Im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat sich bei den “Republikanern” General John McCain als Schützling des in Südamerika gesuchten Verbrechers Henry Kissinger schnell als Präsidentschaftskandidat durchgesetzt. Bei den “Demokraten” ist die Entscheidung zwischen der von der Koalition der Mena-Vertuscher getragenen Ex-Präsidentengattin Hillary Clinton und dem vom PNAC gestützten Rechtsanwalt Barack Obama noch nicht gefallen. Barack Obama forderte nun lautstark von Europäern mehr militärisches Engagement in Afghanistan.
Es gehe nicht an, dass Amerikaner und Briten dort allein die Drecksarbeit machen. Soso. Na, dann wollen wir das, was Barack Obama so sagt, mal wieder vom Kopf auf die Füße stellen.
Die Regierung der USA haben nach den Anschlägen vom 11.09.2001 die in der UNO organiserte Weltgemeinschaft der Staaten und ihre europäischen Verbündeten um Hilfe bei der Verteidigung ihres Landes gegen Afghanistan gebeten, das beschuldigt wurde, die USA am 11.09.2001 mittelbar mit zivilen Flugzeugen angegriffen zu haben.
Die erwünschte Hilfe bei der Verteidigung ihres Landes ist der amerikanischen Regierung von der NATO gewährt worden, indem die NATO zur schnellen Hilfe für die USA den Verteidigungsfall ausgerufen und mit der “Operation Enduring Freedom” einen Krieg gegen Afghanistan gestartet hat, noch bevor der Casus Belli - und die von den USA unterstellte Verantwortlichkeit Afghanistans dafür - im Detail geklärt werden konnte. Dies hat die NATO im Vertrauen darauf entschieden, dass der Kriegsgrund, also die Anschläge vom 11. September 2001, von den USA in einer gründlichen Untersuchung genauestens untersucht und soweit möglich aufgeklärt werden wird.
Nachdem die UNO mit der Billigung der ISAF Mission ihren Segen zu einer durch die NATO gestützten neuen Regierung in Afghanistan gegeben hat, haben sich auch europäische NATO-Mitglieder wie zum Beispiel Deutschland dazu bereit erklärt, in Afghanistan im Rahmen der ISAF-Mission militärisch zur Verteidigung der USA und zur Sicherung der Macht einer friedlichen afghanischen Regierung beizutragen. Die Hochburgen der für den Angriff auf die USA verantwortlich gemachten islamistischen Gruppierungen sind dann in Afghanistan sehr schnell besiegt worden und die Gefahr eines weiteren Angriffes auf die USA beseitigt worden.
Dann geschah jedoch verwunderliches. Anstelle dessen, dass die US-amerikanische Regierung nun wie abgesprochen gemeinsam mit ihren Verbündeten im Rahmen von NATO und UN-Mission in Afghanistan mit aller Kraft an der großen Aufgabe des Wiederaufbaus des Landes gearbeitet hätten, ist die Regierung der USA ihren Verbündeten in Afghanistan in den Rücken gefallen und hat beschlossen, gegen den Willen der UNO und gegen den Willen ihrer Verbündeten einen weiteren - durch nichts legimierten - Krieg gegen den Irak zu führen. Damit hat die Regierung der USA nicht nur ihre eigenen Mittel überstrapaziert, sondern auch dem Widerstand in Afghanistan gegen eine von der NATO regierte Welt Zulauf verschafft.
Auch der Pflicht zur Aufklärung des kriegsauslösenden Ereignisses, den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA, ist die Regierung der USA nicht nachgekommen. Anstelle dessen, dass sie für die Aufklärung der Anschläge gesorgt hätte, hat sie intensiv an der Vertuschung der tatsächlichen Hintergründe der Anschläge gearbeitet. Die Schuld von Afghanistan an den Anschlägen ist, weil viele wichtige Fragen nicht untersucht wurden, auch mehr als sechs Jahre nach Beginn des Krieges völlig ungewiss. Damit stärkt die Regierung der USA den Widerstand gegen eine friedliche NATO-gestützte Regierung in Afghanistan. Erklärlich ist dieses Verhalten nur, wenn man davon ausgeht, dass die US-amerikanische Regierung beim Kriegsgrund etwas zu verbergen hat.
Was sie dabei zu verbergen haben könnte, lässt sich einem Dokument von Barack Obamas Unterstützer PNAC mit Titel “Rebuilding America’s Defenses: Strategies, Forces, and Resources For a New Century” nachlesen, das - obgleich es bereits ein Jahr vor den Anschlägen vom 11. September 2001 geschrieben wurde - heute mehr denn je das oberflächlich gesehen widersprüchliche Verhalten der USA plausibel erscheinen lässt. Der frühere britische Minister Michael Meacher schrieb dazu in seinem Artikel “Dieser Krieg gegen den Terrorismus ist ein Schwindel” bereits im Jahr 2003:
“Angesichts dieses Hintergrunds überrascht es nicht, daß manche die Fehler der USA bei der Abwehr der Angriffe vom 11.9. als Erschaffung eines unschätzbaren Vorwands sahen, Afghanistan in einem Krieg anzugreifen, der ganz klar bereits im Vorfeld geplant war. Es gibt einen Präzedenzfall dafür. Die nationalen US-Archive enthüllen, daß Präsident Roosevelt genau diesen Lösungsweg benutzte im Bezug auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. Einige vorausgehende Warnungen waren eingegangen, aber die Information erreichten nie die US-Flotte. Die sich daraus ergebende nationale Empörung verleitete eine widerstrebende Öffentlichkeit in den USA, in den Zweiten Weltkrieg einzutreten. Ganz ähnlich gibt der Plan des PNAC an, daß der Prozeß der Umgestaltung der USA in “die dominierende Streitmacht von morgen” wahrscheinlich ziemlich lange dauern dürfte, es sei denn, “ein katastrophales und katalysierendes Ereignis - wie ein neues Pearl Harbor” fände statt. Die Angriffe vom 11.9. erlaubten den USA, den “Start”-Knopf zu drücken für eine Strategie in Übereinstimmung mit der PNAC Agenda, die andernfalls unmöglich hätte praktisch durchgeführt werden können.”
Sicher kann man Verständnis haben, wenn Barack Obama im Wahlkampf die unbequeme Wahrheit, dass die USA vor etwas mehr als sechs Jahren einen verbrecherischen Krieg zur Beherrschung der Welt vom Zaun gebrochen und verloren haben, nicht offen ausspricht. Mit unbequemen Wahrheiten lassen sich Wahlen schließlich nur schwerlich gewinnen. Dies gilt umso mehr, als dass sich mit dem PNAC unter seinen Wahlkampfsponsoren die geistigen Väter des Planes zur Eroberung der Welt durch das amerikanische Militär befinden.
Kein Verständnis muss man jedoch dafür haben, wenn Barack Obama dafür, dass die USA bei der Realisierung ihrer verbrecherischen Pläne keinen Erfolg haben, die von den USA getäuschten Verbündeten verantwortlich zu machen versucht. An dieser Stelle muss es durch die Verbündeten eine für jedermann deutlich wahrnehmbare rote Karte für Barack Obama geben.
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Wahlkampfgetöse während des Kanonendonners.
Ob nun Bush, Clinton, McCain oder Obama. Das ist genauso, als ob man in den USA Käser kauft.
Ein ganzes Regal voll. Jeder in einer anderen bunten Verpackung. Doch am Ende immer der gleiche Inhalt, der eh nichts taugt.
Sorry, ich meinte natürlich Käse.
Dass die Kandidaten der USA-Republikaner durchweg sehr in der Tradition ihrer Vorgänger und durchweg starke Verbindungen mit dem militärisch-industriellen Komplex haben, dürfte wohl keine Frage sein.
Bei Hillary Clinton ist zumindest ihre langfristige Präsenz in Washington als Präsidentengattin, aber auch ihre davor liegende eigene politische Karriere, schon ein recht starkes Indiz dafür, dass sie auch im Spektrum der USA-Demokraten ein eher rechts-nationales Spektrum bedient - und das wurde so auch in manchen Teilen offenbar. Bei Obama dagegen war es alles andere als klar wo er steht - die aktuelle Blog-Meinung jedoch weist deutlich darauf hin, dass sich nun auch dieser letzte Kandidat, Obama zum Anwalt der Think-Tanks im Sinne einer Neuen Weltordnung hat machen lassen. Nicht weil er glaubt damit nochmals einen großen Batzen Wählerstimmen einfahren zu können, sondern vielmehr weil er seinen hier aufgedeckten heimlichen Unterstützern ein klares Zeichen seiner Treue liefern wollte.
Nach der Wahl wird vor der Wahl sein, denn die Wahl wird der USA-Wähler nicht haben - alle Kandidaten garantieren mit ihrem Antreten nämlich genau das selbe - den Bestand und die Fortschreibung der militärisch-industriellen Interessen in allen wesentlichen und unwesentlichen politischen Bereichen der USA.
Die Seifenblase, dass Obama der Hoffnungsträger für ein neues, erneuertes und damit zivilisierteres Amerika sowohl nach Innen wie auch nach Außen hin sein könnte, diese Seifenblase ist nun geplatzt. Geplatzt deshalb weil Obama selbst sie platzen ließ. Für die Europär ändert sich somit nun rein gar nichts, für die Amerikaner an und für sich auch nicht - lediglich die Entscheidung zumindest tendenziell, graduell bald die Chance zu haben zwischen zwei kaum mehr unterscheidbaren Übeln per Wahlurne zu wählen, macht hier noch einen kleinen formalen Unterschied - aber wohl keinen echten “Mehrwert”, wenn man denn die USA-Staatsbürgerschaft als solchen bezeichnen mag.
So oder So
Das erkel wird sich an einer anderen Darmwand wärmen müssen, aber das wird auch schon alles sein was sich für BRD ändert.
Also auch das wird nach kurzer Eingewöhnungsphase kaummehr wahrgenommen.
Gruß
Harry
[…] Ob sie weiß, dass er deutsche Söhne und Töchter für den Schutz afghanischer Drogeneinkünfte sterben lassen will? Zu den Grünen würde er ja dann gut passen. Doch zum eigentlichen Thema. Große und mittlere […]