Tagesschau.de berichtete gestern darüber, dass eine deutsche Frau mit Namen Bärbel G. seit gut fünf Jahren in der Frauenhaftanstalt Ma Askar Salam am Rande der Stadt Suleimanija im kurdischen Teil des Irak sitzt.
Ob Barbara Ali-Gottschling des Verbrechens, wegen dem sie einsitzt, tatsächlich schuldig ist, daran hat offenbar selbst der Richter, der sie wegen Mord an ihrem Mann zuerst zu lebenslanger Haft und dann zu zwanzig Jahren Haft verurteilte, Zweifel.
Während andere Frauen des Gefängnisses schnell freikommen, wenn ihre Familie ein Blutgeld an die Familie des Opfers zahlt, muss Barbara Ali-Gottschling, für die sich niemand einsetzt, dort die ausgesprochene Strafe absitzen, obgleich sie vermutlich längst nach Deutschland hätte überführt werden können.
Das passiert aber schon deshalb nicht, weil der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier genau wie sein Vorgänger Joschka Fischer so offensichtlich desinteressiert am Schicksal der im Irak inhaftierten Deutschen ist, dass sich sogar schon die Gefängnisdirektorin in Deutschland für ihre Gefangene Barbara Ali-Gottschling eingesetzt hat und ein Privatmann in Kurdistan sammelt, um Blutgeld für ihre Freilassung aufzutreiben.
So sieht also die Hilfe vom Auswärtigen Amt aus, die Deutsche erwarten können, wenn sie im Ausland in großer Not sind und kein Bärtiger im Namen der Taliban deutsche Redaktionsstuben aufscheucht.
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Kurzes Nachhaken:
In welchem Fall kann man Joschka Fischer ein Desinteresse an inhaftierten Deutschen im Irak vorwerfen? Konnte im Parteibuch-Wiki auch nichts dazu finden!
@2 Cent
In dem hier geschilderten Fall Barbara Ali-Gottschling.
*hand-an-kopf-hau*
Na klar, seit 5 Jahren geht der Fall ja auch schon!
Tja, die Frau war wohl mit einem irakischen Mann verheiratet und lebt im Irak. Das ist schon ein Unterschied zu deutschen Touristen oder Leuten, die kurzzeitig im Ausland arbeiten und dort “in Not” geraten. Finde ich jedenfalls.