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20. November 2007

Bei Greenpeace geht das Licht aus

von @ 12:53. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Medienmanipulation, Blogosphäre, Klimaschutz

Egal was man von den Theorien zum Klimawandel hält, in jedem Fall ist Klimaschutz Big Business. Zukünftig werden Juristen im Einzelfall definieren, welches Unternehmen ein Klimaschwein ist. Seitdem US-Juristen entdeckt haben, dass Klimaschutz ein besseres Instrument zur Marktabschottung und zur juristischen Abzocke ist, findet sogar George W. Bush Klimaschutz prima. Klimaschweine wie Exxon geben deshalb eine Menge Geld dafür aus, sich im Propaganda-Kampf darum, wer als Klimaschwein definiert oder nicht definiert wird, gut zu positionieren.

Nachdem die Lobbyorganisation Greenpeace in Kooperation mit Lidl den letzten Rest vom knappen Kapital Glaubwürdigkeit verspielt hat, möchte Greenpeace nun ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Wie Scherzblogger Stefan Niggemeier, der jüngst schon mal durch das Auseinandernehmen des Hetzblogs Politically Incorrect sehr positiv aufgefallen ist, heute anlässlich der Beendigung seines Spenden-Abos mitteilte, ruft Greenpeace für den 8. Dezember 20 Uhr gemeinsam mit dem Springerblatt Bild, der Umweltorganisation BUND, dem Propaganda-Sender ProSieben, dem Internet-Gigant Google und dem vom Bilderberger Prinz Bernhard gegründeten WWF-Verein dazu auf, das Licht auszuschalten. Jörg Friedrich stellt die Frage, ob diese Aktion gut ist und kommt zu dem Schluss, dass sie eher Symbolcharakter hat und kaum Energie einspart.

Das ist jedoch noch viel zu kurz gegriffen, denn tatsächlich ist der Schwindel noch viel größer, da die in Deutschland eingesetzten Kraftwerke einen schnellen Lastwechsel nicht einmal theoretisch fahren können. Mal angenommen, es würden sich wirklich viele Menschen an der Aktion beteiligen und das würde einen nennenswerten Effekt auf die zwischen 20:00h und 20:05h abgenommene Strommenge haben, dann werden die Kraftwerke am 8. Dezember zwischen 20:00h und 20:05h trotzdem mit genau der gleichen Leistung weiterfahren und die Kraftwerksleitstände obendrein vor dem Problem stehen, dass sie die Kraftwerke gegen den Wegfall von Verbrauchern absichern müssen.

Mein Parteibuch meint dazu, ein Kraftwerk vom Netz zu nehmen und Reserveaggregate zur Notkühlung anzuwerfen, verschwendet zwar eine Menge Energie, aber das sollte es schon wert sein, wenn dadurch bei der Bevölkerung Akzeptanz für das Milliardengeschäft Klimaschutz, äh, das wichtige Ziel des Energiesparens, hergestellt werden kann. Mein Parteibuch gratuliert Stefan Niggemeier zu der weisen Entscheidung und Greenpeace zur erfolgreichen Teilnahme an einer wichtigen Aktion der psychologischen Kriegsführung in Deutschland. Der letzte macht dann bitte das Licht aus.

Update 06.12.2007: So allmähich scheint sich das rumzusprechen, dass ein plötzlicher Lastwechsel im Stromnetz lustige Nebenwirkungen haben könnte. Jetzt haben das sogar die Intelligenzbolzen von der Welt schon mitbekommen.

13 Kommentare zum Beitrag “Bei Greenpeace geht das Licht aus”

  1. Licht aus! sprach

    […] CIO-Weblog, teezeh, Große Worte, Stefan Niggemeier, Planet-Punk, XXL-Killababe, ef-online, Mein Parteibuch, Die Straßen Von Berlin, … [Liste wird […]

  2. bitter_twisted sprach

    In den 70er Jahren wurden Wolkenkratzer ohne Lichtschalter gebaut weil durch nachts das Licht auschalten weniger an Energie gespart wird wie durch mehr Wartung ausgegeben wird.

    Eine Neonröhre einmal aus und anschalten heißt das mehr in Blindstrohm verlohren geht als die Röhre in einer Stunde verbraucht. Bei einer Glühbirne wären es mehr als 10 Minuten, in beiden Fällen verursacht das Schalten viel mehr Verschleiß als wenn die Lampen immer anbleiben.

  3. Rolf Schälike sprach

    Massenaktionen wie die Sobbotniks haben nicht zu sauberen Straßen, Plätzen und Betrieben geführt. Die Solidaritätspenden bei den DDR-Gewerkschaften FDGB zur Unterstüptzung der streikenden Arbeiter in der BRD haben zum Zusammenbruch der DDR beigetragen. Die Spenden hatten einen anderen Zweck. Über deren Verbrauch gab es keine Rechenschaft. Wer Offenlegung und Rechenschaft verlangte, wurde schnell zum Staatsfeind definiert.

    Schalter aus, Schalter ein ist ein Spiel, passt gut in die Konsumgesellschaft. Der Wunsch nach mehr Eenrgieverbrauch, bewusst oder unbewusst, verstärkt sich lediglich.

  4. Moritz2 sprach

    Die einträglichen Geschäfte von Greenpeace mit der Umwelt und Konzernen.

    Greenpeace ist bereits seit Jahren zu einer reinen Werbeveranstaltung für sich verkommen.
    Ausgerechnet eine Zusammenarbeit mit „LIDL“. Hier zeigt sich die Verlogenheit dieser Organisation. Es ist bekannt, dass LIDL- Mitarbeitern zum Teil Hungerlöhne gezahlt werden, Gewerkschaften oder Betriebsräte sind gefürchtet wie der Teufel. Ein Unternehmen, das auf Kosten der Mitarbeiter Kasse macht. Ausgerechnet Greenpeace biedert sich diesem Konzern an.

    Hier zeigt sich, dass der Organisation ziemlich egal ist, unter welchen Bedingungen Mitarbeiter ausgebeutet werden. Hauptsache die Kasse klingelt für beide Wirtschaftsunternehmen.

    Nicht anders ist es bei zahlreichen Aktionen. Da werden süße Robbenbabys als Werbung angeführt um Mitleid zu erregen, während in vielen Bauernhöfen Kühe und andere Tiere unter erbärmlichen Zuständen leiden müssen.

    In dunklen Ställen oft noch angekettet wird das Letzte aus ihnen raus geholt. Bringen sie nicht mehr die geforderte Leistung, werden sie zum Schlachten durch ganz Europa gekarrt, oft ohne Wasser und unter qualvoller Enge. Ca. 20 % überleben diese Transporte nicht.

    Riesen Flächen werden durch Fäkalien gemischt mit allerlei chemischen Zusätzen verunreinigt und die Umwelt verpestet. Es kam auch vor, dass selbst zerstückelte Kälber mit ausgebracht wurden. Ein toller Umweltschutz !!!

    Bei der Verhinderung der Tötung von Waalen ist Greenpeace mit dutzenden Fernsehteams dabei. Da ist etwas los. Filmbeiträge der mutigen Helden für die „Eigenwerbung“.

    Die früheren Ideale bei Greenpeace sind mittlerweile zu einer „Werbefirma“ verkommen.

    Die Würde der Tiere, aber auch soziale Mindeststandards für die zahlreichen Verkäuferinnen stören für eine Werbung.

    Man trifft sich bei „Empfängen“ mit Politikern die man früher kritisierte. Überall sorgen sie Werbewirksam dafür, dass sie im Mittelpunkt der Fernsehkameras stehen.

    Scientology lässt grüßen, die sind kaum anders.

    Von mir bekommen diese heuchlerischen Organisationen nicht einen Cent.

  5. LOl sprach

    Dass Greenpeace der “Umweltschutz” nicht wirklich am Herzen liegt, ist doch nun weissgott keine neue und überraschende Erkenntnis.
    Spätestens seit Brent Spar ist doch hinlänglich bekannt, wie sich Greenpeace die Welt zurechtlügt, damit sie in ihre Markenstrategie passt.

  6. Man of the World sprach

    Ich bin für Umweltschutz, aber gegen Ökologismus. Das bedeutet: Natürlich bin ich für den Klimaschutz, nur wie kann erreicht werden? Durch weniger CO2? Die Welt ist ein bisschen komplexer.

    Vielleicht könnte man sich mal darauf verständigen, dass man die Umwelt nicht mit Giften verpestet. CO2 ist aber kein Gift, sondern eine Pflanzennahrung.

    Zu Greenpeace kann ich nur sagen - diese Welt funktioniert glaube ich so, dass es einige gute Organisationen gibt (z.B. Greenpeace) und dann gibt es natürlich auch noch böse Regierungen (z.B. die US-Regierung, die den Irak angegriffen hat). Aber letztlich arbeiten gute und böse Einrichtungen effektiv zusammen - zulasten von Milliarden Menschen und zu Gunsten einer kleinen Clique von Superreichen.

    Also ich glaube, dass es letztlich nur um Bereicherung geht. Klimaschutz lässt sich als sehr gut verkaufen, man schaue nur beispielsweise bei Osram auf die Webpräsenz. Die empfehlen den Erwerb von Energiesparlampen. Es lohnt sich halt einfach, Klimaschutz ist gut für das Geschäft. Genauso wie die Angst vor dem Terrorismus sehr gut ist für die Sicherheitsindustrie (elektronischer Reisepass, Fingerabdrücke im Pass, Überwachungskameras). Mit Angst lässt sich Geld verdienen, das ist klar.

    Hier nochmal ein kleines Beispiel: Es gibt Leuchtstoffröhren (die so genannte Neonröhre, die jedoch eigentlich gar kein Neon enthält, aber so genannt wird) mit nur sehr geringem Quecksilbergehalt. Das gefällt unseren Diktatoren gut, wenn wenig Quecksilber enthalten ist, denn die Umwelt muss ja geschützt werden. Aber ich habe so die Theorie, dass die Lebensdauer dieser Lampen dadurch sehr reduziert werden kann. Also auch das ist vielleicht wieder gut fürs Geschäft, ich weiß es nicht, ist nur so eine Vermutung von mir.

    Die Bürger müssen aufpassen, dass sie nicht durch den Klimaschutz abgezockt werden. Aber genau das ist zu befürchten, wenn vielleicht irgendwann der Zertifikatehandel für jeden privaten Haushalt beginnen sollte. Denn dann wird niemals entstandenes CO2 auch noch zu Geld gemacht.

  7. Schaltet alle das Licht aus!!!? | TheRedRose Blog sprach

    […] http://jetzt.su...anzeigen/358858 http://www.mein...-das-licht-aus/ […]

  8. Aaron Steiner sprach

    Greenpeace nieder zu machen halte ich für unangemessen. Die bewegen was und schärfen die Sinne der BürgerInnen für den Umwelt- und Tierschutz. Kritik ist jedem überlassen, aber eines ist doch klar: Das Positive an der Arbeit dieser Organisation überwiegt deutlich. Es ist gut, dass es Greenpeace gibt. Ist meine persönliche Ansicht.

  9. Moritz2 sprach

    Greenpeace

    Die bewegen was und schärfen die Sinne der BürgerInnen für den Umwelt- und Tierschutz. Kritik ist jedem überlassen, aber eines ist doch klar: Das Positive an der Arbeit dieser Organisation überwiegt deutlich. Es ist gut, dass es Greenpeace gibt.

    Es darf herzlich gelacht werden!!

    Nur für das Fernsehen und Medien werden spektakuläre “Schows” veranstaltet in der Hoffnung, dass der Spendenbeutel eifrig klingelt.

    Würde mich nicht wundern wenn bei auch einer scharfen Kontrolle der Spendengelder hier einige stinkende Fische auftauchen.

    Weshalb gibt es keine Rechenschaftsberichte die für jeden Bürger im Internet abgerufen werden?

    Wer bezahlt die vielen hautpamtlichen Büros und Mitarbeiter, welche Firmen und Medien sponsern diese Organisaton?

    Wozu derartige Heimlichkeiten führen können, zeigte sich schon bei manch Organisation, die
    jede Kririk ablehnte.

    Erst bei näherer Untersuchung war nicht mehr von den huldvollen Aktionen zu sehen. Spenden wurden gehortet,angeblich bezahlte Mitarbeiter gab es gar nicht usw.

    Also für die Bürger und Spender endlich mal
    klare Sachen. Raus mit Zahlen und Fakten.

  10. Aaron Steiner sprach

    Du Bist ein armseliger Hobby-Anarchist. Alles schlecht machen, bloß keine Verdienste Anderer anerkennen. Würdest Du im Winter, bei eisiger Kälte und Windstärke 7 in einem Schlauchboot vor einen Walfänger fahren, um diesen bei der Arbeit zu stören?

    Ohne die aggressive Öffentlichkeitsarbeit von Greenpeace würden nicht so viele Spender aufmerksam werden. Und ohne Geld kann man nur sehr wenig bis gar nichts ausrichten.

    Noch eine persönliche Frage: Was hast Du bisher bewegt, um die Welt ein bisschen besser zu machen? Welche Opfer hast Du gebracht?

  11. Redaktion sprach

    @Aaron
    Vielen Dank für Deinen wohldurchdachten Beitrag. Greenpeace war mal ein Verein, der vernünftige Sachen gemacht hat wie Walfänger stören. Inzwischen ist Greenpeace eine von der Bild-Zeitung unterstützte Organisation, die mit Unfug wie Licht ausmachen auf sich aufmerksam macht.

  12. Moritz2 sprach

    Dem Kommentar der Redaktion kann ich mich voll anschließen.
    Wieder wird den Fragen zu den Sponsoren und Spendern ausgewichen !!!
    Es ist doch wohl keine Schande von Euch zu verlangen, außer der Bidzeitung weitere Sponsoren zu veröffentlichen.

    Weshalb reagiert Ihr gezeizt, wenn man Euch danach fragt?
    Jeder Verein muss seine Kassenbücher und Spender auf den Tisch legen.
    Eure Reaktion lässt ahnen, dass es vermutlich auch bei Euch im Keller gewaltig stinkt !!!

    Aktonen sind eine gute Sache, wenn auch die Kasenbücher offen gelegt werden.
    Die Spender haben hierzu ein Recht und auf dieses bestehe ich.

  13. Aaron Steiner sprach

    Lieber “Moritz2″, ich bin NICHT Mitglied von Greenpeace. Ganz sicher. Diese Organisation ist auch nicht perfekt und GP macht auch nicht alles richtig. GP macht auch Fehler. Klar.

    Kein Mensch, keine Partei und keine Organisation etc. ist unfehlbar. Für mich zählt nur: Wer die Klappe aufreißt, muss auch was bewegen - darf aber auch Fehler machen. Und Greenpeace bewegt. GP hilft bei der Veränderung der Welt. Das Negative herauszustellen ist kontraproduktiv, weil die Positiven überwiegen.

    Natürlich kommt auch mir das Kotzen, wenn GP mit den Medienfaschisten der Springer AG zusammenarbeitet. Bono und Geldof tun es auch. Das Leben besteht aus vielen Kompromissen. Wenn es der Sache, den Menschen und der Umwelt dient, sollte man auch schmerzhafte Kompromisse eingehen können. Greenpeace tut es. Geldof und Bono auch.

    Du reitest so leidenschaftlich auf den ungenannten Spendern und nicht veröffentlichten Kassenbüchern herum. Ist Dir klar, dass viele Großspender wegbrechen würden, wenn deren Namen durch die Medien gingen? Es sind leise Krieger, die der Sache dienen. Mich interessiert nicht, woher das Geld für eine gute Sache kommt.

    Wir sind im Krieg: Eine weltweit korrupte Politik und ihre Lobbyisten aus Industrie und Wirtschaft lenken die Geschicke der Weltbevölkerung für ihre persönlichen Zwecke.

    Würde es der Sache dienen, wenn die leisen Krieger und Partisanen öffentlich wären?

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