Für Tagesschau.de berichtet der Journalist Marc Koch heute als ARD-Hörfunkkorrespondent Madrid vom klaren Wahlsieg des Sozialisten José Luis Rodríguez Zapatero in Spanien, den dieser gegen den Widerstand von Kirche und Terroristen errungen hat. Aus deutscher Sicht besonders bemerkenswert ist dabei folgender Absatz:
“Dies alles kann und darf natürlich nicht über eines hinwegtäuschen: Zapatero hat gezeigt, dass seine Stärken in der Innen- und der Sozialpolitik liegen. Außenpolitisch ist er bisher nicht über das Niveau des gehobenen Dilettanten hinausgekommen.”
Soso. Das steht da wirklich - hier ist die Quelle. Der frisch wiedergewählte Ministerpäsident Spaniens wird bei Tagesschau.de außenpolitisch als gehobener Dilettant bezeichnet.
Merkwürdigerweise erklärt Marc Koch mit keiner Silbe, wie er zu dieser Meinung kommt. Und auch die Außenpolitik Zapateros erklärt Marc Koch mit keiner Silbe. Mein Parteibuch holt das schnell mal nach. In der Wikipedia findet sich zur Außenpolitik der Regierung Zapateros folgendes:
- die spanischen Truppen wurden gegen den Widerstand der USA aus dem Irak abgezogen
- in Südamerika hat Spanien gegen den Widerstand der USA gute Beziehungen zu den den USA missliebigen Regierungen von Venezuela, Kuba und Bolivien aufgebaut und damit auch der EU eine neue Perspektive für eine von den USA unabhängige Lateinamerikapolitik eröffnet
- Europa war Zapatero gegen den erbitterten Widerstand der Transatlantiker Verfechter einer von Deutschland, Frankreich und Spanien getragenen von den USA unabhängigen europäischen Politik
Damit ist nun mehr als deutlich, woher der Wind bei Marc Koch weht. Eine große Koalition transatlantischer Seilschaften versucht in Deutschland gerade mit Unterstützung der Milliardärspresse dafür zu sorgen, dass in der SPD alle Versuche, sich vom strikten außenpolitischen Westregime der Kanalarbeiter zu lösen, sabotiert werden und Kurt Beck wegen des von ihm getragenen Öffnungsbeschlusses zu Linkspartei demontiert wird.
Zum medialen Trommelfeuer, dass die SPD nur Wahlchancen hat, wenn sie von Transatlantikern beherrscht wird und sich einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei wegen der geforderten friedlichen Außenpolitik verweigert, passt die Nachricht ganz schlecht, dass Zapatero gerade mit einer solchen von den USA unabhängigen Außenpolitik seine Wahl glatt gewonnen hat. So einfach ist es mit der Innenpolitik zu erklären, warum Marc Koch den Wahlsieger Zapatero scheinbar völlig grundlos außenpolitisch als gehobenen Dilettanten bezeichnet. Schaut man sich die platte Propaganda von Marc Koch an, so darf man ihm nun sicherlich bescheinigen, dass er journalistisch nicht über das Niveau des gehobenen Dilettanten hinausgekommen ist. Sicherlich empfindet das der Journalist Marc Koch als legitime Meinungsäußerung, denn sonst würde er nicht genau so über Zapatero berichten.
Besten Gruß übrigens auch an die Botschafter der “Generation Doof” bei der Deutschen Welle und ihren Gastautor Günther Maihold vom mit deutschen Regierungsgeldern finanzierten E.ON-”Thinktank” SWP, die titeln: Kein überzeugender Wahlsieg für Zapatero. Der Ärger von E.ON über die bisher verhinderte Milliardenabzocke ist zwar verständlich, aber platter lässt sich Propaganda nimmer machen.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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[…] habe, dann ist schon eine kräftige Portion Voreingenommenheit im Spiel. Mit Recht macht Mein Parteibuch auf die Ungereimtheiten aufmerksam. Allerdings handelt es sich um einen Kommentar, der selbst im […]
Vielleicht war der Wahlsieg nicht überzeugend weil Wahlcomputer eingesetzt wurden?
Vielleicht braucht der Oberspanier die Truppen gegen die eigene Bevölkerung?
Fragen über Fragen
“Im Kampf gegen den Weltkommunismus ist jedes Mittel recht!”
Die Links-Hetze in den Medien spiegelt derzeit allerdings nur die Angst der etablierten Parteien wieder, eine neue Partei könnte sie aus ihren Revieren vertreiben und ihre Schweinereien aufdecken.
Da haben die grössten Volksbetrüger natürlich am meisten Angst.
Der Nordstern.
Klasse Artikel. Ich hatte vom neuen Zapata noch nie gehört, wohl weil ich fast nie die deutsche Presse lese.
Das Auftragsbekenntnis des SPIEGELS dazu:
“Er (Zapatero) sah sich schon im Herzen Europas angekommen: Aber zum EU-Gipfel trat Spaniens Premier Zapatero mit Maximalforderungen an. Denn Spanien ist europafreundlich – solange es vom Brüsseler Club profitiert. Der Neureiche unter den 25 Mitgliedstaaten weigert sich, seine künftige Rolle als Nettozahler zu akzeptieren.”
In der Presse ist schon längst zusammengewachsen, was zusammen gehört. Eine Meinung, ein Volk, ein Reich.
Was will uns Aga Kahn mit diesem Kommentar bloß sagen?