An einem lauen Januarabend des Jahres 2008 trug es sich zu, dass der Chef des deutschen Rabattclubs für Schreiberlinge (DJV), Michael Konken, Journalisten zu einem Bullshit-Bingo eingeladen hat. Lohnschreiberlinge durften dort dem seeligen Jahr 2005 gedenken, wo Reinhard Mohn’s Handlanger Hans-Ulrich Jörges noch ungestört leckere Rezepte von Medical One im Stern servieren konnte und Blogger zu den Lakaien der Milliardärspresse ehrfurchtsvoll aufgeschaut haben.
Wie anno dazumal konnten Journalisten mit anderen Journalisten hemmungslos über die böse Anarchie der Blogger schwatzen. Damit die humorlosen Experten des hochwertigen deutschen Wissenschaftsjournalismus das Internetpublikum nicht ganz so langweilten, war auch der eine oder andere Journalist, der der Lohnschreiberei abgeschworen hat, zum Gespräch über die bösen Blogger eingeladen worden.
Nachdem führende deutsche Lohnschreiber im letzten Jahr keinen Erfolg dabei hatten, mit dümmlicher Propaganda einen Krieg gegen Mein Parteibuch und andere Blogs zu führen, hat nun ein hoch gebildeter Lohnschreiber der FAZ mit Namen Tobias Rüther von - Bingo - Qualität gefaselt und im Namen der Milliardärspresse mit den Worten “Niemand ist gegens Internet” ein taktisches Friedensangebot veröffentlicht.
Das Friedensangebot ist jedoch verlogen, denn leider entspricht es nicht der Wahrheit, dass niemand gegen das Internet ist. Die deutsche Zensurgerichtsbarkeit bekämpft das Internet mit allen ihr zur Verfügung stehenden unfairen Mitteln und wird dabei von der deutschen Milliardärspresse nach Kräften unterstützt. Solange das Geschäftsmodell der Medienmilliardäre nicht auf journalistischer Recherche, sondern auf Lobbyismus und Propaganda beruht und die deutsche Zensurgerichtsbarkeit anderslautende Äußerungen bestraft, wird es auch keinen Deal zwischen Medienmilliardären und unabhängigen Medien im Internet geben.
Auch wenn der ein oder andere Handlanger der Milliardärspresse sich dessen nicht bewusst ist, so sitzt er einzig und allein auf seinem Posten, weil er eine Meinung vertritt, die die Propaganda der Medienmilliardäre stützt. Sobald Lohnschreiber eine Meinung vertreten oder über Tatsachen berichten, die schädlich für die Propaganda der Medienmilliardäre sind, fliegen Lohnschreiber bei den Medienmilliardären raus. Deshalb bringt es auch herzlich wenig, mit den Clowns der Medienmilliardäre zu debattieren. Mit Vertretern der Milliardärspresse zu verhandeln, die von Leuten wie Hubert Burda, Heinz Bauer, Reinhard Mohn, Anneliese Brost, Friede Springer, Alfred Neven DuMont und Stefan von Holtzbrinck zu Verhandlungen überhaupt nicht bevollmächtigt sind, ist pure Zeitverschwendung.
Dank unabhängiger Medien im Internet funktionieren die auf der Verbreitung von Propaganda basierenden Geschäftsmodelle der Medienmilliardäre zum Glück nicht mehr ganz so wie früher. Zur Lösung der Meinngsverschiedenheiten bei der Trennung von Müll und Qualität taugt einzig ein urdemokratisches Prinzip: Die Leser mögen selbst entscheiden, wem sie das Vertrauen entgegenbringen, sie mit Informationen zu versorgen.
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| Die Wurst hat zwei Amen |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Wie erklären Sie sich denn dann, dass über 80% der dt. Journalisten sich lt. eigener Aussage als “links” oder “sozialistisch” verorten?
Gar nicht. Es darf bezweifelt werden, dass das stimmt. Links und sozialistisch sind hohle Begriffe. Aber selbst wenn man mal unterstellt, dass es eine entsprechende Umfrage gibt, dann beweist das nur, dass die Clowns der Medienmilliardäre dumm sind.
[…] zu Debattieren mit den Clowns der Medienmilliardäre: Gar nicht. Es darf bezweifelt werden, dass […]
“Bullshit-Bingo” – Das passt!
[…] Diskussion, bei der nur die Clowns der Medienmilliardäre miteinander diskutieren, ist alles mögliche, aber keine demokratische Diskussion. Bookmarken: […]