PR-opaganda-Agenturen sind dazu da, Propaganda zu verbreiten. Ziel jeder erfolgreichen Werbekampagne ist es, das zu bewerbende Produkt in den redaktionellen Teil der Medien zu bringen. Das Ziel kann eine Werbeagentur beispielsweise erreichen, in dem sie wie die PR-Agentur Hill & Knowlton minderjährige Mädchen frei erfundene Horrorstories erzählen lässt oder indem sie, wie StudiVZ Eigentümer Holtzbrinck und ihre PR-Agentur Aimaq Rapp Stolle das offenbar vorziehen, besonders geschmacklose Videos produzieren lassen und sich danach mit anwaltlichen Drohungen ins Gespräch bringt.
Bei einer Kampagne „Dialogtour, Impulse für Wachstum“ vom Bundeswirtschaftsministerium wäre sowas natürlich unpassend. Aber auch für diese Aufgabe, die in ihrer Schwierigkeit sicherlich einer möglichen Vermarktung eingeschlafener Füße in nichts nachsteht, fand die kreative Berliner PR-Agentur Flaskamp AG eine Lösung.
Wie ein online gestelltes Papier im Kölner Stadt-Anzeiger zeigt, wurde offenbar ganz einfach versucht, mit Geld für Anzeigen redaktionelle Berichte in Zeitungen einzukaufen. Jan Flaskamp, Mitinhaber der PR-Agentur Flaskamp AG, bestreitet das jedoch und lässt sich dazu mit dem Satz zitieren:
“Ein Mitarbeiter von uns hat zwei Vorgänge miteinander verbunden, die hätten getrennt werden müssen.”
Das kann man glauben, muss man aber nicht glauben. Jan Flaskamp ist nun zum Baron der Woche ernannt worden. Man könnte auch glauben, dass die Presse in Deutschland grundsätzlich korrupt ist, eine Kompensation für redaktionelle Berichte in der deutschen Presse der Regelfall ist und nun bloß der Kölner Stadt-Anzeiger so fies war, diesen Fall aufzudecken, um dem grandiosen Wirtschaftsminister Michael Glos, der natürlich von all dem nichts weiß, damit eins auszuwischen. Zu fragen, ob irgendjemand das Gebot der BMWi-Agentur beim Kölner Stadt-Anzeiger einfach überboten hat, wäre sicher in Deutschland nicht erwünscht.
Das darf nicht sein, denn wenn so etwas herauskommen würde, dann würde ja womöglich der eine oder andere denken, die ganze Gesellschaft wäre auf Lügen und PR-opaganda aufgebaut.
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| Im Würgegriff |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Vielen Dank für’s Verlinken. Ist es für einen Genossen nicht doppelt tragisch, wenn Holtzbrinck derart neoliberal eingestellt ist?
Was soll einen genossen daran überraschen, dass Milliardäre wie Holtzbrinck “neoliberal eingestellt” sind?
Die arbeiten genau wie andere Massenmedien auch. In welcher Farbe die angestrichen sind, ist dabei völlig zweitrangig.
Hier gibt es bei Infokrieg.tv übrigens einen recht aufschlussreichen Bericht dazu, wie die westlichen Massenmedien heutzutage strukturiert sind: Bilderberg und die Massenmedien.
Familien wie Mohn und Holtzbrinck passen da prächtig zu.
Hoffentlich schlägt des Müller-Meisters Propaganda nicht auf den Mehlpreis durch!
[…] Medien dazu schweigen, hilft ihnen beim Kampf um Glaubwürdigkeit auch nicht das gelegentliche Outing des Versuches einer PR-Agentur vom Bundeswirtschaftsministerium, redaktionelle Berichterstattung zu […]
[…] peinlich wenn das bewährte Geschäftsmodell, sich Propaganda durch Anzeigen bezahlen zu lassen, auffliegt. Ich sehe darin schon eine gewisse Gefahr, dass unsere hoch entwickelte Zeitungskultur […]