In der letzten Woche hat sich ein weithin unbekannter Feuilletonist mit Namen Bernd Graff zum Gespött der Blogosphäre gemacht. Meinungsäußerungen im Internet seien gefälligst mit eigenem Namen zu unterzeichnen, damit das Wissen nicht zu kurz kommt, meinte er sinngemäß in einem Schleichwerbebeitrag für das Stalkerforum Internetvictims mit Titel “Die neuen Idiotae Web 0.0“. Böse Zungen behaupten, der selbsternannte Internetexperte Bernd Graff hätte auch irgendwas mit der Süddeutschen Zeitung zu tun, wäre da vielleicht gar verantwortlich für den Online-Journalismus und Mitglied der Chefredaktion.
In der schnelllebigen Zeit heutzutage hat die Aufmerksamkeit für das Debüt von Bernd Graff als Blogger jedoch schnell nachgelassen und so hat sich das bayerische Provinzblättchen eine neue Aktion zum Linkbaiting einfallen lassen:
Wir wollen die Qualität der Nutzerdiskussionen stärker moderieren. Bitte haben Sie deshalb Verständnis, dass wir die Kommentare ab 19 Uhr bis 8 Uhr des Folgetages einfrieren. In dieser Zeit können keine Kommentare geschrieben werden. Dieser “Freeze” gilt auch für Wochenenden (Freitag 19 Uhr bis Montag 8 Uhr) und für Feiertage.
Rotfl, Thomas Klotz vom RA-Blog hat die tolle Idee mit den eingeschränkten Kommentarzeiten prompt aufgegriffen.
Internetnutzer hätten nun glauben können, das Motiv der Süddeutschen Zeitung für die Einführung von Kommentarzeiten läge im jüngsten Urteil contra legem des LG Hamburg gegen Stefan Niggemeier, gegen das nun sogar Hans-Joachim Otto von der FDP öffentlich protestiert. Aber weit gefehlt, auch wenn viele Leser sicherlich Verständnis dafür gehabt hätten, dass ein bayerisches Provinzblättchen nicht solche Prozesskostenrisiken wie der Hauptstadtjournalist Stefan Niggemeier eingehen kann, so hat die Süddeutsche Zeitung klargestellt, dass die Entscheidung zur Einführung von Kommentarzeiten damit nichts zu tun hat.
In einem qualitativ hochwertigen Artikel, den ein Mitarbeiter mit Namen “Die Chefredaktion” unterzeichnet hat, hat die Süddeutsche Zeitung klargestellt, dass das finanziell hart angeschlagene Provinzblättchen, dass der Chef gerade für eine gute Milliarde verticken will, bei der Einführung von Kommentarzeiten nur die Qualität der Diskussion im Blick hatte. Das kann man glauben. Muss man aber nicht glauben. Und lesen muss man das Provinzblättchen auch nicht.
R.I.P. SZ
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Kommentarstreik bei der “SZ”…
Nach dem Urteil der Hamburger Landgerichts, das beim Rechtstreit zwischen Callactive und dem Blogger Stefan Niggemeier für eine Vorab-Kontrolle von Kommentaren in Blogs und Foren plädierte, ist Mutter wohl für den einen und anderen die V…
Hans-Joachim Otto hat protestiert?
Also in dem Golem Beitrag steht da er “respektiere das Gericht” und “Otto forderte die Bundesregierung deshalb auf, das Telemedienrecht zu überarbeiten.”
Auf Deutsch: Es liegt nicht am Richter, schon gar nicht am fliegenden Gerichtsstand. Das TMG ist allein schuld. Gut, beim TMG hat sich der Ausschuss offensichtlich nicht so ganz darauf einigen können, wann wer wofür jetzt eigentlich haften soll und wo denn die Grenzen ganz genau sind und deshalb steht da statt Klartext eher unkonkretes Gesülz, aber wo da eine Pflicht angedeutet werden soll, möööglicherweise Rechtsverletzende Meinungsäusserungen provozierende Basisthemen durch die Redaktionelle Vorab-Kontrolle zu schicken, wird mit Spannung erwartet!
Warum traut sich in der Polit-Szene wirklich NIEMAND, die Justiz zu kritisieren? Das man über die Medien lieber kein schlechtes Wort verliert, verstehe ich ja, aber die Justiz? Was ist dabei? Man muss ja nicht gleich in Schmähungen und Flüche verfallen, ein einfaches “Für den Unterlegenen bedauerliche Einzelmeinung” oder so würde es ja auch tun.
Mich würde auch interessieren, ob Herr Otto überhaupt die Hamburger Besonderheiten bei der Gesetzesexegese verstanden hat: Soll der Bundestag jetzt alle privilegierenden Gesetze neu formulieren, damit sie auch in Hamburg und Berlin vermehrt Beachtung finden? Beispiel:
Alt: -ROLLE- haftet nicht für -HANDLUNG-.
Neu: -ROLLE- kann für -HANDLUNG- unter keinen Umständen haftbar gemacht werden, auch nicht nach §…, §…. (Seitenlange Auflistung aller allgemeinen Paragraphen sowie Kombinationen daraus, nach denen eine Anspruchsgrundlage irgendwie direkt oder indirekt vorstellbar wäre).
[…] fährt ja grade wieder ihren persönlichen Kreuzzug gegen das Internet und bekam zumindest von Bloggern ordentlich Dresche. Wie ich grade bei Thomas Küwer lese, entblödet sich jetzt auch die FAZ nicht […]
[…] SZ beschränkt ihre Kommentarfunktion auf die Geschäftszeiten und heimst sich damit teils heftige Reaktionen […]
Zensur bei der Süddeutschen - Freiheit für die Kommentare…
= szenso.de =
Sunday, 16. December 2007, 17:40:04
Süddeutsche Zeitung, Protestforum, szenso.de
Die Süddeutsche Zeitung hat leider Zensur als selbstverständliches Mittel, zur Steuerung der Kommentare zu einzelnen Beiträgen entdeckt. Das geh…
[…] - alles geht. Da die Platzhirsche in Justiz, Politik und Medien ihren Online-Bereich nicht mögen, entstehen Lücken, die von Kleineren genutzt werden […]
[…] führende deutsche Lohnschreiber im letzten Jahr keinen Erfolg dabei hatten, mit dümmlicher Propaganda einen Krieg gegen Mein Parteibuch und andere Blogs zu führen, hat nun ein hoch gebildeter […]
[…] empfehlen, den vorgestrigen Artikel des “Medienjournalisten” Simon Feldmer bei der längst gestorbenen SZ Online […]
[…] Rühle hat in einem Presseerzeugnis der Milliardärspresse mit Bezeichnung “Süddeutsche Zeitung” gerade einen lustigen Artikel mit Titel “Schröder vs Buchhändler - […]
[…] denn hätte der Spiegel die “Generation Doof” oder einen Blindgänger wie Bernd Graff von der Süddeutschen an das heikle Thema gesetzt, dann hätte er nichts anderes bewirkt, als ausgelacht zu werden […]
[…] denn hätte der Spiegel die “Generation Doof” oder einen Blindgänger wie Bernd Graff von der Süddeutschen an das heikle Thema gesetzt, dann hätte er nichts anderes bewirkt, als ausgelacht zu werden […]
[…] des grandiosen Timings findet man offenbar selbst in dem toten süddeutschen Milliardärsblatt und in der noch toteren FTD keine Worte mehr, um die […]
[…] des grandiosen Timings findet man offenbar selbst in dem toten süddeutschen Milliardärsblatt und in der noch toteren FTD keine Worte mehr, um die […]