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24. August 2007

Sekteninfo-Bayern geschlossen

von @ 10:41. abgelegt unter Gedankenkontrolle, Zensur, Kirche, Christentum

Achtung!
Mein Parteibuch empfiehlt den Freunden von Sekteninfo-Bayern die Webseite www.kirchensumpf.org.

Das große Webseiten-Sterben in Deutschland geht weiter. Auf Sekteninfo-Bayern konnten Leser bis vor kurzem noch wertvolle Hintergrund-Informationen zur Aufklärung von sensiblen Themen wie dem christlichen Schwulenmagazin-Chefredakteur und Geheimdienst-Informanten Udo Erlenhardt aka “Pater Don Demidoff” finden, der durch die Kießling-Affäre berühmt wurde. Nach ewig vielen Scharmützeln mit der Justiz hat der Betreiber von Sekteninfo-Bayern nun keine Lust mehr und schreibt seinen Besuchern auf der Seite nun folgendes:


Wegen der immer stärker werdenden Einschränkung der Meinungs - und Pressefreiheit wird diese Seite geschlossen.

Auf vielfachen Wunsch sind einige Themen noch über

www.skandale-in-bayern.de nachzulesen.

Viele Gruppen und Sekten verfügen über sehr viel Geld und leisten sich Anwälte, die mit allen juristischen Finessen versuchen, die Aufklärung so schwer wie nur möglich zu machen.

Über 5 Jahre habe ich mich bemüht die Öffentlichkeit über so manche konfliktreiche Gruppierung und vereinnahmende Sekten zu informieren.

So verging kein Monat, in dem nicht der eine oder andere Anwalt durch Unterlassungserklärungen versuchte mir das Leben so schwer wie nur möglich zu machen. Ich hatte folglich nicht nur Sekten und Gruppen im Nacken, sondern auch deren zahlreiche Anwälte.

Dies abzuwehren, können sich leider nur große Organisationen leisten, die über die nötigen Geldmittel verfügen.

Als Privater kann man hier nicht lange mithalten.

Zwar wird vom Staat viel über Meinungsfreiheit und Pressefreiheit gesprochen, die hat jedoch leider nur der, der auch über viel Geld verfügt. Einflussreiche Interessengruppen, wozu auch die großen Kirchen gehören, verfügen über eigene Rechtsabteilungen und Spezial - Anwälte.

Gegen diese wagt insofern kaum ein Anwalt vorzugehen.

Kommt es zum Rechtsstreit, so ist wie gesagt bei den Interessengruppen genug Geld vorhanden um sich bis zu den obersten Gerichten durchzusetzen.

Leider spüren dies auch immer mehr Journalisten unseres “Rechtstaates” in ihrem Portemonnaie.

Recht haben und vor Gericht Recht zu bekommen sind zwei völlig verschiedene Welten.

Alleinige Nutznießer sind stets die Anwälte.

Was bleibt für den einfachen Bürger ?

“Arbeiten, pünktlich und korrekt seine Steuern zu zahlen, alle vier Jahre sein Kreuzchen auf den Wahlzettel zu machen und ansonsten gefälligst den Mund zu halten”.

Dies nennt man bei uns im Lande Demokratie !

Verständlich, weshalb Viele den Wahlen fern bleiben oder gleich aus Deutschland auswandern.

Sofern Interesse besteht, können unerschrockene Aufklärer gerne mein kritisches Textmaterial oder die ganze Internetseite übernehmen.

Robert Schlittenbauer, Kaufbeuren

Die Erfahrung, dass Meinungsfreiheit in Deutschland eine Illusion ist, ist Mein Parteibuch nicht neu.

Wildgewordene Zensoren versuchen nun in Deutschland mit aller Macht das Internet kaputt zu machen und gefährden dabei den Internet-Standort Deutschland.

Doch die Freude der Brüder von kirchlichen und anderen obskuren religiösen Organisationen dürfte nur von kurzer Dauer sein. Ganz so leicht wie vor ein paar Jahren geht im Netz inzwischen nichts mehr verloren. Eine Kopie von Sekteninfo-Bayern ist beispielsweise bei archive.org gespeichert. Wetten, dass auch das Zeitgeistmovie nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist?

Mein Parteibuch ist neugierig, ob von der Internetindustrie in Deutschland irgendwann mal Gegendruck kommt, wenn sie merken, dass deutsche Internet-Infrastruktur wegen der fehlenden Rechtssicherheit systematisch gemieden wird. Wer ist schon so blöd und registriert eine .de Domain, wenn er weiß, dass ihm da die Pfändung droht, wenn sein Informationsangebot unter der Domain erfolgreich ist? Wer lässt seine Seiten schon in Deutschland hosten, wo jedes drittklassige Gericht mit absurden Kosten den Hoster wegen Lapalien attackieren kann?

Der durch Gehirnwäsche und Manipulationen aufgebaute Turm der Illusionen wird durch die Aufklärung im Internet irgendwann zusammenbrechen.

Nachtrag Dezember 2007: Mein Parteibuch empfiehlt den Freunden von Sekteninfo-Bayern, sich mal die Webseite www.kirchensumpf.org anzusehen.

17 Kommentare zum Beitrag “Sekteninfo-Bayern geschlossen”

  1. otti sprach

    Leute lasst euch nicht unterkriegen, auch wenn Demokratie und Rechtsstaat von den Machthabern zur Sau gemacht wird!

  2. Deutschland - mir wird Übel! : SaarBreaker sprach

    […] Sekteninfo-Bayern geschlossen (Mein Parteibuch) Der durch Gehirnwäsche und Manipulationen aufgebaute Turm der Illusionen wird durch die Aufklärung im Internet irgendwann zusammenbrechen. […]

  3. Wolfgang Bastian sprach

    Also wer solche Behauptungungen über Demidoff aufstellt, wie Sie, der sollte das beweisen können? Ich habe die Sach nachrecheriert, kann leider Ihre Auffassung nicht teilen. Komme da zu ganz anderen Ergebnissen. War auch vor Ort in Bulgarien im Zusammenhang mit einer Recherche im ehemaligen Jugoslawien und Rumänien.

    Dennoch,

    beste Grüße,

    Wolfgang Bastian
    Jasminka Mujanic
    Redaktion
    Vogelsberger Online Zeitung
    und
    Radio Bregana/Kroatien

  4. Redaktion sprach

    @Wolfgang
    Vielleicht liest Du zu Udo Erlenhardt alias Don Demidoff noch einmal den Artikel “Das zweite Leben des Geheimdienst-Informanten” in der Südddeutschen Zeitung? Willst Du behaupten, Martin Zips hätte schlecht recherchiert?

    Was soll daran Deiner Meinung nach falsch sein?

    Oder geht es Dir gar nicht um die Wahrheit - und Du schreibst hier in Wirklichkeit nur, um Käse zu verbreiten. Dass Du behauptest “vor Ort in Bulgarien” gewesen zu sein, macht Dich auch nicht gerade glaubwürdiger, denn schließlich geht es bei den gegenwärtigen Aktivitäten von “Don Demidoff” um Rumänien und nicht um Bulgarien.

  5. Dr. Roland Giebenrath sprach

    Ich war in den Jahren 2003 und 2004 zweimal bei Pater Don Demidoff in Rumänien zu Gast und habe selbst erlebt, dass jeder Euro, der gespendet wird, dort sinnvoll in das Heim für von ihren Eltern ausgesetzte sog. Straßenkinder gesteckt wird. Jede/r, der/die das bestreitet, sollte einfach einmal für ein oder zwei Tage dort hinreisen und sich selbst davon überzeugen, welche unfassbar schwierige Aufbauarbeit Don Demidoff im Raum Brasov/Cincu - unter Einsatz seines eigenen Lebens - seit Beginn der 90er Jahre geleistet hat.

    Dem Artikel von Martin Zips in der SZ vom Frühjahr 2006 mögen zwar mehr oder weniger tiefgehende Recherchen zugrundegelegen haben. Er ist jedoch im wesentlichen Punkt falsch: Don Demidoff hat den deutschen Behörden zum Fall Kießling ehedem keinerlei Informationen geliefert, sondern wurde seinerseits von den Diensten ohne Vorankündigung zu einer intensiven Vernehmung von einer in die andere Stadt geflogen, wo er jedoch in niemanden beschuldigte. Dies ist von den Medien ehedem nur behauptet worden, kann aber niemals bewiesen werden, weil es eben unwahr ist. Don Demidoff fehlt seit der Veröffentlichung des Artikels das Geld dazu, um gegen die Unwahrheiten dieses Artikels vorgehen zu können. Er musste ihn daher bislang leider so stehen lassen, denn die SZ ihrerseits konnte sich Anwälte leisten. Don Demidoff muss die immer weniger werdenden Spenden dagegen dringend für die Kinder verwenden.

    Dr. Roland Giebenrath, D.E.A.
    Rechtsanwalt / Avocat au Barreau de Strasbourg

  6. Petze sprach

    @Dr. Roland Giebenrath
    Na sowas, nun kann sich Udo Erlenhardt bzw “Don Demidoff” angeblich keine Prozese im Äußerungsrecht mehr leisten. Und das, obwohl er dazu auf einen so zensurfreudigen Anwalt wie Sie, Herr Dr. Giebenrath, zurückgreifen kann. Was Sie hier so ausschweifend aufzählen, berührt doch gerade mal Randbereiche des Artikels.

    Dass ein deutscher Nachrichtendienst diesem falschen Pater eine neue Identität besorgt hat, wird ja wohl nicht bestritten. Der Kern des Artikels ist doch wohl eher, dass mit Udo Erlenhardt ein früherer Chefredakteur eines Schwulenmagazins nun als Pater “Don Demidoff” auf fromm macht und als Leiter eines Kinderheims den ganzen Tag vielen kleinen Jungen viel näher ist, als das so mancher konservativ erzogene Mensch wünschenswert findet. Und wenn der deutsche Zoll den falschen Pater mit einem versteckten 13-jährigen Jungen erwischt, dann wissen Sie selbst, wonach das aussieht. Noch blöder sieht das dann aus, dass der Junge die Geschichte vom falschen Pater nicht bestätigt hat.

    Stimmt das eigentlich, dass Sie, Herr Anwalt Giebenrath, zusammen mit dem falschen Pater “Don Demidoff” im Vorstand des von hübschen Spendengeldern lebenden Vereins sitzen?

    Dass Sie mehrfach in Rumänien waren, glaubt Ihnen jeder unbesehen. Die Frage ist bloß, was Sie da gemacht haben. Haben Sie vielleicht ähnliche Neigungen wie Sie vom selbsternannten Pater “Don Demidoff” aktenkundig sind?

  7. mein-parteibuch.com » Backup verschwundener Webseiten im Tor-Netzwerk sprach

    […] hat Mein Parteibuch darüber berichtet, dass die religionskritische Webseite Sekteninfo-Bayern auf Druck der Zensur geschlossen […]

  8. Wolfgang Bastian sprach

    Wir sind keine PR-Agentur, auch nicht von Pater Demidoff. Nach unseren Recherchen führt er diesen Namen zu Recht, weil er eingebunden ist, in der Arbeitsgemeinschaft der Kirchen, hier der USA. All das, was die SZ usw… schreiben, muß nicht unbedingt auf Wahrheit beruhen. Auch Mitarbeiter der SZ haben schon gelegentlich mit den Diensten zusammengearbeitet, von denen berichtet wird. Es wurde und wird überhaupt nicht bestritten, dass P. Demdoff eine andere Indentität bekommen hat. Im übrigen habe ich nicht nur von Bulgarien gechrieben, sondern auch von Rumänien und Kroatien. Viel Geschwätz um nichts!

    Wolfgang Bastian

  9. Bastian11 sprach

    Es darf doch mit Verlaub sehr daran gezweifelt werden, ob “Udo Erlenhhard”, die Bezeichnung “Pater Don Demidoff” zu Recht tragen kann.

    Es wird auch bezweifelt, ob er überhaupt als Prister der Katholischen Kirche auftreten kann. Ohne Studium, ohne Priesterweihe, kein Bischof kennt diesen Pater. Sehr merkwürdig.

    Gesichert ist allerdings, dass er die Bezeichnung ” Don Demidoff” mit der Unstützung deutscher Geheimdienste erhielt.So wurde selbst seine Geburtsurkunde und der Resisepass “ummgeschrieben”.

    Sollte hier wohl vertuscht werden, dass Udo Erlenhardt über Jahre als schwuler Kneipenbeseitzer die diversen Geheimdienste mit Namen und Daten schwuler Kneipenbesucher versorgte.

    Immerhin war er auch Chefredakteur der “Schwulenzeitschrift Du+Ich”. Auch dessen Kundenstamm wurde eifrig vom Staat angezapft.

    Ein Mann der offensichtlich über Jahre Besucher und Leser an die Geheimdienste verriet hat ein Recht darauf, dass seine geheimen Austraggeber ihn dann auch untestützen.

    Eine Frechheit ist es allerdings, sich danach als geläuterter Pater mit neuem Namen ausgerechnet für Jungen in Not loben zu lassen.

    Gab es da nicht kürzlich einen dicken Skandal im Raum Regensburg und einen Priester, der sich an Ministranten verging?

    In den Broschüren vom aufopfernden Pater Demidoff, tauchen immer wieder Ministranten in Messgewändern auf.

    Ein Schelm der dabei böses denkt. Warum versuchte der gelobte Pater einen 13 jährigen Jungen über die Grenze nach Deutschland zu schmuggeln?

    Warteten hier pädophile Abnehmer auf ihn und der Deal klappte nicht, da aufmerksame Zollbeamte genauer hinsahen?

    Die Behörden in Rumänien sollten diesem “schrägen Pater” mal ordentlich auf die Finger sehen und dann handeln.

  10. Moritz2 sprach

    Wie erst jetz bekannt wurde, ist Demidoff bereits in Holland als “Pater Donatus”,dann wieder als Pater “Don” aufgefallen.

    Er trieb sich meist an Bahnhöfen bei “Strichern” herum und bot diesen “christlichen Beistand” an.

    Auch schrieb er ein Buch unter dem Titel: Katholische Geier -
    “Bekenntnisse eines Homosexuellen” - gewidmet an seinen schwulen Freund.

    Später schlüpfte er wieder in die weltliche Rolle und betrieb als Gastwirt die Schwulenkneipe “EXTRABLATT”.

    Dort vergaß er offensichtlich die fälligen Sozialabgaben und Steuern zu bezahlen.

    Als er sich wieder in Holland herumtrieb landete er für mehrere Monate in Untersuchungshaft.

    Er wurde nach Deutschland abgeschoben und wegen Betruges usw. verurteilt.

    Danach wirkte er in Cincu- Kreis Sibu in Rumänien nahm dann den Namen “Pater Don Demidoff” an und gründete ein Haus für Strassenkinder (vorwiegend Knaben).

    Einleuchtend nach seinem Vorleben !

  11. Wolfgang Bastian sprach

    Natürlich darf er sich Pater nennen. Dieser Name ist nicht geschützt. Und Priester auch.Denn es gibt nicht nur römisch katholische Priester, also nicht nur solche die dem Staat Vatikan unterstehen. Nach unseren Recherchen, die wir eben deshalb machten, weil Sie Behauptungen aufgestellt haben, wie hier zu lesen ist, die wir einfach einmal überprüfen wollten. Eine Reise nach Kroatien, Rumänien bzw. auch dann Bulgarien in einem anderen Sachzusammenhang gab uns die Möglichkeit, Ihre Angaben zu überprüfen. Wir haben nicht nur mit Demidoff gesprochen, sondern auch mit Angehörigen der Stadt- und der Staatsveraltung bzw. auch mit Angehörigen der Justiz. Nochmals, Ihre Behauptungen konnten und können von uns nicht bestätigt werden.

    Ihre Antworten zeigen auch in Stil und Form, das Sie sich mehr als nur getroffen fühlen. Zu den anderen Auslassungen Ihrerseits verbietet sich jeder Kommentar!

    Jasminka Mujanic
    Marijanka Kekic
    Anka Bastian
    Hartmut Chodura
    Wolfgang Bastian
    Redaktion
    Vogelsberger Zeitung Online

  12. mein-parteibuch.com » Informationen zum Kirchensumpf sprach

    […] So berichtete Mein Parteibuch beispielsweise vor einigen Wochen davon, dass die kritische Webseite Sekteninfo-Bayern auf Druck der deutschen Zensur geschlossen […]

  13. mein-parteibuch.com » Kirchensumpf im Exil sprach

    […] eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an den Beitrag über die Schließung der Webseite Sekteninfo-Bayern, der die Frage aufgeworfen hat, ob es in Deutschland möglich ist, kirchenkritische […]

  14. mein-parteibuch.com » Was Erzbischof Ioan Robu von Don Demidoff hält sprach

    […] August 2007 berichtete Mein Parteibuch darüber, dass Robert Schlittenbauer seine Webseite Sekteninfo-Bayern Wegen der immer stärker werdenden […]

  15. Ist der Don Demidoff internetscheu? : Kirchensumpf sprach

    […] August 2007 wurde durch den Betreiber die Internetseite sekteninfo-bayern.de geschlossen. Kritische Äußerungen können im Internet sehr teuer werden, gerade in Deutschland, wo das […]

  16. mein-parteibuch.com » Vogelsberger Online Zeitung droht mit Strafanzeige sprach

    […] Online Zeitung haben sich beispielsweise in den Kommentaren zum Parteibuch-Artikel “Sekteninfo-Bayern geschlossen” und in den Kommentaren zum Petronius-Artikel “Die Katholische Nachrichtenagentur […]

  17. Don Demidoffs anonyme Lachnummer : Kirchensumpf sprach

    […] schwer zu bewältigen. So musste der Betreiber Robert Schlittenbauer seine kritische Internetseite www.sekteninfo-bayern.de auf Betreiben des Dr. Giebenrath schliessen. Aber diese Aktion ist in der Bloggerszene nicht leise […]

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