Am 20. Juli 1944 hat Claus Schenk Graf von Stauffenberg versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe umzubringen, um in der Operation Walküre einen gewaltsamen Machtwechsel herbeizuführen und den Krieg zu beenden. Obwohl das Attentat ebenso wie die darauffolgende Operation Walküre gescheitert sind, wird Claus Graf von Stauffenberg, der noch in der Nacht des Scheiterns erschossen wurde, in Deutschland als Held verehrt, der unter Einsatz seines Lebens versucht hat, das Naziregime in Deutschland von innen zu beseitigen. Das Verhältnis der Allierten zum deutschen Widerstand bleibt in den meisten Geschichtsbüchern leider recht dunkel.
Jüngst hat die Verfilmung des 20. Juli 1944 mit dem Star von Scientology Tom Cruise in der Hauptrolle Stauffenberg für nette Scherze, wütende Proteste oder auch für sicher freudige Gesichter in Medien und Politik gesorgt, ob es einer Sekte wie Scientology erlaubt sein soll, die Operation Valkyre an den der Bundeswehr gehörenden historischen Originalschauplätzen in Berlin abzudrehen und für ihre Zwecke zu vereinnahmen. Mein Parteibuch ist das Drehbuch des Filmes unbekannt.
Der Historiker Wolfgang Eggert hat sich jüngst auch mit dem Thema Stauffenberg befasst. Was er dazu im Artikel “Imperialistische “Befreier”” schreibt, ist brisant und, gleichgültig, ob Wolfgang Eggert von einer Internetpostille schon mal in die Ecke von La Roche gestellt wurde, durchaus lesenswert.
Anhand zahlreicher Quellen belegt Wolfgang Eggert in seinem Artikel, dass die Alliierten den deutschen Widerstand gegen den Meth-Junkie Adolf Hitler regelrecht sabotiert haben, um den Krieg andauern zu lassen, bis die siegreichen Armeen Stalins, Churchills und Roosevelts ihre längst untereinander abgesteckten „Claims“ besetzt hatten. Die Folgen der verlängerten Naziherrschaft beschreibt Wolfgang Eggert so:
“Zwischen dem 20. Juli 1944 und dem 8. Mai 1945 ließen allein auf dem heißumkämpften europäischen Kriegsschauplatz 10 Millionen Menschen ihr Leben: Soldaten und Zivilisten, nicht nur Deutsche, sondern auch Russen, Franzosen, Engländer und Amerikaner, mehr als in den gesamten vorangegangenen fünf Jahren dieses schlimmsten Konflikts der menschlichen Geschichte.”
Man sollte sicher nicht überrascht sein, wenn die Frage einer Mitschuld der Alliierten an zehn Millionen Toten durch vorsätzliche Sabotage im Scientology-Film Operation Valkyre thematisiert wird.
Nachtrag 16.10.2007: Der Autor des verlinkten Beitrages zu Stauffenberg, Wofgang Eggert hat sich bei der Parteibuch-Redaktion gemeldet, erklärt, dass der verlinkte Artikel zu Stauffenberg schon etwas in die Jahre gekommen sei und verweist darauf, dass inzwischen eine überarbeitete, verbesserte, erweiterte und polierte neue Version des Artikels zu Stauffenberg verfügbar sei. Da stehe auch drin, dass die Widerstandsgruppe um Stauffenberg bis nach links hinreiche, wodurch der LAL-Kommentar sich halbwegs erübrige.
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Sie offenbare wieder einmal klägliche Geschichtskenntnisse.
Sie sollten froh darüber sein, dass Stauffenberg und seine Kumpanen nicht zum Zuge gekommen sind, denn die Folge wäre keinesfalls eine Befreiung der Deutschen gewesen.
Stauffenberg war eben kein Demokrat, wie uns immer wieder dummerhaft suggeriert werden soll.
Ganz im Gegenteil standen Stauffenberg und seine Offiziersclique in bester anitdemokraticher und feudaler Tradition der alten Junker, einen neuen demokratischen Staat hätte man mit diesen Leuten nicht machen können.
@LOL
Dass Stauffenberg ein Demokrat war, wird hier gar nicht behauptet. Hier wird die Frage aufgeworfen, ob die Alliierten 10 Mio Tote hätten vermeiden können, wenn sie Stauffenberg und Konsorten trotzdem unterstützt hätten.
Was ist mit dem Warschauer Aufstand im August 1944?
Passt dieser in daa Schema der der Allierten-Politik, was das Ausbluten des Widerstandes betrifft?
Wer wollte wem schaden? Wessen Interessen führten zur Niederschlagung des Aufstrandes?
@Rolf
Im Gegensatz zum Aufstand im Warschauer Ghetto 1943 und zum Massaker von Katyn 1941 scheint der Warschauer Aufstand von 1944 im geschichtlichen Bewusstsein von Deutschland nahezu völlig zu fehlen.
Man darf gespannt sein, wie sich das geschichtliche Bewusstsein durch den internationalen Informationsaustausch der Menschen ändert.
[…] absurd, daß es selbst auf der äußersten Rechten kaum abgedruckt werden würde? Stimmt. Für die “gemäßigte” Linke reicht’s aber offenbar […]
Das auch von nicht-Deutschen damals wohl die ein oder andere “einsame Entscheidung” (z.B. Dresden, Hiroshima) getroffen worden sein dürfte, man das in der Geschichtsbildung aber üblicherweise nicht so vertieft, interessiert allenfalls, wenn man sich mit “Tendenzen zeitgenössischer Geschichtsschreibung im Allgemeinen” befasst.
Ein Filmemacher hat im übrigen keinen Grund, sich in einem Film über den Teufel auf Knecht Ruprecht zu konzentrieren.
Die damals wohl international stark verbreitete kulturelle Tendenz, einen solch pragmatischen Schachzug wie die Sprengung des Staatsoberhauptes bei der Kriegsführung aus Gründen der Ehre abzulehnen oder möglicherweise sogar zu sabotieren, würde die Kinobesucher heute wohl eher befremden als mitzureissen, wenn ich mir erlauben darf das so zu sagen..
Und wer da wen wann durch was gefördert hat und wie die Zusammenhänge denn eigentlich genau waren, ist kaum noch durchschaubar. Was im Nebel sichtbar bleibt, sind die Leuchttürme des Bösen: Hitler, Stalin usw.
[…] Bush in Auschwitz preiswert produzieren ließ. Und natürlich darf auch die Frage des Verrats von Stauffenberg durch die Allierten im deutschen Qualitätsjournalismus kein Thema sein. Schließlich interessieren beim […]
[…] Begriffen wie Operation Susannah oder USS Liberty zu googlen, sich näher mit dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat oder der Finanzierung des drogensüchtigen Verbrechers Adolf Hitler und seiner Anhänger zu […]
[…] auch: Stauffenberg verraten von Allierten? Bookmarken: [Trackback URI] […]
wollen das mal so hinnehmen .
aber hätte wenn und aber ist doch völlig wurst er hat es gewagt und gut.
aber das amerikaner ein kriegstreibende mistsau ist wissen wir doch alle,nicht nur im 2 ten sondern auch in vietnam.
wollten doch mensch und material dort testen,kam ja auch ein neuer hubschrauber raus und man siehe da wenn kennedy den krieg beendet hätte ,leider wurde er von der… ermordet hätte die rüstungsindustrie keine kohle verdient,also musste er weichen.aber man hät den adolf schon viel früher umlegen sollen.
@Heigo
Mit deinem Koordinatensystem stimmt was nicht. Als John F. Kennedy ermordet wurde, hatte der Vietnam-Krieg noch gar nicht begonnen.