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13. Januar 2008

Betrifft die Medienberichte zu George W. Bush in Jad Vaschem

von @ 21:23. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Deutschland, USA, Medienmanipulation, Israel

Achim Wohlgethan Endstation KabulDie deutsche Milliardärspresse berichtete vorgestern vom Besuch von George W. Bush in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem. Mit nahezu gleichlautenden Worten berichteten die Publikationsorgane von Hubert Burda (z.B. ungenannter Autor von dpa im Focus), Reinhard Mohn (z.B. Ulrich W. Sahm bei n-tv), den Hinterbliebenen von Axel Springer (z.B. ungenannter Autor von dpa in der Welt) und den Nachfahren von Georg von Holtzbrinck (z.B. ungenannter Autor im Handelsblatt) davon, George W. Bush sei den Tränen nahe gewesen und hätte es als historischen Fehler eingestanden, dass die Allierten im zweiten Weltkrieg die Zufahrtswege des Konzentrationslagers Auschwitz nicht bombardiert haben. Genau das gleiche berichtet auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk (z.B. Sebastian Engelbrecht bei der Tagesschau). Nicht ein einziges Medium der Milliardärspresse geht auf die Finanzierung von NSDAP und Holocaust durch den Großvater von George W. Bush, Prescott Bush, ein.

Warum auch, schließlich gehört die Diskussion der kleinlichen Frage, ob die Nazis ohne die Familie Bush in Deutschland nie hätten an die Macht kommen können, nicht zum Qualitätsjournalismus. Darauf hinzuweisen, dass Auschwitz ohne die Familie Bush wohl genausowenig wie die Diktatur des Meth-Junkies Adolf Hitler möglich gewesen wäre, würde zwar vielleicht eine Erklärung für die Krokodilstränen von George W. Bush liefern, aber das wäre sicher kein Qualitätsjournalimus. Auch nicht zum Qualitätsjournalismus gehört ein Hinweis darauf, dass eine Firma im Mitbesitz der Familie Bush in Auschwitz preiswert produzieren ließ. Und natürlich darf auch die Frage des Verrats von Stauffenberg durch die Allierten im deutschen Qualitätsjournalismus kein Thema sein. Schließlich interessieren beim Qualitätsjournalismus der Massenmedien nur aktuelle Nachrichten dazu, wer wem die Hand geschüttelt hat, welchen Gesichtsausdruck er dabei gemacht hat und nicht irgendwelche Hintergrundinformationen dazu.

Warum sollte das auch erwähnt werden, das gehört schließlich alles zur einfachen Schulbildung in Deutschland. Genauso wie es zur Schulbildung gehört, dass jeder weiß, wie der Qualitätsjournalismus der Medienmilliardäre funktioniert. Edward L. Bernays hat den Qualitätsjournalismus 1928 so erklärt:

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

Wer die Propaganda der Massenmedien in Deutschland satt hat und gern ein paar Hintergrundinformationen zum Besuch von George W. Bush in Jad Vaschem hätte, kann mal einen Blick rüber zu Nemetico werfen.

2 Kommentare zum Beitrag “Betrifft die Medienberichte zu George W. Bush in Jad Vaschem”

  1. Jochen Hoff sprach

    Lieber Katzenfreund,

    eine gleichgeschaltete Medienlandschaft spricht immer mit gleichen Worten. Wie in der Werbung auch, soll durch die ständige Wiederholung der Lügen, der Eindruck von Wahrheit erweckt werden. Allerdings haben wir Glück. Bisher müssen wir die so verkündeten Wahrheiten nicht wiederholen bis wir sie selber glauben. Aber das wird auch noch kommen.

    Viel schlimmer aber finde ich es lieber Katzenfreund, das sie einen Zusammenhang zwischen den streng wirtschaftlichen Interessen der Familie Bush bei den Nazi und den Konzentrationslagern andeuten. Hätte die Familie Bush nicht über ihre Gesellschaften in Ausschwitz produzieren lassen, dann hätten das andere getan. Die Familie Bush befand sich praktisch im Befehlsnotstand.

    Das ist wie heute bei der Deutschen Bank, die andere zur Fehlspekulation verführen muss, damit die nicht von anderen Anbietern als der Deutschen Bank zur Fehlspekulation verführt werden. Es ist ja auch nicht so, das Friede Springer die Millionen unbedingt für sich haben wollte, die den Pin-Mitarbeitern nicht an Lohn gezahlt wurden, und die heute als Insolvenzgeld aus den Kassen der Allgemeinheit fließen. Aber hätte Friede Springer die Leute nicht um einen anständigen Lohn betrogen, dann hätten das andere tun müssen. Friede Springer hat sich also nur aufgeopfert.

    Lieber Katzenfreund. Wenden sie sich vertrauensvoll an mich, wenn sie Aufklärung benötigen und einen schönen restlichen Sonntag noch.

  2. mein-parteibuch.com » Anklage gegen Mark Deli Siljander sprach

    […] Parteibuch ist schon jetzt neugierig, wie das Netzwerk der glorreichen Familie Bush Mark Deli Siljander nun aus der Patsche h. Dass das klappen wird, daran hat Mein Parteibuch indes […]

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