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24. Dezember 2007

Glaubst Du an das Christkind?

von @ 17:51. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Christentum

Wenn kleine Kinder verwundert feststellen, dass der Weihnachtsmann die gleichen Schuhe wie Papa oder Onkel Klaus trägt, dann schmunzeln Erwachsene oft und erklären den Kindern, dass das wirklich ein merkwürdiger Zufall ist. Danach, warum der Weihnachtsmann in den Farben von Coca-Cola rumrennt, fragen Kinder zum Glück nicht so oft. Aber wie dem auch sei, ob jemand an den Weihnachtsmann glaubt oder nicht, ist eben genauso eine Glaubensfrage genauso wie es eine Glaubensfrage ist, ob jemand an das Christkind glaubt oder nicht. Und während Kinder nunmal gern an den Weihnachtsmann glauben, weil der so nette Geschenke bringt, glauben Erwachsene lieber an das historisch über alle Zweifel erhabene Christkind.

Merkwürdigerweise findet sich im für besonders lesenswert befundenen Artikel der deutschsprachigen Wikipedia mit Titel Jesus von Nazaret jedoch keine Angabe des Geburtstages, obwohl das ja, wie jeder in zahllosen Schriften nachlesen kann, der 25. Dezember ist. Das trifft sich gut, denn der 25. Dezember lässt sich als Datum für eine Jungfrauengeburt leicht merken, weil da drei Helle Sterne in einer Reihe mit dem Stern Sirius auf die Stelle hinweisen, wo die Sonne aufgehen wird und so jeder weiß, dass endlich die Tage wieder länger werden.

Wie es der Zufall so will, ist einige Tausend Jahre zuvor auch schon der ägyptische Gott Horus am 25. Dezember unter einem Stern des Ostens von einer Jungfrau zur Welt gebracht worden. Zufällig kamen dann auch drei Könige. Übrigens wurde Horus im Alter von Zwölf Lehrer und mit 30 getauft. Zufällig hatte Horus zwölf Jünger, mit denen er durch die Gegend reiste und Wunder vollbrachte, wie etwa Kranke zu heilen oder auf dem Wasser zu laufen. Nachdem Horus verraten wurde, wurde er, Zufälle gibt’s aber auch, gekreuzigt und war für drei Tage tot, bevor er wieder auferstanden ist.

Und von da an passierte es wohl öfter mal, dass göttliche Retter am 25. Dezember in einer Jungfrauengeburt zur Welt gekommen sind, dann mal gestorben und drei Tage später wiederauferstanden sind. Vor etwa 3100 Jahren passierte das zufällig dem schönen Knaben Attis genauso wie später Dionysos in Griechenland und vor gut 3200 Jahren Mithra in Persien.

Um Wundern in der Bibel auf den Grund zu gehen, betreiben Erwachsene seit einigen Jahren hochseriöse Dinge wie etwa Leben-Jesu-Forschung, bei der sie inzwischen in der dritten Phase angekommen sind und nach der historischen Person des Christkindes suchen.

Die herausragenden Leistungen der Leben-Jesu-Forscher machen es möglich, dass Erwachsene weiter an das Christkind glauben können, ohne dass sie dabei von blöden Fragen nach den Schuhen von Papa und Onkel Klaus gestört würden. Warum sollte man auch? Schließlich gibt es absolut keinen Grund dafür, warum jemand Jesus vor gut 1800 Jahren als Märchen erfunden haben sollte, an dessen Wahrhaftigkeit vernünftige Menschen nicht zweifeln können. Dass die lustige Geschichte vom Leben des Christkindes im Großen und Ganzen wahrer als die Märchen aus Disneyland ist, sieht man schon allein daran, dass es absolut keinen Grund gäbe, an der unglaublichen Geschichte auch heute noch festzuhalten.

Und glauben kann schließlich jeder, was er will und wer möchte, darf selbstverständlich gern an den Weihnachtsmann glauben. Mein Parteibuch wünscht dem gläubigen Teil seiner Leser viel Vergnügen bei der Huldigung des ägyptischen Gottes Horus und seiner Plagiate und empfiehlt als Weihnachtsfilm das Zeitgeistmovie, auf dessen brillianter Darstellung der Heilsgeschichte große Teile dieses Artikels beruhen.

Frohe Weihnachten

10 Kommentare zum Beitrag “Glaubst Du an das Christkind?”

  1. Duckhome sprach

    Mehr Platz für Götter?…

    Josef Ratzinger, der sich jetzt Benedikt nennt, was ihm aber auch nichts nützt, nahm die Weihnachtspredigt zum Anlass, mehr Platz für seinen Gott zu fordern:

    «Irgendwie wartet die Menschheit auf Gott, auf seine Nähe. Aber wenn es soweit i…

  2. LOL sprach

    Und wieder ein “Artikel”, der von Unbildung und Halbwissen nur so glänzt.

    Ich darf darauf hinweisen, dass die faktische Existenz Jesu in der Fachwelt in der Regel nicht bestritten wird.

    Nun war Jesus aus Sicht der seinerzeitigen römischen Behörden zunächst lediglich ein unwichtiger kleiner Querulant, aber schon wenige Jahre nach seinem Tod berichten mehrere römische Historiker, deren Aufzeichnungen als zuverlässig gewertet werden dürfen, über die Existenz dieses Religionsführers (vgl. Cornelius Tacitus, Gaius Tranquillus Sueton).

    Für die Römer war Jesus indes natürlich keineswegs der “Sohn Gottes” (denn der christliche Monotheismus hat sich im römischen Reich erst nach Jahrhunderten etabliert), sondern lediglich ein weiterer Sektierer einer obskuren jüdischen Religionslehre.

  3. Redaktion sprach

    @LOL
    Sehr interessante Ausführungen. Tacitus und Gaius würde man juristisch wohl als Zeugen vom Hörensagen charakterisieren, die über etwas berichten, was zur Zeit der Niederschrift fast so lang her war wie die Sammlung der Geschichten der Gebrüder Grimm heutzutage.

    Selbstverständlich steht Dir wie jedem anderen auch frei, an das Christkind, den Weihnachtsmann und “die Fachwelt” zu glauben.

  4. Jörg Cappallo sprach

    Mag ja sein, dass es einen geschichtlichen Jesus gab. Wenn dann, hat sicherlich mit den Teloten gegen die Römer gkämpft, wofür es geschichtliche Belege gibt. Allerdings hat er niemanden von den Toten aufgeweckt, noch ist er übers Wasser gewandelt, noch ist er leiblich zum Himmel aufgefahren und vermutlich ist er auch nie gekreuzigt worden, sondern emigrierte wie Braigent und Leigh recht glaubhaft nachweisen konnten.
    Der Rest ist ein Märchen für Dummbeutel, von denen es unter Katholiken besonders viele gibt.

  5. Jörg Cappallo sprach

    sorry Zeloten

  6. mein-parteibuch.com » Glückwunsch, Frau Ministerin! sprach

    […] unendlichen Nachschub für eine religiöse Diskussion von erwachsenen Leuten, die noch an das Christkind glauben. Gespannt darf man nun warten, ob sich die Pfaffen der verschiedenen Religionen dabei genau so in […]

  7. mein-parteibuch.com » Weihnachtsgeschichte 2008 sprach

    […] Mein Parteibuch ist jüngst gefragt worden, ob wir nicht, so wie das in den letzten Jahren auch schon der Fall war, auch dieses Jahr wieder eine Weihnachtsgschichte veröffentlichen möchten. Weihnachten ist ja bekanntlich die Zeit der Versöhnung und Verzeihung, und so hat Mein Parteibuch im letzten Jahr den Gläubigen ganz in diesem Sinne viel Spaß bei der Huldigung der Plagiate des ägyptischen Gottes Horus gewünscht. […]

  8. Horst Deckert sprach

    Der Päpstlich-Katholische Jesus ist ein Götze, den es ebenso wenig gibt, wie den ägyptischen Gott Horus und seine Plagiate.

    Jesus Christus hat weder eine Religion, noch eine Glaubensgemeinschaft gegründet. Auch hat er seine ihm im Glauben nachfolgenden Freunde niemals als “Christen” bezeichnet (Joh. 15, 10.14). Im Gegenteil, er hat das Priestertum ersatzlos abgeschafft, wie in Offenbarung 1, 5.6 zu lesen ist. Dass dies ausgerechnet Petrus (den man uns als ersten Papst verkaufen will, und der verheiratet, aber nie in Rom war) bereits in seinem Brief 1. Petr. 2, 4-10 schrieb, macht deutlich, auf welchem Lügengebilde die römisch-katholische Religion steht. Es ist die Religion Babylons, ausführlich beschrieben in Offenbarung Kapitel 17 und 18.

    Die Wahrheit über Weihnachten ist:

    Jesus Christus hasst Weihnachten! http://bibelmail.de/?p=33

    Christi Geburt, wann war das wirklich?

    Schon seit mindestens 453 Jahren vor der tatsächlichen Geburt Christi ließ sich das Geburtsjahr des Messias Jesus Christus vorausberechnen.

    In Daniel 9, 24.25 lesen wir, dass der Messias 483 Jahre nach dem Befehl zum Wiederaufbau Jerusalems im Jahre 457 v. Chr. (Esra 7, 11-26), also im Jahre 27 unserer Zeitrechnung auftreten und damit sein Amt wie alle Priester und Leviten im Alter von 30 Jahren beginnen wird. Die 483 Jahre errechnen sich aus den angegebenen 69 Wochen mal 7 Tage = 483 Tage = 483 Jahre gemäß 4. Mose 14, 34 bzw. Hesekiel 4, 6. Kein Problem also, das Geburtsjahr 4 vor unserer Zeitrechnung (v. Chr.) zu ermitteln.

    Anhand der Bibel lässt sich auch leicht errechnen, dass Jesus Ende August / Anfang September des Jahres 4 v. Chr. geboren wurde:

    Der Vater des Johannes des Täufers, Zacharias, gehörte nach Lukas 1, 5 und 1. Chronik 24, 10 zur achten Priesterklasse.

    Die achte Priesterklasse musste in der achten Woche nach Jahresbeginn und noch einmal ein halbes Jahr später zum Priesterdienst in Jerusalem antreten. Das jüdische Jahr beginnt mit dem ersten Neumond nach der Frühlings-Tag- und Nacht-Gleiche. Nach unserer Zeitrechnung Ende März / Anfang April.

    Wenn jedoch in der auf die Dienstwoche folgenden Woche ein jüdisches Fest stattfand, musste der Priester auch noch in der Festwoche dienen. Da vor der Dienstzeit Zacharias’ bereits zwei Feste stattfanden, begann sein Dienst erst in der zehnten Woche. Dies hatte zur Folge, dass er erst Ende Mai von zu Hause nach Jerusalem aufbrach.

    Während dieser Zeit der Abwesenheit erhielt Zacharias nach Lukas 1, 13 die Verheißung, dass sein betagtes Weib einen Sohn gebären würde. Als er dann Anfang Juni nach Hause kam, wurde Elisabeth schwanger: Lukas 1, 13.23-25

    Wie in diesem Kapitel weiter berichtet wird, kam im sechsten Monat der Schwangerschaft Elisabeth’s der Engel Gabriel zu Maria und verkündete ihr, dass auch sie einen Sohn gebären werde. Maria wurde verkündet, dass sie den Sohn Gottes empfangen werde und Elisabeth schon im sechsten Monat schwanger sei.

    Wenn wir nun von Anfang Juni die sechs Monate Schwangerschaft Elisabeth’s und die weiteren neun Monate Schwangerschaft Maria’s zusammenzählen, dann können wir die Geburt Jesu auf Anfang September datieren (Lukas 1, 26.36).

    Wer waren die “Heiligen Drei Könige”?

    Die von den Kirchen als „Heilige Drei Könige“ bezeichneten Sternkundigen aus der Gegend Babylons werden in Matthäus 2, 1 als „Weise“ bezeichnet. Sie waren im wahrsten Sinne des Wortes „weise“, denn sie glaubten, was die Schrift (damals gab es nur das Alte Testament) sagt. Das sagte später auch der, den sie damals suchten, Jesus, in Johannes 7, 38 und 8, 31.32:

    „Wer an mich glaubt, wie die Schrift (Altes Testament) sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ und „Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort (Neues Testament), so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

    Diese weisen Männer warteten auf den verheißenen Messias, auf den „Stern aus Jakob“ und das „Zepter aus Israel“ (4. Mose 24, 17). Wie bereits ausgeführt, konnten sie dem Buch Daniel (Kapitel 9, Verse 24 und 25) entnehmen, wann der Messias auftreten wird. Und sie konnten mühelos errechnen, wann er geboren wird. Der Prophet Micha prophezeite sogar noch, dass er in Bethlehem geboren wird (Micha 5, 1).

    Die Berechnung war überhaupt kein Problem, wie die „Weisen“ dadurch bewiesen haben, dass sie sich rechtzeitig (Esra 7, 9) auf den langen Weg machten und Jesus in der Herberge fanden. Das Alte Testament gab es bereits über 250 Jahre vor Christi Geburt in gedruckter Form (Septuaginta).

    Bleibt also nur noch, die Bibel als Märchenbuch zu bezeichnen. Das bleibt jedem selbst überlassen. Tatsache und unwiderlegbar ist jedoch, dass die Jahrhunderte vorher gemachten Prophezeiungen alle eingetroffen sind.

  9. mein-parteibuch.com » Israel kündigt großes Kriegsverbrechen in Gaza an sprach

    […] Das ist ein Kriegsverbrechen mit Ankündigung, denn im Gazastreifen sind nach dem mörderischen Raub des palästinensischen Landes durch den Terrorstaat Israel so viele Menschen eingesperrt, dass großangelegte Luftangriffe sich letztendlich gegen die Zivilbevölkerung richten werden. Da dieses Verbrechen derzeit alle größeren israelischen Parteien befürworten, wäre es dringend an der Zeit, dass sowohl einzelne Staaten als auch die internationale Gemeinschaft insgesamt - also zuerst mal UNO und EU - dem Verbrecherstaat Israel in den Arm fällt und drastische Sanktionen ankündigt für den Fall, dass die israelische Armee das Verbrechen wirklich begehen wird. Stattdessen sind die Medien voll vom ebenso abstrakten wie verlogenen Weihnachtsgeschwafel der Rädelsführer der westlichen Großsekten. […]

  10. mein-parteibuch.com » Die Weihnachtsbotschaft 2008 sprach

    […] Veröffentlichung und scusi! für die Übersetzung. Der Aberglaube an Horus ist zwar Unfug, klingt aber aus dem Mund von Mahmud Ahmedinejad allemal besser als die radikale Hetze der […]

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