Wie bei Marcel Bartels nachzulesen ist, hat die von Kölibri angekündigte Diskussion über “Möglichkeiten zum Aufbau einer Gegenöffentlichkeit” auf der gestrigen Veranstaltung von Albrecht Müller in Hamburg leider kaum stattgefunden.
Da das Thema, wie es gelingen kann, mit unabhängigen Medien, Bloggern und Bürgerjournalisten eine wirksame Gegenöffentlichkeit zur herrschenden Desinformation in den Massenmedien herzustellen, jedoch trotzdem viele Blogger und Bürgerjournalisten bewegt, soll nun versucht werden, die Diskussion online weiter voranzutreiben.
Bernd Müller von der Deutschland Debatte hat dazu heute mit dem Artikel “Aufbau einer “Gegenöffentlichkeit” I” eine Artikelserie zum Thema gestartet. Passenderweise ging es im ersten Artikel um die Ziele, die mit dem kritischen Bloggen, dem Aufbau von Gegenöffentlichkeit und der Artikelserie erreicht werden könnten. Mein Parteibuch möchte Leser und Bürgerjournalisten dazu aufrufen, sich an der Diskussion zum Aufbau einer Gegenöffentlichkeit in konstruktiver Form mit möglichst konkreten Vorschlägen zu beteiligen.
Diese Frage kann angeknüpft werden an die im Parteibuch schon einige Male andiskutierte Frage, wie die in Blogs bisher schon vorhandenen hervorragenden und kritischen Inhalte zu so ziemlich allen denkbaren politischen Fragestellungen mehr Menschen, die sich bisher ausschließlich durch die Massenmedien informieren lassen, zur Kenntnis gebracht werden können. Aus dieser Diskussion hat sich bisher der Parteibuch Ticker als Alternative zu den Nachrichtenagenturen der Massenmedien entwickelt, der zwar sicherlich noch stark verbesserungsfähig, aber immerhin schon etwas greifbares ist.
Damit das Rad nicht jedesmal neu erfunden werden muss, sollen hier im nachfolgenden einige Veröffentlichungen genannt werden, die dem einen oder anderen bei der Diskussion vielleicht dienlich sein können:
Warum Gegenöffentlichkeit:
Die Illusion der Pressefreiheit in Deutschland
Terrorstorm in Deutschland: Brandanschlag auf das Auto von Thomas Heinze
Zum Versagen der vierten Gewalt
Vom Einfluss politischer Blogs in Deutschland …
Zensur:
Verschwundene und wieder aufgetauchte Webseiten
Zensur im Deutschland des Jahres 2007
Die Illusion des deutschen Rechtsstaates
Copyright:
Die Ökonomie der Aufmerksamkeit wird alles verändern
Zensur durch Mißbrauch von Schutzrechten an geistigem Eigentum
Eine Welt ohne Urheberrecht - Krieg den Palästen, Friede den Künstlern!
Alternative Gedanken zum Copyright-System
Gegner einer demokratischen und pluralistischen Medienlandschaft:
Gekaufte Inhalte - Industrie finanziert journalistische Beiträge
Undercover - Der BND und die deutschen Journalisten
Kein “Klamauk” in der Tagesschau
Erwartete und zu überwindende Widerstände:
Deeskalationsstrategie mit Agent Provocateur
Ansätze zum Aufbau einer demokratischen und pluralistischen Gegenöffentlichkeit:
Keimzelle für eine demokratische und pluralistische Medienlandschaft
Backup verschwundener Webseiten im Tor-Netzwerk
Selbstverständlich sind alle diese Vorschläge offen für Ergänzungen. Vielleicht findet ja auch jemand die Zeit, die Vorschläge in ein Wiki zu bringen. Diskussionen und Weiterverbreitung der Gedanken ist natürlich erwünscht. Vielleicht beteiligen sich ja auch noch Albrecht Müller oder Wolfgang Lieb von den Nachdenkseiten an der Diskussion.
Herzlichen Willkommen ist natürlich jeder, der in irgendeiner Form beim Aufbau einer demokratischen und pluralistischen Medienlandschaft im Linux-Prinzip Mitmachen möchte. Es gibt keinen Chef, jeder und jede, der oder die dabei etwas zum Aufbau von Gegenöffentlichkeit macht, bestimmt selbst, was er oder sie macht, macht das eigenverantwortlich und hat die Rolle, die er oder sie tatsächlich ausfüllt.
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| Schwein gehabt |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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“Widerstand ist nicht zwecklos!”…
Als Voraussetzung müssen zwei Aspekte gelten: der weitgehende Verzicht auf informelle Hierarchien und der vollständige Zugang zu Informationen. Die sich heute bietenden publizistischen Möglichkeiten können in einem tatsächlich …
Warum eigentlich Gegenöffentlichkeit?
Das Vorhaben ist für etwas, nämlich für eine informierende und informierte Öffentlichkeit.
Dagegen sind die anderen, die sind schlicht und einfach für den von ihnen propagierten neoliberalen Unsinn oder den Sicherheitsstaat.
[…] ist eine Diskussion über Möglichkeiten zum Aufbau von Gegenöffentlichkeit angestoßen worden. Mein Parteibuch ist dem Gedanken einer möglichst weiten Verbreitung […]