Ausgerechnet Gerhard Schröder soll nun Wolfgang Jüttner bei seinem Wahlkampf gegen Christian Wulff in Niedersachsen helfen. Der österreichische Standard meldet, dass Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder noch heute in seiner Heimatstadt Hannover zu einer Kundgebung erwartet werde. Hans-Joachim Selenz hat zu diesem feierlichen Anlass Gerhard Schröder einen ganz persoenlichen, öffentlicher Brief zur Landtagswahl in Niedersachsen mit Anlage*) geschrieben:
Selenz` Kommentar 24. Januar 2008 www.hans-joachim-selenz.de
Lieber Gerhard (Schröder) !
(Ein ganz persönlicher, öffentlicher Brief zur Landtagswahl in Niedersachsen mit Anlage*)Du bist gerade mal wieder dabei, Dich in den aktuellen Wahlkämpfen zu Wort zu melden. Erinnerst Du Dich? Es war vor ziemlich genau 10 Jahren. Der 9. Januar 1998. Ebenfalls Wahlkampf in Niedersachsen. Gemeinsam mit Alfred (Tacke) fuhren wir nach Düsseldorf zur West LB. Dort war ein Treffen mit Friedel Neuber angesetzt. Kurzfristigst! Der „Pate“, wie der West LB-Chef auch genannt wurde, war zugleich Aufsichtsratsvorsitzender von Babcock und Preussag. Und dort, bei der Preussag in Hannover, brannte es lichterloh. Am Vortag, dem 8. Januar 98, hatte der Preussag-Vorstand gegen meine Stimme als Chef des Stahlunternehmens „Deine“ Stahlwerke verkauft (VS-Protokoll 11 13). Noch dazu ins Ausland. An die Voest Alpine nach Österreich.
Du hattest den Stahlwerkern in Salzgitter allerdings noch am 24. November 1997 in die Hand versprochen, Entscheidungen über die Werke in Peine, Salzgitter und Ilsenburg gäbe es nur in Abstimmung mit der Landesregierung, also mit Dir. Du hattest sogar in Richtung Düsseldorf gedroht. „Wer den Wind in dieser Region säht, wird den Sturm des Widerstandes aus der Region ernten“. Die Stahlwerker waren begeistert. Deine Sprüche klangen immer gut. Selbst wenn sie hohl waren. Du bist ein begnadeter Schauspieler. Doch nun waren Deine Stahlwerke weg. Basta! Hinter der Intrige steckte NRW-Kollege Rau. Der wollte Dir im Landtagswahlkampf in Niedersachsen vorsätzlich schaden. Bei SPD-Häuptlingen seit jeher ein beliebtes Spiel. Kollege Rau favorisierte einen Anderen. Er wollte Oskar Lafontaine als SPD-Kanzlerkandidaten. Der hatte Rau angeblich versprochen, seine Kandidatur zum Bundespräsidenten zu unterstützen. Das wie-derum konntest Du Dir - zumindest damals - noch nicht vorstellen. Dazu kanntest Du Rau´s unsägliche Historie zu genau. Für die Durchführung der Intrige benutzte Rau seine Landesbank, die West LB. Der gehörte die Preussag in Hannover. Die hatte gerade mal 2,5 Mrd. DM in der Bilanz verschoben. Davon allein 1,5 Mrd. DM im Anlagenbau bei der siechen Tochterfirma Noell.
Ohne das Stahlunternehmen, das war klar, hättest Du keinen Stich bekommen. Die Stahlarbeiter hätten Dir stattdessen „die Stahlbarren ins Fenster geschmissen“, wie Bodo Hombach sagte. Die Stahlwerke mussten also wieder her. Und zwar ganz schnell. In Neubers Büro ging es dann tat-sächlich überaus flott. Als Preussag-Vorstand hatte ich wegen der 2,5 Mrd.-Manipulationen am 7. Januar 1998 eine Sonderprüfung beantragt*. Durch einen zweiten unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit bilanzrechtlicher Assistenz. Schriftlich. Mit diesem Brief an Kollegen Frenzel hast Du Neuber „überzeugt“. Er verkaufte das Unternehmen nochmals. Diesmal an Niedersachsen und die Nord LB. Alternativ wären wegen der Mrd.-Bilanzfälschungen die Staatsanwälte angerückt. Das konnte sich Neuber nicht leisten. Daher wurden die Stahlwerke in nicht einmal 24 Stunden zweimal verkauft. Einmal offiziell durch den Vorstand. Das zweite Mal quasi „sizilianisch“. So etwas hat es bei einem Großunternehmen - weltweit - weder vorher noch nachher je gegeben.
Mit den Stahlwerken im Rücken hast Du die Wahl am 1. März dann locker gewonnen. Nach dem Börsengang Deiner Salzgitter AG im Juni wurdest Du als „ausgewiesener Wirtschaftsexperte“ im Herbst 1998 gar Kanzler dieser Republik. Deine Feindschaft zu Lafontaine blieb. Selbst bei unserer Moskau-Reise am 18. - 19. Februar 1999 war er für Dich einfach nur Luft. Die kriminellen Betrugsvorgänge bei der West LB hast Du indes schnell vergessen. Keine 4 Jahre später kollabierte Babcock. Dorthin hatten Neuber und meine Ex-Kollegen Frenzel und Feuerhake den Milliardenmüll im Anlagenbau der Preussag verschoben. Der Babcock-Konkurs brachte 5 Mrd. Euro Finanzschaden. Zehntausende Beschäftigte verloren ihren Job. Das alles hättest Du verhindern können, wenn Du mitgeholfen hättest, den Betrug vor Gericht zu bringen. Am 19. Oktober 98 hatte ich als Chef der Salzgitter AG die Landesregierung über die Betrugsvorgänge innerhalb der Preussag und über die Rau-Historie informiert. Schriftlich! Neuber und Rau sind nun tot. Jetzt will die Staatsanwaltschaft Düsseldorf meinen Ex-Kollegen Feuerhake vor Gericht stellen. Wegen schwerer Untreue. Immerhin. Angesichts der schweren Schuld, die Du durch Deine Untätigkeit auf Dich geladen hast, gebe ich Dir einen guten Rat. Mach nie wieder Sprüche zu Wirtschaft und Justiz oder gar zu Fragen jedweder Moral. Halt einfach den Mund und schäm Dich.
Beste Grüße Dein Hans-Joachim - anbei zu Deiner Erinnerung mein Schreiben vom 7. Januar 98*
Nun soll aber keiner denken, dass Hans-Joachim Selenz nur die PR der SPD nicht mag und Schwiegermama’s Ex-Liebling Christian Wulff ganz toll findet. Dem hat er nämich vor etwas mehr als einem Jahr auch schon mal einen Brief geschrieben, der sich gewaschen hatte. Wer noch nicht weiß, was er wählen will, findet übrigens bei der bpb eine Vorstellung aller Parteien, die bei der Landtagswahl Niedersachsen 2008 zur Wahl stehen.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Gerhard Schöder soll nicht glauben, dass seine Leichen im Keller sich nicht doch einmal erheben und mutig anfangen öffentlich zu reden!
Welches Schweinnerl hättens den gerne:
Wulf und die Seinen:
http://wiki.mob.../Mails/07/06/21
oder
SPD und der Sumpf:
http://wiki.mob...J%C3%BCrgen_Uhl
Jede Googel-Suche nach “SPD Gerechtigkeit” schafft doch (bernd) genügend Gegenöffentlichkeit. Die “Landtagswahl Niedersachsen” wird hoffentlich der Flopp
macdet
– SPD - Gerechtigkeit kommt wieder –
Ich frage mich immer noch, wie Herr Selenz überhaupt in diese Kreise gelangen konnte. Der langhaarige, pazifistische Tierschützer in der schlagenden Studentenverbindung… Absolut Frgzchn.
Zu Peterle #3: Selenz konnte in diese Kreise gelangen wahrscheinlich durch gute Arbeit. Kommt auch manchmal vor.