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21. Oktober 2007

Neue Linke - sponsored by CIA’s Ford Foundation?

von @ 0:30. abgelegt unter Deutschland, Politik, Terrorismus, CIA, T.I.N.A.

Der Sammelbegriff “Neue Linke” mag manch einen an den Begriff von “New Labour” erinnern, mit dem “Teflon-Tony” es auf der britischen Insel möglich machte, mit der Labour-Partei erst reihenweise Wahlen zu gewinnen und sie dann mit plumpen Lügen an der Seite von Folterstaaten in entsetzliche Eroberungskriege zu führen. Zwischenzeitlich wirft der nächsten Dienstag am LG Berlin stattfindende Prozess von Said Dudin gegen Jürgen Cain Külbel seinen langen Schatten voraus. Dabei wurde im konservativen R-Archiv unter http://www.r-archiv.de/article2933.html bereits jetzt schemenhaft der Verdacht einer Verbindung deutlich, der, wenn der Verdacht zutrifft, den Schluss zulässt, dass sich hinter den der neuen Linken in Deutschland zuzurechnenden Personengruppen nichts besseres als hinter New Labour verbirgt.

Ewald T. Riethmüller schreibt im R-Archiv:

Said Dudin hat einige Bücher geschrieben – welche alle noch nicht — veröffentlicht wurden - aber - bereits öffentlich angeboten werden - als wären es existente Bücher. (Dieser Vorgang ist so ungewöhnlich, dass er erwähnt werden sollte.) Nach meinen Informationen wurden alle seine Buchprojekte von einer US- Stiftung gefördert – in welcher Form auch immer. Dies mag bei einem Buchprojekt – welches nicht mit einer Veröffentlichung endet – unkritisch gesehen werden – wiederholen sich solche geförderten Buchprojekte – so drängt sich ein bestimmter Verdacht auf – den ich Journalisten aus dem ND- Bereich nicht erklären muss.

Eine Spur zum ND ist nun wahrlich nichts besonderes und sicherlich sind Spuren zum ND im publizistischen Bereich, wo es um die Sicherheitspolitik in der großen Welt geht, nahezu überall vorhanden. In einem netten Telepolis-Artikel von Jürgen Roth aus dem Dezember 2006 mit Titel “Deutsche Künstler und Journalisten als “IM” der USA?” wird beispielsweise eine mögliche Verbindung des Verlags Kiepenheuer & Witsch zur CIA ganz offen thematisiert.

Sicherlich ist das nicht anstößig, denn schließlich haben freie deutsche Bürger das Recht dazu, Medienerzeugnisse zu lesen, die ihnen vom Pentagon nahegebracht werden. Und schließlich interessiert das auch niemanden. Es fragt ja schließlich auch niemand danach, was Reinhard Mohn bei seinem Aufenthalt in einem Offizierslager im US-amerikanischen Bundesstaat so genau gemacht hat, bevor seine Drückerkolonnen die Bertelsmann AG nach seiner Rückkehr zum größten Medienkonzern Deutschlands gemacht haben. Ob jemand an die Mondlandung glaubt oder nicht, darf schließlich jeder selbst entscheiden.

In dem Artikel des R-Archivs wird allerdings auch noch ein Leserbrief eines Wilfried Bachmann wie folgt zitiert:

„……. die von Ihnen beschriebene Förderung des Herrn Dudin durch die Ford Foundation beschränkt sich keineswegs auf einen Mann über den Stefan Aust schreibt, dass er die erste Generation der RAF- Terrorristen nach Jordanien verbracht habe. (Herr Dudin hat dieser Behauptung von Aust nie widersprochen.) ……..

……Die Ford Foundation förderte in der Bundesrepublik Netzwerke der so genannten „Neuen Linken“……..“

Wenn das stimmen sollte, dann wäre das allerdings ein heftiger Vorwurf in Richtung USA, denn wie die Ford Foundation mit der CIA kooperiert, hat James Petras bereits im Jahre 2001 in einem Artikel ausführlich dargelegt. Wenn man sich dazu noch das Bild anschaut, das die sogenannte “Neue Linke” in Deutschland abgibt, dann würde diese Förderung von linken Gruppen nicht nur eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Deutschlands bedeuten, sondern auch auf eine - wie der Autor des R-Archivs es ausdrückt - “dubiose Förderung antidemokratischer Kräfte durch eine US- Stiftung, welche sich nicht gerade CIA- Feindlichkeit nachsagen lassen muss” in der Bundesrepublik Deutschland hindeuten.

Sollte man davon ausgehen, dass da möglicherweise was dran sein könnte, dann müsste man sich natürlich auch über die Frage Gedanken machen, warum das so sein könnte. Ein Hinweis auf eine mögliche Antwort könnte dabei sein, dass inzwischen in der NATO mit Gladio auch die Strategie der Spannung aufgeflogen ist, derzufolge westliche Geheimdienste durch das Schüren sinnloser Gewalt in Italien und Belgien mit Terroranschlägen künstlich Spannungen verursachen sollten, um der Bevölkerung Angst vor dem Kommunismus zu machen.

Natürlich gibt es in der Bundesrepublik Deutschland da keine Hinweise für, wenn man mal davon absieht, dass erste Bomben und mindestens eine Waffe für die RAF-Vorläufer des 68er-Widerstands vom Geheimdienstmann Peter Urbach gekommen ist. Im Prozess Said Dudin gegen Jürgen Cain Külbel wird nun am kommenden Dienstag womöglich noch davon die Rede sein, ob Said Dudin eine Rolle in der Geschichte der RAF spielte und falls ja, welche.

Neugirig dürfen Prozessbeobachter sein, ob Wolfgang Kraushaar und Stefan Aust, Chefredakteur beim Spiegel, der der Bertelsmann AG über die Tochter Gruner und Jahr indirekt zu 25,5% gehört, über eine frühe Reise der RAF in ein Ausbildungslager in Jordanien in seinem Standardwerk “Der Baader-Meinhof-Komplex” die Wahrheit geschrieben hat. Sollte sich im Prozess herausstellen, dass Stefan Aust in seinem Buch “Der Baader-Meinhof-Komplex” die Unwahrheit geschrieben hat, so darf man sicher schon jetzt gespannt sein, wie glaubwürdig dann zukünftig noch Stefan Aust’s These vom Selbstmord der RAF-Gefangenen in Stammheim sein wird.

Sollte von einem dieser wagen Verdachtsmomente auch nur ein Fünkchen zutreffen, müssten sich alle deutschen Regierungen der letzten 30 Jahre fragen lassen, ob sie eigentlich darüber Bescheid wussten, was in ihrem eigenen Land so vor sich geht. Auf die Antwort dürfte man dann sicher mehr als gespannt sein, denn sie könnte einem moralischen Staatsbankrott gleichkommen, wie er in Italien die regierende Democrazia Cristiana regelrecht zerrissen hat.

10 Kommentare zum Beitrag “Neue Linke - sponsored by CIA’s Ford Foundation?”

  1. Jürgen Cain Külbel sprach

    Said Dudin, der palästinensische Kommunist, gibt 1991 ein Buch heraus, das mit Mitteln der CIA-nahen Ford Foundation zustande kam.

    Sein Rechtsanwalt Dieter Elken, der in Köln und Heidelberg studierte, und fest davon überzeugt ist, dass Herr Dudin nicht für die CIA oder irgendeinen anderen westlichen Geheimdienst arbeitet(e), ist „Rat“ - nicht verwechseln mit Rat pack - für Brandenburg im Netzwerk Linke Opposition . Die Damen und Herren „schwimmen gegen den Strom“, nehmen sich die traditionelle deutsche Linke zur Brust und hüpfen momentan auf dem 2. Sozialforum in Deutschland in Cottbus herum, das vom 18. bis 21. Oktober 2007 tagt. Dieses Sozialforum in Deutschland, so die Selbstdarstellung, ist Teil des Weltsozialforums und arbeitet auf der Grundlage der Charta von Porto Alegre in Brasilien.

    Weltsozialforen werden jährlich seit 2001, in dem die Charta der Prinzipien von Pôrto Alegre zustande kam, ausgetragen. Erst das 4. Weltsozialforum in Mumbai/Indien, machte zumindest nach außen hin offiziell Schluss mit einem äußerst merkwürdigen Sponsoring: „Beeindruckend war, wie es in Indien erstmals gelungen ist, das Forum weitgehend ohne Beteiligung transnationaler Unternehmen zu organisieren. Fast alle Lebensmittel und Dienstleistungen kamen von lokalen Anbietern. Auch bei der Finanzierung blieb das Forum ziemlich konsequent. Zuschüsse von der Ford Foundation mussten draußen bleiben, genauso wie Entwicklungsgelder von Regierungen, die am Irakkrieg teilnehmen.

    So aber nicht an der University of Utah, Department of Economics. Das Department of Economics wird mit Mitteln der Ford Foundation bestückt; guckst du zum Beispiel hier: “The International Working Group on Gender, Macroeconomics and International Economics … Das Programm erhielt großzügige Unterstützung von der Ford Foundation, dem International Development Research Centre (IDRC)und den United Nations Department for Economic and Social Affairs, Division for the Advancement of Women, UNDP und UNIFEM. Veranstalter ist das Department of Economics der University of Utah.“

    Im Departement of Economics, wie gesagt, gesponsert von der Ford Foundation, findet sich auch die Mailinglist „Marxism - Activists and scholars in Marxist tradition“ betrieben. Guckst Du hier und hier und hier.

  2. mein-parteibuch.com » Wie die Tagesschau die Geschichte der RAF verdreht sprach

    […] noch unter Verschluss sind, leider weitgehend ausgelassen. Auch wurde auf die Frage, wer warum die Connection zur Ausbildung der RAF in arabischen Terrorcamps gemacht hat, wie sie am Dienstag beim Prozess Said Dudin ./. Jürgen Cain Külbel […]

  3. Rolf Schälike sprach

    Dass Geheimdienste sich Foren, Veranstaltungen, Kongressen, Welttreffen, Studienplätzen etc. bedienen ist nichts Neues.

    Es stellt sich immer wieder die Frage, wie weit der Einsatz der Geheimdiensttätigkeit effektiv ist, und sich nicht ins Gegenteil verkehrt. Den realen Sozialismus machten nicht vernachlässigbar die sozialistischen Geheimdienstse kaputt. Ohje dem KGB und hne der Stasis hötte es wiederum keinen realen Sozialismus gegeben. DaDeutschland Heutegenau so. Sind die Geheimdienste unabdinglich, soe ist das ein zeichen für den absehbaren krach des gesamten Systems.

    Gehen wir davon aus, dass überall die Geheimdienste ihre Hände im Spiel haben, dann haben wir das Stasi-Syndrom, eine Art Selbstszensur bzw. Vollbeschäftigung nur noch mit den Geheimdiensten.

    Der effektivste Widerstand gegen die Stasi in der DDR war, diese einfach als nicht existent zu betrachten.

    Bei zu viel Geheimdiensten verlagern sich die Auseinandersetzungen auf Felder innerhald ber Geheimdienste. es gibt keinen Unterschied mehr zu zu den geheimdienstfreien Feldern. Es wird und ist nur wesentlich uneffektivwer wegen der Geheimistuerei und der Entfernung von der Rechtsstaatlichkeit.

    Diese Probleme haben wir aber auch außerhalb des Einflussbereiches der Geheimdiensten.

  4. ter sprach

    Wird Stefan Aust in dem vermutlich kommenden Hauptverfahren der Streit verkündet – so würde ein Urteil in Sachen „Dudin./. Külbel“ auch gegen ihn wirken.

    Ein Stefan Aust ist kein journalistisches Leichtgewicht.

    Den Hohn und den Spott – allein in den Reihen der SPIEGEL Mitarbeiter – den er ertragen muss – wenn ihm und/oder Cain Külbel die Behauptung bezüglich Said Dudin und der RAF untersagt wird – ist schon eine Berichterstattung über das Verfügungsverfahren wert.

    Die Aufdeckung der dubiosen Förderung – auf welche Art diese auch immer erfolgte – ist ein weiterer Höhepunkt in diesem Verfahren.

    Said Dudin rühmt sich die alleinige Wahrheit im Mordfall „Rafik Hariri“ zu kennen.

    Ich würde mich freuen, wenn er ein Buch über den Mordfall schreiben oder einen Artikel und die Wahrheit aufdecken würde.

  5. BlogSprache.de » 365 Tage / 21. Oktober der Tag der Sozialdemokratie…. sprach

    […] Frage: Darf eine Partei sowas? Das kennt man ja nichtmal von unserer Autobahn-Herman-Partei der […]

  6. Sempralon sprach

    Es macht als Verbündeter (CIA) von Wolfgang Schäuble sinn, dessen “Reformpläne” in Hinsicht auf das neue BKA-Gesetz zu stärken …
    Die Tür schwingt allerdings nach beiden Seiten, der Wolfgang hat dies aber noch nicht so recht begriffen, wie das gemeint ist … natürlich ist es herrlich eine dem Innnenministerium unterstellte schlagkräftige Truppe zu haben, um dem treiben des natürlichen Feinden des Bundestages, dem Bundestag und auch der vielen unzufriedenen “Gefährder” (z.B. Andersdenkende und Grundgesetzverteidiger) bzw. “Terroristen” (z.B. GDL-Angehörige) in diesem Lande einhalt gebieten kann und dann auch muss !

    Denn wie hieß es in einer alten Pirelli Reifenwerbung:
    “Power is nothing without Control !”

    Es ist allerdings das gleiche was Schäubles Mannen mit ihren V-Männern in der Rechten Szene gemacht haben (bis hin zum Reden schreiben und zu den exekutiven Planungen, da der Geist der Mitglieder nicht ausreichend war, wir erinnern uns ?), diese zu Unterwanderen und auf Handlungen zu drillen, damit Repressionsgesetze, auch gegen das Grundgesetz, eingesetzt (auf Zeit nach dem 9/11) und langfristig als feste Gesetze, nach einer kleinen Grundgesetzänderung (die alle Bundesbürger zu “Gefährdern” mutieren lässt, da Unschuld nur eine Vermutung ist und die Schuld nur noch nachgewiesen werden muss), als Recht der Staatsführung zu implementieren.
    Das “die neue Linke” nun Unterwandert werden muss ist lediglich eine logische Konsequenz, denn dort formiert sich eine neue Gefahr … als im September die Demo gegen die Vorratsdatenspeicherung lief, hatte sich der sogenannte “Schwarze Block” zurückgezogen, eine taktisch kluge Entscheidung und noch nicht “Fremdgesteuert”, denn ein Bleiben hätte nur den V-Männern der Innenpolitik und auch der auf Krawall getrimmten Polizei viel “Futter” gegeben.

    Wie dem auch sei … “wir” müssen Wachsam sein, damit der Terror des “Inneren” uns nicht, im Namen des anscheinenden Terrors, die eigene Freiheit nimmt.

  7. mein-parteibuch.com » A, Ba, Bu und raus bist du - Stefan Aust muss gehen sprach

    […] Parteibuch hingegen bedauert den Rauswurf, weil es so viel weniger Spaß macht, sich mit dem Themenkomplex der Zusammenhänge zwischen der “neuen Linken“, der Ford Foundation und der CIA zu beschäftigen und […]

  8. mein-parteibuch.com » Voltairenet berichtet über die Inhaftierung von Jürgen Cain Külbel sprach

    […] eine Tarnorganisation der CIA ist, soll nicht verbreitet werden. Das alles ist sicherlich falsch, schlimm und gefährlich. Und es ist auch nicht rechtens. In den USA ist es übrigens, obwohl das hier natürlich […]

  9. mein-parteibuch.com » Über die Unterwanderung alternativer Medien sprach

    […] Linke” zur Verhinderung einer vereinigten Linken unter der Führung der Linkspartei unterstützt hat, aufgeflogen sind, müsste man da was finden, vorausgesetzt natürlich, es wurde […]

  10. mein-parteibuch.com » Kritischer Jounalismus von netzwerk recherche bei Zapp sprach

    […] Aust, Terrorexperte mit fragwürdigen Kenntnissen und Ex-Chef vom Spiegel, hat im Cicero ein lesenswertes Interview von sich gegeben, mit dem zwar […]

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