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| Soziale Gerechtigkeit |
Auf Mein Parteibuch wurde vor etwas mehr als einem Jahr gefragt, ob Arbeitslose glücklich sein dürfen.
Vor etwas mehr als einer Woche hat sich, wie die Berliner Zeitung unter dem Titel “Herzkrank und Hartz IV: Todessprung vom Balkon” berichtet, der auch aus dem Mobbing-Gegner bekannte Netzaktivist Detlef Rochner alias Kampfrenter Detti mit einem Sprung aus dem Fenster seiner im zehnten Stock liegenden Wohnung in Berlin Lichtenberg das Leben genommen. Im Netz findet sich ein Nachruf von Micha und ein Nachruf von Andreas Klamm.
In seinem Abschiedsbrief erklärt Detlef, wie Hartz IV die Würde des Menschen verletzt:
Da ich leider feststellen musste, dass man als Kranker oder Behinderter in unserem Staat, gerade unter Hartz IV kein würdiges Leben führen kann, habe ich mich entschlossen, meinem Leben ein Ende zu bereiten. Ich erhoffe mir, durch meinem Tod, meiner Familie einen Weg aus Hartz zu ermöglichen. Vielleicht schaffen Sie es jetzt (ohne mich) ihren Traum vom Pferdehof und einer unabhängigen Lebensführung umzusetzen. Ich wäre als 2. Pflegefall nur eine zusätzliche Belastung und ein bürokratisches Hindernis ! Durch diesen Schritt habe ich nur dem logischem Verlauf meines Lebens ein wenig Zeit geraubt.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, teilt, wie das Bürgerbüro Detlef knapp 10 Tage vor seinem Suizd floskelhaft mitteilte, seinen “Standpunkt” nicht. Vielleicht überdenkt die Politik ja nun noch einmal, was Politik mit Herz bedeutet.
In einem seiner letzten Einträge auf seiner Webseite hat Detlef zur Geschlossenheit im Kampf gegen Sozialraub aufgerufen:
Meine Bemühungen, die Menschen zu mehr Geschlossenheit zu bewegen, sind absolut gescheitert. Selbst einfachste Möglichkeiten zum Zusammenschluss (für den Kampf gegen Sozialraub) werden ignoriert und mit eigenen Interessen überspielt. Die Profilierung eigener Internetpräsentationen, scheint wichtiger zu sein, als ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Daher habe ich es aufgegeben, immer und immer wieder das Selbe zu pinseln und auf ein Einlenken der armen Bevölkerung zu hoffen. In Deutschland will man nur bedauert und getröstet werden, statt sich gemeinsam gegen den Sozialraub zu wehren. Mir persönlich tut es nur sehr weh, wenn ich die Folgen für unsere Kinder sehe. Doch diese Folgen werden von der Mehrheit unserer Bevölkerung ignoriert.
Mein Parteibuch ist tief betroffen über diesen überflüssigen Tod, hofft jedoch, dass Detlef zumindest posthum den einen oder anderen dazu bewegt, sich bei der Verfolgung gemeinsamer Ziele solidarischer zu verhalten. Vielleicht hat ja auch jemand ganz konkret einen Euro für den Pferdehof übrig oder die Möglichkeit, am nächsten Dienstag oder übernächsten Samstag zur Mahnwache in Ludwigshafen zu gehen.
RiP.
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| Pisa |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Ich hatte einige Artikel von “Detti” damals (vor ca. 2 Jahren) gelesen - unter kampfrenter.de (diese Domain ist wohl aufgegeben worden). Dann später unter haertefallfamilie.de.
Also ich kenne Dettis Artikel (einige, nicht alle) schon längere Zeit. Er hat authentisch geschildert. Wenn es so schlimm ist, dass er in den Tod gesprungen ist, dann sollte das den Enteignern der Mehrheit des deutschen Volkes eine Warnung sein.
Die Politikerkaste - unsere Unterdrücker in den diversen Protzbauten - sind gut beraten, wenn sie folgende Hinweise berücksichtigen [enthält teilweise Ironie]:
1) Bundeswehr im Innern einsetzen. Es könnte jederzeit in Deutschland zu sozialen Unruhen kommen. Diese müssen unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung mit Gewalt niedergeschlagen werden können. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist Berlins wichtigster Feind, den es auch weiterhin zu unterdrücken und zu enteignen gilt.
2) Arbeitsämter durch schwerbewaffnete Bundeswehrsoldaten (am besten nur Berufssoldaten) schützen lassen. Die Gesundheit der Arbeitsamtmitarbeiter ist möglicherweise abstrakt gefährdet durch wütende “Parasiten”. Das ist keine Drohung, sondern eine abstrakte Warnung. Arbeitsamtmitarbeiter sollten verpflichtet werden, mit Schutzwesten den Dienst zu verrichten. Die Gesundheit ist ein sehr hohes Gut, das der Staat schützen muss.
3) Ohne totalitäre Massnahmen (Diktatur) ist das gegenwärtige Feudalsystem auf Dauer nicht aufrechtzuerhalten. Berlin sollte nordkoreanische Massnahmen gegen die Mehrheit des deutschen Volks in Erwägung ziehen. Hunger und Armut sind sehr gute Herrschaftsmittel, Müntefehring hat das vermutlich verstanden - wer nicht arbeitet…
“Detti” ist ein Opfer des modernen Feudalismus. Nicht das erste. Das deutsche Volk (die große Mehrheit - nicht die Superreichen) leidet unter den Folgen des modernen Feudalismus. Wann kollabiert das gegenwärtige Unrechtssystem?
Detti ist leider nicht einmal der Erste.
Engagiert Euch für Soziale Bürgerrechte, für Freiheit und Demokratie!
fjh
Das Problem ist: Solange die Betroffenen eher dazu neigen, sich selbst umzubringen als die Verantwortlichen, wird sich nichts ändern. Die destruktive Kraft muss nach außen wirken, ganz gleich, ob das dann am Ende ein weitgehend friedlicher Generalstreik oder ein Bürgerkrieg wird. Die Bonzenkaste hat es so gewollt.
Gruß
Alex
[…] Kampf mit den Behörden und Gesetzen als Hilfe für Dritte dokumentiert. In seinem letzten Brief ruft Detlef R. die Betroffenen zu Geschlossenheit und Solidarität gegen den Sozialraub […]
Detlef Rochner…
Und wieder einmal ist ein der Marginalisierten der Globalisierung getötet worden — vordergründig durch eigene Hand, indem er in der zehnten Etage aus dem Fenster sprang und den Freitod wählte. Aus seinem Abschiedsbrief:
Da ich leider feststell…
Detlef Rochner…
Und wieder einmal ist ein der Marginalisierten der Globalisierung getötet worden — vordergründig durch eigene Hand, indem er in der zehnten Etage aus dem Fenster sprang und den Freitod wählte. Aus seinem Abschiedsbrief:
Da ich leider feststell…
:~(
Wann gibts denn mal wieder Katzenbilder?
Der neoliberale Terror von Politik, Wirtsschaft und Wissenschaft hat wieder einem Mitbürger das Leben gekostet.
Du Deutschland, du armseliges!
@Du Deutschland, du armseliges!
Kann ich nur unterstreichen. Wir dürfen uns aber an den Tod nicht gewöhnen. Auch als letztes Mittel eignet er sich nicht. Obwohl ich die Gefühle natürlich auch kenne!
macdet
– hartz iv muss man sich leisten können –
[…] Menschen in Deutschland, denen das Recht auf Glück verweigert werden soll, vor Verzweiflung aus dem Fenster springen oder schlicht verhungern, dann tun Politiker so, als sei nicht ihre Politik dafür […]
[…] Nachdem die Abgeordneten des Bundestages vor einigen Tagen gegen den Willen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung entschieden haben, dass die Bundeswehr weiter Krieg gegen Afghanistan und andere Länder führen wird, fährt die Rüstungsindustrie nun nach einer Entscheidung des Verteidigungsausschusses mit einem 2,9 Mrd Euro schweren Auftrag zum Bau neuer Panzer mit Namen Puma nun wohl die ersten Früchte der Kriegsentscheidung ein. Das passt gut in eine Zeit, wo Arbeitslose verhungern oder in ihrer Not aus dem Fenster springen. […]
[…] seiner Verantwortung für die Hartz-IV Toten in Deutschland, Deutschland Debatte hat da Recht, ist es eine Frage des Anstandes, dass man ihm und seiner Familie […]
[…] Belastungen,durch Hartz und die Gesundheitsreform sind nur kleine Beispiele, für den aggressiven Sozialraub in unserem Land. Allein die Anrechnung ihrer geringen Rente auf die so genannten […]
[…] egal, wie viele Menschen entwürdigt werden. Und nun wäre es nett, wenn Du Dich bei Kampfrentner Detti, dem Autor der von Dir beanstandeten Grafik, und all den anderen, die der Solidarität […]
[…] befindet sich inmitten einer schweren Sozialkrise. Auf Sozialleistungen angewiesene Menschen springen aus dem Fenster oder verhungern einfach. Und wenn viele Menschen dank Bürokratie-Dschungel mit […]
[…] 2. << Todessprung vom Balkon >> […]
[…] die Verzweiflung bei vielen Hilfebedürftigen groß ist, bei einigen so groß, dass sie aus dem Fenster springen oder beinahe oder vollständig verhungern. Diese Politik hat zum Ziel, Arbeitslosen das […]
[…] politisch gewollte Verfolgungsbetreuung hat damit in der ihr ureigenen zynischen Art und Weise mal wieder dafür gesorgt, dass ein Arbeitsloser endgültig aus der Statistik eleminiert ist. […]