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21. August 2007

Vermerk zur deutsch-deutschen Vergangenheit

von @ 2:01. abgelegt unter Deutschland, Wirtschaftskriminalität, Mecklenburg-Vorpommern

Mein Parteibuch hat einen bemerkenswerten Vermerk in Sachen Hans-Jürgen Lutz erhalten, der, wenn die darin vorgebrachten Dinge zutreffend sein sollten, einen ganz neuen Blick auf die jüngere deutsche Geschichte erlauben würde. Mein Parteibuch ist deshalb der Überzeugung, dass die Öffentlichkeit von diesem Schritstück Kenntnis haben sollte. Nachfolgend wird der per FAX gesendete Vermerk deshalb im vollen Wortlaut wiedergegeben:


Vermerk in Sachen Hans-Jürgen LUTZ z.Z. in U-Haft in Bützow

Dem Unterzeichner sind in den vergangenen vier Wochen, umfangreiche Informationen über LUTZ übermittelt worden, die nachfolgend ohne Anspruch auf Vollständigkeit zusammengefßt werden sollen. Die EInzelheiten sind in den jeweiligen Gesprächsvermerken und Gedächtnisprotokollen des Unterzeichners festgehalten.

1.
LUTZ sei Anfang der achtziger Jahre für das MfS an der Gründung der Bunten Liste Elmsbüttel in Hamburg beteiligt. Nahezu sämtliche “Bunten Listen” in der BRD seien aus der DDR aufgebaut und gesteuert gewesen.

2.
LUTZ sei seit ^1985 Mitarbeiter im Bereich Komerzielle Koordinierung (KoKo) des Staatssekretärs Schalck-Golodkowski gewesen. Lutz habe im wesentlichen auch dafür gesorgt, dass die aus der Bunten Liste Elmsbüttel hervorgegangene Grün Alternative Liste (GAL) in Hamburg, dem Müllexport aus Hamburg in die Deponie Schönberg (DDR/ Mecklenburg-Vorpommern) zugestimmt habe. Das würde WOLFGANG KUBICKI bestätigen.

3.
In Ost-Berlin sei für die DDR/SED-Tarnfirmen im nichtsozialistischen Ausland die Abteilung “internationale Verbindungen” beim ZK der SED zuständig gewese, die Margot Honecker unterstanden habe. In diesem Zusammenhang habe LUTZ auch an Waffengeschäften mitgewirkt. LUTZ habe u.a. mit einem gewissen Jan Plon (dänischer Staatsbürger) zusammengearbeitet, der in Mölln (damaliger Wohnsitz von UWE BARSCHEL) unter der Tarnung eines Landmaschinenhandels eine Tarnfirma der DDR zum internationalen Waffenhandel geführt habe. Diese Firma habe mit den staatlichen DDR-Firmen IMES und ITA zusammengearbeitet. IMES und ITA standen in geschäftlicher Verbidnung zu dem ehemaligen Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium LUDWIG-HOLGER PFAHLS, der wiederum in Kontakt zu dem nach Kanada geflüchteten Wafenhändler KARL-HEINZ-SCHREIBER stand. LUTZ habe mit SCHREIBER und PFAHLS zusammengewirkt und zwar in der Abwicklung von geheimen Embargogeschäften im internationalen Waffenhandel über den Rostocker Hafen (MfS-Abteilung Hafen von SCHALCK-GOLODKOWSKI). Diesbezüglich habe LUTZ auch sehr eng zusammengearbeitet mit einem gewissen UWE POYTS.

4.
Mit der Wende bzw. dem Zusammenbruch der DDR sei LUTZ auf Vermittlung einflußreicher Hamburger SPD-Politiker, die ihm für den Deal Deponie Schönberg dankbar gewesen seinen, als Gesamtvollstreckungsverwalter in Mecklenburg-Vorpommern “etabliert” worden. Dabei habe er die Protektion von HARALD RINGSDORFF erhalten.

Zugleich sei er damit beauftragt worden, das im Ausland in den SED/DDR-Tarnfirmen befindliche Vermögen der SED über schwedische Geschäftsbanken auf dem Gebiet der ehemaligen DDR - konkret in Mecklenburg-Vorpommern - zu reinvestieren. Für diese Operation sei in Ostberlin ein Syrer namens SIAD ESNAB verantwortlich gewesen, der auch in Verbindung zu KARL HEINZ SCHREIBER stand. Über diese Verbindungen sei LUTZ über seinen Partner GROHNHOLZ (UTN GmbH) auch im arabischen Raum tätig Firma ReMin Gulf LLC (Vereinigte Arabische Emirate).

LUTZ habe in enger Verbindung zu Spizenpolitikern der SPD in Hamburg und Mecklenburg-Vopommern gestanden. Er habe auch umfangreiche Spenden an die SPD geleistet. In diesem Zusammenhang seien Gelder von LUTZ i.ü. auch beim FC Hansa Rocstock geparkt, wie auch von dem ebenfalls in BÜTZOW einsitzenden Millionenbetrüger NORBERT METZLER/ bzw. WÖSTENBERG. Mit diesem stehe LUTZ auch in Verbindung. Über dem FC HANSA ROSTOCK würde sein langem Geld gewaschen. Der FC HANSA ROSTOCK unterstütze auch nach wie vor WÖSTENBERG. NORBERT WÖSTENBERG sei von der StA Rostock (OStA LÜCKEMANN) auf den sog. Paten von Rostick, den ebenfalls in Bützow einsitzenden ARTHUR BREE als Spitzel angesetz worden. Der Vater von ARTHUR BREE sei als Repräsentant des sowjetischen Militärgeheimdienstes GRU in Rostck an den Embargogeschäften der KoKo (MfS Abteilung Hafen) beteiligt gewesen.

6.
LUTZ sei ein enger Freund von HARALD RINGSDORFF. Dieser sei sehr unglücklich über die Verhaftung von LUTZ und beunruhigt. Man wolle LUTZ ganz schnell wieder draußen haben. Es sei offensichtlich, dass LUTZ allein aufgrund Protektion “von ganz oben” nahezu vier Jahre vollkommen unbehelligt “auf der Flucht” sein konnte. LUTZ sei “ein ganz großer” und tief verwurzelt in der deutsch-deutschen Vergangenheit, die bis in die heutige Politik hineinreichen. Mindestens zwei aktive und hochrangige Politiker sind darin persönlich verstrickt. Hierüber lägen nachprüfbare Fakten in Schriftform vor.

[geschwärzt] den [geschwärzt] April 2007

[Unterschrift geschwärzt]

MEIN Pareibuch kann nicht beurteilen, inwieweit weit die Vorsethenden Informationen richtig oder falsch sind. Leser mmögen sich bitte selbst aus der gebotenen Distanz heraus recherchieren und ein Bild davon machen. Journalisten sind aufgerufen, den Geschichten nachzugehen und sich selbst ein Bild zu machen.

Nach Informationen von Mein Parteibuch sind obige Informationen auch dem LG Scherin sowie der GBA in Karlsruhe zugegangen.

3 Kommentare zum Beitrag “Vermerk zur deutsch-deutschen Vergangenheit”

  1. HANS sprach

    Das zu DDR-Zeiten entstandene Beziehungsgeflecht im damals hermetisch abgeriegelten Rostocker Hafen (internationaler Waffenhandel, Embargogeschäfte, Iran-Contra Affäre, KoKo Imperium Schalck-Golodkowski, MfS Abteilung Hafen, Hotel Neptun, Uwe Barschel, “Traumschiff” Arcona, Deutsche Seereeederei Rostock, Blaupausen der U-Boote der HDW Kiel Südafrika, usw. usw.)wird teilweise als sog. “Warnemünder Kreis” bezeichnet. Der Journalist Andreas Förster hat hierüber schon Anfang der neunziger Jahre in der Berliner Zeitung einen mehrteiligen Artikel veröffentlicht. Dieses ehemals deutsch-deutsche Beziehungsgeflecht besteht bis heute fort und ist nach wie vor aktuell. Und Hans-Jürgen LUTZ, der als Wirtschaftsanwalt und Insolvenzverwalter nach der Wende mit der Rückführung im Ausland versteckten SED-Vermögens (was in Wahrehit Volksvermögen war) in Mecklenburg-Vorpommern beauftragt gewesen sein soll, spielte ebenfalls ( wie manche Mitglieder des sog. “Warnemünder Kreises”) definitiv zumindest in der obersten Landesliga, d.h. bei den damaligen Landesregierungen Mecklenburg-Vorpommerns munter mit. LUTZ konnte nahezu vier Jahre unbehelligt unter seinem richtigen Namne “abtauchen” und ist lediglich zufällig in Kanada verfaftet worden. Es ist jetzt an der Zeit, dass das Kapitel “Reinvestitionen von SED Vermögen” in Deutschland (zumindest in Mecklenburg-Vorpommern)endlich aufgeklärt und die Verantwortlichen, die damit kräftig in die eigene Tasche verdient und Volksvermögen unterschlagen haben, endlich bestraft werden.

  2. Leser sprach

    Zum sogenannten “Warnemünder Kreis” gibt es übrigens mit Datum vom 20.08.2007 auch einen interssanten Artikel im R-Archiv.

  3. mein-parteibuch.com » Merkwürdigkeiten in Mecklenburg-Vorpommern sprach

    […] des Prozesses ausführlich berichtet. Tatsächlich war die Medienlandschaft zu dem heiklen Strafprozess, bei dem es immerhin um viele Millionen schwere Untreue eines Organs der Rechtspflege […]

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