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10. August 2007

EZB spendiert armen Banken mal eben 95 Mrd Euro

von @ 15:55. abgelegt unter Finanzen, Krieg

Irgendwie musste ja nun der Krieg im Irak und in Afghanistan finanziert werden. Die direkten Kriegshandlungen wurden in den USA zwar durch eine nette billionenschwere Staatsverschuldung finanziert, jedoch wurden vielen Amerikanern zusätzlich dazu über eine hübsche Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt noch schmucke Eigenheime finanziert. Wer im schmucken Eigenheim lebt, der wird sicherlich nicht so schnell kriegsmüde wie jemand, der sich sorgen um das Dach über seinem Kopf macht.

Dummerweise haben Spekulationsblasen die hässliche Angewohnheit, irgendwann zu platzen. Das scheint nun der Fall zu sein und so zeigt es sich jetzt anhand der finanziellen Schwierigkeiten, wer den Amerikanern die netten Eigenheime finanziert hat, mit denen sie bei Kriegslaune gehalten wurden.

Die japanische Regierung beispielsweise war mit privaten Billig-Zins-Krediten, die über den Umweg von Privatleuten in den amerikanischen Immobilienmarkt gepumpt wurden, ganz besonders nett zu amerikanischen Hausbesitzern. Weil aber auch die japanische Regierung nicht unbegrenzt Geld drucken lassen kann, ohne dass das Vertrauen in die Währung flöten geht, hat sie nun die Liquiditätsversorgung gedrosselt. Dass die Liquiditätsversorgung aus Japan gedrosselt wurde, war natürlich gar nicht gut für eine Blase, die nur durch stetiges Wachstum weiter am Leben erhalten werden kann, und so geht es nun wohl ans Bezahlen der Rechnung.

Dabei zeigt es sich, dass auch aus Europa viel für die kreditfinanzierte angenehme Unterbringung des amerikanischen Mittelstandes getan wurde. In Deutschland waren da offenbar - wundern tut sich da sicher niemand, besonders Banken fleißig - die sich im Besitz der öffentlichen Hand befinden. So hat die zu großen Teilen im Besitz der öffentlichen Hand befindliche IKB, deren Aufgabe die Förderung des deutschen Mittelstandes ist, amerikanischen Hausbesitzern großzügige Kredite gewährt. Und beispielsweise auch bei der West LB und die Sachsen LB - da würde sich sicher niemand wundern - gibt es offenbar Gerüchte über Engagements in amerikanischen Immobilienfinanzierungen. Das alles kommt nicht wirklich überraschend, aber welcher Journalist wagt es sich schon, Geschäftsberichte zu lesen und darüber auch noch kritisch zu schreiben? Klar, dass die Banken dazu sagen, dass das alles gar nicht so schlimm ist, denn die wissen ja, wie die Zeche bezahlt werden wird.

Wenn jemand schlecht gewirtschaftet hat, dann wäre es eigentlich der normale Gang der Dinge, dass er dann seine Insolvenz erklärt und sein Vermögen zur Befriedigung der Gläubiger verwertet wird. Wenn es sich dabei jedoch um Banken handelt, die indirekt in der Kriegsfinanzierung engagiert waren, sieht das aber offenbar anders aus. Da hilft dann anscheinend eine nette Zentralbank gerne aus und spendiert mal eben 95 Mrd Euro.

Kann den Zentralbankern ja auch egal sein, wieviel Geld sie drucken, denn schließlich bezahlen die Aufweichung des Geldes zur Finanzierung des Krieges alle Menschen gemeinsam, so dass es letztlich ohnehin keiner merkt und wenn doch, er dann wenigstens nicht weiß, woher der Wind weht. Wer nun aber meint, das Geld sei weg, und sich deshalb ärgert, der täuscht sich. Schließlich ist das Geld zur Finanzierung des Krieges nicht weg, sondern nur in die Taschen der Produzenten von Rüstungsgütern und in die ihrer Freunde gewandert. Wer aus Schadensfreude Trost zieht, dem sei gesagt, dass viele Fans von George W. Bush in den USA sicherlich glücklich damit sein werden, wenn demnächst freundliche Chinesen bestimmen, wer in ihren Häusern wohnen wird.

Aber was soll auch die Aufregung. 95 Mrd Euro sind ohnehin nicht viel Geld. Die paar Lehrer, die man mit dem bisschen Geld andernfalls hätte bezahlen können, hätten wahrlich wenig an der schlechten Bildung der Kinder in Europa ändern können.

Nachtrag 10.08.2007: Die EZB hat soeben nochmal 61 Mrd Euro draufgelegt Damit die europäische Zentralbank den armen Banken nun also innerhalb von gut 24 Stunden die Rekordsumme von 156 Mrd Euro spendiert.

27 Kommentare zum Beitrag “EZB spendiert armen Banken mal eben 95 Mrd Euro”

  1. Geld sprach

    Mal ein ganz allgemeiner und grundsätzlicher Hinweis: Viele Bürger in Deutschland verstehen möglicherweise nicht die Grundzüge unseres Finanzsystems.

    Im folgenden Text sind insgesamt 3 Ausschnitte aus einem sehr guten Video zum Thema Geld verlinkt. Bitte anschauen und weitersagen.

    In der heutigen Zeit sollte man seine Ressourcen effektiver nutzen (anschauliches Video Teil 1). Wer Geld verleiht, bekommt mehr wieder (Video Teil 2). Du regierst das Geld - und Geld regiert die Welt (Video Teil 3).

    Bitte beschäftigt euch mal mit unserem Geldsystem! Die drei Videos sind ein einfacher, anschaulicher Einstieg in das Verständnis unseres Finanzsystems.

  2. Geld sprach

    Schaut euch mal die Website eines Münzhändlers an:

    “durch die zur Zeit weltweit extrem hohe Nachfrage an Bullion-Silber-Produkten der kanadischen, amerikanischen und australischen Mint und den damit verbundenen Produktionsengpässen wird der Verkauf dieser Standardprodukte vermutlich für mehrere Wochen ausgesetzt.”

    Sorry, dass ich innerhalb von so kurzer Zeit doppelt kommentiere.

    Möglicherweise können sich schon bald diejenigen deutschen Untertanen glücklich schätzen, die sich schon in der Vergangenheit mit ausreichend Gold und Silber eingedeckt haben.

    Mein allgemeiner Tipp, sollte es nicht bereits zu spät sein: Kauft euch Bullion-Münzen, z.B. aus Kanada, Australien, USA, Südafrika. Egal, ob Gold oder Silber - bei einem Kollaps ist Edelmetall evtl. plötzlich extrem viel wert. Silber-Bullion-Münzen kosten nur 7 % Mehrwersteuer, Silberbarren kosten 19 % Mehrwertsteuer. Nehmt die Silbermünzen, Gold kostet gar keine Mehrwertsteuer.

    Für SPDler: Silber ist das Gold des kleinen Mannes. *smile*

    Kostenlose Lagermöglichkeit insbesondere von Silber (höhere Lagerkosten wegen größerem Volumen) kann in Australien möglich sein. Denn bei einer Lagerung von Edelmetallen im Eigenheim besteht die Gefahr von Plünderern.

    -

    “wenn demnächst freundliche Chinesen bestimmen, wer in ihren Häusern wohnen wird”

    Dann könnte es in den USA zu sozialen Unruhen kommen.

  3. Mein Parteibuch sprach

    Sollte es zu einem Geldcrash kommen, dann sollte man, so man überhaupt was zum investieren hat, vorher in Sachwerte investiert haben.

    Der Empfehlung, Gold oder Silber zu kaufen, bevor es zu einem möglichen Crash des Papier- und Giralgeldes kommt, möchte ich trotzdem nicht folgen. Denn schießlich haben auch Gold und Silber kaum einen anderen Wert, als dass man es Frauen um den Hals hängen kann. Sollte diese Sitte - oder Unsitte - man sehe das, wie man möchte, nicht mehr modern sein - beispielsweise, weil Menschen in Zukunft bequeme Möbel einer mit Metallen behängten Frau vorziehen, verlieren auch solche Edelmetalle schlagartig an Wert. Essen kann man Gold und Silber schließlich auch nicht.

    Sicherer ist es da, tatsächlich werthaltige Dinge zu besitzen - also beispielsweise ein Haus. Hat man schon ein Haus, kann man es beispielsweise energieeffizient sanieren und dadurch den Wert steigern. Für die, die weniger haben, könnte auch eine gute Ausbildung für die Kinder eine gute Wertanlage sein. Und wenn man sich ein Auto kauft, dann nimmt einem das sicher auch niemand weg - ob man sich dann im Falle des Falles den Sprit noch leisten kann, ist natürlich eine andere Frage.

    Gemeinerweise verschärt die Flucht in die Sachwerte das Problem auf dem Geldmarkt noch, denn, wenn alle Menschen ihr Geld gegen Güter tauschen wollen, werden sie feststellen, dass es nicht genügend Güter gibt und der Prozess des Vertrauensverlustes gegen das Geld beschleunigt sich dadurch noch.

  4. Geld sprach

    “Essen kann man Gold und Silber schließlich auch nicht.” - stimmt. Aber Geld (möglicherweise lediglich wertlose Zahlenkolonnen auf dem Konto) kann man auch nicht essen. Und die Investition in die selbstbewohnte Immobilie - das eigene Haus - ist sicherlich die beste Wertanlage. Man ist Eigentümer und Besitzer zugleich, es ist unbeweglich, kann von Plünderern nicht weggenommen werden.

    “energieeffizient sanieren” - Zustimmung. Wenn möglich, kauft man sich zusätzlich zur Ölheizung (oder Gasheizung) einen Holzofen. Warum? Wenn der Rohölpreis/Gaspreis erheblich steigen sollte, dann kann man notfalls auf Holz umsteigen. Teilweise autark werden, unabhängig vom Rohöl/Gas werden, soweit möglich! Holz gibt es nahezu überall - man muss nur darauf achten.

    Wer sich keine eigene Immobilie leisten kann, der kann sich warme Decken kaufen, zwei Paar feste Schuhe, ein paar Konserven, Teelichte, um ggf. Strom sparen zu können. Unsere Vorfahren hatten auch keine Ölheizung, haben in Hütten gelebt.

    Am besten haben es die Landwirte, mit Feldern und Vieh, in der Krise kommt das Gold/Silber dann von ganz allein.

    Was spricht ausserdem für Gold/Silber? Nun ja, wenn das System kollabiert, kann man das Edelmetall in Schutzwesten eintauschen, denn Edelmetall ist dann ein Ersatz für wertlos gewordenes Geld, welches eben in dieser Situation nicht primär Schmuckfunktion hat, sondern Geldfunktion. Und Schutzwesten könnten für deutsche Untertanen notwendig werden, wenn man künftig in Deutschland demonstrieren möchte, sollte das Militär im Inneren gegen das deutsche Volk eingesetzt werden.

  5. Dr. W. E. sprach

    Diese Untergangsszenarien des Papiergelds werden doch nun schon seit vielen Jahren herauf- und heruntergebetet.

    Solange das Brot mit Geldscheinen bezahlt werden kann, das keine 5 Nullen aufweist, wird in der ganzen Welt das an sich wertlose und ganz und gar nicht fälschungssichere Papiergeld weiter akzeptiert werden.

    Auch aus diesem Nullen-Grund wurde die schon damals starke DM bei der Umstellung zum EURO im Wert vorsichtshalber halbiert und die damals schon vor lauter Nullen gespickte Lira entgültig geheilt.

    Momentan drucken alle Notenbanken Geld in Massen, so auch in den letzten Tagen, um wieder einmal das Feuer unter dem Dach der Banken zu löschen.

    Nur gefährlicherweise verschwindet gerade wieder dieses Geld -wie vor der letzten Währungsreform- unter der Matratze von vielen Haushalten.

    Doch dieses Geld kommt irgendwann einmal explosionsartig auf den Markt und jegliche Steuerungsmechanismen der Notenbanken werden wie in der Vergangenheit(Tender, Zinsen)wieder versagen.

    Die eigentliche Gefahr für eine Währung ist also DAS HORTEN UND ANGSTSPAREN VON GELD!!!

    Dies führte in der Vergangenheit immer zu einer Hyperinflation und ganz uneigennützig in Folge zu einer Entschuldung des Staates. Da jeder “dumme” Politiker diesen Zyklus kennt, tut er sich momentan so schwer, zu sparen.

  6. Franz-Josef Hanke sprach

    Ich finde, Ihr geht hier doch etwas zu heftig ran: Sicherlich ist der Werte-Verfall des Geldes und die dahinterstehende Banken-Krise noch gefährlicher, als die Mainstream-Medien glauben machen.
    Eine besondere Pikanterie hat da auch die Tatsache, dass Fonds einfach “geschlossen” werden, wenn ihr Wert dramatisch verfällt. So hindert man gutgläubige Kundden daran, ihr wertlos werdendes Geld rechtzeitig zurückzufordern. Das ist schon ein Skandal!
    Dass die Krise mit dem Krieg im Irak und in Afghanistan zu tun hat, ist sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen. Dass erst einmal die “Kreditanstalt für Wiederaufbau” (KfW-Bank) die IKB-Bank und dann die Europäische Zentralbank (EZB) alle deutschen udn europäischen Banken gestützt haben, und zwar massiv, das belegt zudem die Verstrickung und Vernetzung des gesamten Systems.
    Aber deswegen jetzt schon zu glauben, das System bräche bald in sich zusammen, halte ich für voreilig.
    Auch ich glaube, dass das derzeitige oligopol-kapitalistische Wirtschaftssystem nicht mehr länger als sieben Jahre ungeschoren davonkommen wird, aber die eigentlichen Probleme sehe ich in der Verteilungsgerechtigkeit: Wenn ALG-II-Empfänger hungern, während Manager bis zum Hundertfachen dessen im Jahr einstreichen, was dem Kreis hier an Fördergeldern für Bildungsprogramme zugunsten Langzeit-Arbeitsloser gestrichen wurde, dann erzeugt das zu Recht Wut.
    Was lange gärt, wird endlich Wut.
    Was dann passiert, kann man sich ausmalen, wenn man Sprüche wie die von Peer Steinbrück hört, der eine Erhöhung des ALG II von der Kassenlage abhängig machen will.
    Für das Kasino und die Stütze an Banken ist genug Kohle da, nicht aber für Erwerbslose!
    Das kann nicht mehr lange gutgehen so!
    fjh

  7. Toks sprach

    Zum Thema Finanzspritzen…

    bei dem Geld das der EZB den Banken zur Verfügung gestellt hat handelte es sich um sogenannte
    Tenderkredite. Das Geld was zur Verfügung gestellt wurde ist einfach nur Buchgeld das gegen Zinsen verliehen wird und wieder innerhlb einger Tage zurückgezahlt werden muss.

  8. Mein Parteibuch sprach

    @Toks
    “Einfach nur Buchgeld” ist eine klasse Formulierung. Die Zahlen auf unseren Girokonten sind auch einfach nur Buchgeld. Deshalb ist das vermutlich auch nicht so wichtig, was in so Kontoauszügen drinsteht.

    Mit der recht kurzen Laufzeit der Tender hast Du vermutlich recht. Ohne es zu wissen, würde ich mal auf 180 Tage Laufzeit tippen. Weißt Du zur Laufzeit was genaues?

    Davon, dass die Tenderkredite zurückgezahlt werden müssen, bin ich nicht überzeugt. Ich würde eher davon ausgehen, dass, wenn die Tender fällig sind und die “Liquiditätssituation” dann zufällig immer noch “angespannt” ist, einfach neue Tender ausgegeben werden, mit denen die alten abgelöst werden. Weil niemand will, dass eine Großbank, nur weil sie schlecht gewirtschaftet hat, pleite geht - und dem Bankplatz Deutschland dadurch “großer Schaden” entsteht, werden eigentlich fällige Insolvenzen wegen Illiquidität einfach durch immer neue Kredite abgewendet.

    Dass hier mehr als die Hälte eines Bundeshaushaltes innerhalb von 24 Stunden verteilt wurde, zeigt das Ausmaß des Desasters. Und jetzt nochmal die Gretchenfrage: bezahlt es nicht irgendjemand letztlich doch, wenn von der EZB einfach immer mehr Geld “verleiht” - also herausgibt?

  9. Marco sprach

    … und die Krux der ganzen Geschichte, die dumm in die Wäsche gucken, sind einmal mehr wir die Bürger … *sick*

  10. 156 Milliarden Euro – verteilt auf zwei Raten – waren es diesmal. « xxl-killababe berlin wordblog sprach

    […] mein Parteibuch.com Und beispielsweise auch bei der West LB und die Sachsen LB - da würde sich sicher niemand wundern […]

  11. biedl sprach

    Naja, teilweise muss ich Dir da Recht geben, aber eines darf man auch nicht vergessen: Wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät, dann wird da ausgeholfen, denn ansonsten wäre es die Katastrophe schlechthin. Nichts desto trotz müssten zumindest mal ein paar Köpfe rollen und die Sauerei ist, dass das nichts passiert. Ich kenne da jemanden der gerade in den USA lebt und sich da ein Haus gekauft hat, da er so billig nicht Mieten kann… Wenn man jetzt noch die Lage bedenkt, da würde man hier bei uns ungefähr das 10 Fache bezahlen.

    et Biedl

  12. Bescheidwisser sprach

    Wenn die Zentralbanken dieses Tendergeld verleihen, ist dass der ganz normale Prozess der Geldschöpfung. Für das Geld sind schließlich Zinsen zu zahlen (4,5%) und diese Zinsen müssen “erarbeitet” werden. Wird das Geld dann zurückgezahlt (z.B. nach einem Jahr) wurden tatsächlich reale Werte in Höhe von 4,5% der geliehen Summer geschaffen. Natürlich kann man kritisch fragen, ob diese Werte z.B. Rüstungsgüter sind. Aber im Grunde sind diese Tenderkredite völlig unproblematisch. Problematisch dagegen ist, dass Banken mit diesem geliehenen Geld wie Unternehmen auftreten können, indem sie z.B. faule Kredite aufkaufen, Unternehmen oder Wohnungsbestände kaufen können. Statt also Geld nur “weiter zu verleihen” gegen Risikoprämien (die dann wegen der erforderlichen Rückzahlung weitere Werte schaffen), betätigt sich die Bank selbst als Unternehmer. Und das ist das Problem! Weil sie dann gerade wegen der günstigen Refinanzierung weniger Risikoscheu wird. Sie erfüllt also ihre eigenen Bonitätskriterien nicht mehr, die sie anwendet, wenn sie das Geld an fremde Unternehmen verleiht.

    Das ist das eigentliche Problem, dass wir haben. Da muss Kontrolle und Aufsicht her. Notfalls muss Banken das Investmentbanking untersagt werden.

    Das sind die Schlußfolgerungen. Beseitigen von Liquiditätsengpässen ist dagegen völlig harmlos und völlig richtig!

  13. amadeus sprach

    die sog.gen. Schnelltender sind Kurzfristkredite für den Interbankenmarkt. Banken nehmen und geben Kredite von und an andere Banken. Das sind tlw. 24 stunden Kredite, Nachtkredite,2 Tage Kredite etc. Dieser Interbankenmarkt war scheinbar am Donnerstag für mehrere Stunden zusammengebrochen und stand still, die Banken vertrauen einander nicht mehr, sie glauben nicht, daß vergebene Kredite zurückgezahlt werden können bzw. es KANN sein, daß eine große europäische Bank am Donnerstag zusammengebrochen ist, daraufhin bricht die Kette der kurzfristigen Kredite im Interbankenmarkt, man “spekuliert und munkelt “, daß die West LB sowie im Anhang die Sachsen LB implodiert ist, sodaß am Wochenende (immer Sonntag mittag) die Herren Zentralbanker, Finanzminister, Privat-Banker usw. eine Rettungsaktion fernab von Journalisten starten können.

    Wie gesagt man munkelt !!!

  14. Bernd sprach

    “EZB spendiert armen Banken mal eben 95 Mrd Euro”??

    Selten einen so unqualifizierten Beitrag gelesen.
    Der Verfasser zeigt eindeutig, dass er von der Materie nicht viel weiss.

  15. Toks sprach

    Hier kann man ein überblick über alle getätigten Geldgeschäfte (Tender) der EZB gewinnen.
    http://www.bund...tionen/REFD.pdf
    Die Laufzeit der aktuellen Tender beläuft sich demnach auf grade mal 1-3 Tage!

  16. Geld sprach

    @ 14: Welch ein Glück, dass Sie von der Materie umfassende Kenntnis haben. Wo ist Ihr qualifizierter Beitrag?

  17. Bescheidwisser sprach

    Was hängt ihr Euch alle an der Laufzeit auf?

    Die Laufzeit besagt nur, dass der Tender auf kurzfristige Wirkung ausgelegt ist. Trotzdem werden 4,5% Zinsen fällig (auf’s Jahr gerechnet). Es handelt sich dabei also um den ganz normalen Prozess der Geldschöpfung. Hier haben wirklich einige den Grundmechanismus nicht verstanden. Deshalb hier in der FAZ das ganze einfach und verständlich erklärt, in dem Beitrag “Woher kommt das Geld?”

  18. salvo sprach

    siehe dazu ein Interview mit Dieter Wermuth auf den nachdenkseiten

    http://www.nach...=2547#more-2547

    siehe auch den Beitrag von Dieter Wermuth auf weblog.de

    http://blog.zei...dentrieb/?p=191

  19. salvo sprach

    siehe dazu auch Jahnke

    http://www.jjah...31.html#amerika

  20. Franz-Josef Hanke sprach

    Das Investment-Roulete geht in die nächste Runde: Heute hat die EZB noch einmal 48 milliarden Euro nachgelegt. Die Finanz-Karre ist offensichtlich schwer am Dampfen.
    fjh

  21. Katzenfreund sprach

    Die amerikanische Zentralbank war übrigens auch so freundlich, mal eben für 65 Milliarden Dollar faule Immobilienkredite zu übernehmen. Wäre ja auch noch schöner, wenn die Banken für sowas selber gerade stehen müssten.

  22. salvo sprach

    dazu noch ein Komentar von Jahnke

    “Wie neoliberal verdummte Regierungen gigantische Werte vernichten, für die Arbeitnehmer jahrelang schufften mußten”

    http://www.jjah...br31.html#krise

  23. Die privilegierte parasitäre Minderheit « Meudalismus sprach

    […] ist eine sehr wichtige Analyse: Vor kurzem gab es diese umfangreichen Meldungen über die Bankenkrise - da wurden viele Milliarden durch die europäische Zentralbank an Krediten und damit Geld […]

  24. Festgeld-News Wenn es den Banken schlecht geht, freut sich der Anleger sprach

    […] Banken nicht mehr ohne weiteres möglich ist und die EZB schon mehr als genug Kapital als Kredit in den Markt gepumpt hat müssen mehr Kundeneinlagen her. Da nicht wenige Banken viel Geld verloren haben, beginnen diese […]

  25. Peter sprach

    Und was ist doe Folge aus dem Ganzen? Hier in Deutschland wird auf Grund des Rettungpakets nun schon darüber diskutiert die Mehrwertsteuer im Fall des Falles um 5 - 7 Prozent zu erhoehen. Das tut der Wirtschaft sicher auch wieder besonders gut…

    Die Diskussion um die Mehrwertsteuererhöhung ist hier zu finden

  26. hans sprach

    tja..hätte ich damals mal in Gold investiert^^

  27. Heinrich sprach

    Dadurch sinkt auch der Wert des Geldes. Am besten ist wenn man in Gold und andere Edelmetalle investiert. Wenn die Banken so viel sch… machen.

    Lg

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