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4. Februar 2008

Beschädigung der Nato

von @ 21:01. abgelegt unter Deutschland, Krieg, Afghanistan

Der ehemalige Chef der CIA und jetztige Kriegsminister der USA, Robert Gates, ist lustigen Medienberichten zufolge sauer, dass nicht mehr deutsche Soldaten am Krieg gegen Afghanistan teilnehmen und die meisten von denen, die daran teilnehmen, nicht genug schießen.

Aber selbst der deutsche Kriegsminister Franz-Josef Jung von der Tankstellen-Connection in Hessen weiß, dass mehr Krieg bei der deutschen Bevölkerung schlecht ankommt und hat Robert Gates einen Korb gegeben. Nun wird berichtet, dass deutsche Generäle deshalb eine Beschädigung der Nato befürchten. Schließlich wird in Afganistan nicht zuletzt auch der Opiumnachschub für Deutschland sichergestellt. Die Kanadier drohen bereits mit einem Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan, wenn andere Länder nicht mehr Soldaten zum Bewachen der Mohnfelder abstellen.

Mein Parteibuch meint, wenn die NATO den Krieg gegen Afghanistan verliert und dabei beschädigt wird, macht das Hoffnung. Politisches Ziel sollte es nun sein, durch demonstratives Nichtstun dafür zu sorgen, dass die NATO möglichst schwer beschädigt wird, um Deutschland das Austreten aus dem zwielichtigen Club der Waffenindustrie so leicht wie möglich zu machen. Das wäre dann auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Abschaffung der Bundeswehr.

Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt. Wildgewordene Holländer, die Deutschland militärisch besetzen, sind nicht zu befürchten. Die Bundeswehr ist überflüssig wie ein Kropf. Sie kostet viel Geld und beherrbergt Kriegstreiber. Deutschland muss in Kriegen nicht mitmischen. Ein Deutschland ohne Bundeswehr könnte hingegen Vorbild für die Welt sein.

Nachtrag 05.02.2008: Da schau her - der Lobbyist Horst Teltschik, Mitglied des International Advisory Board des CFR, Fax-Spender von Trupoli und Veranstalter der alljährlichen Münchener NATO-Konferenz, offenbart nun, woher der Wind bei der Kampagne weht.

5 Kommentare zum Beitrag “Beschädigung der Nato”

  1. Bernd sprach

    “Mein Parteibuch meint, wenn die NATO den Krieg gegen Afghanistan verliert und dabei beschädigt wird, macht das Hoffnung.” -> wißt ihr, was ihr damit sagt? Dass für diese zweifelhafte Hoffnung Deutsche sterben müssen ( logische Konsequenz des Verlierens )!!!

    “dass die NATO möglichst schwer beschädigt wird, um Deutschland das Austreten aus dem zwielichtigen Club der Waffenindustrie so leicht wie möglich zu machen” -> dass die NATO zu einem unzweifelhaften Machtinstrument der Amerikaner verkommen ist, dürfte jedem klar sein, der ideologiefrei beobachten kann ( fällt einigen zunehmend schwer, wie ich auf meiner Seite erlebe ). Dass die Waffenindustrie ein machtvolles Interesse daran hat, dass nur ja nicht Frieden werde, dürfte jedem klar sein, der ideologiefrei beobachten kann ( fällt einigen zunehmend schwer, wie ich auf meiner Seite erlebe ).
    Dass, ich sage das mal ganz deutlich, Kriege zur Wirtschaftsprosperität genutzt werden, wie auch immer begründet, das sollte uns allen bewusst werden! Für mich ist das ein Zeichen der Kapitalismuskrise, besser der Absatzkrise, weil zu wenige zu viel heute produzieren können, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten.

    Der Link, ‘woher der Wind bei der Kampagne weht.’ enthält den Satz “Natürlich wird unsere Bunderegierung wie gewünscht reagieren. Wir werden tausende von Soldaten in Kampfeinsätze nach Afghanistan schicken.” Natürlich? Hmm, ich befürchte es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Duckhome Recht hat, aber nur eine gewisse …

  2. Redaktion sprach

    > “Mein Parteibuch meint, wenn die NATO den Krieg gegen
    > Afghanistan verliert und dabei beschädigt wird, macht
    > das Hoffnung.” -> wißt ihr, was ihr damit sagt? Dass für
    > diese zweifelhafte Hoffnung Deutsche sterben müssen (
    > logische Konsequenz des Verlierens )!!!

    Nein, verlieren heißt, dass die deutschen Soldaten schnell nach Hause gehen. Wenn die deutschen Soldaten zurück nach Deutschland gehen, sterben weniger deutsche Soldaten. Das war im ersten Weltkrieg so und war auch im zweiten Weltkrieg nicht anders. Nach der Niederlage Deutschlands sind, abgesehen von wenigen Ausnahmen, keine deutschen Soldaten mehr im Krieg gestorben.

    Mehr Soldaten sterben hingegen, wenn der Krieg gegen Afghanistan nun, wie von den Kriegstreibern geplant, ausgeweitet und noch lange andauern wird. Ein möglichst lang andauernder heftiger Krieg ist das Ziel der Kriegstreiber.

    Die Lüge, es gehe den Kriegstreibern darum, den Krieg gegen Afghanistan zu gewinnen, wird offenbar, wenn man sich betrachtet, dass der Kriegsgrund 9/11 nach wie vor nicht vernünftig aufgeklärt wird. Dadurch erhalten die militärischen Gegner Zulauf von Verblendeten und der Krieg gegen Afghanistan kann ewig fortgesetzt werden.

  3. mein-parteibuch.com » Taliban Peace Building the European Union Style sprach

    […] Bundeswehr auf Befehl des hessischen Tankstellen-Repräsentanten Franz-Josef Jung da nun trotz misslungener propagandistischer Vorbereitung gewaltiger auftritt, dann braucht die Bundeswehr in Afghanistan natürlich auch einen […]

  4. Und keiner will sie auslöffeln, die Suppe sprach

    […] ernst und unsatirisch hingegen der Eintrag im Parteibuch: „Deutschland wird nicht am Hindukusch verteidigt. Wildgewordene Holländer, die Deutschland […]

  5. Agents Provocateurs, die RAF und die Zivilgesellschaft « DirkGrund - über Suboptimales sprach

    […] (Wenn du den Frieden willst, mußt du für den Krieg sein) handelt noch im 21. Jahrhundert die NATO, wenn sie sich dazu verpflichtet, zwecks Sicherung des Weltfriedens jederzeit zu nicht weniger als […]

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