Mein Parteibuch hält von Titulitis nichts bis gar nichts. Ob jemand was kann oder nicht, hängt nach hiesiger Ansicht nicht davon ob, ob er ein Papier hat oder nicht. Vor einigen Monaten hat Mein Parteibuch darüber berichtet, wie hilfreich sich Geld und Sex im Fach Jura an der Uni Hannover erwiesen haben. Was die Absolventen und Absolventinnen nachher gekonnt haben, kann Mein Parteibuch nicht beurteilen. Solche Vorwürfe gibt es bei Prof. Dr. Hans-Helmut Decker-Voigt, der laut seiner Webseite Lehrstuhlinhaber für Musiktherapie und Direktor des Instituts für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ist, jedoch nicht.
Auf der deutschen Fachseite für Buskeismus jedoch von einer lustigen Verhandlung von Prof. Dr. Decker-Voigt gegen den Berufsverband für Kunst, Tanz und Musiktherapie e.V (BKMT) berichtet. Prof. Dr. Decker-Voigt schreibt auf seiner Webseite, er sei Prof. h.c. der Kunstwissenschaften Rostropovitsch Hochschule Orenburg / Russland und M.A. Expr. Therap. Lesley College / Cambridge / USA. Daran ist sicher nichts auszusetzen. Und wenn doch, dann wäre das alles sicher verjährt. Und wenn jemand nach einer Prüfung von einem Prüfungsausschuss für die Zulassung zum Hochschulstudium ohne Reifezeugnis die Zulassung zum Hochschulstudium bekommt, ohne seine Zeit mit dem Besuch eines Gymnasiums zu verschwenden, dann bewundern das viele Schüler vermutlich.
Wenn das dann ein habilitierter Dipl.-Musikpädagoge wie Karl Hörmann einen Skandal nennt und darüber lang und breit im Internet berichtet, so könnte man davon ausgehen, dass ein Direktor des Instituts für Musiktherapie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg da drüber steht. Aber wie das im real existierenden deutschen Rechtsstaat des 21. Jahrhunderts so geht, landen Streitigkeiten wegen irgendwelcher Veröffentlichungen natürlich bei Richter Buske. Warum es da genau ging, kann Mein Parteibuch leider nicht sagen. Mein Parteibuch weiß auch nicht, ob die Hamburger Zensurgerichtsbarkeit Professor Karl Hörmann in den Knast schicken wird. Es würde allerdings bestens zur real existierenden deutschen Demkratie des Jahres 2008 passen, wenn demnächst akademische Meinungsverschiedenheiten zur deutschen Titulitis durch Gefängnis entschieden werden.
Was Mein Parteibuch jedoch weiß, ist, dass Teile der Webseite www.kreativtherapien.de verschwunden sind. Glücklicherweise gibt es jedoch den Google-Cache, wo man zum Beispiel den Artikel “Affentheater vom Gehilfen zur akademischen ‘Würde’” lesen kann. Es wäre wirklich jammerschade, wenn das gute Stück verloren gehen würde. Denn da stehen so sprachlich wertvolle Sätze drin wie dieser hier:
Aufgrund der exzessiven Neigung von Decker-Voigt & Co., jedes Wort zu verdrehen und permanent die Gerichte zu belästigen, sei vorsorglich vermerkt, daß hier natürlich und selbstverständlich nicht gesagt wird, RA Treptow, der von Decker-Voigt beauftragt ist, “regelmäßig diese Internet-Darstellungen zu lesen mit einem Zeitaufwand von täglich nicht unter einer Stunde” (so RA Treptow am 22.8.2007 an das Oberlandesgericht Celle), habe Ambitionen auf die von Decker-Voigt betriebene Einrichtung des Postens eines Vereinsanwalts, dessen immense Kosten die viel zu kleine Anzahl von Mitgliedern zu tragen hätte, so daß weitere Fusionen und drastische Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge denkbar wären.
Mein Parteibuch weiß natürlich nicht, ob das stimmt. Aber dieser Satz und andere Sätze des Artikels könnten für eine spätere Erforschung der deutschen Zensurgeschichte noch mal wichtig werden. Die Kunstfertigkeit von Prof. Dr. Hans-Helmut Decker-Voigt in der Zensurforschung des 21. Jahrhunderts mal genauer zu betrachten, lohnt sich sicherlich.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Geht es hier wirklich lediglich um Titelstreite und die Vorraussetzungen, diese zu tragen. Oder möglicherweise um ein großes Netz von Doktoren, Professoren, Gutachtern, Medizinern, Psychologen, welche unsere Gesaellschaft und damit das Leben jedes Einzenen nachhaltig steuern, lenken und beherrschen, nicht immer zum Wohle der Menschen und nicht immer optimal.
Leider schützen auch in diesem Fall Einstweilige Verfügungen und Gerichtsverbote, dieses Thema zu vertiefen am Beispiel konkreter namentlich bekannter Personen.