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6. Januar 2008

CDU-Wahlkampfgriff in die Nazi-Kiste

von @ 22:21. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Deutschland, Politik, CDU, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Christentum
Hamburger Erklärung der CDU 2008
Hamburger Erklärung der CDU 2008
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Wer sich die Rechtsextremismus - Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung von November 2006 anschaut, stellt fest, dass es in Deutschland nach wie vor einen erstaunlich hohen Anteil von Menschen gibt, die rechtsextremes Gedankengut als ihr Weltbild verinnerlicht haben. Die Süddeutsche Zeitung hob in einem Artikel dazu hervor, dass demnach 26,7 Prozent der Deutschen ausländerfeindlichen Aussagen zustimmen und 15,2 Prozent meinen, es sollte einen Führer geben, „der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert“.

Der Führer der anständigen Welt wohnt nun zwar in Washington, aber wo dessen Großvater Prescott Bush ohnehin ein großzügiger Sponsor der deutschen Herrenmenschen war, bleibt die Macht ja praktisch in der Familie. Und anstelle von Juden, die auch Herrenmenschen zur Finanzierung ihrer Vorstellungen von einer neuen Weltordnung eigentlich durchaus brauchen können, knöpft die deutsche Staatssicherheit sich nun eben Muslime vor. Ansonsten hat sich in den letzten 70 Jahren in Deutschland offenbar nicht allzuviel geändert.

Während die deutsche Armee den Sender Gleiwitz am Hindukusch verteidigt, bringt eine von Ausländerfeindlichkeit, modernen Reichstagsbränden und einem kirchlich abgesegneten Kampf gegen den Bolschewismus geprägte Propaganda das Stimmvieh wie eh und je dazu, ihr Kreuzchen an einer der gewünschten Stellen zu machen. Wer das weiß, den verwundert es sicher nicht, dass die CDU schon im Bundestagswahlkampf 2005 einen Teil ihrer Wahlpropaganda direkt bei Hitler abgeschrieben hat. Nun, wo selbst schlecht gefälschte Wahlprognosen der CDU bescheinigen, dass sie ihre Mehrheiten in Hessen und Hamburg wohl verlieren wird, hat die CDU ein neues Programm beschlossen. Dessen Kernaussage ist mit den Worten von FixMBR “Ausländer raus!” sicher nicht ganz verkehrt wiedergegeben, auch wenn “Deutschland den Deutschen” vielleicht noch prägnanter wäre.

So kann die Milliardärspresse von Springer, Mohn, Holtzbrinck und Konsorten das Bühnenstück vom Kampf der CDU gegen Ausländer und Jugendkriminalität nach dem Prinzip “Legal, illegal, scheißegal” heroisch inszenieren und braucht das deutsche Wahlvolk nicht mit dem Niedergang der verfassungsmäßigen Ordnung, den Niederungen der deutschen Regierungskriminalität oder Seilschaften wie Andenpakt und Tankstellen-Connection belästigen.

Dank der inszenierten Debatte zur Jugendkriminalität bleibt in Niedersachsen leider kein Platz für eine Debatte zur Verfassungsmäßigkeit des Handelns von Innenminister Uwe Schünemann, was man eigentlich erwarten könnte, wo doch die FDP in Niedersachsen den Weg in den autoritären Staat, vor dem FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger öffentlich warnt, ganz selbstverständlich mitträgt. Und auch bleibt leider kein Platz in den Zeitungen für eine nähere Beleuchtung der Frage, ob die faktische Unantastbarkeit von Ferdinand Piëch nicht womöglich nur möglich ist, in dem Christian Wulff seine Hände schützend über milliardenschwere Kriminalität hält, anstatt den Augiasstall endlich gründlich auszumisten.

In Hamburg liest man deshalb derzeit wenig darüber, wie glaubwürdig Ole von Beust ist, wenn er angibt, von der fehlenden Pädagogik in der Feuerbergstraße nichts gewusst zu haben, sein Justizsenator Roger Kusch sei für ihn lediglich Mieter gewesen und er wäre garantiert nie in Harald’s Hotel gewesen. Auch für die Familie Osmani und ihren Rechtsanwalt Michael Nesselhauf, der dem durch eine kriminelle Urwahl zur Kandidatur gekommenen Michael Naumann im Wahlkampf von der berüchtigten von einer informellen großen Koalition getragenen Hamburger Justiz bescheinigen ließ, nicht BND-Quelle Norddorf zu sein, ist dank der Inszenierung des Themas Jugendkriminalität vor den Wahlen leider nur kein Platz mehr in den Zeitungen.

Auch in Hessen wird die Regierungskriminalität der Tankstellen-Connection so gut es geht, von Roland Koch mit platter Propaganda zugekleistert. Da gerät leicht ins Vergessen, dass Roland Koch vor nicht allzu langer Zeit eine brutalstmögliche Auklärung der CDU-Schwarzgeldaffäre versprach, dann aber später selbst überführt wurde, die Ermittlungsbehörden angelogen zu haben. Wie Roland Koch erst die Steuerfahndung halbiert hat, um danach rumzujammern, es sei kein Geld da und deshalb müsse nun das Landesvermögen schnell und billig verscherbelt werden, lässt sich so bis zur Wahl vielleicht verdrängen. Wie Roland Koch zusammen mit seinem Komplizen Volker Bouffier versucht hat, den Freien Wählern mit öffentlichen Geldern ihre Wahlteilnahme 2008 abzukaufen, sucht selbst in der langen Geschichte deutscher Regierungskriminalität seinesgleichen. Und als die von seiner Tankstellen-Connection kontrollierte hessische Justiz mit seinem kriminellen Kumpel, dem Ex-Innenminister Manfred Kanther, für seine millionenschwere Untreue schamlos eine Geldstrafe ausdealte, da war ein Ruf der CDU nach schärferen Strafen nicht zu vernehmen.

Warum Roland Koch gegen Ausländer hetzt, wie es Steffen Jenter bei der Tagesschau kurz vor Neujahr in erfreulich deutlicher Sprache fomulierte, ist einfach nachzuvollziehen. Auf Seite 44 der Rechtsextremismusstudie ist nachzulesen, dass im Bundesland Hessen sogar 28,1% ausländerfeindlichen Aussagen zustimmen. Abzuwarten bleibt jedoch, ob die Wähler der CDU den Wahlkampfgriff in die Kiste mit dem Nazi-Gedankengut wirklich mit Mehrheiten bei den Landtagswahlen 2008 belohnen, denn von der Regierungskriminalität haben die Wähler die Nase inzwischen auch gestrichen voll.

31 Kommentare zum Beitrag “CDU-Wahlkampfgriff in die Nazi-Kiste”

  1. Wer profiliert sich denn hier? - Roberts Kolumne sprach

    […] profiliert sich die SPD als Partei der inneren Sicherheit. In diesem Wahlkampf bekommt man einiges […]

  2. LOL sprach

    Anstatt hier von einem “Griff in die Nazi-Kiste” zu fabulieren, könnten Sie ja zur Abwechslung mal einen Vorschlag dazu machen, wie mit ausländischen jugendlichen Schwerverbrechern, die jeweils über 30 Straftaten begangen haben, verfahren werden soll?

    Welche Lösung schlagen Sie denn vor?
    Erlebnistrip in die Karibik?

  3. bernd sprach

    @ LOL: das sind die üblichen winkeladvokatischen Züge der Rechten, so zu fragen. Merken Sie eigentlich nicht, dass das gar nicht das Thema hier war?

    Merken Sie eigentlich nicht, dass sich längst schon 2/3 der Bevölkerung gegen diese Hardlinerrichtung ausgesprochen haben, siehe gern auch hier: http://www.deut...alstmoeglichen/.

    Falls Sie nicht nur polemisieren wollen, wäre ein FOCUS- Bericht lesenswert: http://www.focu...aid_232369.html,
    hier können Sie ableiten, dass Richter in StGB Spielräume haben, jedoch nicht nutzen, weil die sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse andere sind. Zu Ihrem Täten mit 30 oder mehr Straftaten: Abschieben ist in dem Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten eine Variante.

    Übrigens: ich war gestern ziemlich überrascht zu hören, dass es ein Rechtsabkommen mit der Türkei gibt, dass die Türkei für Deutschland wie ein EU- Land behandelt wird.

  4. Rolf Schälike sprach

    Härtere staatliche Strafen führen zu mehr und zu härteren Kriminalität. Die Kriminalität beginnt oben, der Fisch beginnt vom Kopf an zu stinken.

    Aus dieser Tatsache folgen nicht automatisch Vorschläge, was zu tun ist.

    Kriminalität kann man abbauen, in dem man so genannte kriminelle Handlungen erlaubt. Beispiele dafür sind “Mundraub”, der wohl früher erlaubt war, Passvergehen, offizielle Zulasssung von Drogen … .

    Betrügereien - Telefonterror, verlogene Werbung, Veschleierung von Mängeln, Einstellung von Strafverfahren bei Wirtschaftsdelikten - werden ja auch nicht in der Krimanalitätsstatistik geführt.

    Was die Jugendkriminalität betrifft, so reichen die heutigen Gesetze aus, jedoch nicht die Handlungen der Menschen.

    Ich pesönlich sehe viel Potential im Abbau der Jugendkriminalität in den verstärkten Bemühungen und in mehr Ausgaben für Bildung, in der kritischen Hinterfragung der heutigen Werte und im Ersatz durch andere Werte des täglichen Lebens.

    In Deutschland würde ich Mehrsprachigkeit als Amtssprache und im Schul- und Ausbildungswesen zulassen.

    In uns fremden Religionen sollten auch Deutsche ohne Migrationshintergrund aber auch mit einem Migrationshintergrund als Träger dieser Religionen ausgebildet werden.

    Eine sehr große Bwedeutung messe ich der Öffentlichkeit bei. Das Verhalten zur abgeblich negativen Prangerwirkung sollte überdacht werden. Pranger und Bildung hängen eng miteinander zusammen.
    Keinesfalls würde ich alles dem Staat überlassen. Dann haben wir eine noch schlimmere staatliche Diktatur als es in Deutschland Heute schon der Fall ist.

  5. Ulrich Brosa sprach

    Die CDU ist in Hessen seit 1999 an der Macht. Bouffier, Koch & Co hatten genug Gelegenheit für mehr Sicherheit zu sorgen. Stattdessen haben Staatskriminelle zunehmend skrupellos gemeinsame Sache mit Gewaltkriminellen gemacht. Das Handbuch für alternative Fremdenverkehrswerbung liefert Beispiele in Fülle, z.B. das Ding mit dem Beil oder der gefälschte Täter-Opfer-Ausgleich. Meine Haustür wurde zum vierten Mal am 26.8.2006
    eingeschlagen. Das Strafverfahren wurde von Staatsanwaltschaft Marburg und Amtsgericht Kirchhain eingestellt, da der Täter - kein Ausländer - zur Zeit der Tat “nur” einundzwanzig Jahre und er somit “Heranwachsender” gewesen sei. Es geht offenbar ohne Ende so weiter.

    Zugleich wird mit allen Mitteln - auch mit kriminellen - versucht die Öffentlichkeit zu täuschen.

    Das primäre Problem sind die Staatskriminellen.

  6. Ulrich Brosa sprach

    Korrektur eines Links:

    Meine Haustür wurde zum vierten Mal am 26.8.2006
    eingeschlagen.

  7. BvG sprach

    Interessant ist, dass dieser Beitrag den “Griff in die Nazikiste” kritisiert, und selbst antisemitisch und verschwörungtheoretisch argumentiert.
    “Nazis” unter sich, scheint es.

  8. salvo sprach

    dazu auch Heribert Prantl

    “Wahlkämpfende Politiker wie Koch sind Maulhelden. Sie wissen eigentlich ganz gut, wie man einen guten Jugendstrafvollzug macht, es gibt ihn, gerade in CDU-regierten Ländern, etwa in Niedersachsen und Baden-Württemberg, aber er kostet. []
    Kurz gesagt: Das Jugendstrafrecht, auch das neue hessische, ist ein kluges, phantasievolles, individuell anpassungsfähiges Recht. Wenn Politiker es kaputtmachen, ist das fast eine Straftat.”

    http://www.sued...kel/358/150981/

    ungeachtet dessen, ob das Jugendstrafrecht geändert werden muss, sollte das man Experten überlassen, und nicht konservativen Demagogen, die vor Wahlen populistisch im rechtskonservativen bis rechtsradikalen Milieu auf Stimmenfang gehen

    typisch bürgerliche Hypokrisie ist es übrigens, nicht die politisch geschaffenen sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse zu skandalisieren, die zu einer höheren Kriminalität in den benachteiligten Bevölkerungsschichten führen, sondern lediglich diese selbst
    (dh die Resulate politischen Handelns)

    “Das primäre Problem sind die Staatskriminellen”

    und die damit verbundene Wirtschaftskriminalität

  9. salvo sprach

    @bvg

    Sie sind schon großartig, ich liebe aufrechte Deutsche wie Sie, die dermaßen ‘entnazifiziert wurden’, dass Sie sich berechtigt fühlen, jeden, der Ihnen nicht paßt, als antisemiten zu denunzieren.

    interessant ist auch noch, dass ‘verschwörungstheoretisch’ im Jargon eines deutschen Denunzianten nur mehr eine formale Bedeutung hat: den Ausdruck ‘antisemitisch’ zu begleiten und zu versärken

  10. Redaktion sprach

    @BvG
    >antisemitisch und verschwörungtheoretisch
    Das sind die Totschlagsvorwürfe der neuen Führer. Kritik an den Straftaten der neuen Führer wird stets als Antisemitismus oder Verschwörungtheorie bezeichnet. Begründet wird das natürlich nicht.

  11. Ulrich Brosa sprach

    Wie die innere Sicherheit gebessert werden kann, ist vollkommen klar: JEDE(R) muss auf die Sicherheit der anderen achten, wenn er will, dass er selbst sicher ist. Schälikes Bemerkung

    Keinesfalls würde ich alles dem Staat überlassen. Dann haben wir eine noch schlimmere staatliche Diktatur als es in Deutschland Heute schon der Fall ist.

    trifft den Kern des Problems. Noch mehr von dem asozialen Pack als Polizeibeamte zu besolden wird die Probleme ins Unermesslichliche steigern.

    Die meisten Leute hier in der Umgebung nehmen Schäden an ihrem Eigentum oder sich selbst stillschweigend hin, weil sie wissen: Mit der Polizei wird alles nur noch schlimmer. Gefälscht sind auch die Aufklärungsraten: angeblich höher als 50%. Die Leute, die geschädigt worden sind, wundern sich alle, weshalb sie von der polizeilichen Aufklärung nicht profitieren.

  12. Muckefuck sprach

    „Ich sehe im Multi-Kulti-Geschwärme meiner alternativen Zeitgenossen die seitenverkehrte Version des Rassendünkels von gestern.“
    – WOLF BIERMANN:

    Oder besser: “Multikulti ist nur die andere Seite des Faschismus.”

    Oder nur der normale deutsche Schwachsinn.
    Was unterscheidet denn den Linken und den Rechten hier in diesem Forum? Hirmnrissige Diskussionsführung. Schade M. das hier war schon besser!

  13. salvo sprach

    na ja, wolf biermann ist den Weg von einem ‘Extrem’ zum anderen gegangen und ist jetzt bei den deutschen Neokonservativen gelandet, und so wie es der Zeitgeist verlangt, schimpft er auf MultiKulti - nichts besonderes, ein Opportunist per definitionem

    “What is Liberal? German liberals worship the unfettered markets and strongly oppose government interference in any social sphere; American liberals support government efforts to ameliorate social inequities. American liberals are Keynesians while German liberals are disciples of Friedrich Hayek. But German liberalism has now veered into xenophobia which puts them in the same camp as the American neocons, while American liberals embrace diversity and multiculturalism. (Multi-Kulti has become an insult in Germany).”

    http://www.dial...7/03/index.html

  14. Rolf Schälike sprach

    Zu Muckefuck #12: Wer spricht hier im Forum von Multi-Kulti?
    Du hast Recht, davon sprachen seinerzeit die heutigen Faschisten [Du nennst diese so und Biermann hat inhaltlioch Recht, vewechselt jedoch Freund mit Feind und Feind mit Feund, indem er diese falschen Begriffe verwendet] und Kriegfsbefürworter, um an die Macht zu kommen, und nicht, um die tatsächlich anstehenden Probleme menschlich zu lösen.

  15. mein-parteibuch.com » Über die Wirtschaftskompetenz von Wolfgang Gerhardt und der FDP sprach

    […] hessische FDP muss dringend punkten, wenn sie im Wahlkampf in Hessen überhaupt noch irgendwie wahrgenommen werden will. Ihr prominentester Vertreter, Wolfgang […]

  16. Hartmut Pilch sprach

    Rolf, von Multikulti sprachst du oben. Zwar nicht mit diesem Wort aber mit dem Vorschlag, mehrere Amtssprachen oder Schulsprachen einzuführen.

    Über all dies sollte man ohne Nazikeule diskutieren können.

    Wenn im Wahlkampf diese Thema hervorgeholt wird und geeignet ist, Koch Stimmen zu bringen, dann liegt das m.E. daran, dass es eine schweigende Mehrheit gibt, die “Multikulti” in obigem Sinne nicht will und die normalerweise Schwierigkeiten hat, sich zu artikulieren, weil sofort die Nazikeule herausgeholt wird. Die Leute sagen sich dann: da ist endlich ein Politiker, der nicht auf der Seite dieser herrschenden Besserwissser- und Zensorenkaste sondern auf unserer Seite steht.

    Insofern spielt dieser Parteibuch-Artikel Koch in die Hände.

  17. Redaktion sprach

    @Hartmut
    Richtig, über Fragen wie Kultur und Kriminalität sollte man ohne Nazi-Keule diskutieren können.

    Bloß hat in diesem Fall Roland Koch aus sehr durchsichtigen Gründen die Nazi-Kiste ausgepackt. Genau deshalb ist es auch richtig, ihm die Nazi-Kiste auf die Füße zu werfen. Wenn Roland Koch mit dem Thema Kriminalität einen Angstwahlkampf inszenieren will, dann bitte schön mit allen Bereichen der Kriminalität - bitte schön Regierungskriminalität, Wirtschaftskriminalität und Kriminalität in der Justiz nicht vergessen - und nicht nur mit dem Bereich Ausländer- und Jugendkriminalität.

    Den öffentlichen Fokus einseitig durch Propaganda auf den Teilbereich der Kriminalität von sozial schwachen Minderheiten zu legen, ist eine typische Propagandastrategie des Rechtsextremismus. Und sie ist heute noch genauso verlogen wie schon vor 70 Jahren.

    Roland Koch unterscheidet sich durch nichts von den kriminellen Ausländern, die er anprangert. Seine gesamte Regierungszeit ist gekennzeichnet von schwerster Regierungskriminalität und Lügen zur Vertuschung dieser Kriminalität. Würde der Rechtsstaat in Hessen nur halbwegs funktionieren, säße Roland Koch zusammen mit seiner Tankstellen-Seilschaft schon lange im Gefängnis.

    So ist es erklärbar, dass Roland Koch im Bereich Justiz und Polizei massenhaft Stellen gestrichen hat, bei rechtsextremer Gewalt gezielt wegschaut oder lässt sie sogar, wie im Fall von Ulrich Brosa deutlich zu sehen ist, durch seine Politjustiz gezielt decken lässt.

    Nun will Roland Koch von seiner eigenen Kriminalität dadurch ablenken, dass er versucht, mit dem Finger auf Kriminalität von anderen, schwächeren, zu zeigen.

    Dieser Parteibuch-Artikel spielt Koch insofern in die Hände, als dass diejenigen, die rechtsextreme Ansichten verinnerlicht haben, und das sind gar nicht so wenige - siehe die Rechtsextremismus-Studie oben -, nun wissen, dass sie anstelle von NPD auch genausogut Roland Koch wählen können. Wer Hitler, Goebbels, die NPD und die dazu gehörende Geisteshaltung nicht mag, der kann 2008 kaum noch Roland Koch wählen.

  18. Rolf Schälike sprach

    Hartmut Pilch #16:
    Der Begriff “Multikulti” ist negativ belegt, ähnlich wie der Begriff “antiautoritäre Erziehung”.

    “Mukltikulti” hat wenig mit der Zulassung von mehreren Sprachen zu tun, wie der Begriff “antiautoritäre Erziehung” wenig mit der Achtung der Autorität des Kindes parallel zu Autorität von Erwachsenen zu tun hat.

    Beide Begriffe gehen am Wesen der Problematik und der sich veränderneden gesellschaftlichen Realitäten vorbei.

    Wir haben in Deutschland schon immer verschiedene Kulturen und Menatlitäten auch ohne dem Zuzug von Menschen aus dem Ausland gehabt. Deutschland ist entstanden aus einer Vielfalt von Kulturen, und es gibt wesentliche kulturelle Unterschiede, auch sprachliche. Nicht jeder Deutsche versteht die Sprache eines anderen Deutschen.

    Der Zuzug von Menschen aus dem Ausland hat neue Herausforderungen erzeugt, ähnlich wie das Internet oder andere revolutionären Technologien.

    Die Versuche, positive Lösungen zu finden, sollten nicht mit herabwürdigenden Begriffen belegt werden. Falsche Begrfife bedeuten Stillstand bzw. zurück in die Fehler der Vegangenheit.

    Insofern spricht hier niemand von Multikulti, außer denen, die trollen wollen.

  19. mein-parteibuch.com » Rupert Murdoch kommt nach Deutschland sprach

    […] all der rechtsextremen Propaganda von Roland Koch wäre es fast untergegangen, dass der Multimilliardär Rupert Murdoch sich […]

  20. mein-parteibuch.com » Maria Böhmer fordert Lagerhaft für Jugendliche sprach

    […] ihrem Wahlkampfgriff in die Nazi-Kiste sprechen Verantwortliche der CDU, hier beispielsweise die Bundestagsabgeordnete und […]

  21. W. Weller sprach

    “Juden, die auch Herrenmenschen zur Finanzierung ihrer Vorstellungen von einer neuen Weltordnung eigentlich durchaus brauchen können.”

    Gibt dieser (Teil-) Satz tatsächlich die Meinung der Redaktion wider?

  22. Redaktion sprach

    Nein, das ist Sarkasmus und eine Persiflage auf die antisemitische Stereotype, mit der Rechtsextremisten und Sozialdarwinisten gern Angst machen.

  23. Hartmut Pilch sprach

    @18, “Multikulti” ist halt eine negativ belegte Bezeichnung für Vorschläge der Art, wie du Sie ins Gespräch brachtest. Nicht alle, die dagegen sind, begnügen sich mit abwertenden Ausdrücken. Viele argumentieren recht wortgewaltig dagegen, darunter gerade einige arabische Einwander wie Bassam Tibi und Magdi Allam (in Italien). Man könnte auch mit mathematischen Modellen belegen, dass demokratische Nationalstaaten mit Normsprache und Schulsystem eine sehr gut funktionierendes Modell sind, das auch heute noch nicht ausläuft.

    Ich wollte deinen Standpunkt nicht bekämpfen sondern nur erläutern, warum Kochs Kalkül wahrscheinlich aufgeht, wie Marcel dazu beiträgt und warum dieses Scheitern der gut gemeinten Versuche von Marcel und anderen letztlich gut für die Demokratie ist.

  24. Rolf Schälike sprach

    Hartmut Pilch #23: Man könnte auch mit mathematischen Modellen belegen, dass demokratische Nationalstaaten mit Normsprache und Schulsystem eine sehr gut funktionierendes Modell sind, das auch heute noch nicht ausläuft.

    Ich bin nicht sehr gebildet, meine jedoch, dass nicht alle demokratischen Staaten nur eine Normsprache haben. Wie sieht es mit Kanada und mit der Schweiz aus?

    In der USA habe ich gesehen, dass in vielen Städten spanische bzw. chinesische offizielle Beschriftung vorhanden ist. Auch in den Flugzeugen.

    Würden bei uns Straßennamen in von den Türken bewohnten Stadtteilen auch türkisch beschriftet werden, hätte möglicherweise Koch noch mehr Zulauf. Trotzdem wäre das richtig, um Frust bei den Türken abzzubauen.

    Als Gerichtsdolmetscher erlebe ich das immer wieder, dass die rechtrlichen Hinweise nur auf Deutsch ausgehändigt werden. Auf meine Vorschläge, diese auch Russisch und Türkisch kostenlos dem Gericht zur Verfügung zu stellen, erhielt ich vom gericht keine Antworten.

    Im Hamburger Knast gab es eine ganz gute Bibliothek, die russischen Bücher hießen alle gleich: schöngeistiges Buch. Die deutsche Büpcher hatten ihren Titel und Autor.

    In den Zellen lag die Knastordnung nicht aus, geschweige denn Russisch oder türkisch. Diese ar überhaupt nicht aso ohne weiters zu erhalten. Wird angeblioch von den Häftlingen immer wieder vernichtet.

    www.hamburg.de ist mehrsprachig, auch russisch und trükisch, nicht nur englisch und französisch. Das ist gut so.

    Für mich sind das alles wichtige Kleinigkeiten. Keine teuren, welche aber auf Abbau der Kriminalität gerichtet sind.

    Bei www.hessen.de konnte ich keine Mehrspachigkeit finden.

  25. Hartmut Pilch sprach

    Die Spannungen in Kanada sind bekannt, die in Belgien noch dramatischer. Die Schweiz scheint ein Gegenbeispiel zu sein, aber hat auch ihre Spannungen. Sie ist klein und funktioniert auch deshalb recht gut, weil Leute wie Blocher dank plebiszitärer Demokratie in das System eingebunden und nicht ausgegrenzt werden.

    Ich bin nicht unbedingt gegen “Multikulti”, meiner Vielsprachigkeit käme das ja sogar entgegen. M.E. weiß ich einfach nur, das sich nicht weiß, und deshalb reizen mich die Gewissheiten, die von einer mit Überlegenheitsdünkel daherkommenden vorherrschenden Meinung kommen, zum Widerspruch.

    Ich glaube eher an die Weisheit der Massen als an die der Elite. Die einen reden aus dem Bauch, die anderen glauben, zu wissen, reden aber letztlich auch aus dem Bauch, und das Bauchgefühl ist noch weiter vom Leben entfernt. Mehr als Widersprüche aufzeigen kann ich letztlich nicht.

  26. Rolf Schälike sprach

    Hartmut: Ich bin gegen Multikulti und gegen die antiautoritäre Erziehung.

    Ich bin für die Mehrsprachigkeit, Toleranz, Bildung und für die Anerkennung der Autorität von Kindern neben der Autorität dwer Eltern.

    Bezüglich Eliten teile ich vollständig Deine Meinung.

    Was Spannungen und Konflikte betrifft, so gibt es diese auch bei Gleichsprachigkeit.

    Gegen mich prozessieren z.B. ausschließlich Deutsche ohne Migrantenhintergrund.

  27. mein-parteibuch.com » Grässliche Unvernunft - eine Replik sprach

    […] SPD mit der Bildungspolitik zu den Themen Lösungen anzubieten hat, wo Roland Koch im Wahlkampf tief in die Nazi-Kiste greift. Einverstanden, es schadet sicher nichts, das der Union auf’s Brot zu schmieren, auch wenn […]

  28. mein-parteibuch.com » Koch’s Wahlkampfhelfer Wolfgang Clement sprach

    […] in Hessen die Justiz und deckt Kriminelle. Dass es Roland Koch trotzdem gelungen ist, mit seinem Griff in die Nazikiste die Schlagzeilen des Wahlkampfes in Hessen zu beherrschen, beweist nichts anderes als dass der […]

  29. Johnny Walker sprach

    Die Vorstöße der “Christlich” dilettantischen Unfuglern kommen in immer kürzeren Zeitabständen
    und sind von entlarvender Eindeutigkeit über deren wahren Wesenskern.
    Den CDU angestrebten totalen Überwachungsstaat lassen wir hier mal bei Seite und wenden uns
    dem Katalog an strafrechtlichen Neuerungen zu.Strafmündigkeit ab12 Jahren…..das alleine
    würde schon reichen um ernsthaft einen Besuch beim Psychiater zu empfehlen aber christkatholischer
    Eifer treibt immer verdächtigere Blüten:
    CDU-Politiker verlangt Ausweisung von deutschenfeindlichen Ausländern
    Der hessische CDU-Politiker Dr. Christean Wagner verlangt laut einem ARD-Bericht die Ausweisung
    deutschenfeindlicher Ausländer.
    “Ausländische Jugendliche, die sich dermaßen schlecht bei uns fühlen, dass sie uns beschimpfen,
    müssen ausgewiesen werden”, soll der Politiker zitiert werden.
    Gemäß dem Magazin “Panorama” habe Wagner auf einer Veranstaltung in Frankfurt-Hausen geäußert,
    dass alle Ausländer, die Deutsche beschimpfen, in Deutschlands nichts verloren hätten.
    WebReporter: rrromka

    Führerscheinentzug bei Straffälligkeit–vorzugsweise bei ausländischen Jugendlichen anzuwenden.
    Wer als straffällig anzusehn ist regeln Gesetzesvorschläge wie das oben zitierte..das kann dann
    auch schon mal eine mißliebige Äußerung ,die als abfällig ausgelegt wird, sein.Von der freien
    Meinungsäußerung hätten wir uns damit ebenfalls verabschiedet.
    Bezeichnend weiterhin das kriminelle Gewalttaten die von Ausländern verübt werden hin und zurück
    durch die einschlägigen Boulevardblätter gezogen werden (die Bildzeitung wurde unter der CDU
    Regierung zum staatlichen Sprachorgan) während die Gewalttaten einheimischer Glatzkopfhorden
    mit teils noch drastischeren Vorgehensweisen (Hitlerkreuz mit Messer in die Haut geschnitten)
    beinahe unkommentiert nahezu ignoriert kleingeredet und verharmlost werden.
    Der Geist von 1933 ist wieder da und geifert nach Macht
    Er kommt heute im Biedermannsoutfit daher und setzt wie das Vorbild aus 33 auf Polarisierung,
    primitivste Demagogik und eine erbärmliche Selbstherrlichkeit die sich selbst ohne jeglichen
    Realitätsbezug eine Kernkompetenz in wirtschaftlichen Fragen zuspricht.
    Richtig ist das gerade aufgrund pseudokompetenter Beschlüsse dieser “Partei”Innovationen
    abgewürgt wurden die wirtschaftlich sehr vielversprechend waren.So war die Antwort auf das
    damalige wie auch heute noch aktuelle “Atomkraft nein Danke”das “ach so schlagfertige”
    “Steinzeit Nein Danke”und es wurden Millarden um Millarden in eine Technik gepumpt von der
    längst klar war und ist das sie brisant gefährlich ist unlösbare Müllentsorgungsprobleme
    aufwirft und die Krebsrate in der Nachbarschaft emporschnellen läßt,von den Kosten gar nicht zu
    reden.Kritiker wurden und werden als verträumte Müslifresser beschimpft.Versäumt wurde stattdessen
    Deutschland zum Innovationsstandort für erneuerbare Energien
    zu machen was mit den Atomgeldern ein leichtes gewesen wäre und was vor allem jede Menge
    Arbeitsplätze und damit Wohlstand bedeutet hätte.Wer diese Dilettanten mit Staatslenkerattitüde
    an die Regierung bringt der soll sich nachher nicht beschweren wenn er zum Leidtragenden der
    Beschlüsse dieser verpeilten Heuchlerbande wird.

  30. mein-parteibuch.com » Andrea Ypsilanti kann nun Farbe bekennen sprach

    […] Einzug der Linkspartei in den Landtag von Hessen wurde verhindert, dass Roland Koch für seinen Wahlkampfgriff in die Nazikiste mit dem Ministerpräsidentenamt belohnt […]

  31. mein-parteibuch.com » Razzia beim Bankhaus Metzler sprach

    […] dazu da sein, Unternehmen zu kontrollieren. Beim Bankhaus Metzler hat der Schatzmeister der wenig ruhmreichen hessischen CDU, Hans Hermann Reschke, einen Chefposten im Aufsichtsrat. Heute ist bei n-tv zu […]

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