Im Krieg in Nordirland perfektionierte die britische Armee die Taktik, selbst mit Undercover-Operationen für Terror zu sorgen. Offiziell begründet wurde der streng geheime False-Flag-Terror gegen die eigene Bevölkerung den beteiligten Soldaten damit, dass nur durch die eigene Beteiligung die Führungszirkel des Gegners zu knacken seien. Dass hinter dem False-Flag-Terror das Kalkül der NATO Strategie der Spannung steht, wonach die Bevölkerung durch die Furcht vor dem Terror dazu gebracht werden soll, die Regierung zu akzeptieren, hört die britische Regierung hingegen nicht so gern.
Im Irak setzte die britische Armee - selbstverständlich - auch auf das Mittel von False-Flag-Terror gegen die Bevölkerung. Im September 2005 ist das aufgeflogen, als zwei als Araber verkleidete britische Armeeangehörige mit einem Auto voller Waffen und Sprengsätze anlässlich einer gewöhnlichen Verkehrskontrolle nach einer wilden Schießerei von der lokalen Polizei in Basra verhaftet wurden. Wie viel Angst die britische Staatsführung davor hat, dass solche für False-Flag-Terror zuständigen Undercover-Agenten plaudern, kann man dadurch ermessen, dass die britische Armee prompt das Gefängnis mit Panzern und Hubschraubern gestürmt und die verhafteten britischen Undercover-Terrorsoldaten gänzlich unbritisch undiplomatisch befreit hat.
Wenig überraschend ist es da, dass die britische Armee auch in Afghanistan für Terror sorgt. Nachdem vor ein paar Tagen eine Frau mit einem Bombengürtel unter der Burka lebend gefasst wurde, ist es der afghanischen Polizei nun offenbar gelungen, an Hintermänner im schmutzigen Geschäft mit dem Terror zu kommen und zwei “hochrangige Briten” festzunehmen. Während die Tagesschau verschämt vom Vorwurf der “Bedrohung der nationalen Sicherheit” durch hochrangige Ausländer spricht und die britische Botschaft dazu gänzlich schweigt, findet sich in einer Pressemitteilung von AFP schon eher, worum es da geht:
“Einer der afghanischen Offiziellen sagte, das Paar werde verdächtigt, den Taliban mit Geld und Waffen geholfen zu haben.”
Mein Parteibuch ist neugierig, ob zu dem Erfolg der afghanischen Polizei noch weitere Infomationen oder möglicherweise Fotos der des Terrors verdächtigten “hochrangigen” Briten durchsickern werden.
Update 16:30h: Anscheinend besitzen die beiden des Terrorismus verdächtigten Europäer diplomatische Immunität. Das ist sicher ganz nützlich, wenn man Terroristen mit Geld und Waffen versorgt. RIA Novosti schreibt nun außerdem davon, die beiden seien “Mitarbeiter der UN-Mission (UNAMA) in Afghanistan”. Und die Vertuschungskampagne scheint nun auch endlich anzulaufen. AFP meint nun, den Mänern werde vorgeworfen, “ohne Absprachen Kontakte mit den radikal-islamischen Taliban aufgenommen” zu haben. News.com.au meldet inzwischen unter Berufung auf UN-Missionssprecher Aleem Siddique, es handele sich um einen Briten, der für die UNO tätig sei, und um einen Iren, der für die EU arbeite.
Update 26.12.2007 10:00h: n-tv berichtet inzwischen, dass es sich bei den ausgewiesenen Diplomaten um den amtierenden Chef der EU-Vertretung, Michael Semple, und um den UN-Delegierten Marvin Patterson handeln soll. Ihnen wird, wie bei aon nachzulesen ist, von afghanischen Regierungsvertretern vorgeworfen, Gespräche mit Taliban in der Provinz Helmand geführt und ihnen Geld gegeben zu haben. Währenddessen meldet die Basler Zeitung unter Berufung auf einen Artikel im britischen “Daily Telegraph”, dass der britische Geheimdienst SIS schon im Sommer Gespräche “bei mehreren Gelegenheiten mit hochrangigen Aufständischen” geführt und damit “großen Unmut” bei der US-Regierung hervorgerufen habe. Laut Daily Telegraph sind die beiden ausgewiesenen Diplomaten Afghanistan-Kenner und dort bereits seit den 80er Jahren tätig. So herum wird aus der Geschichte tatsächlich ein Schuh und eine ganz andere Intrige liegt nahe: möglich wäre es durchaus, dass die afghanische Regierung mit wohlwollender Unterstützung der USA zwei europäische Afghanistan-Experten rauswirft, weil die Falken nicht wollen, dass jemand mit Taliban redet. Schließlich könnten die bei solchen Gesprächen aus Versehen zahlreiche westliche Propaganda-Märchen als Lügen entlarven.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Das erste Gesetz der Mafia ist das Gesetz des Schweigens.
von der Mafia lernen, heißt siegen lernen.
Das wird nicht nur dort, sondern auch hier von den Machthabern so praktiziert.
Teuschland - da wirdt du beschissen.
Ich hab´s gewusst..
Hallo, ich glaube, es ist anders: Die Diplomaten könnten Drogenunterhändler sein. Gewinn am und Nachschub im Drogengeschäft: http://www.ver-...mit-den-taliban
Übrigens habe ich das oben übersetzte Zitat aus der AFP-Meldung so nicht in der englischsprachigen Meldung gefunden. Dort wäre nur der Satz: “They had been accused of “having had contacts with the armed opposition out of the knowledge of the government,” the diplomat said.”
Der Text der verlinkten AFP-Meldung wurde inzwischen geändert. Gegen 13:00h MEZ fing die verlinkte Meldung noch wie folgt an:
Das riecht geradezu danach, als ob die Psyops kräftig an der Meldung drehen, denn wenn es lediglich um nicht genehmigte Kontakte zu Taliban ginge, würde das nicht erklären, warum die afghanische Regierung darauf derart scharf reagiert.
[…] 25. Dezember letzten Jahres hat Mein Parteibuch von möglicherweise aufgeflogenem britischen False-Flag-Terror berichtet. Nun stellt sich heraus, dass der Chef der EU-Diplomat Michael Semple und der […]