, aufgenommen in seiner Wohnung, gelöscht meiner Frau zurückgegeben. Gelöscht wurden auch alle andere Musik. Die Stasi hat abgestritten, dass sie gelösht hatte. Sie tat so als ob alles ordnngsgfemäß ungelöscht zurückgegeben wurde.
Ich vermute, in Ulm wird es nicht anders sein. Anwälte werde da auch nicht weiter helfen können.
Welcher Anwalt kann beweisen, dass die Platten nicht schon gelöscht waren bzw. sich nicht automatisch gelöscht haben beim Draufschauen.
Gegen solche polizeilichen Methoden helfen nur Netzwerke und die Verteilung der Daten an vielen Plätzen.
Alle Daten mindestens zwei Mal besitzen an verschiedenen Orten. Besser drei bis vier Mal. Mit niemanden darüber sprechen.
Ist etwas aufwendig aber sicher.
Außerdem sollte man verschlüsselte Platten beasitzen, auf denen nur Mist drauf ist. Um diese Platten ebenfalls kämpfen. Alte Platten gibt es doch zu Hauf. Am besten die Besenkammer damit füllen oder enige Koffer in ener Ecke.
Wie sagt der Ching: “Jedes Ding hat mindestens drei Seiten, eine die du nicht kennst, eine die ich nicht kenne und eine die wir beide nicht kennen…!”
Das abstrakt rechtliche Seite ist die Spielwiese für Juristen, solche die es gerne wären und jene, die es noch werden wollen. Für alle anderen gibt es noch das Grübeln über das rein Faktische:
Ist Kinderporno auf den Datenträgern?
Ehrlich gesagt ist das - in diesem Fall -, das Einzige, das auch mich interessieren würde. Bloß man weiß es nicht…und erzählen können alle Beteiligten soviel sie wollen. Und wenn es diesbezüglich nichts zu verbergen gibt, warum rückt der Herr Hausdurchsuchte nicht einfach den Decrypt-Schlüssel raus?
Kinderpornographie ist nicht nur ekelhaft, sondern keineswegs selten auch verbunden mit realem Kindermißbrauch. Daher: im Prinzip - wenn es tatsächlich nur darum geht -, würde ich sogar die Gestapo unterstützen, wenn es die noch gäbe.
Zu Bergzwerg #5:
Kinderporno hin, Kinderporno her. Nicht alles darf erlaubt sein mit der Keule Kinderporne. Betrifft auch die Keule Terror oder Kommunisnus oder Nazi und viele andere Keulen, wie Antisemitsmus, Mörder, Recht auf informelle Selbstbestimmung, Schutz der Privat- und Intimsphäre etc.
Es ist immer eine Abwägung.
Mit dem Bad solle man nicht das Kind ausschütten.
Es gibt andere Wege der Überführung, sollte Bergzwerg sich an Kinderporno ergötzen und/oder damit Handel betreiben und/oder an der Herstellung der Dateien und den Schändungen beteiligt sein.
Ich persönlich würde hier (mit anwaltlicher Unterstützung!) zum Gegenschlag ausholen. Sofern Sabastian S. nicht von einem Gericht zur Herausgabe der Kennwörter verpflichtet wird, hat die StA meiner Meinung nach keine Handhabe.
Damit stellt das Verhalten der StA nach meinem Verständnis (neben einigen anderen Unregelmäßigkeiten) eine strafbare Nötigung dar (es sei denn, die Speicherung strafbarer Inhalte auf den betr. HDs kann bewiesen werden) - es heißt immer noch “in dubio pro reo”, nicht “in dubio contra reo”.
In jedem Fall würde ich Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen, damit die Angelegenheit innerhalb der StA ganz nach oben gelangt.
Zu jeder Zeit gibt es Modeverbrechen, bei denen der Volkszorn am heißesten kocht. Mal ist es Kindesmisshandlung und Kinderporno, mal Bildung einer terroristischen Vereinigung am besten mit arabischem Zubehör, mal Vaterlandsverrat, mal Gotteslästerung. Ich erinnere mich noch an Zeiten, da Soft-Porno, wie er heute auch in amtlichen Räumen gang und gäbe ist, als höchst abscheulich gebrandmarkt wurde. Modeverbrechen müssen jedenfalls stark auf die Gefühle des Volx wirken.
Wenn eine Staatsanwaltschaft einem Menschen, den ihre Herrschaft nicht mag, kräftig eins reinwürgen will, beschuldigt sie diesen Menschen des aktuellen Modeverbrechens. Es ist seit jeher der Sinn der Justiz ungehorsame Menschen öffentlich unmöglich zu machen.
# Rolf + Ulrich
jein. Abwägen, okay, - aber wie jeweils? Was mögen wir mehr: Die Gestapo vor der Tür oder den Schutzgeldeintreiber von der Mafia?
Der alte Slogan “Datenschutz ist Täterschutz” ist zwar etwas radikal, zugegeben, es fehlt zumindest das ´auch´, oder die Bedingungsform “kann…sein” wäre eleganter, - aber es ist im Kern doch was dran. Denn, übertreiben kann man alles.
Schon der amerikanische Zyniker Ambrose Bierc (”Bitter Stories”, “Satan´s Dictionary”), ein Nonkonformist, Staats- und Autoritätsverächter wie es wenige gab (auch ein Menschenverächter, aber aus höherer Moral), ließ bereits im 19. Jahrhundert einen Anwalt plädieren: Das zur Rede stehende zweifellos scheußliche Verbrechen seines Mandanten sei rein garnichts gegen den noch viel scheußlicheren Mord an seinem Vater vor einigen Jahren; daher fordere er mildernde Umstände. Und an anderer Stelle merkte Bierce an: “Und wenn der Teufel persönlich vor Gericht stünde, es fänden sich garantiert genug Idioten, die für ihn ein Gnadengesuch einreichen würden…!”
In einem Rechtsstaat - auch noch in einem Rest-Rechtsstaat -, läßt sich immer gegen Behördenwillkür vorgehen, sollte es tatsächlich Mode bei der Polizei werden, am laufenden Band politisch Verdächtige nach dem Motto “Oh, wir dachten erst, Sie wären ein Kinderschänder…” zu filzen oder auszuschnüffeln, würde das bald ruchbar, und man könnte dann immer noch zum Aufruhr flöten. Viel besser sogar noch, als in unklaren Einzelfällen schweren Kriminalitästvorwurfs, wo die Polizei meist der größeren Wahrscheinlichkeit nach Recht haben dürfte.
Spricht aber eines Morgens der große Diktator aus dem Radio, ist es sowieso vorbei mit mutiger Kritik, und auch ein Forum wie dieses hier wäre mittels bloßem Federstrich des zuständigen Gauleiters über nacht weg vom Fenster, bzw. Bildschirm. Wir merken uns: die Diktatur kommt immer relativ plötzlich, meist unvermeidbar und von oben; nicht dadurch, daß die Kriminalpolizei Gangstern und Sexualstraftätern Wanzen unters Bett klebt. Ist die Demokratie abgeschafft darf sie es sowieso bei Jedem und ganz ohne Erklärungen, und niemand kann dann noch irgendwas dagegen tun.
Daher: wachsam sein, ja, - aber die Kirche im Dorf lassen, und sich nicht womöglich leichtfertig zum nützlichen Idioten für allerlei Schwerkriminelle machen lassen.
Im übrigen habe ich nicht im Volkszorn geschrieben, vielmehr habe ich zwölf Jahre in der geschlossenen forensischen Psychiatrie (Maßregelvollzug) gearbeitet; dort habe ich Monstern im Therapiegespräch gegenüber gesessen, deren Morde, auch an Kleinkindern, manchmal jedes normale Vorstellungsvermögen übertrafen, und in diesen Einzelheiten auch niemals in der Sensationspresse nachzulesen waren.
Ich weiß daher wovon ich rede, und mein Verständnis für Kripobeamte, die ähnliche berufliche Erfahrungen verarbeiten müssen, ist relativ groß. Auch dann, wenn sie zuweilen in einer Weise vorgehen solten, die ich beim Tatvorwurf des Bankraubs oder Kreditbetrugs niemals akzeptieren würde. Nach meinen Erfahrungen haben sie meist den richtigen Riecher, und die wenigsten von ihnen - jedenfalls in dieser Abteilung -,verstehen sich heimlich als politische Stasi-Schergen; sie haben ganz andere Sorgen.
Nebenbei bemerkt ist gerade bei Pädophilen, der meist zugrundeliegenden Persönlichkeitsstörung wegen, das Talent und das Bedürfnis sich - besonders Laien gegenüber erfolgreich -, als verfolgte Unschuld, beziehungsweise das eigentliche Opfer einer verständnislosen Umgebung darzustellen, sehr ausgeprägt. Schuld- und Tateinsicht sind selten.
Noch etwas zum Schluß: ich surfe gelegentlich, wer tut das nicht, auch auf Sex-Seiten; dabei habe ich schon allerhand kurioses und auch ekelhaftes gesehen, die Szene wird deutlich härter. Aber Kinderpornographie ist mir noch nie begegnet.
Auf solche Seiten kommt man nicht per einfachem Mausklick; wer danach sucht, der muß schon (kriminelle) Energie aufbringen. Und wer sich derlei dann auch noch runterlädt, der weiß genau was er will und tut, und er kann, bei mir jedenfalls, auf keinerlei Verständnis mehr zählen.
Kindesmißbrauch - und auch dessen Vorfeld, die “harmlose” Pädophilie -, ist das Widerlichste was es an charakterlicher Verkommenheit und Kriminalität gibt, danach kommt nichts mehr, - und von politisch instrumentalisierten “Modeverbrechen” zu reden halte ich doch für ziemlich naiv. Es ist absolut richtig, dagegen repressiv vorzugehen, bis hart an die Grenzen des rechtstaatlich legitimen, und meinetwegen in Einzelfällen auch ein wenig darüber hinaus, wenn es anders nicht geht. Da gilt es schlicht, der Bedeutung und der speziellen Schwierigkeiten der Beweisführung wegen, pragmatisch zu denken.
Ansätze und Gelegenheiten, sich gegen Tendenzen staatlichen Rechtsbruchs zu wenden, gibt es wahrlich genug, - es muß nicht gerade in solchem Zusammenhang sein. Ich bin sicher: selbst radikale erzkommunistische Widerstandskämpfer im Dritten Reich hätten (und haben vermutlich) ebenso gedacht.
Schön und gut was alle so schreiben, Dienstaufsichtsbeschwerde, aber Ihr denkt doch nicht ersthaft das die in der Dienststelle soetwas untersuchen oder ernst nehmen? Da muss man zur Leitenden Zuständigen Dienststelle und dort sich beschweren. Beispiel hier in Hof/Saale. Wenn Ihr eine Dienstaufsichtsbeschwerde in der örtlichen Polizeistation aufgebt, wird die eingestellt. Richtet Ihr selbige allerdings in Bayreuth, die für Hof mit zuständig ist, wird dieser nachgegangen. Das war schon immer so und wird immer so bleiben.
Sebastian soll auf jeden Fall zum Anwalt gehen und die Strafbehörden anzeigen wegen Nötigung. Wer jetzt den Text gelesen hat weiß das er eine Hausdurchsuchung bekommen hat weil er sozial war und hat eine Exit Node betrieben. Jeder der seine bösen Absichten verstecken möchte geht heute über TOR oder andere Proxy´s, da ist der Betreiber nichtmal als als Mitstörer haftbar. Und selbst wenn er auf den Festplatte Bombenbaupläne, Kinderpornographie und Rechtsradikale Musik hat, ohne Beweise hat die Strafverfolgung keine Handhabe und das ist auch gut so. So mancher hat heruntergeladene “Sachen” auf der Platte und möchte die geheimhalten, andere Private Bilder
oder Geschäftsdaten wie Steuerdaten, GuV´s etc., die Sachen würde ich natürlich nicht gerne bei Verlust (mein Laptop verlieren, es wird geklaut, oder mein Rechner daheim wird geklaut) nicht gerne so offen haben.
Verschlüsselte Platten gehören AFIK zum standart, meine Laptop HDD ist zum Großteil verschlüsselt um meine Daten geheim zu halten, den Key trage ich am Schlüsselbund als USB Stick und die 20 Stellige Passphrase hab ich im Kopf. Wer will mich zwingen meine Privaten und auch Geschäftlichen Daten offen zu legen wegen Indizien? Backups liegen auf verschlüsselten DVD´s oder verschlüsselten HDD´s, wenn die Polizei diese zerstört oder formatiert nutzen einem Backups wirklich wenig oder
Hier in Hof war mal der Fall das die Polizei Festplatten einer Steuerberaterin aufgeschraubt hat, weil sie dachten Teile der HDD sei versteckt vom System und da seien die bösen bösen Steuerdaten eines Mandanten. Der wieder hat sogar die Steuerberaterin ausgetrickst mit falschen Rechnungen die im Papier vorlagen, und die Beraterin soll laut Polizei da mitgemacht haben einen Steuerbetrug durchzuziehen. Die Frau hat mittlerweile das Geschäft aufgeben dürfen wegen dieser Inkompetenz weil alle Rechner 8 Monate bei der inkompetenten Deppen der Polizeistation lagen (ja schickt mir eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung
). Manchmal witzig zu hören wie inkompetent die Polizei im Bereich Computer ist, auf der anderen Seite auch Traurig für die betroffenen.
Ich hoffe das Sebastian sich hier mal beteiligt oder uns jemand auf den laufenden hält was daraus geworden ist, interessant zu sehen wie illegal manche Hausdurchsuchung und Stafverfolgungen betrieben werden.
[…] Wildwestmethoden nach Sicherstellung verschlüsselter PlattenWir sind alle Terroristen… […]
@Bergzwerg / Nr. 10
Ganz so einfach und pauschal sieht die Realität leider nicht immer aus. Ich habe 2005 eine bei Lycos (USA) gehostete Kinderpornographieseite schließen lassen, deren URL mir als anscheinend vollkommen harmlose Spammail zugesandt wurde - und die auch mir als recht abgehärteten IT-Profi und damals regelmäßigem Spamjäger im Kundenauftrag für Tage die Laune verdorben hat - die Details will ich Ihnen ersparen.
Ich habe die Webseite übrigens beim FBI und zwei großen Organnisationen zur Bekämpfung von Kinderpornographie in den USA zur Anzeige gebracht. Reaktionen habe ich trotz einer Bitte um Antwort keine erhalten.
Die werden die Platten wohl schon gelöscht haben. Weil sie nicht in der Lage waren, an die Daten ranzukommen.
Und mal einen Satz an Bergzwerg: Je mehr jemand vorbetet, mit welcher Entschlossenheit man gegen Kinderpornographie vorgehen soll, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass das ein Totschlägerargument sein soll. Für das sonstige Schicksal der jungen Menschen interessieren sich die meisten der Keulen-Argumentierer nämlich kein bisschen.
Der Nordstern.
Ach ja, Zitat Rolf Sch.:
…sollte Bergzwerg sich an Kinderporno ergötzen und/oder damit Handel betreiben und/oder an der Herstellung der Dateien und den Schändungen beteiligt sein…
Sagen wir besser: …sollte Rolf Sch. sich…
Aber selbst dann: soso, welche denn? Fingerabdrücke, Spermaspuren auf der Tastatur, die Nachbarin als Tatzeugin, hat mit dem Opernglas ins Fenster geguckt, direkt auf den Screen?
Im vorliegenden Fall, das scheinen alle zu übersehen, sind de facto - von wem auch immer -, Kinderpornos heruntergeladen worden. Es ist daher wenig plausibel, daß hier ein entsprechender Ermittlungsgrund/Anfangsverdacht lediglich vorgeschoben wurde, um politische Verfolgung zu betreiben.
Frage: wenn im Zusammenhang mit dem Straftatbestand nur die IP des Servers bekannt war, wie kam denn die Kripo an die Adresse des, nennen wir ihn hier Beschwerdeführers?
Und sollte, was anzunehmen ist, zunächst summarisch gegen alle prinzipiell infrage kommenden Personen ermittelt worden sein, - und solche, bei denen sich verschlüsselte Datenträger fanden, dann in den engeren Kreis der besonders Verdächtigen aufgenommen worden sein, so kann ich daran nichts fragwürdiges entdecken. Wie soll die Kripo denn sonst vorgehen?
Für den Fall, daß der Beschwerdeführer tatsächlich auf seinen Platten nur harmlose, aber intime private, oder meinetwegen auch politisch brisante Daten gespeichert haben sollte, - dann würde ich in diesem speziellen Fall sagen wollen, daß er eben einfach mal Pech hatte.
Ähnlich als wenn Jemand beispielsweise im Zuge einer Fahndung nach einem flüchtigen Bankräuber angehalten wird, und die Polzei verlangt, daß er den Kofferraum öffnet. In dem sich blöderweise ein Band mit selbstverfaßten Lobgedichten auf Bin Laden oder peinlicherweise der Latex-Anzug nebst Elektro-Dildo und Tranvestitenkostüm für die schräge Party befindet.
Unangenehm, aber kein Grund, sich als politisch Verfolgter aufzuspielen.
Das sollte man nur tun, damit hier keine Mißverständnisse aufkommen, wenn es tatsächlich der Fall ist. Und daß das sein kann, weiß ich auch.
Zitat Nordstern:
“…Und mal einen Satz an Bergzwerg: Je mehr jemand vorbetet, mit welcher Entschlossenheit man gegen Kinderpornographie vorgehen soll, desto mehr bekommt man das Gefühl, dass das ein Totschlägerargument sein soll. Für das sonstige Schicksal der jungen Menschen interessieren sich die meisten der Keulen-Argumentierer nämlich kein bisschen…”.
Danke, seltsame Logik, ergo sollte niemand sich energisch gegen Kinderporonographie wenden, sonst macht er sich verdächtig, als Keulenschwinger, - oder wie war das gemeint?
Ansonsten, das hatte ich bereits erläutert, habe ich mich jahrelang, von Berufs wegen, “…für das sonstige Schicksal der jungen Menschen…” interessiert. Sogar intensiv für das der Täter. Vermutlich mehr als Sie…
Das ist ja hochinteressant, amüsanter geht´s nicht mehr:
Meine Beiträge “…are awaiting moderation (now)…”
Und meine Antwort auf Nordstern ist auf einmal “Spam” und erscheint nicht. Köstlich, ausgerechnet die Kämpfer für die zügellose Liberalität selbst der Pädophilenszene greifen zur Zensurschere, wenn einmal Beiträge erscheinen, die nicht zum gemütlichen internen Mainstream passen.
Ich habe diese Seite bisher geschätzt, sonst wäre ich wohl kaum hier, - denn mir ging es hier nur um ein Ausnahmethema. Ich bin keiner von der Schäuble-Fraktion, ganz im Gegenteil.
Aber jetzt komme ich doch ins Grübeln…
Tor was?…
In einem guten Artikel wäre die Bezeichnung “tor exit node” entsprechend verlinkt gewesen, so dass man sofort nachschlagen kann, was damit gemeint ist. Nicht jeder ist IT-Experte und kennt sich mit sowas aus.
Sowas nennt man “lesefreundlich”.
[…] mein-parteibuch.com wurde berichtet was einem passieren kann, wenn man einen Tor-Exit-Node betreibt. Nehmt euch […]
Verstanden, Ihr könnt es dann gleich auch wieder löschen. Bin bis auf den Grund erschüttert, selten solch einen Haufen verlogener Pseudo-Liberalinskis erlebt; natürlich auch gleich ohne Emil-Kontaktmöglichkeit.
Daraus sind Schlüsse zu ziehen, wahrscheinlich weit über diese Seite hinaus. Werde wohl mein Weltbild radikal überprüfen müsen. Ihr seid gefährlicher als alle Schäubles zusammen.
DA MEINE BEITRÄGE AUF EINMAL WIEDER DA SIND, NEHME ICH DEN BEITRAG # 20 ZURÜCK:
@Bergzwerg
Auch wenn die Redaktion deine Meinung nicht teilt, so wurden deine Kommentare nicht absichtlich in den Spamfilter verschoben. Spamkarma ist recht intlligent, manchmal ist das ein Segen, z.B. wenn V-Leute und Saboteure am Kommentar-Fluten gehindert werden. Manchmal hindert das aber auch von einem Beitrag emotional angesprochene Menschen an viel Engagement.
Hier übrigens noch eine Anmerkung zum Inhalt deines Kommentars. Du schreibst:
Was unterscheidet den Staat von einer Räuberbande? Wenn Polizisten das Recht brechen, dann gehört das sanktioniert, wie bei jedem anderen Menschen auch. Schon die Begründung für die Durchsuchung war völlig absurd. Was hier beschrieben wurde, ist ein klarer Fall von verschiedenen Rechtsbrüchen.
Du schreibst:
Behördenwillkür zur Sabotage anonymer Kommunikationsmittel nach dem Motto “Oh, wir dachten erst, Sie wären ein Kinderschänder” ist bereits lange Alltag. So werden anonyme Kommunikationsmittel zerstört, die bei der Aufklärung schwerster Straftaten von mächtigen Menschen dringend nötig wären. Die untere Ebene glaubt, sie tut gutes und verfolgt Pädophile, während es der oberen Ebene wichtig ist, damit anonyme Kommunikationsmittel zu zerstören, damit Informationen zur Regierungskriminalität geheim bleiben. So kommt es, dass die Hintermänner der organisierten Kriminalität regelmäßig unentdeckt bleiben.
Aufruhr kann es deswegen nicht geben, denn da gehen staatliche Organe mit Aktionen von Provokateuren im Stil von COINTELPRO zwischen. Flöten passiert hier gerade. Hoffe dabei nicht auf die Massenmedien, denn da hocken die Nachrichtenspezialisten an den Schaltstellen, die Aktionen wie die Operation Mockingbird zur totalen Medienkontrolle fahren.
Du schreibst:
Dreh mal das Radio in Deutschland an. Hörst Du nicht die Kriegspropanda der Diktatoren? Angriffskriege wie die einer “Koalition der Willigen” werden da genauso wie illegale Kriegseinsätze von Tornados und KSK in Afghanistan propagiert. Bestraft wird dafür keiner. 1933 gab es den Reichstagsbrand, heute 9/11 und 7/7. 1933 war es genauso klar, wer die Täter waren wie heute.
Zum Glück gibt es noch Länder wie Malaysia, die Grundrechte wie die Freiheit der Information und des Wortes mehr achten als die freiheitliche Bundesrepublik Deutschland.
Du schreibst:
Mit diesem Satz hast du die gegenwärtigen Verhältnisse in der real existierenden deutschen Demokratie gut beschrieben. Demokratie und Rechtstaatlichkeit sind in Deutschland leider nur eine Farce. Der hier beschriebene Fall zeigt das mal wieder deutlich.
Kein Polizist wird sich in diesem Fall wegen Nötigung und ähnlicher Delikte vor Gericht verantworten müssen, obwohl der Verdacht kaum klarer sein könnte.
Hallo Bergzwerk
Ich hoffe mein Kommentar wird nicht zensiert:(
Ich bitte dich, nach durch mich abgesonderte Kommentare zu suchen.
Mein Tip: sprich mit den Katzenfreunden.
Als es mir wie dir erging, schrieb ich an den Katzenfreund:²
Sehr geehrter Katzenfreund,
eben bekam ich eine Systemnachricht, in der mir mitgeteilt wurde, daß ich des Spamens verdächtigt werde.
Zum Hergang:
Gestern schrieb ich einige Kommentare, die heute, nachdem sie gestern als noch zu bearbeiten markiert waren, in einem Falle zunächst veröffentlicht und danach kommentarlos gelöscht und im zweiten Falle einfach kommentarlos verschwunden sind.
Auf meine jeweilige Rückfrage zur Begründung wurde nun mit Filter reagiert.
Nochmals meine Frage:
Was ist hier los, habe ich gegen Sitte, Anstand, Gesetz verstoßen?
Ist/sind technische unzulänglichkeiten die Ursache?
Freundlichst, eine gute Zusammenarbeit ersehnend
Harry
PS: Es handelt sich um Kommentare zu
http://www.mein...rkung-zu-tibet/
und zu
http://www.mein...astian-seemann/
”
—
Und fragte Einer:”
Häi du man,
wie kommt man durch diesen Dreck?
Dann sprach die innre Stimme:”
Nie, drumm leg´die Knarre weg,
leg´ die Knarre weg,
die Knarre weg,
Knarre weg,
weg.
In dieser, ach so freien Gesellschaft, übersiehst du,
daß der Verdächtigte dem Überführten
Schon wieder ganz schön nahe gekommen ist.
Du schreibst in Kommentar Nr. 15:”
dann würde ich in diesem speziellen Fall sagen wollen, daß er eben einfach mal Pech hatte.
”
Ich schreibe, solange man mich läßt:
“PFUI!”
Zu Bergzwerg: “Ansonsten, das hatte ich bereits erläutert, habe ich mich jahrelang, von Berufs wegen, “…für das sonstige Schicksal der jungen Menschen…” interessiert. Sogar intensiv für das der Täter. Vermutlich mehr als Sie…”
In diesem Blog posten Leute mit einiger Lebenserfahrung.
Ich kannte einen DDR-Reserveroffizier, mit dem ich einen Monat lang in Cottbus weiter qualifizeirt wurde. Er war Erzieher in einem Mädchenheim für schwer erziehbare Mädchen, und erzählte uns ehrlich, was die Erzieher so alles mit den Mädchen machten.
Wir wussten, beweisen können wir ihm nichts, außerem wäre der DDR-Staat an einer Aufklärung nicht sonderlich intetressiert. Er brauchte solche Erzieher. SDie Mäfchen waren schwer erziehbar und vedorben.
Mich überzeugen Argumente der Art wie: Im übrigen habe ich nicht im Volkszorn geschrieben, vielmehr habe ich zwölf Jahre in der geschlossenen forensischen Psychiatrie (Maßregelvollzug) gearbeitet; dort habe ich Monstern im Therapiegespräch gegenüber gesessen, deren Morde, auch an Kleinkindern, manchmal jedes normale Vorstellungsvermögen übertrafen, und in diesen Einzelheiten auch niemals in der Sensationspresse nachzulesen waren. nicht davon, dass die in der geschlossenen forensichen Phychiatrie arbeitenden nun unbedingt sauber sind. Etwas Nahchvollziehbares wäre überzeugender.
Die radikale Arbumentationsweise von Bergzwerg beunruhigt mich. Erzeugt den Mief eines Provokateurs.
@Rolf,
”
laß das,
So überzeugst du Keinen,
kommst an keinen ran.”
Lieber Bergzwerg,
Bekannt war die IP eines Servers, über den anonymisierte Internetnachrichten geschickt wurden. Diese IP lässt sich ohne weiteres an den Hoster (Strato?) zurückverfolgen, der wiederum gefragt werden kann, wer denn den Server gemietet hat. So, mein Lieber, sind sie an seine Privatadresse gekommen. Und wie in einer inkompetenten Polizeigesellschaft üblich, informiert man sich nicht darüber, was ein Tor-Server ist (nämlich ein Anonymisierungsdienst für andere), sondern geht davon aus, dass es der Betreiber selbst war, der sich die Kinderpornografie beschafft hat.
Nur allzugern verstehe ich deine Aufruhr und deinen Hass gegen Hersteller und Vertreiber von Kinderpornografie. Das Problem, das sich jedoch zwangsweise aus der Lage ergibt, ist folgendes: Auf der Suche nach einem “Kinderschänder” werden zig Menschen durchsucht, in ihren elementaren Freiheitsrechen massiv eingeschränkt, an den Pranger geschickt, deren Reputation und Lebenslauf zerstört, nur, um festzustellen, dass keiner von ihnen überhaupt mit dem “Kinderschänder” in irgend einer Verbindung steht. Stattdessen klagt man sie der Straftaten an, die man “quasi nebenbei” bei ihnen festgestellt hat.
Analog dazu verhält es sich bei Terrorismus.
Ein Rechtsstaat sollte nicht auf diese Weise arbeiten.
Man muss lernen, zu begreifen, dass das Ziel der Ermittlungsbehörden weder der Terrorist, noch der Kinderschänder ist. Diese Personen sind nur der Vorwand, um politisch Unliebsame (Demonstrant/Sozialwissenschaftler = “Terrorist” –> $129a), von der Lobby gehasste (Filesharer = “Kinderschänder”/”Schwerkrimineller” –> Vorratsdatenspeicherung) oder sonstwelche Gestalten besser kontrollieren und überwachen zu können.
Es sterben weitaus (!) mehr Menschen durch die Folgen von Nikotin- oder Alkoholkonsum oder durch Autounfälle als an Folgen von Terorismus oder an Schusswaffen allgemein (und nein, ich bin kein Vertreter der Schusswaffenlobby, sehr im Gegenteil). Und trotzdem hört man nichts anderes mehr, wenn man bei den Politikern nach Gründen für neue Überwachungsgesetze fragt, als folgendes: Kinderschänder und Terroristen.
Und durch die Methoden, die man sich auf der Suche nach jenen mysteriösen Schwerkriminellen im Parlament freigraben lässt, erreicht man die Kompetenz, das zu tun, was man eigentlich vor hatte: Die Überwachung des normalen Bürgers im Auftrag verschiedener Lobbyisten.
HALLO.
Ein Brandstifter verbirgt sich? Jawohl, unter Feuerwehrmännern!
[…] solche Farce problematisch werden. So geschehen bei Sebastian S. Die gesamte Geschichte kann bei Mein-Parteibuch oder Gulli nachgelesen werden, hier nur kurz eine Zusammenfassung. Exit-Node-Betreiber -> […]
Ist Bergzwerg
ein Bergzwerg88?
@Bergzwerg: Ihre pauschalen Unterstellungen und Rundumschläge sprechen Ihnen jegliche Seriosität ab.
Der Nordstern.
Puh!
1. Also zunächst möchte ich mich bei der Redaktion entschuldigen, für mich ist das Thema Kindesmißbrauch, wozu auch gehört wie bloße Fotos auf Kinderpornoseiten entstehen, hochemotional besetzt (die Psychiatrieerfahrungen), außerdem stehe ich zur Zeit privat unter sehr starkem Stress, reagiere daher oft nervös, dünnhäutig und aggressiv. Bin sozusagen vorübergehend nicht ganz zurechnungsfähig, tut mir leid.
2. Was alles Andere - außer dem Kinderpornothema - betrifft, so kann jeder hier davon ausgehen, sagen wir es einmal ganz pauschal der Einfachheit halber, daß alles was bisher z.B. auf dieser Seite Richtung ist, exakt auch meiner Einstellung entspricht, wie gesagt, deswegen bin ich bier. Ich halte sie neben Polit-Blog und ein paar anderen, für eine der wichtigsten Seiten in Sachen Widerstand und Information.
Ich habe jahrelang zusammen mit einem Freund in Online-Medien wie auch denen der ZEIT und des SPIEGEL gegen das Imperium Cocacolaraum, seinen Möchtegern-Caesar, seine Kriege und die Machenschaften seiner neofeudalen Provinzquislinge auch in Germany made in USA geschrieben; immer unter neuen Pseudos, weil wir natürlich ständig zensiert und gesperrt wurden. Daher wohl auch meine extreme Empfindlichkeit in Sachen Zensur. Was los ist im Lande und umzu, weiß ich sehr genau, und Datenschnüffelei, zunehmende Repression, Ausbeutung, Manipulation, gleichgeschaltete Medien usw. für sich genommen, wären sicher kein Anlaß für Differenzen zwischen uns.
3. Das Kinderporno-Thema ist für mich ein absolutes Ausnahmethema! Vielleicht noch neben Mafia, Cosa Nostra und anderer organiserter Kriminalität, - mit der ich mich vor Jahren einmal intensiv befaßt habe, u.a. mit kurzem Kontakt mit dem (heutigen) italienischen Oppositionspolitiker Nando Dallachiesa (dessen Vater, der frühere Carabinieri-Präfekt von Sizilien, einst von der Mafia und deren politischen Hintermännern in Rom ermordet wurde).
Ich halte es grundsätzlich für problematisch, wenn sich politische Widerstandkräfte nicht von Kriminellen abgrenzen; das war übrigens schon ein wichtiges und heiß diskutiertes Thema zum Beispiel und unter anderem für die französische Résistance im Zweiten Weltkrieg gewesen, es ist alo keine bloße Marotte von mir allein. Auch Polizeiarbeit - es hilft nichts -, muß man differenziert betrachten, jeder Staat, auch der den man selber als Idealstaat ersehnt, muß gegen Kriminalität angehen, und es ist meiner Meinung nach unangebracht, wenn linke und andere emanzipatorische Kräfte allzu blauäugig höchst fragwürdige Kreise in ihre Solidarität einbeziehen.
Ich bin vehement gegen “Gestapo”, “Stasi”, Verfassungsschutz und jede Art politischer Polizei, auch einen flüchtigen Bankräuber würde ich im Auto mitnehmen, wenn ich kann (”Was ist die Beraubung einr Bank gegen die Gründung einer Bank”), - es gibt aber Kriminelle, solche die anderen Menschen übel schaden, gegen die ich jederzeit die Polizei unterstützen würde.
Abschließendes Beispiel: in Italien hat ein gewisser Berlusconi der Polizei und Justiz in atemberaubender Weise rechtliche und finanzielle Mittel aus der Hand geschlagen (u.A. Mafia-Ermittlern die staatlichen Leibwachen gestrichen), - aber ganz sicher nicht, um die Freiheitsrechte der Bürger zu stärken. Jeder weiß ja wie er unter anderem mit seinem Medienimperium Macht ausübt, und in welche Richtung. Tio Berlusconi ist ein Mafioso, ein Handlanger des Organisierten Verbrechens wie er im Buche steht. Daher wird kein Linker und sonstiger Oppositioneller in Italien - pauschal und ohne zu differenzieren -, die Polizei verdammen. Im Gegenteil, Teile von ihr sind Verbündete im Kampf gegen den neofeudalen Staat, der immer auch ein von Großkriminellen mitbestimmter Staat ist, - auch in der BRD.
Im übrigen ist auch Kindesentführung, Herstellung von Kinderpornographie usw. weitgehend kriminell organisiert, - denken wir an den Fall Dutroux und die damals dahinter stehende belgische “Elite” aus Oberschicht, Wirtschaft und korrupter Politik. Zeugen wurden im Dutzend ermordet, Staatsanwälte und Polizisten kaltgestellt, bedroht usw. Hätte ein belgischer Widerständler sich damals empören sollen, wenn die Polizei ein wenig über die rechtsstaatlichen Grenzen hinaus gehandelt hätte?
Die Dinge sind eben nicht immer einfach: der laute Ruf nach dem “Rechtsstaat” ertönt nicht selten auch und gerade aus Kreisen des plutokratischen Staates selbst, - und dessen korrupten Strippenziehern. In jedem Widerstand ist Pragmatimus wichtiger als juristischer Formalismus. Sonst wären Revolutionen tatächlich nicht möglich, wenn das Betreten des Rasens verboten ist.
# Rackergen
ZITAT: “….Man muss lernen, zu begreifen, dass das Ziel der Ermittlungsbehörden weder der Terrorist, noch der Kinderschänder ist…”.
Im Prinzip rennst du bei mir offene Türen ein, und in Sachen “Terrorismus” gebe ich Dir und anderen hier rücklaltlos recht! Ich bin wohl auch nicht richtig verstanden worden, g r u n d s ä t z l i c h besteht zwischen uns totaler Konsens.
Aber was Kindesmißbrauch, - und eine ganze Palette anderer Kriminalität betrifft: meinst Du tatsächlich, daß dabei jede polizeiliche Ermittlung immer, generell und grundsätzlich nur ein Vorwand für politische Repression ist? Ich denke, da würde man es sich zu einfach machen.
Entschuldige meine Neigung zu pointierter und manchmal auch etwas provozierender Ausdrucksweise, ich kann nicht anders: Was würdest Du mir denn raten, wenn ich herausfände, daß mein Nachbar, sagen wir mal ein dubioser Nachtclubbesitzer, zu einem Pornoring à la weiland Dutroux gehört, und im Keller Fotos mit Kleinkindern macht? Daß ich ein Auge zudrücke, weil, riefe ich die Polizei an, käme ja doch nur die Staatsschutztruppe, um die politische Gesinnung des armen Kerls auszuschnüffeln?
Würde ich natürlich nicht tun, das mit dem Auge, denn der Typ wäre mir genauso zuwider, wie Dr.Seltsam, die böse Tante, Mister Wellaform, Schweinmeier und all die anderen Spießgesellen. Möglicherweise wäre er sogar selber auf deren Parties anzutreffen; und auch bei den Kunden seiner Produktionen hielte sich meine Solidarität offen gestanden in Grenzen. Als Mann des Widerstand hätte (und habe) ich andere Sorgen.
# Rolf
ZITAT: “…Mich überzeugen Argumente der Art wie […] nicht davon, dass die in der geschlossenen forensichen Phychiatrie arbeitenden nun unbedingt sauber sind. Etwas Nahchvollziehbares wäre überzeugender.
Dort saßen damals nicht nur pädophile Straftäter ein, ich erlaube mir einmal zu sagen (glauben brauchst Du es natürlich nicht), daß ich die Psychiatrie für eine repressive Institution zur gewaltsamen Anpassung halte, die abgeschafft weden sollte; dementsprechend war ich dort stets bemüht, den Insassen möglichst eine Art Frreund zu sein, manchmal heimlich und gegen den Apparat, und es wurde auch von ihnen so gesehen und zurückgegeben.
Schließlich kündigte ich dort, indem ich eine Konferenz - bei der “Verfehlungen” von mir “gemeinsam besprochen” werden sollten (eine Auseinanderstzung mit einer unerträglicheh Mitarbeiterin des Pflegedienstes vom Typ latent sadistische Lageraufseherin, dumm wie Bohnenstroh, aber die Matratze des Pflegedienstleiters, sie wurde später entlassen, weil sie einen Patienten geschlagen hatte) -, mit den Worten verließ: “Mir reicht dieses verlogene Affentheater, Sie können mich mal am Arsch lecken, au revoir..!”
Ich lag dann noch kurz mit Herzklabaster drüben in der Inneren, und war fortan arbeitslos.
ZITAT 2: “…Die radikale Arbumentationsweise von Bergzwerg beunruhigt mich. Erzeugt den Mief eines Provokateurs…”.
Es ist dieselbe Art und Weise, die Dinge beim Namen zu nennen, wegen der ich in Medien wie ZEIT und SPIEGEL ständig zensiert und gesperrt wurde. Allerdings wegen Differenzen anderer, quasi entgegengesetzter couleur.
Es gibt viele Gründe, betroffen zu sein und zu handeln.
Unterscheiden würde ich Verbrechen durch Kranke von den Verbrechen seitens der Normalen. Die letzteren sind die schlimmeren Verbrechen, weil mit mehr Leid, Elend und Vernichtung verbunden.
Nicht selten sind in Wirklichkeit die Normalen und die Mächtigen einfach krank. Deren nicht seltene Neigung zum Mißbrauch von Kindern ist lediglich ein offensichtliches Merkmal, jedoch keine notwendiges.
Mein Thema sind nicht die Kranken, sondern die gesunden Verbrecher.
Die Konzentration auf Kranke lenkt ab von den Verbrechen der Politiker und Manager in Deutschlans Heute.
Ist ja wahnsinn wie ein Thema soviel zustimmung haben kann, ich dachte das Forum hat mir alle bisherigen Kommentare zugeschickt, dabei waren das neue
Es ist klar das Kinderpornos auf im Ausland gehostete Seiten sehr schwer zugänglich ist, die Behörden sind teilweise nichtmal in der Lage zu reagieren, noch wollen sie das. Da kann man die USA nehmen, da kann man Italien nehmen oder das Nachbarland Frankreich. Keiner reagiert, und das ist schade.
Am Ende bleibt es an den Leuten hängen die das können haben diese Seiten vom Netz zu nehmen, die die möglichkeiten haben die Server zu überlasten und den Verkauf damit unmöglich zu machen. Die meisten Händler nutzen ja Colos, also in Rechenzentren angemietete Racks mit einem Netzwerkkabel wo man nur seine Hardware reinstecken muss und los gehts. Die Kisten sind teilweise sehr gut abgesichert, komplette Festplatten Verschlüsslung wo man per Serieller Konsole die über SSL getunnelt wird seine Passwort/Passphrase eingeben kann. Wenn ein Server keine Netzverbindung mehr hat, also kein Ping mehr funktioniert, dann wird das System automatisch herruntergefahren.
Mich würde es nicht wundern wenn das Blood and Honor Netzwerk genauso funktioniert.
Die Technischen möglichkeiten von LUKS oder TrueCrypt sind sehr gut, zu gut um sie ohne zu Pockern zu knacken. Aber auch wenn es uns nicht gefällt, die Gesetze und die Freiheit müssen bewahrt werden, auch für solche Schweine wie die Pädophilen. Wenn man Gefahr läuft das solches Material wieder in die Welt kommt weil man nichts nachweisen kann, dann war die Ermittlung sehr schlecht. Mit Mithilfe der ISP´s kann man heute Problemlos die jeweiligen IP´s automatisch rausfischen, Hausdurchsuchungen ansetzen und bei bestimmte Fällen muss dann vielleicht eben gesagt werden “Ein USB/PS2 Dongle mit Sniffer muss her”, die Rechner wieder zurückgegeben und schon hat man nach ein paar Tagen das Passwort oder gar die Keyfile. Das erfordert allerdings gute Ermittlungen, Technisch sehr hohes Verständniss und ein bisschen Glück. Alternativ kann man auch noch ein Rootkit in die Partition setzen die unverschlüsselt ist und damit den Spaß abfangen, gibt es auch schon in der freien Wildbahn, von Wirtschafts Spionen genutzt und weiterentwickelt. Wer macht den ein Hash Check seiner Startdateien oder des Kernels?
Die “Terroranschläge” und die damit resultierenden Einschränkungen der Bürger um mehr Sicherheit zu bekommen ist ein ganz anderes Thema. Sicher ist das es wohl nicht so ganz mit rechten Dingen zuging, aber das ist ein Thema das einem am Arsch vorbeigehen sollte wenn da nicht die Bundesregierung wäre die den großen Bush ja so unterstützt.
Liebe Redaktion,
jenes da unten unterschreibe ich hundertprozentig, es deckt sich inhaltlich auch bis ins Detail mit zahllosen Beiträgen, die ich selber - genau in diesem Sinne - über Jahre im Netz geschrieben habe. Ich weiß das alles, der neofeudale plutokratische Staat i s t die Mafia (auch Kinderpronographie usw. ist ja kriminell organisiert), daher kann man sie letztlich auch nicht erfolgreich bekämpfen.
Ich bin mir auch darüber im klaren, wie schwierig die von mir reklamierte Differenzierung bei der Bewertung von Justiz- und Polizeiarbeit gegen echte Krmininalität ist, bzw. wie schwierig die Abgrenzung zur Justiz und Polizei als Repressionsinstanz. Ich glaube aber, daß allzu pauschale Haltungen nicht das Richtige sind, Widerstandsarbeit ist immer hochkomplex, und man hüte sich vor so etwas wie einer “Salonromantik des Widerstands”. Die ich aber hier niemandem unterstellen will.
Übrigens habe ich gestern oft vergessen, “Adblock” und “NoScript” abzuschsalten, vielleicht lag es auch mit daran.
Auch vorhin wieder, möglicherweise sind daher auch heute zwei Beiträge nicht erschienen. Blöderweise habe ich sie auch nicht vorher gespeichert. Kommen die noch?
ZITAT: “…Behördenwillkür zur Sabotage anonymer Kommunikationsmittel nach dem Motto “Oh, wir dachten erst, Sie wären ein Kinderschänder” ist bereits lange Alltag. So werden anonyme Kommunikationsmittel zerstört, die bei der Aufklärung schwerster Straftaten von mächtigen Menschen dringend nötig wären. Die untere Ebene glaubt, sie tut gutes und verfolgt Pädophile, während es der oberen Ebene wichtig ist, damit anonyme Kommunikationsmittel zu zerstören, damit Informationen zur Regierungskriminalität geheim bleiben. So kommt es, dass die Hintermänner der organisierten Kriminalität regelmäßig unentdeckt bleiben.
sowie:
ZITAT 2: “…Dreh mal das Radio in Deutschland an. Hörst Du nicht die Kriegspropanda der Diktatoren? Angriffskriege wie die einer “Koalition der Willigen” werden da genauso wie illegale Kriegseinsätze von Tornados und KSK in Afghanistan propagiert. Bestraft wird dafür keiner. 1933 gab es den Reichstagsbrand, heute 9/11 und 7/7. 1933 war es genauso klar, wer die Täter waren wie heute…”.
# Rolf,
ZITAT: “…Nicht selten sind in Wirklichkeit die Normalen und die Mächtigen einfach krank. Deren nicht seltene Neigung zum Mißbrauch von Kindern ist lediglich ein offensichtliches Merkmal, jedoch keine notwendiges…”.
Auch da muß ich Dir leider zustimmen, der Fall Dutroux hat es ja ausnahmsweise mal - kurzfristig und unvollständig - ans Licht der veröffentlichten Öffentlichkeit gebracht. Es stimmt, es gehört zum Verhaltensrepertoire speziell diverser Oberschimpansen.
Mein früherer Chef sagte mir einmal: “Sie würden nicht glauben, was die sogenannte Dunkelziffer betrifft, wer in dieser Stadt alles seine Kinder mißhandelt oder gar an noch schlimmerem beteiligt ist…!”
[…] bei Finanzbehörde ab (heise News) “Das passiert, wenn die NPD regiert” (Telepolis) TOR-Admin: Polizei will verschlüsselte Festplatten nur gelöscht zurückgeben (Mein Parteibuch) Hack-Wettbewerb PWN to OWN: Vista-Notebook auch geknackt, Ubuntu nicht (heise […]
@ Bergzwerg,
Ich denke
Bergzwerk ist kein Bergmann.
Ich will auch nicht wissen wer dich bezahlt.
Was ich hier sage ist auch nicht an dich gerichtet, fühle dich nicht angesprochen.
Zu Kommentar 15
Ich kenne R.Sch. nur durch diese Seite, hättest du Charakter,so sähest du die Unsinnigkeit deines Blabla bla.
Du kennst den Vorliegenden Fall,
Du bist toll.
Du fragst im nächsten Satz wie die Kripo denn dann vorgehen soll;
bist du Bulle? Brauchst du Tips von Insaidern?
Du sagst, daß Opfer der Justitz Pech haben,
Ich sage, daß du ein in sich geschlossenes nationalsozialistisches Weltbild in dir herumschleppst.
Dann machst du ´nenn Lauten,
über Zensur, du Armer.
Dann fragt der Ulrich laut,
ob dir alles 88 ist.
Und dann stöhnst du und teilst mit, daß du beim Thema Kinderporno deinen Verstand verlierst, in kommentar Nr.32!
Aber du kennst keinen Halt mehr,
so ganz und gar verstandesverloren
und sabbelst über Dinge die du…
Frage, du Held,
Wieso ist Spiegel nicht dein Eigentum?
Ach, jetzt im Weiterlesen, da fällt es mir auf, dein Ausnamethema, Kinderpornos, das bringt dich vom Ziel ab, da vibriert alles.
Darüber kommst du über Webseiten nicht hinweg.
Und wer antwortet dir noch?
Herr R. Sch.
Ubs, hatten wir den nicht schon?
(könnte wohl jeder Bulle aus Ost und West sagen)
Zitat:
<<<<
Ähnlich als wenn Jemand beispielsweise im Zuge einer Fahndung nach einem flüchtigen Bankräuber angehalten wird, und die Polzei verlangt, daß er den Kofferraum öffnet. In dem sich blöderweise ein Band mit selbstverfaßten Lobgedichten auf Bin Laden oder peinlicherweise der Latex-Anzug nebst Elektro-Dildo und Tranvestitenkostüm für die schräge Party befindet.
>>>>
Ich möchte den Schreiber auffordern sich mal über die rechtlichen Gegebenheiten zum Stichwort Gefahr im Verzug zu informieren. Dazu kommt noch der Aspekt des sogenannten “Anfangsverdachts”. Detailierter wäre wohl die rechtliche Würdigung von Dingen die öffentlich in der Öffentlichkeit sind und Dingen die eben verschlossen in öffentlichen Bereichen sind. Schlussendlich wird man früher oder später auf den Grundgesetzartikel zur Privatspähre stoßen, die man beispielsweise auf die eigene Hauptwohnung, aber auch auf so manches andere anwenden kann.
Nichts gegen eine kontroverse Diskussion - die sei euch hier gerne vergönnt. Letztendlich spielt allerdings auch der Tonfall und die Wortwahl stark dabei mit ob sie produktiv oder destruktiv wird. Schwächer aber dennoch relevant ist der Wille gemeinsame Standpunkte zu erkennen und damit die Ansichts-Unterschiede um so klarer werden zu lassen.
Sind wir denn mittlerweile wieder im Staate der Biedermänner und Brandstifter angekommen, in dem alle per se glauben, der andere wäre ein ebenso ehrenhafter Mensch? Das ist eine Illusion, wie sie selbst schon die Literatur seit langem kennt - das gekonnte Wegsehen macht zum Mittäter. Wie war noch gleich ein Zitat eines Interviewten Bar-Betreibers aus England, der auf die Kamera-Orgien in seiner unmittelbaren Nachbarschaft angesprochen wurde? ca. so: “Es ist alles in Ordnung und wir sind in Sicherheit.” - und der Kommentator des Films dazu: “Wir sehen hier ein grandios klares Beispiel von zeitgenössischem Neusprech, wie es auch schon von George Orwell in seinen Werken dargestellt worden ist.”
Sind wir mittlerweile wieder im Staate, in dem man sich verdächtig macht wenn man sich und seine Privatsphäre schützen will? Schützen in Bereichen die eigentlich ganz generell geschützt sind und erst wirklich dann zur Frage stehen wenn wirklich höherwertige andere Rechtsgüter erkennbar bedroht sind. Ist das Tragen einer Motorradjacke auf einer Demo strafbar? ja, das ist es, genauso wie ein Helm oder vielleicht schon bald das Tragen von metallisch aussehenden Kleidungsstücken (Stichwort Taser). Während einerseits in den Reihen von staatlichen Kräften fast schon routinemäßig über Sicherheitsprobleme (oder wohl eher Verfolgungsprobleme, ja genau, nicht ist perfekt! aber erst dann wenn schon etwas passiert ist) gejammert wird geht andererseits in den Regierungskreisen der Verbots-Wahn um sich - sukzessive wird alles und jedes was irgendwie noch scheinbar etwas zum gefühlten Sicherheitsempfinden beitragen könnte zur Disposition gestellt und ohne erkennbar besondere Würdigung der damit eingeschränkten Freiheit des Einzelnen (die ja bekanntlich doch ein hohes Gut sein soll) eben in die zeitweise (man demonstriert ja z.B. nicht 24/7) Illegalität verfrachtet. Der Rechtsstaat wird zum großen Bruder in allem und jedem während der Bürger immer weiter entmündigt wird und das in Bereichen, die ich als seine Mittel des bislang vollkommen legitimen, nicht offensiven Selbstschutzes seiner Rechte bezeichnen würde. Allein schon das Bestreben polizeilicher Ermittler jegliche Person nach Möglichkeit einfach mal so zu vernehmen, und dann hinterher die Daten der Staatsanwaltschaft zukommen zu lassen, die dann ihre ganz eigenen Schlüsse daraus zieht ist doch bereits der erste Schritt der Kriminalisierung. Nichts gegen Polizisten, die ihre Arbeit hier treu dem Staate und seiner Bevölkerung erledigen, doch wenn die Treue mal mehr oder minder willkürlich für das eine oder andere Teil ausschlägt, dann öffnet das doch allen sonstigen Mächten und damit dem Missbrauch dieser Polizeigewalt Tür und Tor.
Konkret zum dokumentierten Fall kann ich nur insofern etwas sagen, als dass ich vermute, dass bei Vorliegen vom Kinderpornographie-Vorwurf sehr wohl davon ausgegangen werden darf, dass der Betreiber hier mit gemischt hat - auch wenn die Wahrscheinlichkeit hier vielleicht nur 20 zu 1 oder ähnlich ist. Eine Hausdurchsuchung zur Verhinderung der Verschleierung bis zur Auswertung der Server-Struktur kann da schon sehr sinnvoll sein. Allerdings ist der nachfolgende Amtsweg im Sinne von Sichtung erster Daten und eben eines konkreten Tatvorwurfs schon ein weiter - sprich das kann eben dauern. Bei gewerblichen Rechnern ist da recht schnell ein Strich gezogen indem der Staatanwaltschaft Druck gemacht wird und ernst zu nehmende Kostenforderungen für jeden Verzögerungstag aufgestellt werden. Privat hat man da wohl etwas weniger Druckmöglichkeit. Dennoch sollte eine klare Position bezogen werden. Wenn ein Polizeibeamter so mal eben säuselt… “sie wollen doch den Richter nicht nochmal bemühen” und dann streicht er einfach selbst eine Passage _nachdem_ der Beschuldigte sein Kreuz bereits gemacht hatte, dann ist das schon böswillig - denn auf einer Verhandlung zur ÜBERPRÜFUNG können beide Parteien ihre Meinung vertreten, auf der Sitzung zur ersten Anordnung war der Staat ganz alleine als Teilnehmer im Saal vertreten. Im übrigen - scheints mir - dass die Rückgabe deswegen so seltsam abläuft, weil der fragliche Kandidat schlichtweg verpennt hat seine Adressänderung im Sinne seines Hauptwohnsitzes den Stellen mit zu teilen die auf seinen Sachen sitzen. Und Ohjeh… “soll ich mir mal einen Anwalt besorgen, der kostet doch gleich mal 500 Euro” - Der wird vielleicht sogar 5000 Euro kosten und mehr als eine Aussage, dass selbst diese Summe nichts garantiert sondern nur dass sie dokumentiert wie “pervers” das System an dieser Stelle bereits ist mag ich daraus nicht ableiten. Andere investieren 500.000 Euro oder gar Millionen von Dollars in Anwälte für ein einziges Verfahren - und sie sehen das sogar noch als gewinnbringend für sich an.
Somti von mir: Durchsuchung - war in gewissem Sinne gerechtfertig und leider nicht abwendbar. Der Auswertung und Verwertung jeglicher beschlagnahmter Gegenstände hätte ich jedoch schnurstarcks, wenn möglich noch vor Beginn der Suche, widersprochen - irgendwo muss die Staatsanwaltschaft ihren pauschalen Vorwurf ja auch erst mal in einen konkreten Einzelverdacht umwandeln können. Das motiviert natürlich auch den Staatsanwalt, die Serverdaten genauer zu inspizieren. Es ist wohl eine pauschale Gefahr von mehr oder minder offenen Netzwerksystemen, dass sich jeder daran austoben kann. Dass sich daraus gewisse Risiken für die jeweiligen Betreiber ergeben hat der jeweilige Betreiber ganz für sich alleine zu entscheiden.
Die Möglichkeiten eines eher jungen Menschen der wohl noch eine höhere Ausbildung angefangen hat sind sicher gering, jedoch klang es so als ob die Staatsanwaltschaft hier ernsthaft angefragt hat ob sie Daten löschen darf bevor das Medium zurück gibt. Was ist das für ne perfide Logik - wollen die den jungen Mann wirklich mit so einer Nummer zu Einlassungen über Natur dieser ihnen vollkommen unbekannten Daten auf diesen Medien bewegen? Bei Dokumenten werden je nach Situation (z.B. geschäftliche Dokumente, die es z.T. tonnenweise gibt) auch mal nur ganz gezielte Teile daraus kopiert(!) und dann die Akten selbst umgehend wieder dorthin zurück gestellt wo sie her kamen (wäre ja ein Schaden für den Betrieb wenn der zugehörige Geschäftsvorgang am Ende gar grundlos ins Stocken käme). Ein potenter Beklagter würde umgehend dafür sorgen wollen, von allen seinen Roh-Daten auf den Platten Kopien zu bekommen um sie weter nutzen zu können. Also sofort aufbrechen zum nächsten Fachhändler und Zweit-Medien und Kopierstation organisieren. Es soll ja angeblich schon vorgekommen sein, dass selbst Staatsanwaltschaften solche Medien “verloren” haben oder beim Wiederauffinden die Daten “nicht mehr lesbar” waren (Stichwort Strauß-Junior).
Und wenn es nur die eigene Adresskartei der ehemaligen Klassenkameraden ist - mit Handy-Nummern und Adressen, für deren Wiederbeschaffung man sonst eben mehree Stunden Zeit und wochenlanges Warten investiren müsste, oder die in 200 Stunden gerippte eigene CD-Sammlung auf MP3-Format. Wer würde sich das antun und danach nochmal alles von vorne durchrackern wollen - selbst wenn ihm der Staat am Ende ein paar Euro fünnfzig als Ausgleich schulden würde. Dazu bedarf es langwieriger Bemühungen, die selbst wiederum erst mal Kosten hervorrufen - und am Ende heisst es vielleicht noch dass man ja mit mehr oder weniger Berechtigung unter Verdacht stand und somit alles nicht zu beanstanden sei - sprich man bleibt auf dem eigenen Verlust, sei es Daten, Geld oder auch viel eigene Lebenszeit und Lebensqulität, sowie nicht zuletzt dem dadurch zeitweise verwehrten Selbstbestimmungsrecht über die eigene Person (im Sinne - man wird gezwungen sich damit zu befassen) schlichtweg als Geschädigter sitzen.