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1. Dezember 2007

Ist Gott böse oder gibt’s ihn gar nicht?

von @ 2:24. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Tagesschau.de, Kirche, Christentum

In der gerade veröffentlichten zweiten Enzyklika “Spe Salvi” von Papst Joseph Ratzinger finden sich erwartungsgemäß viele Lacher. Mein Parteibuch besonders gut gefällt das hier:

“Eine Welt, in der ein solches Ausmaß an Ungerechtigkeit, an Leid der Unschuldigen und an Zynismus der Macht besteht, kann nicht Werk eines guten Gottes sein.”

Gut gesagt, Benedikt 16. Daraus darf nun sicher geschlossen werden, dass der allmächtige katholische Christengott böse ist? Wo das der Joseph Ratzinger wohl her hat? Ob er wohl in der Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner geschmökert hat? Oder hat der Papst wohl das Zeitgeistmovie gesehen und glaubt nun nicht mehr an die Existenz eines Gottes? Oder hat der Papst vielleicht die Glückwünsche von Adolf Kardinal Bertram an Adolf Hitler gelesen? Mein Parteibuch weiß das nicht.

Glückwünsche gehen aber in jedem Fall auch an die Redaktion von Tagesschau.de, die folgendes zur zweiten Enzyklika publiziert hat:

Der Atheismus des 19. und 20. Jahrhunderts habe “zu den schlimmsten Formen der Grausamkeit und Verstößen gegen die Gerechtigkeit” geführt, so Benedikt XVI.

Das Zitat findet sich zwar nicht im Text der Enzyklika, den die Märchenonkel von tagesschau.de selbst verlinkt haben, aber was soll’s, klingt trotzdem gut. Die Glückwünsche gehen natürlich auch an all die anderen Qualitätsjournalisten. Woher haben sie das bloß? Der schweizer Tagesanzeiger hat seinen Artikel übrigens inzwischen flugs umbenannt und das bemerkenswerte Zitat entfernt.

24 Kommentare zum Beitrag “Ist Gott böse oder gibt’s ihn gar nicht?”

  1. kommenta sprach

    wie wäre es mal mit ein paar kritischen hintergrundinfos zum thema islam?

    ach ich vergaß, das ist dann ja rassismus…

  2. Moritz2 sprach

    Die bisherigen Meinungen deuten darauf hin, dass konservative Kleriker jetzt versuchen, über das “Parteibuch ” Stimmung zu machen.

    Im Gegensatz zur Katholischen Kirche ist bei den Moslems bisher nichts davon bekannt, dass pädophile Imame ihr Amt dazu missbrauchen, sich über Kinder herzumachen.

    Wie bei den Kirchen gibt es auch bei den Moslems Extremisten.

    Bei kirchlichen Extremisten und Kinderschändern schweigt der Staat. Würde er
    mit der gleichen Intensivität auch gegen diese Gruppierungen wie gegen extreme Moslems vorgehen, wäre der Rechtsradikalismus in den Kirchen sehr bald vom Tisch.

    Also liebe Kleriker und Anhänger dubioser Bruderschaften, kehrt bitte erst mal vor der eigenen Türe und versteckt nicht weiter Eure Kinderschänder.

    Nur wenn ihr diesen Elementen weder Schutz, Verschwiegenheit und Verstecke anbietet habt ihr das Recht, anderen Glaubensgemeinschaften moralische Vorhaltungen zu machen.

    Lest mal Kirchensumpf.org, da erkennt ihr das heuchlerische Soiegelbild Eurer frommen Würdenträger.

  3. Kain Haarmann sprach

    Es liegt in der Natur der katholischen Betgruppe, dass die Bösen immer die anderen sind.
    Ohne die kaum zu beziffernde Schuld des Christentums aus der Vergangenheit noch einmal ansprechen zu müssen, zeigen Christen ihr wahres Gesicht, auch, und gerade heute, durch die Art der Reaktion auf Kritik.
    Gott ist nichts. Zumindest aber nichts anderes, als eine emotionale Stütze für psychisch labile Menschen, deren Kraft bei dem Gedanken an eine sinn- u. seelenlose Existenz überschritten würde.
    Religion ist was zum festhalten und zum Geld verdienen. Verkauft wird das alles mit Liebe, Hoffnung und Glauben an das Himmelreich.

    Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass Nächstenliebe, Hoffnung und Glauben, kurz die angeblich christlichen Tugenden, gar nicht von ihnen erfunden wurden.
    Allerdings wird man nicht müde, diese Lüge mit der Behauptung, ohne Kirche könnten Menschen nicht zusammen leben, weiter kackdreist als ‘auf dem eigenen Mist gewachsen’ zu vekaufen. Das allein spricht für sich.

  4. Moritz2 sprach

    Schöne Worte von Euch. Doch wo bleibt Euer Aufschrei gegenüber den schwarzen Schafen, die so eifrig die Worte Jesu richtig deuten wollen und sich dann über Kinder hermachen?

    In der Presse und anderen Medien haltet Ihr Euch zu den Skandalen sehr bedeckt.

    Ob Kinderporno oder St. Pölten. Keine alten Geschichten.
    War es nicht Bischof Müller, der seinen untegebenen pädophielen Pfarrer schütze und ihn dann in eine neue Gemeinde schleuste ?

    Auch Bischof Stimpfle hatte in seiner Zeit nur ein Ziel, diese Kinderschänder zu verstecken, statt die Polizei zu informieen.

    Jede Art von Extremismus ob bei den Moslems, den evangelischen wie katholischen Strömungen gehören verfolgt.

    Hier scheint der Staat gerade gegenüber den Kirchen auf einem Auge blind zu sein.

    Also steht endlich gegen Eure schwarzen Schafe in Euren Reihen auch in der Presse auf und lenkt nicht ständig von den schmutzigen Geschichten Eures Vereines ab.

    Fromme Sprüche in den Foren reichen leider nicht.
    Handelt endlich gegen Eure Mitbrüder, ob Bischöfe oder Priester.

    Erst dann kann Euer Geschwafel ernst genommen werden.
    Die Kinder und Eltern der betroffenen Opfer werden es Euch sicher danken.

  5. amoeneburga sprach

    moritz, wir haben die schwarzen Schafe überall, ob in der politik oder in der Religion. Was für mich zählt sind die Worte Jesu Christi. Danach richte ich meinen Glauben. Für mich zählen die Worte des Evangeliums. Ich achte auch die Brüder im Islam, die nach den Worten Gottes leben und handeln. Was mich nur nervt ist, daß Du hier alle über einen Kamm scheren willst. Das kann man nicht und das darf man nicht. Die Kirche hat auch eine dunkle Vergangenheit, daß streite ich ja gar nicht ab. Aber es tun mir die Leute leid, die von solchen Menschen wie Dir verurteilt werden., obwohl Sie die Botschaft Jesu verstanden haben. Wenn jeder so leben und handeln würde wie Jesus von Nazareth. Glaubst du ernsthaft wir hätten noch Krieg in dieser Welt? Verstehst Du was ich auszudrücken versuche? Ich halte hier kein Geschwafel, so wie du es nennst. Aber Du darfst es nicht Verallgemeinern. Der Friede und die Liebe Jesu Christi sei mit Euch allen.

    Liebe Grüße

    amoeneburga

  6. Kinsi sprach

    Zuerst entferne den Balken aus Deinem Auge …!
    http://www.yout...h?v=nXyDfbzyOcM

  7. amoeneburg sprach

    Das Zitat ist nicht verkehrt. Bevor jemand von sich behauptet rechtschaffend zu sein, möge er erstmal vor seiner Haustüre kehren. Wenn alle so denken würden hätten wir keinen Krieg auf dieser Welt, keine Zerstörung, keinen Mord, keine Habgier, keinen Neid. Sondern Frieden.So ist das wahre Christentum liebes Parteibuch.

  8. peter sprach

    Dieses Zitat ist nicht verkehrt. Leider handelt nicht jeder danach.

  9. amoeneburga sprach

    Schade das meine Kommentare hier gelöscht werden. Anscheinend haben hier einige Angst vor der Wahrheit.

  10. Kain Haarmann sprach

    @amoeneburga

    Genau um diese Botschaft, von diesem komischen Jesus geht es doch.
    Die Botschaft, die du als seine (Jesus’) bezeichnest, existierte auch vorher schon. Wir reden hier also über nichts, was dein Jesus erfunden hat. Die Kirche stellt genau das aber mit Vorliebe so hin.
    Weiter - die Dinge, die im heutigen Islam passieren (Hinrichtungen etc.) sind nicht annähernd so martialisch und grausam wie das Vorgehen der Kirche im 16. Jahrhundert. Wenn man nun in Verhältnis stellt, das der Prophet Mohammed irgendwann im 6. Jahrhundert gelebt hat, macht der Islam eine ähnliche, allerdings für die Beteiligten nicht so unheilvolle Entwicklung durch wie sie einst in der katholischen Kirche statt fand.
    Nichts neues also, und vor allem kein Grund, die derzeitige Entwicklung des Islam zu verurteilen, erst Recht, wenn man berücksichtigt, dass unser Kulturkreis der ist, der als erstes mit Waffengewalt in den orientalischen /muslimischen eingedrungen ist und nicht umgekehrt.
    Den Mund zu halten und sich in Bescheidenheit zu üben ständ der Kirche also gut. Doch statt dessen produziert man sich in der Rolle des Moralwächters. Das gilt nicht nur für den Klerus sondern für alle Christen, solange die Christen auch den Islam verallgemeinern.

  11. Don Pepone sprach

    @amoeneburga

    Genau um diese Botschaft, von diesem komischen Jesus geht es doch.
    Die Botschaft, die du als seine (Jesus’) bezeichnest, existierte auch vorher schon. Wir reden hier also über nichts, was dein Jesus erfunden hat. Die Kirche stellt genau das aber mit Vorliebe so hin.
    Weiter - die Dinge, die im heutigen Islam passieren (Hinrichtungen etc.) sind nicht annähernd so martialisch und grausam wie das Vorgehen der Kirche im 16. Jahrhundert. Wenn man nun in Verhältnis stellt, das der Prophet Mohammed irgendwann im 6. Jahrhundert gelebt hat, macht der Islam eine ähnliche, allerdings für die Beteiligten nicht so unheilvolle Entwicklung durch wie sie einst in der katholischen Kirche statt fand.
    Nichts neues also, und vor allem kein Grund, die derzeitige Entwicklung des Islam zu verurteilen, erst Recht, wenn man berücksichtigt, dass unser Kulturkreis der ist, der als erstes mit Waffengewalt in den orientalischen /muslimischen eingedrungen ist und nicht umgekehrt.
    Den Mund zu halten und sich in Bescheidenheit zu üben ständ der Kirche also gut. Doch statt dessen produziert man sich in der Rolle des Moralwächters. Das gilt nicht nur für den Klerus sondern für alle Christen, solange die Christen auch den Islam verallgemeinert.

  12. Ulrich Brosa sprach

    Allen Ungläubigen sei es offenbart: Sie haben gerade das Wirken des allwissenden und allmächtigen Gottes miterleben dürfen. “amoeneburga” ist nicht mehr - aus dem Parteibuch gelöscht direkt in die Hölle geworfen.

    Der Allwissende hat gewusst, wer “amoeneburga” wirklich ist: ein Mann, genauer gesagt ein Männlein, das sich im Internet gern als Frau ausgibt, hauptsächlich aber enge Beziehungen zu den Bergern-88- pflegt. Dass solch ein verlogenes Männlein von der äußersten rechten Kante just das Christentum beschleimt, kann der Heiligen Katholischen Kirche nicht zu Nutz und Frommen gereichen. Der Allmächtige musste einschreiten.

    Zur Allgemeinbildung in Glaubens- und Sittenfragen gehört unbedingt
    “Der Terminator und Jesus”
    http://www.yout...h?v=PFrufPxjwX0

  13. Leser sprach

    @amoeneburga
    Du bist nicht zufällig Christoph Aschenbach von den Berger 88? Bei dem offenbart sich die ganze rechtsradikale Verlogenheit der christlichen Ideologie nämlich genauso wie bei dir.

  14. Peterle sprach

    hehe:
    Der Atheismus des 19. und 20. Jahrhunderts habe “zu den schlimmsten Formen der Grausamkeit und Verstößen gegen die Gerechtigkeit” geführt

    Reingefallen! Sündenböcke sind einfach super praktisch.

    HEIL ERIS! HEIL HEIL HEIL! ->

  15. amoeneburga sprach

    @ Leser
    Falsch geraten lieber Leser. Ach was schreib ich hier überhaupt noch. Hier sind doch alle so stur auf Ihrer Meinung versessen. Trotzdem noch eine schöne besinnliche Adventszeit.

  16. ali der baba sprach

    Ja man sieht es was Unwissentheit und Dummheit so anrichten. Typisch deutsche Diskussion. So kommt ihr nicht aus dem intellektuellen Tal heraus.
    Kann der Deutsche sich nicht oder will er sich nicht bilden? Kollektiver Wahn ist die Basis.
    Na was denkt ihr darüber

  17. kommenta sprach

    wie wäre es mit ein wenig mehr respekt vor dem christentum? alle schreien nach schutz des islam vor diskriminierung, teilweise grenzt das schon an anbiederung. aber auf dem christentum rumprügeln ist in deutschland schon lange mode. auf etwas wehrloses einzuschlagen ist halt einfacher als gegen den islam, der sich zugebenermaßen gegen sowas wehrt. wer nicht an einen gott oder religion glauben will - bitteschön, ich habe damit kein problem. aber macht bitte daraus keinen christopher-street day für atheisten.
    mehr respekt für alle!

    vorhersage: 94,96% wahrscheinlichkeit das die lieben leser die anspielung auf den christopher s. d. als schwulenfeindlichkeit werten……

  18. Kain Haarmann sprach

    Ups! Ganz schlecht, Respekt muss man sich nämlich verdienen…

  19. Moritz2 sprach

    An amoeneburga

    Zitat: Wenn jeder so leben und handeln würde wie Jesus von Nazareth …..,

    dann gäbe es mit Sicherheit keine Katholische Kirche mit Prunk,Waffengeschäften,Kinderschänder,Beteiligungen an dubiosen Firmen usw.

    Wenn es Jesus gäbe, hätte er manchen Papst und viele Bischöfe und den Rest der Heuchler, die sich über Steuern vom Bürger auch noch bereichern aus dem Tempel gefegt.

    Mit frommen Sprüchen und Gebeten wurde noch keiner satt.

    Nur zu beten und die Realitäten verdrängen ist ist einfach, es ist wie eine Droge die den Blick völlig vernebelt.

  20. Peterle sprach

    @kommenta: Keine Ahnung kannst ja bei DJ Benedikt mal um ne Audienz bitten um zu fragen, warum er so aufs Christentum einprügelt…
    Das Zitat oben was da angeblich nicht in der Enzýklika drinstehen soll, steht da übrigens doch drin, nur eben mit einem Zwischensatz der hier fehlt aber die Semantik nicht bedeutsam ändert.

  21. Redaktion sprach

    Radio Vaticana verbreitet die in Frage kommende Stelle so:

    “Wenn der Protest gegen Gott angesichts der Leiden dieser Welt verständlich ist, so ist der Anspruch, die Menschheit könne und müsse nun das tun, was kein Gott tut und tun kann, anmaßend und von innen her unwahr. Daß daraus erst die größten Grausamkeiten und Zerstörungen des Rechts folgten, ist kein Zufall, sondern in der inneren Unwahrheit dieses Anspruchs begründet.”

    Das sind doch andere Worte als die Tagesschau sie zitiert hat. Selbst wenn man berücksichtigt, dass die Tagesschau ihrer Meldung möglicherweise nicht die durch Radio Vaticana verbreitete deutsche Fassung zu Grunde legt, ist das Zitat falsch. Zitieren bedeutet eben nicht eine verkürzte in etwa sinngemäße Wiedergabe, sondern eine wörtliche Wiedergabe.

  22. Asphyx sprach

    Großer und guter Witz,
    den die Redaktion hier ausgegraben hat.

    Aber mal ehrlich: Wer liest denn den Kram vom Papst überhaupt? Ich gebe ehrlich zu: ich Nicht!

    Also nur die ganz krassen, supertollen, Katholiken. Die immer der Meinung waren, das ein Papst nicht irren kann.

    Aber Pater Rolf Hermann Lingen hat bereits den Nachweis erbracht, das dies dennoch möglich ist. Was aus eurer Bemerkung, das der Gott der Kirche der wirklich Böse ist, der Wahrheit entspricht!

    Gesagt habe ich so was auch schon - öfters - in diversen Foren. Dennoch glaube ich an das, was den eigentlichen Christen ausmacht - und nicht an den Müll der RKK.

    Ok, der Papst ist aufgewacht! Jetzt können die Sedisvakantisten wenigstens nicht mehr behaupten, das er eine Inkarnation des Bösen ist. Dumm gelaufen - und wenn sich der Papst geirrt hat - o weh, o weh!

    MfG

  23. Peterle sprach

    OK ich gebs zu im Original ist das Statement noch krasser als die Sinngemässe Wiedergabe welche fälschlicherweise als Zitat aufgefasst werden kann. :D

    Original:
    wenn (denk nach, sei kritisch, nimm dein schicksal in die hand) dann garantiert mordundtotschlag weil du zu dumm bist und nur von DJ Gott & MC Benedikt Seelenheil kriegen kannst.

    Tagesschau:
    wegen (atheismus des 19ten und 20sten jh) mordundtotschlag.

  24. Gedankenverbrecher sprach

    Wer oder was hat uns denn verändert?

    Um die Antwort auf diese berechtigte und höchst interessante Frage zu bekommen, müssen wir an den Punkt zurückgehen, an dem der Mensch laut Bibel angeblich erschaffen worden ist. Wenn man sich die alten Kulturen auf dieser Welt so betrachtet, was haben Sie denn alle gemeinsam? – Götter haben sie!
    Und diese Götter sind stets organisiert in Familien, da herrscht immer Zucht und Ordnung und eine strenge Hierarchie.
    Und weiterhin gibt es wichtige und weniger wichtige Götter und immer einen allerwichtigsten – das Oberhaupt.
    Bei den Germanen war dies Wotan (auch Odin genannt), bei den Römern war es Jupiter, bei den Griechen
    war es Zeus usw. Und es gab stets göttliche Wohnstätten, wie zum Beispiel die Walhalla bei den Germanen oder der Olymp bei den Griechen. Eine weitere Besonderheit in Bezug auf die Götter der alten Kulturen stellte die Zahl „12“ dar. Die Gesamtanzahl der Götter eines Volkes oder einer Kultur nennt man „Pantheon“. Aus diesem Pantheon
    gab es 12 Götter (oder Göttinnen), die dem „inneren Kreis“ angehörten, und die somit besondere Macht und
    Wichtigkeit hatten. So durften zum Beispiel im griechischen Olymp nur 12 Götter (oder Göttinnen) vertreten sein,
    nicht mehr und nicht weniger. Betrachtet man sich die Götterwelten der einzelnen Kulturen, so stellt man unzweifelhaft
    fest, dass die Strukturen eine ungeheure Ähnlichkeit aufweisen, lediglich die Namen der Götter und Göttinnen
    sind verschieden. Und nicht nur die Strukturen sind ähnlich, auch die jeweilige Familiengeschichte der Götterclans
    ähnelt sich sehr. Da gab es stets Krawall, Streit und auch Krieg unter den einzelnen Familienmitgliedern,
    aber auch dramatische und höchst unmoralische Liebesbeziehungen und sexuelle Ausschweifungen. „Sie trieben
    es wie die alten Götter!“ – ist doch ein bekannter Ausspruch unserer Zeit. Auch scheuten es die Götter nicht, sich
    mit Sterblichen (Menschen) zu paaren, das jeweilige Produkt war dann eben ein Halbgott – und derer gab es, laut
    den Mythologien, viele.

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