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6. August 2007

Bahnstreik schadet angeblich dem Ruf Deutschlands

von @ 18:20. abgelegt unter Finanzen, ALG II, Deutschland, Politik

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat angesichts eines Streikes der Lokführer bei der Deutschen Bahn gewarnt. Dieser Streik schadet der Wirtschaft und dem Ansehen Deutschlands.

Glaubt dieser Mann wirklich, was er da sagt? Ist es nicht eher so, das die Bezahlung einer Vollbeschäftigung in Deutschland nicht mehr ausreicht, um seine Existenz zu sichern? Und das unsere Politiker (wird das Wort ihrer Tätigkeit überhaupt noch gerecht?) sich immer noch nicht auf einen gesetzlichen Mindestlohn einigen konnten. Das Harz-IV-Empfänger in Deutschland alle Menschenrechte verlieren. Die Gehälter der Vorstandvorsitzenden und Aufsichtsräte steigen kontinuierlich, die Diäten ebenso, nur der kleine Mann hat in seiner Lohntüte immer weniger. In keinem anderen europäischen Land hat sich die Schere zwischen arm und reich so schnell vergrößert, als hier in Deutschland. DAS ALLES schadet dem Ansehen Deutschlands viel mehr.
Oder wird mit diesen Worten versucht dem Bürger klar zumachen, das auch des letzte Mittel der Arbeitnehmer, nämlich Streik, in Deutschland gesetzlich verboten werden soll.

Die Arbeitnehmer und ganz besonders die Gewerkschaften sollten sich ihrer Macht eigentlich wieder bewusst werden. Streik ist das einzige Mittel was unsere Großkonzerne und Machthaber wirklich noch fürchten. Nicht umsonst wird durch unseren Rollstuhlminister immer wieder laut über einen Bundeswehreinsatz im Innern nachgedacht.

Wenn es zum Streik kommen sollte, werden viele Bahnreisende und Pendler das zu spüren bekommen. Sie sollten sich trotzdem mit den Lokführern solidarisch zeigen und endlich erkennen, das die so genannte öffentliche Meinung und die dazugehörende Presse nur versucht, in diese gemeinsame Macht der Arbeitnehmer eine Keil zu treiben.

26 Kommentare zum Beitrag “Bahnstreik schadet angeblich dem Ruf Deutschlands”

  1. MenschMaier sprach

    Na, die Brüder aus der Politik wollen eben ihren Deal kaschieren. Bahnprivatisierung = Gewinne den Aktionären und Kosten dem Steuerzahler

    Wartet mal, wenn es denn wirklich soweit ist wieviele Bahnmitarbeiter dann auf die Strasse gesetzt werden. Natürlich frühpensioniert mit 45 und wer zahlt es?

  2. Lupus sprach

    Solidarisch? Damit, dass die Lokführer Größenwahn befallen hat und diese sich mit Piloten vergleichen? Das diese Jahrzehnte lang geschlafen haben und nun mit einmal durch eine 30 %ige Lohnerhöhung alles nachholen wollen, was selbige versäumt haben frühzeitig einzufordern? Und darunter müssen nun tausende leiden? Bei einem solchen fahrlässigen Handeln würden andere Personengruppen nachhaltig bestraft werden. Aber Streik ist ja das beste Mittel auf die eigenen Unzulänglichkeiten aufmerksam zu machen. Das kann ja wohl nicht wahr sein und JA unter diesen Bedingungen sollte man Streik verbieten!

  3. Meudalherr sprach

    @ 2: “Lokführer Größenwahn” - 30% mehr Lohn wollen ist kein Größenwahn, wenn man sich die Einkommensveränderungen bei den Managern anschaut. Immer locker bleiben. Wenn die Manager weniger Lohn kriegen würden, kann man den Lokführern problemlos mehr Lohn bezahlen. So einfach ist das.

    Wenn mehr Lohn gezahlt wird, dann gibt es auch keinen Anlass zum Streik.

  4. Lupus sprach

    @3 - Meudalherr
    Nur mit dem Unterschied, dass Manager meist einen leistungsbezogenen Anteil am Lohn haben - leistungsbezogene Entlohnung wäre sowie eine Alternative.

    Ansonsten ist “Erpressung” unter dem Deckmäntelchen des Streiks ein probates Mittel um Versäumnisse aufzuholen - in der Tat, gute Idee und vorallem für alle Beteiligten durchaus konstruktiv…

  5. Meudalherr sprach

    Hallo Lupus,

    “leistungsbezogene Entlohnung” - worauf wollen Sie hinaus? Meiner Meinung nach muss die Leistung der Lokführer höher vergütet werden und die Leistung der Manager niedriger vergütet werden. Irgendwie muss das ganze ja finanziert werden.

    Machen Sie sich doch mal bitte, lieber Lupus, ganz grundsätzlich Gedanken zur Zeit.

    Der Streik ist ein legitimes Kampfmittel - schade halt, wenn die Bahnkunden darunter leiden müssen.

  6. Lupus sprach

    Was soll ich mir grundsätzlich Gedanken machen? Die Zeiten ändern sich und viele der eindimensional oder inzwischen garnicht mehr ausgebildeten Arbeiter / Mitarbeiter wollen (jaja, teilweise auch können) nicht mitziehen (ich rede hier nicht von Einzelschicksalen). Warum soll man Managern weniger vergüten die letztendlich die Bedürfnisse der Aktionäre (übrigens auch Lokführer, die u.U. Fonds gezeichnet haben die in Aktien investieren) erfüllen müssen!! Wenn man sich die Ergebnisse der großen Konzerne so anschaut tun die Manager doch sehr viel für Ihre Aktionäre - nicht?

    Meine Solidarität liegt bei den Bahnkunden und ich kann deren Ärger verstehen!

  7. Dr. W. E. sprach

    Als ich vor einigen Monaten, als das Ganze hochkochte, das Monatseinkommen eines Lokführers im Focus gelesen hatte, war ich echt schockiert. Mit diesem Hungerlohn könnte meine Familie nicht einmal 1 Woche überleben!!!

    Ich hasse die Bahn - laut, unfreundlich, kalt - fahre nur, wenn es nicht anders geht - deshalb meine volle Solidarität mit allen Managern der Trieblock.

    Da sollte wenigstens ein Managergehalt doch machbar sein, oder!?

  8. rk09 sprach

    @Lupus
    “[..]dass Manager meist einen leistungsbezogenen Anteil am Lohn haben[..]”
    der war gut! frag mich, wie eine solche hundert oder tausendfache “Leistung” erbracht werden kann….

  9. Hape sprach

    Wo blieb denn der große Aufschrei, als die Bezüge des Bahnvorstandes von 2005 auf 2006 um 300% (in Worten: dreihundert!!! Prozent) gestiegen ist?
    Ja, die Manager tun sehr viel für ihre Aktionäre. Und das ist ja wohl auch der große Fehler im System. Denn eigentlich sollten sie etwas für ihre ArbeiterInnen und natürlich die KundInnen tun …

    Früher einmal waren die Bahn und der öffentliche Nahverkehr noch einmal dazu da, die Leute von A nach B zu bringen - heute dienen sie nur noch der Gewinnmaximierung und der Kapitalvermehrung der Aktionäre.

    Natürlich sind Streiks eine Art Erpressung so wie Unternehmen die ArbeiterInnen damit erpressen, Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen. Aber sie sind gleichzeitig das einzige Mittel, das den ArbeiterInnen bleibt um sich gegen die (gut bezahlten) Unternehmer wehren zu können. Die Alternative wäre zu kuschen. Leider haben die Deutschen keine Tradition der Generalstreiks, sonst würde in diesem Land einiges anders laufen, glaube ich …
    Der Spiegel tut sich mit seinem Artikel in der vorletzten Ausgabe über den GDL-Vorsitzenden Schell damit hervor die Streiks zu diskreditieren, indem sie den Eindruck erwecken, er wolle sich lediglich profilieren. Am besten, man liest einmal den offenen Brief der Gewerkschafter an Herrn Mehdorn … (http://gdl.de/redaktionssystem/downloads/offener_brief_mehdorn.pdf)

    Schade, dass diese Angelegenheit von der Privatisierung der Bahn ablenkt, die - im Gegensatz zu den drohenden und berechtigten Streiks der LokführerInnen - eine große Frechheit und ein arger Betrug an uns allen als indirekte Mitbesitzer an der DB ist. Man sollte seine Energie und den Zorn lieber gegen diesen Akt des Diebstahls richten. Die GDL sollte eine Verhinderung der Privatisierung in ihre Ziele mit aufnehmen.

    Meine Solidarität haben die Lokführer

  10. Meudalherr sprach

    Hallo Lupus,

    “tun die Manager doch sehr viel für Ihre Aktionäre” - das stimmt. Die Löhne senken, um die Gewinne zu erhöhen. Den Preis dafür zahlen z.B. die Lokführer.

    Natürlich sind theoretisch auch Lokführer Aktionäre. Aber nur 12% der Deutchen sollen überhaupt Aktien haben, habe ich kürzlich gelesen. Vermutlich ist der Anteil derjenigen Lokführer, die Aktien haben, ebenfalls nur relativ gering.

    Du scheinst es gut zu finden, wenn Manager und Aktionäre zu Lasten der Lokführer gewinnen. Du brauchst dich aber nicht zu wundern, wenn sich am Ende die Bahnkunden über Streiks der Lokführer ärgern.

    So ein richtiger Generalstreik, das gibt es in Deutschland leider nicht, wohl aber in Frankreich. Aber würde uns Deutschen mal ein richtiger Generalstreik gut tun - dann würde der eine oder andere Manager und Aktionär auch mal merken, dass es so nicht weitergehen kann wie bisher. Man kann nicht nur immer Gewinne machen, aber den Mitarbeitern immer nur einen Hungerlohn zahlen.

    Meine Solidarität geht mit den Lokführern, die übrigens erheblichen seelischen Belastungen ausgesetzt sein können, wenn beispielsweise jemand sich vor einen Zug schmeißt. Und das Risiko ist ziemlich hoch, dass ein Lokführer im Laufe seines Lebens solch ein Erlebnis hat. Und dafür könnte man noch Lokführer besser vergüten.

    Aber, Lupus, du scheinst mit den Aktionären zu sein, vielleicht hast du selber Aktien. In diesem Fall verstehe ich deine Haltung.

    Lupus, wenn du zu denjenigen Bundesbürgern gehörst, die Aktien in einem nennenswerten Umfang haben, du noch nebenbei mindestens eine Immobilie im Wert von mindestens 200.000 EUR hast, dein Einkommen bei 10.000 EUR pro Monat mindestens liegt, dann kann ich deine Meinung durchaus verstehen.

  11. Andreas sprach

    In diesemLand leben bereits 20 Millionen Menschen an und unterhalb der Armutsgrenze und das haben diese “Manager” in 17 Jahren sauber hingekrigt. Leistungsbezogener Lohn wären 17 Jahre Knast!

    Die Lok-führer sollten so lange streiken, bis das Verbrechen Hartz IV zurückgenommen, die Arbeitszeiten so lange per Gesetz verkürzt sind und alle wieder Arbeit haben, bei vollem Lohnausgleich selbstverständlich und alle Konzerne verstaatlicht sind, die wir für die Grundversorgung der Bevölkerung benötigen. Wir brauchen keine Aktionäre,aber diese Schmarotzer brauchen uns.

    Die Lokführer haben meine volle Solidarität.
    Alle Räder stehen still, wenn mein starker Arm es will. Schluss mit den Erpressungen der Kapitalbesitzer!

  12. Der Nordstern. sprach

    Die Grundrechte der Demokratie schaden nach Meinung des Herrn Glos und seiner Partei IMMER dem Ansehen Deutschlands. Weil fast immer Kapitalinteressen dadurch gefährdet sind.

    Der Nordstern.

  13. ka sprach

    Generalstreik ist in D verboten.
    “In Deutschland sind Generalstreiks, anders als etwa in europäischen Staaten wie Frankreich oder Italien, juristisch nicht vom Streikrecht gedeckt und somit illegal (Tarifautonomie).”

    Quelle:
    http://de.wikip...i/Generalstreik

    Es lebe die weitere verschlechterung der bedingungen (Preiserhoehungen, Harz4-kuerzung, …), damit die leute den arsch hoch kriegen.

  14. Heiko sprach

    Traurig die Zeiten in denen man mit so etwas argumentiert: “tun die Manager doch sehr viel für Ihre Aktionäre”…
    Welch Perversion im System der rhetorischen Tricks.

  15. Mein Parteibuch sprach

    @lupus #4
    Leistungsbezogene Managergehälter sind eine prima Sache. Wieviel verdient denn wohl ein Manager wie Jürgen Schrempp, der Milliarden an Werten vernichtet hat, gerechterweise?

    @ka #13
    Ein Generalstreik mag rechtswidrig sein, aber ein unbefristeter Arbeitskampf aller Bevölkerungsgruppen unter Hoheit einer Ad-Hoc gegründeten unabhängigen Gewerkschaft zur Herstellung anständiger Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen ist es nicht. Streik ist gemäß Artikel 9 Abs 3 GG ein Grundrecht:

    “Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden. ”

    Und wenn der Rest dann noch “Dienst nach Vorschrift” macht, dann stehen auch hier in Deutschland alle Räder still. Dass das in Deutschland so kommt, ist aber wenig wahrscheinlich, denn schon Lenin wusste von den Deutschen sinngemäß zu berichten, dass die Deutschen nicht zur Revolution fahren, wenn sie alle kein Geld für eine Bahnfahrkarte haben.

  16. Mein-Parteibuch.com » Harz-IV und ALG-II Empfänger, das sind doch alles Sozialschmarotzer? sprach

    […] in die jetzige Zeit des herbeigeschriebenen Wirtschaftsaufschwungs. (Der ja nun leider durch den Bahnstreik wieder zunichte gemacht […]

  17. Michael Schöfer sprach

    Der Gesamtwert der Bahn beträgt 182 Mrd. Euro - ein mit den Mitteln der Allgemeinheit aufgebautes Vermögen. Das Ganze soll aber demnächst für einen Bruchteil des Wertes an der Börse verscherbelt (Verzeihung: privatisiert) werden. “Eine Bahn, die an die Börse gehen will, muss schlank sein. Das heißt, sie darf keine zu hohen Personalkosten haben”, konstatiert Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. [Quelle: Frankfurter Rundschau vom 07.08.2007] Deshalb hält sie die Forderungen der GDL für “völlig überzogen”. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Weil der Bund Volksvermögen in Milliardenhöhe an private Kapitalanleger verschleudern möchte, sollen sich die Lokführer in Bescheidenheit üben. Eine ziemlich verquere Logik.

    Die Gesamtbezüge des Vorstands der “Deutsche Bahn AG” sind übrigens seit 1999, als Mehdorn den Vorstandsvorsitz übernahm, von insgesamt 3,679 Mio. auf 20,143 Mio. im Jahr 2006 gestiegen. Das ist eine Steigerung um 447 Prozent. [Quelle: Geschäftsbericht 1999, Seite 104, und Geschäftsbericht 2006, Teil 7, Seite 193] So viel zu den angeblich “völlig überzogenen” Forderungen der Lokführer.

  18. Personal dispute to stop trains in Germany « More shameless remarks by Larko sprach

    […] to the drivers in spite of the expected chaos right in the middle of the vacation season. As Mein Parteibuch puts it, it is bad for Germany’s reputation that the pay for a full time job is insufficient […]

  19. LOL sprach

    @Michael:

    Wenn Du der Auffassung bist, dass die Deutsche Bahn an der Börse - weil unter Wert verkauft - ein Schnäppchen sein wird, dann steht es Dir wie auch jedem anderen Bürger frei, Dich entsprechend am Risiko der Unternehmung “Bahn” zu beteiligen und Aktien zu kaufen.
    Muesste dann ja Deiner Logik zufolge ein sicheres und tolles Geschaeft werden, wenn die Bahn an der Börse so sehr unter Wert verschleudert werden wird.

  20. salvo sprach

    auch wenn es in der neoliberalen Bibel geschriben steht, dass alles eine ‘Unternehmen, ein ‘Risiko’, etwas sein muss, dass Rendite abwirft und sich dem ‘Wettbewerb’ unterwerfen muss, all das sind Kategorien, die nur in der ökonimistisch reduzierten Scheinwelt Platz haben. Es geht nicht nur um Volksvermögen, das faktisch privatisiert und in mafiotoscher Manier an Private, die damit einen Renditeanspruch verknüpfen, verschleudert wird. Um die Bahn handelt es sich um ein notwendiges Gut, das existentielle Bedürfnisse bedient und nicht durch den Renditenterror, mit dem einige gemeingefährliche Geisteskranke ganze Gesellschaften überziehen, unetworfen werden darf. Die Bahn ist keine Ware, hat einen gesellschaftlichen Auftrag, den sie für alle so erfüllen muss, dass jede(r) ihre Dienste beanspruchen in der Lage ist, das heißt sie muss für eine für alle erschwingliche, sichere, umweltfreundliche Beförderung sorgen.

  21. LOL sprach

    Was für ein sozialistischer Unfug, Salvo.
    Der Siegeszug der Bahn - ich helfe Dir hier gerne mit Fakten aus der Wirtschaftsgeschichte weiter - hat erst eingesetzt, als sich private Investoren in grossen Aktiengesellschaften zusammenfanden, um den Bau von Bahnstrecken zu finanzieren.
    Das einzig und allein nur aus dem Motiv des “Renditeterrors”, den Du so ablehnst.
    Haetten sich seinerzeit keine Investoren gefunden, die mit privatem Vermoegenseinsatz den Bau der ersten Bahnstrecken - weltweit - finanziert haetten, gaebe es vermutlich auch heute noch kein derart umfangreiches Bahnwesen.
    Ein grosser Teil der Misswirtschaft der Bahn ist daher auch nicht auf zuwenig Staatseinfluss, sondern auf zuviel Staatseinfluss zurückzuführen.

  22. salvo sprach

    was hat das denn mit der Privatisierung der Bahn, ihrem gesellschaftlich-öffentlichen Auftrag, und dem faktischen Scheitern der an kurfristigen privaten Gewinninteressen einiger skrupellosen Verbrecher zu tun? Sehen Sie sich mal die Auswirkungen der Privatisierung der Bahn in GB an! Es ist überhaupt nicht notwendig, die Finanzierung gesellschaftlich notwendiger Aufgaben durch Privatisierung zu sichern. Es geht hier einzig und allein darum, dass Volksvermögen zugunsten korrupter Politiker, Gewerkschaftsfunktionäre und kapitalkräftiger Anleger verscherbelt werden soll. Dass sie durch eine verküzte Sicht historische Zusammenhänge mißbrauchen, um diesen gigantischen Raubzug zu legitimieren, ist mehr als erbärmlich.

  23. salvo sprach

    Im Bündnis “Bahn für Alle” sind elf Organisationen Mitglied. Wir kämpfen für eine Bahn als ökologisches, soziales Verkehrsmittel für alle statt für eine Bahn als Renditeobjekt für wenige.

    http://www.bahn-fuer-alle.de

    lassen wir uns nicht unser Leben von renditegeblendeten menschenverachtenden Verbrechern und Irren wegnehmen!

  24. salvo sprach

    man lese sich im Übrigen die Geschichte der Deutschen Bundesbahn

    http://de.wikip...n_1949_bis_1994

    die zeigt, dass die private Finanzierung, wenn überhaupt, nur in der Anfangszeit eine Rolle spielte

  25. Mein-Parteibuch.com » Die Justiz als Tarifpartei? sprach

    […] würden? Und ob sie dann wohl, um mit gutem Beispiel voranzugehen, die Arbeit auch für ein Lokführergehalt machen würden? Sicher hätten Richter dann auch gegen leistungsgerechte Bezahlung nichts […]

  26. mein-parteibuch.com » GDL macht ernst mit Bahnstreik sprach

    […] wirft der Bahnstreik Fragen auf, die von den Medien lieber nicht so gern thematisiert werden. Nachdenklich darf man […]

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