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| Bundesministerium der Lügen |
Wie IT-Sicherheitsexperte Fefe in seinem Weblog berichtet, verbreitet das Bundesinnenministerium in einem FAQ seit geraumer Zeit Fragen und Antworten zum Thema “Online-Durchsuchungen” auf seiner Webseite. Dass das Innenministerium zugibt, es gehe bei der heimlichen Online-Durchsuchung darum, die Rechner von investigativen Journalisten zu hacken, um mit einem Keylogger vor einer Hausdurchsuchung an deren Passwörter - beispielsweise für verschlüsselte Festplatten - zu kommen, war natürlich nicht zu erwarten, aber was das BMI da bietet, ist wirklich eine Klasse für sich. Fefe meint zu den Antworten des Innenministeriums zutreffenderweise, dass da “jede einzelne Antwort eine Lüge” ist.
Da die selbst von DAUs leicht erkennbaren Lügen inzwischen überall im Netz für Spott und Hohn sorgen und deshalb zu erwarten ist, dass das Bundesinnenministerium seine Lügen nun bald von der Webseite löscht, hat Mein Parteibuch sie im nachfolgenden dokumentiert:
Fragen und Antworten zum Thema Online-DurchsuchungenWird bei der geplanten Online-Durchsuchung der Datenschutz genügend berücksichtigt? Wird meine Privatsphäre ausreichend geschützt? Wie bleiben meine privaten Dokumente geschützt? Wie bleiben gewerbliche und berufliche Unterlagen geschützt?
Zunächst zur Klarstellung: Die Online-Durchsuchung dient ausschließlich dazu, Terroristen zu bekämpfen und ihre Anschlags-Pläne zu entdecken. Sie wird nur dann eingesetzt, wenn andere Mittel und Ermittlungsmöglichkeiten der Polizei nicht ausreichen, um Attentatspläne offenzulegen und die Hintermänner zu identifizieren. Online-Durchsuchungen sollen nicht flächendeckend durchgeführt werden - und nicht zur Überwachung unbescholtener Bürger.
Zum Datenschutz: Bevor eine Online-Durchsuchung durch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) durchgeführt wird, prüft ein unabhängiger Richter grundsätzlich, ob diese Durchsuchung auf einem PC einer Privatperson oder in einer Firma durchgeführt werden darf. Dabei gilt, dass die Sicherheitsbehörden die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zum Schutz des Kernbereichs privater Lebensgestaltung beachten müssen.
Außerdem sind Vorgaben für die Kennzeichnung der Daten, für die Verwendung der Daten und Pflichten zum Löschen der Daten vorgesehen. So ist die Online-Durchsuchung auf höchstens drei Monate zu befristen.
Werden die Betroffenen von einer erfolgten Online-Durchsuchung informiert?
Die Betroffenen werden grundsätzlich nach Abschluss darüber unterrichtet, dass die Ermittlungssoftware bei ihnen auf den Rechner gespielt wurde. Die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu Benachrichtigungspflichten bei heimlichen Maßnahmen werden befolgt.
Ist sichergestellt, dass durch die Installierung der Ermittlungssoftware die auf dem betroffenen Rechner installierte Sicherheitssoftware nicht beeinträchtigt wird und dadurch Unbefugte zu anderen, zum Beispiel kriminellen Zwecken in die Rechner von Bürgern eindringen können?
Die Ermittlungs-Software wird nicht zu einer Beeinträchtigung der auf dem betroffenen Rechner installierten Sicherheitssoftware führen. Dritten wird somit ein Eindringen in den Rechner durch den Einsatz der Software nicht erleichtert werden.
Könnte die Ermittlungssoftware entdeckt und dann zu eigenen Zwecken missbraucht werden?
Das Risiko einer Entdeckung und der missbräuchlichen Nutzung der Ermittlungssoftware wird durch geeignete technische Maßnahmen so gering wie möglich gehalten. Sollte die Software dennoch entdeckt werden, wird sie vom Zielsystem entfernt. Außerdem wird sichergestellt, dass die Software keine eigenen Verbreitungsroutinen und einen wirksamen Schutz gegen Missbrauch durch Dritte beinhaltet.
Wie werden Dienstleister geschützt, welche vertraglich zum Schutz der ihnen anvertrauten und bei ihnen zur Auftragserfüllung gespeicherten Kundendaten verpflichtet sind?
Mit der Befugnis zur Online-Durchsuchung soll niemand, d.h. auch kein Dienstleister oder Provider, zum aktiven Mitwirken beim Zugriff auf gespeicherte Daten eines Dritten verpflichtet werden. Dienstleister, die ihren Kunden gegenüber zum Datenschutz verpflichtet sind, werden daher nicht in Konflikt mit dieser Pflicht geraten.
Es wird behauptet, dass die Online-Durchsuchung Bürgerinnen und Bürger unzulässig unter einen Generalverdacht stellen würde – stimmt das und wie verhält sich dies zu der rechtsstaatlichen Unschuldsvermutung?
Online-Durchsuchungen dienen der Bekämpfung des Terrorismus und der Verhinderung von Attentaten und Anschlägen, wie sie beispielsweise auf Regionalzüge in Koblenz und Köln geplant waren. Es wird nur bei einem gezielten Verdacht mit dieser Methode ermittelt.
Die Online-Durchsuchung ist nur unter besonders engen Voraussetzungen zulässig - als letztes Mittel zur Bekämpfung des Terrorismus bei begründetem Verdacht. Dies fordern schon die Vorgaben unseres Grundgesetzes. Diese rechtlichen Voraussetzungen führen dazu, dass es nur zu einer sehr geringen Zahl solcher Maßnahmen kommen wird.
Wie sollen die bei den Online-Durchsuchungen anfallenden Datenmengen durch die Sicherheitsbehörden bewältigt werden?
Auf Grund der rechtlichen und technischen Voraussetzungen, die für die erfolgreiche Durchführung der Maßnahme gegeben sein müssen, wird es nur zu einer geringen Zahl solcher Maßnahmen kommen. Die gewonnenen Daten werden dabei ggfs. unter Zuhilfenahme technischer Auswertungs-Instrumente (sog. “Tools”) vorselektiert, so dass für die manuelle Analyse ein überschaubarer Datenbestand verbleibt.
Der ordnungsmäßige Umgang mit den dabei anfallenden Daten durch die Sicherheitsbehörden ist gewährleistet. Die übertragenen Daten werden nach den bewährten Vorschriften über die Behandlung von Asservaten des BKA, die mit dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit abgestimmt sind, behandelt. Insbesondere wird die Datenübertragung derart verschlüsselt erfolgen, dass der Zugriff Dritter hierauf ausgeschlossen ist und die übermittelten Daten durch hohe Datenschutzstandards geschützt sind.
Welche Rechtsmittel werden gegen Online-Durchsuchungen zugelassen?
Der Betroffene hat nach erfolgter Benachrichtigung die Möglichkeit, die Rechtmäßigkeit der Maßnahme gerichtlich überprüfen zu lassen. Die Benachrichtigung erhält er durch das Bundeskriminalamt.
Quelle: BMI
Obwohl das ganze ziemlich lustig aussieht, erfolgt ein wichtiger Teil der versuchten Manipulation natürlich bereits durch die Auswahl der beantworteten Fragen. Mein Parteibuch legt hier deshalb noch drei simple Fragen nach:
Ist es richtig, dass es keinerlei Gewähr gibt, dass einem Verdächtigen bei einer heimlichen Online-Durchung Dateien als angebliches Beweismittel untergeschoben werden?
Ist es richtig, dass es für diejenigen, die eine heimliche Online-Durchsuchung durchführen und genehmigen, keinerlei strafrechtiche Konsequenzen hat, wenn sich herausstellt, dass dies widerrechtlich geschehen ist?
Ist es richtig, dass für Opfer einer widerrechtlich durchgeführten heimlichen Online-Durchsuchung keine angemessene Entschädigung vorgesehen ist?
Diese Lügenseite wäre in einer funktionierenden Demokratie schon für sich allein ein Grund für den Rücktritt des zuständigen Ministers. Aber natürlich geschieht das nicht, denn Lügner in Ministerien und Regierungskriminelle werden in Deutschland genauso wenig zur Rechenschaft gezogen, wie Personen aus Justiz und Staatssicherheit, die illegale Onlinedurchsuchungen durchführen. Im Gegenteil, jemand wie Wolfgang Schäuble, der öffentlich zugeben musste, die Öffentlichkeit in Bezug auf eine Schmiergeldannahme belogen zu haben, kann in der real existierenden deutschen Demokratie sogar zum zweiten mal Staatssicherheitsminister werden.
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| Bio |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Die Situation ist: Viele Bürger haben kein Vertrauen mehr in die diversen Staatsorgane. Deutschland heute wird möglicherweise von immer mehr Bürgern als Diktatur wahrgenommen.
Da hilft auch keine noch so gute Rhetorik. Die DDR ist untergegangen, weil die DDR-Bürger keine Freiheit hatten. Ohne Freiheit wird auch das gegenwärtige System untergehen. Das politische Klima in Deutschland ist vergiftet. Dafür tragen Köhler und Merkel sowie zahlreiche andere Politiker gemeinsam die Verantwortung.
Überwacht den deutschen Untertanen möglichst perfekt. Die “Berliner Republik” dauert schon länger als das “Dritte Reich”, wird aber niemals so lange dauern wie die “Bonner Republik”, wenn nahehzu perfekt überwacht wird.
Die Diktatoren der Gegenwart sollten sich beim deutschen Volk entschuldigen und zurücktreten. Die haben in mehrfacher Hinsicht versagt - moralisch, finanziell, sozial.
Ich habe keinerlei Vertrauen in Leute wie Köhler, Schäuble, Merkel, … Ohne Vertrauen wird es schwer mit der Legitimation von Macht.
[…] der sogenannten Volksvertreter. Vielleicht sollte hier das Bundesministerium für Lügen auch einen Fragenkatalog für die Vorratsdatenspeicherung erarbeiten. Diesem wird aber genauso wenig geglaubt werden, wie […]
Unser Duo Infernale:
„Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setzte mich doch dafür ein!” (Erich Mielke)
“Nein, ich komme in keinen Computer rein, ich weiß auch kaum, wie die Polizei das macht.” (Wolfgang Schäuble)
@1:Bevor Deutschland zur NEODDR wurde brauchte es Gegner um angegriffen zu werden. Heute webt die Regierung den dreifachen Fluch ins Leichentuch der Republik. Die Regierung selbst stimmt das Volk auf Revolution ein. Geht ihr nicht auf den Leim, sie will das Volk möglichst schnell in eine nationale Revolution treiben und wie alles Schmartzende und Aasfressende hofft sie auf eine für sie goldene Zeit danach, denn sie weiß sehr wohl, daß aus nationalen Revolutionen das Herrschaftssystem gestärkt hervorgeht. Wartet und wirkt geduldig für die Weltrevolution.
Gruß HaSch
[…] 080111:] Für alle Fälle hat meinparteibuch die dreisten Lügen mal archiviert, bevor das BMI da irgendwas begrünt … Dass der […]
[…] Mühe und Not, ihre Propaganda so an den Rezipienten zu bringen, dass die Leute sich über die widersprüchlichen Lügenmärchen nicht schief […]
[…] Mühe und Not, ihre Propaganda so an den Rezipienten zu bringen, dass die Leute sich über die widersprüchlichen Lügenmärchen nicht schief […]
[…] liebe Mühe und Not, ihre Propaganda so an den Rezipienten zu bringen, dass die Leute sich über die widersprüchlichen Lügenmärchen nicht schief […]
Verfassung schützen!
Am besten wäre eben nicht in Afganistan mitmachen. Das schafft zumindest etwas mehr Sicherheit.
[…] der sogenannten Volksvertreter. Vielleicht sollte hier das Bundesministerium für Lügen auch einen Fragenkatalog für die Vorratsdatenspeicherung erarbeiten. Diesem wird aber genauso wenig geglaubt werden, wie […]
[…] wäre, dass eines der schönsten Länder der Welt von einer Bande verantwortungsloser Dummköpfe regiert wird, könnte man darüber sicher herzlich lachen. [Trackback URI] […]