Der Sachsen LB wurde gerade nach dem Verzocken von einigen Zig-Milliarden Euro am US-Immobilienmarkt mit einem Kredit von 17,3 Milliarden Euro durch andere Landesbanken und Sparkassen unter die Arme gegriffen, bevor sie kurz darauf für 300 Mio Euro in einem Notverkauf mit Rückgaberecht an die LBBW verscherbelt wurde. Mit der WestLB, der BayernLB und der IKB haben weitere mehr oder minder blonde Banker offenbar unter den Augen der deutschen Bankenaufsicht und der Aufsichtsgremien Zig Milliarden von deutschen Steuergeldern im globalen Casino verzockt.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Zur aktuellen Entwicklung gibt es nun einen Kommentar von Hans-Joachim Selenz:
Selenz` Kommentar 4. September 2007 www.hans-joachim-selenz.de
Wundertüten
Wer kennt sie noch, die Wundertüten? Geheimnisvolle Papiertüten mit immer gleichem Inhalt. Nämlich nichts. Zumindest nichts Wertvolles. Wenn man sie öffnete, fand man Plastikkrimskrams und Puffreis. Manchmal auch einen Ring aus Trompetengold mit einem bunten Glasstein. Uns Kinder störte das nicht. Denn schließlich hießen die Tüten ja Wundertüten. Irgendwann würde auch mal ein echter Ring dabei sein. Ganz sicher. Wir warteten geduldig auf das Wunder.
Mittlerweile gibt es die Wundertüten auch für Erwachsene. Sogar für Banker. Und das kam so: Wer die USA ein wenig kennt, weiß, dass die schon immer spekulative Immobilienszene in den letzten Jahren noch einmal gewaltig angeheizt wurde. An allen Ecken und Enden entstanden Wohnquartiere. Mit Tausenden und Abertausenden neuer Häuser. Doch auch arrivierte Wohnviertel erlebten vielerorts erstaunliche Aufschwünge. Fast wie im Märchen. Alte, durchaus vorzeigbare Häuser wichen neureichen Privatpalästen. Vielerorts entstanden Kopien französischer Schlösser und englischer Burgen. Zusammengenagelt aus Holz und Pappmasche, wie bei fast allen US-Bauten. Geld war leicht zu bekommen. Es wurde den Bauwilligen gleichsam hinterher geworfen. Ob sie die Kredite bedienen konnten oder nicht, spielte keine Rolle. Denn eines war klar: Die Neubauburg würde stets weit über den Baukosten wieder zu veräußern sein. Man war auf Wachstum eingestellt. Wachstum ohne Ende. Dem einen oder anderen Kreditgeber müssen trotzdem Bedenken gekommen sein. Was würde passieren, wenn das Wachstum einmal endet? Ein Großteil der Häusle- und Burgenbauer wäre dann wohl nie in der Lage, die Schulden zurückzuzahlen. Da war es allemal besser, die Lasten zu verteilen und die Problemkredite an-deren Banken weiter zu reichen. Natürlich nicht als Junk (Kredit-Müll), der sie eigentlich waren.Jetzt war Marketing gefragt. Eine geeignete Verpackung musste her. Eine Wundertüte gewissermaßen, in der man den Müll nicht als solchen erkannte. Zumindest nicht sofort. Man nannte die Müllkredite daher Sub-Prime und verteilte sie an zweit- und drittklassige Finanzjongleure weltweit. Denn eines weiß jeder Bankier: Prime-Rib ist vom Rind und sehr wohlschmeckend. In der Tüte mit den Sub-Prime-Krediten musste demnach so etwas wie Rumpsteak sein. Etwas zäher als Prime-Rib, aber durchaus genießbar. Dass sich in den Finanz-Wundertüten tatsächlich Gammelfleisch befand, merkten die Banker erst, als es anfing zu stinken. An den Neubauburgen nagte fortan nicht nur der Holzwurm, sondern auch der Wertverfall. Die Kreditkrise begann.
Abnehmer für den Müll in Wundertüten hatte man auch in der deutschen Provinz gefunden. Bei Bayern-, Sachsen- und WestLB. Da kannte man sich mit den USA und ihren Besonderheiten zwar nicht aus. Doch deutsche Landesbanken sind für Finanzabenteuer jeglicher Art stets bestens gerüstet. Denn wenn eine Wundertüte platzt, gibt es ja immer noch den Steuerzahler. Der zahlt!
Inzwischen entwickelt sich die Immobilienszene in den USA exakt so, wie von den heimischen Kreditgebern befürchtet. Erstmals seit 1950 beginnen die Preise zu fallen.. Dabei handelt es sich dem Vernehmen nach derzeit lediglich um kleinere Volumina. So stehen z. B. in Stockton, der Stadt mit der höchsten Zahl an Zwangsversteigerungen in den USA, lediglich 4 Prozent der Häuser zum Verkauf. Kenner der US-Immobilienszene vermuten indes ein Gesamtvolumen von bis zu 1000 Milliarden Dollar in den Wundertüten. Das ist - mit anderen Zahlen ausgedrückt - eine Million mal eine Million Dollar. Kein Wunder also, dass der Wert der Wundertüten sank.
Derweil gibt es harsche Kritik aus den eigenen Reihen. Deutsche Bank-Chef Ackermann bezichtigt seine Kollegen der Unfähigkeit. Sie hätten zudem dem Urteil der Ratingagenturen blind ver-traut. Im diskreten Bankgewerbe ein veritabeler Tabubruch. Die Kritik ist überdies schillernd. In mehrfacher Hinsicht. Bei der IKB spielte die Deutsche Bank, selbst ein zweifelhaftes Spiel, so Insider in der FAZ vom 20. 8. 2007. Als Treuhänder habe man Kreditportefeuilles an die IKB verkauft und verwaltet. Beim Heraufziehen der Krise sperrte man die Kreditlinie der IKB und meldete dies der Finanzaufsicht. Später griff man „an vorderster Front zu Ramschpreisen“ zu. „Treiber des schmutzigen Spiels“ seien Ackermanns Investmentbanker in London gewesen. Für die sei „Skrupel“ ein Fremdwort. Kein Wunder, wenn man mit solchen Wundertüten handelt.
Peine, den 4. September 2007 ©2007 gez.: Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz
Hoffentlich erinnert sich noch jemand an diese von der deutschen Elite verantworteten Milliardenschäden, wenn demnächst mal wieder jemand auf Sozialleistungsempfänger schimpft, die angeblich 100 oder 1000 Euro zuviel kassieren.
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Der kleine deutsche Untertan ist gut beraten, wenn er sich Silber oder Gold kauft und daheim versteckt. Die nächste Weltwirtschaftskrise kann jederzeit da sein. Die Bankenkrise war so eine kleine Vorwarnung.
Genugtuung empfindet man trotz der vergeudeten Kapazitäten.
Deutsche “Provinz-Möchtegern-Provinrspekulanten” wurden auf dem internationelen Finanzparkett angezockt wie kleine dumme Schuljungen beim ersten Mau- Mau- Spiel.
Ob´s vielleicht an mangelnden Fremdsprachenkenntnissen lag, oder ob man sein Glück einfach in einer Liga versuchte, in der man vielleicht nichts zu suchen hat wenn man mit öffenlichem Kapital spekuliert, wir werden es wahrscheinlich nie erfahren…., weiter so, wir haben mehr Geld als Freiheit und Demokratie, was soll schon passiern?
@Don
Von Genugtuung kann keine Rede sein. Wer weiß schon, wer da für seine “dummen Fehlspekulationen” reichlich Kick-Backs erhalten hat und sich nun schief lacht darüber, dass ihm nun, wenn er sich erfolgreich als blöd hinstellt, strafrechtlich keiner was kann und er nur seinen Job verloren hat.
Zahlen müssen die dicke Zeche all diejenigen, die das Geld dringender gebraucht hätten.
Um den wirklichen Skandal deutlicher zu machen ( ich verstehe was von Verhandlungen und Verträgen zu Firmenkooperationen und -zusammenführungen ): die Sachsen haben mit der LBBW vertragsmäßig unterschrieben, dass Verluste von der LBBW nicht übernommen, sondern von dem sächsischen Haushalt gedeckt werden. Für Nichts hat die LBBW die Sachsen LB bekommen und das ohne Risiko, weil Verluste aus dem Steuersäckel gezahlt werden.
Siehe auch: http://www.deut...sachsen-na-und/
Ich glaube es wird Zeit das die Kanlzlerin eins ihrer erfolgreichen Gipfel ansagt die Wirtschft zu retten.
[…] Sie kaufen ganze Pakete mit Krediten von Banken, die sich finanziell sanieren wollen. Gerät der Kredit eines säumigen Schuldners in den Besitz einer solchen Kreditheuschrecke, wird die Forderung in der Regel mit aller Macht beigetrieben. Welche Auswirkungen dieses Verhalten auf den Kreditnehmer hat, interessiert die Finanzinvestoren nicht. […]
[…] der Finanzierung des mehrere Tausend Milliarden Dollar teuren Krieges gegen den Irak. Durch die für jeden Schulbuben als wertlosen Müll erkennbaren Subrprimes waren ihre transatlantischen Statthalter in anderen Länder in der Lage, sich […]
Greenspan sagte 2003, dass Amerika rech-nerisch Pleite sei ohne Gehör zu finden. Die 945 Mrd.$ minus sind nur von den Kreditkartenüberziehungen der Amis. Der eigentliche Immobilienschaden wird von den Experten jetzt schon mit 1,6 Bill.$ gesehen. Wir sind wieder mit 15% dabei. Der supergau steht noch vor der Tür. Es darf schon mal gezittert werden.
[…] aus den USA gekauft, von denen diese selbst nicht so sehr viele haben wollte. Weil der Inhalt der Wundertüten völlig überraschend doch nicht so toll war, hat der bemerkenswert honorige Aufsichtsrat der IKB dann dafür gesorgt, dass die Bank […]
[…] aus den USA gekauft, von denen diese selbst nicht so sehr viele haben wollte. Weil der Inhalt der Wundertüten völlig überraschend doch nicht so toll war, hat der bemerkenswert honorige Aufsichtsrat der IKB dann dafür gesorgt, dass die Bank […]
Von der Wundertüte zur Knalltüte,
als Wundertüte wurde uns alles schmack-haft gemacht, die sich nun zur Knalltüte gemausert hat. Will heißen, dass jetzt schon alles zu spät ist. Der Knall läßt nicht mehr lange auf sich warten. Manche Experten sehen mit Recht das Chaos auf Stelzen zu uns in Billionenhöhe kommen. Die Finanzwelt hat schon lange 20% Ab-schlag einkalkuliert. Uns erzählt man, dass trotzdem alles paletti sei. Wie blöde man doch den Bürger hält.
[…] der Sachsen LB nach dem Verzocken von einigen Zig-Milliarden Euro am US-Immobilienmarkt mit einem Kredit von 17,3 Milliarden Euro durch andere Landesbanken und Sparkassen unter die Arme gegriffen, bevor sie kurz darauf für […]
Eine Bank nach der anderen kommt in Schwierigkeiten. Heute die Hypo Real Estate, vorher nahezu alle Landesbanken und die staatliche KfW mit Ihrem Milliardengrab IKB. Aufsichtsratsvorsitzender der KfW ist Michael Glos, Bundeswirtschaftsminister (CSU) und sein Stellvertreter Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Derselbige gibt heute der Hypo Real Estate einen Milliardenkredit, wie zuvor schon der IKB, die danach für einen Appel und ein Ei zu haben war. Wird es der Hypo Real Estate genauso gehen?
Und der Steuerzahler darf darauf sitzen bleiben. Deutsche Bürger erwarten verantwortlichen Umgang mit ihren Steuergeldern. Der Rücktritt von Michael Glos ist lange überfällig. Und Peer Steinbrück ist mit seiner doppelzüngigen Rederei absolut unglaubwürdig. Heute den Sparstrumpf für die kleinen Bürger, morgen verschwenderische Kredite in marode Banken.
Genauso wenig kann man den Beteuerungen der Einlagensicherheit bei welcher Bank auch immer glauben. Diese Bankenkrise ist gefährlicher als die Weltwirtschaftskrise 1929. Geldwertinstabilität kann jede Einlage in kurzer Zeit aufzehren, jetzt 3 % und in wenigen Monaten werden wir bei 10 % und mehr sein, wenn die Zentralbanken dem Geldmarkt überschüssiges Kapital entziehen muß.
Also mobilisieren Sie Ihr Kapital.
Investieren Sie in keine langfristigen Anlage. Ziehen Sie Ihr Vermögen in wenige Banken zusammen, aus denen Sie Ihr Geld schnell in bar entnehmen können.
Und wenn Sie in dieser Zeit Ihr Vermögen sichern wollen kaufen Sie etwas: ein Auto, neue Möbel, ein Haus. Nur materielle Werte werden die nächste Zeit werthaltig überstehen.