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19. Januar 2008

Marodierende Banden in der U8

von @ 22:13. abgelegt unter Kriminalität, Medienmanipulation, Bild

Junkies in der Berliner U-BahnWie Mein Parteibuch von einem Korrespondenten aus Berlin erfahren hat, machen derzeit in den späten Abendstunden marodierende Banden die Linie 8 der U-Bahn von Berlin unsicher. Ein Korrespondent hat Mein Parteibuch ein Beweisfoto (siehe links) übermittelt, auf dem die potentiellen Verbrecher in ihren Gangster-Klamotten deutlich zu erkennen sind.

Deutlich zu erkennen ist das verlogene Gesicht des auf dem Beweisfoto abgelichteten Typen, das zumindest auf eine schwere Nikotinsucht hinweist, wenn nicht gar schlimmerer Missbrauch von Betäubungsmitteln wie zum Beispiel Bier befürchtet werden muss. Das riecht nach abgestandenem Leben. Zur Tarnung trägt der Typ, zu dessen Gesicht allenfalls ein Wichsblatt mit vier Buchstaben passen würde, ein Examplar des intellektuell anspruchsvolleren Lügenblattes “Süddeutsche Zeitung” in der Hand. Wahrscheinlich wollte dieser Typ damit potentielle Opfer seiner Gewalttaten arglos in Sicherheit wiegen.

Berichten zufolge gehörten außer dem Typen mit dem fiesen Gesicht und der auf dem Beweisfoto abgebildeten Tusse mit den verkniffenen Lippen, die sonst allenfalls von verschlagenen Politikern bekannt sind, auch noch einige weitere Männer zu der Gang, die mit Fotoapparaten und Kameras offenbar die Gewalttaten der marodierenden Bande aufnehmen wollten, um sie dann vermutlich später sensationsgeilen Spannern als Happy-Slapping-Videos im Internet zugänglich zu machen. Während andere Leute die U-Bahn als Transportmittel nutzen, ist diese Bande - vermutlich auf der Suche nach potentiellen Opfern in möglichst dunklen Ecken - ziellos umhergefahren.

Die Bande hat ihre Gewaltbereitschaft dadurch verraten, dass sie die Notrufanlagen inspizierte, wahrscheinlich um zu prüfen, ob ihre Opfer Hilfe holen könnten. Wohin sollen Opfer, möglicherweise Kinder oder Rollstuhlfahrer, denn auch nachts fliehen, wenn Schlägertypen sie verfolgen? Man kann sich leicht vorstellen, wie Opfer dieser Typen blutüberströmt zur Notrufsäule kriechen um da noch irgendwie den untersten Knopf zu erreichen.

Dank der guten Sicherheitseinrichtungen in der Berliner U-Bahn war es dieser Bande jedoch nicht möglich, die zur Belustigung gesuchten Gewalttaten zu begehen, so dass die Bande sich schnell wieder aus der U-Bahn verzogen hat, um sich dem ungehinderten Drogenkonsum hinzugeben. Sie haben niemanden verprügelt und auch niemanden krankenhausreif geschlagen, aber Berliner U-Bahn-Fahrer waren froh, als sie diese Bande potenzieller Verbrecher wieder los waren.

Die Moral von der Geschicht - glaub Franz Josef Wagner nicht.

18 Kommentare zum Beitrag “Marodierende Banden in der U8”

  1. Jochen Hoff sprach

    Pat und Patachon oder Dreist und Doof. isses nicht herrlich. Nachdem sie ihr ganzes Leben lang von irgendwelchen fleißigen Menschen gefahren wurden, weil man solche Leute ja nicht alleine auf die Straße oder gar in die U-Bahn lassen darf, sind sie hilflos und voller Panik. Die Olle weiß nicht, wozu die Haltestangen da sind und traut sich nicht, sich zu setzen, weil sie Angst vor dem hat, was auf solchen Sitzen sein könnte. Er hat sich eindeutig zu viel zugemutet. Ein klarer Fall von Realitätsschock.

    Ick stell mir vor, wie die beiden nun wieder in ihren gut geheizten Büros sitzen. Der Schreck steckt noch in allen Gliedern. Die werden alles tun, um nie wieder in ihrem in öffentliche Verkehrsmittel zu müssen. Die muss keiner mehr kaufen, es reicht ihnen mit der U-Bahn zu drohen. War wäre wohl in einem Bus im Berufsverkehr passiert. Sie wäre wahrscheinlich an ihrem eigenen Erbrochenen erstickt und er hätte sich bei der ersten Vollbremsung vor Schreck nass gemacht.

    Kann Realität nicht schön sein?

  2. Oscar K. sprach

    LOL ich lach mich schlapp!!!!!!

  3. steeefan » Todesmutig in der U8 sprach

    […] zu diesem todesmutigen Experiment gibt es hier und hier (via […]

  4. dolziger2 sprach

    Ich weiß nicht, bin heute Nacht U-8 gefahren und jeder war froh in Ruhe gelassen zu werden. Gefahr, woher, leider kann ich keine Fotos laden um Leute zu zeigen mit Bierflasche in der Hand, die Augen geschlossen, bei jedem Halt zusammen zuckend, nein , es ist noch nicht die Endstation und ich habe ihn trotzdem geweckt. Er hat mich nicht erschlagen, er hat sich bedankt.

  5. Schrottie sprach

    Wie geil ist das denn? Absolut genial geschrieben! :-)

  6. Alexander Rakocz sprach

    Jetzt verstehe ich gar nix mehr. Der Typ auf dem Foto in der U-Bahn, der ist nicht Wagner?
    Ich dachte das sei er selbst. Da kann man ja aufatmen. Ich hätte es sonst wirklich mit der Angst zutun bekommen.

  7. Rolf Schälike sprach

    Wagner sieht anders aus.

  8. schulte-web.com » Blog Archive » Heute bisher 893 Besucher! sprach

    […] reib’ ich mir die Augen. Ein Link (der bei Marcel) führt dazu, dass ich von gestern bis heute weit mehr als 1000 Besucher auf meiner Seite […]

  9. Dave sprach

    Hallo, ich bin ebenfalls Berliner, wähle rot, grün oder gelb bin aber in dieser Sache zu 100% auf der Seite von Wagner. Ich muss leider(!) beruflich öfters mit der U8 fahren und fühle mich in dieser U-Bahn zwishcen Gesundbrunnen und Alex sehr unwohl: Taschendiebe, (nicht nur jugendliche) Gewalttäter und Drogenabhängige/Dealer sind dort sehr oft zu finden. Nicht derjenige, der darauf hinweist ist der *Böse*, sondern derjenige, der dies ignoriert. Frage an die Klugscheißer: Wie oft in der Woche fahrt in mit der U8 zwischen Alex und Gesundbrunnen? Ich bin auf jeden Fall froh, wenn ich aus der U8 raus *darf* und mein Geld/Handy behalten *darf*.

  10. Redaktion sprach

    Hi, Dave, Du kannst wählen, was Du willst, darum geht es hier in diesem Beitrag gar nicht. Auch wird gar nicht bestritten, dass Kriminalität existiert. Bloß die Berichterstattung von Franz Josef Wagner darüber ist unehrlich.

    Es hat eine abendliche U-Bahn Fahrt stattgefunden. Die war so langweilig wie U-Bahn-Fahrten eben so für gewöhnlich sind. Wie das Video beweist, ist absolut nichts, wirklich rein gar nichts Aufregendes auf der Fahrt passiert. Praktisch jede längere Autobahnfahrt bringt mehr Aufregung mit sich. Ehrlicher Journalimus wäre nun gewesen, das auch genauso zu schreiben.

    Das macht Franz Josef Wagner jedoch nicht. Warum, das darf sich jeder selbst überlegen. Hier ist ein Lesetip dazu. Stattdessen schreibt Franz Josef Wagner von Typen in Gangster-Rap-Klamotten, von Blut, Bier, Kindern und Rollstuhlfahrern - merkst Du wie die Psyche bei solchen Worten anfängt, sich ob der erzeugten Stimmung zu gruseln? Das hat mit Journalismus nichts, aber auch gar nichts zu tun, das ist Propaganda und grenzt als Anschlag auf die Psyche fast an Körperverletzung von Millionen von Menschen.

    Wem emotional die Schuld an der gruselige Stimmung gegeben werden darf, erfahren die Leser von Franz Josef Wagner in einer in den Artikel eingebauten Box: Migranten. Dabei ist die eigentliche Ursache für die gruselige Stimmung oft genug Franz Josef Wagner. Franz Josef Wagner schürt mit seiner Macht als Star-Kommentator in Deutschlands auflagenstärkster Zeitung diffuse Ängste auf dem Rücken von Millionen von hilfsbereiten und netten Leuten. Wer den Artikel von Franz Josef Wagner mit dem Video verglichen hat, der darf sich überlegen, ob Franz Josef Wagner womöglich immer soweit am tatsächlichen Geschehen vorbeischreibt, nur üblicherweise der Videobeweis dafür fehlt, dass nichts passiert ist. Und dieser Artikel hier im Parteibuch ist eine Persiflage, die Franz Josef Wagner und Brigitte Zypries mit genau diesen propagandistischen Stilmitteln - viele davon wörtliche Zitate aus dem Artikel von Franz Josef Wagner - darstellt und die propagandistischen Stilmittel dadurch - hoffentlich - bloßstellt.

    Übrigens, bist Du in der U8 schon einmal beraubt worden? So oft kommt das nämlich wirklich nicht vor. Ein Korrespondent hat Mein Parteibuch berichtet, dass er die U8 seit gut 20 Jahren benutzt, und er noch nie überfallen, gewalttätig angegriffen oder ausgeraubt worden wäre. Das allermeiste der Ängste ist Kopfkino, das Leute wie Franz Josef Wagner mit solchen Artikeln auslösen.

  11. Dave sprach

    So … muss jetzt gleich wieder in die U8 ;)

    > Übrigens, bist Du in der U8 schon einmal beraubt worden?

    Jein, vor knapp zehn Tagen wurde ich Zeuge eines Taschendiebstahls –> Opfer merkte am Gesundbrunnen, dass es beklaut wurde und machte eine kleine Szene (hielt die Tür zur U-Bahn auf) –> Täter bekamen Panik und verursachten ein kleineres Gerangel, in das ich dann auch involviert wurde … Solche Sachen kommen leider sehr oft vor (auch wenn Junkies und Dealer sich nicht ganz einig sind).

    Übrigens bin ich auch der Meinung, dass die gefährlichste Zeit in der U8 NICHT nachts, sondern tagsüber ist, wenn Banden pubertierender Teenager (mit Migrantiosnhintergrund) “Auslauf” haben. Also, mittags nach Schulschluß ist es für mich eigentlich immer besonders “eklig” mit der U8 zu fahren. Die Arbeit der “schweren Jungs” (=Mafia / OK) bekommen wir doch gar nicht mit bzw. die wirklich kriminiellen fahren keine U-Bahn. Sind halt eher — wir nennen sie so — pubertierende Jungtürken, die Probleme machen.

  12. 37.6-Blog sprach

    “Iss datt nich die Zypries auf dem Fahndungsfoto?!”…

    “Iss datt nich die Zypries auf dem Fahndungsfoto?!” – Mit dieser Frage sah ich mich gerade am Telefon konfrontiert. Hintergrund dieser Frage ist dieser Beitrag im “Mein-Parteibuch-Blog”.

    ……

  13. neues aus der roiberhöhle » Blog Archive » geschichten aus einer viel zu großen stadt pt. 11 sprach

    […] mein parteibuch | hauptstadtblog […]

  14. mutombo sprach

    warum fahren junkies und dealer eigentlich dauernd Ubahn?
    wohen die da?

  15. Claudia sprach

    Junkies fahren da vermutlich deshalb oft, weil es einigermaßen geheizt ist und trocken. Wenn man keine oder eine zugige kalte Bude hat und ständig friert (wegen Unterernährung und Nebenwirkung von Drogen), ist das sehr wichtig. Und Dealer dürften dort so oft fahren, weil sie ihre Kunden treffen wollen.
    @Dave: Auch mir ist durchaus klar, daß es unangenehme und zuweilen gefährliche Stellen in Berlin gibt und daß die Linie 8 dazu gehört. Aber Wagner bauscht Gefahren auf, hat einen schlechten Stil, hetzt gegen Ausländer und versucht, Ministerinnen zu beeinflussen.

  16. mein-parteibuch.com » Punkt für Oskar Lafontaine sprach

    […] am Dienstag mit einer großangelegten Aktion ihrer Chefpropagandisten Hugo Müller-Vogg und Franz Josef Wagner unter Einschluss des Teufels gegen eine staatliche Fernsehsendung vom Sonntag hetzt, dann […]

  17. Punkt für Oskar Lafontaine | Radio Utopie sprach

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