Prostitution ist in weiten Teilen der USA strikt verboten. Wer gedacht hätte, die Telefonliste der Kunden von DC Madam’s Escort-Service in Washington sei nicht mehr zu toppen, sieht sich getäuscht. Bob Allen, republikanischer Abgeordneter des Parlaments von Florida und einer der Wahlkampfmanager von Präsidentschaftskandidat John McCain ist vorgestern verhaftet worden, weil ein Zivilpolizist behauptet, Bob Allen hätte mit ihm auf einer öffentlichen Toilette vereinbart, ihm 20 Dollar für einen “Blow-Job” zu zahlen.
Bob Allen soll nun wegen “Anstiftung zur Prostitution” angeklagt werden, befindet sich aber inzwischen wieder auf freiem Fuß, weil er 500 Dollar Kaution gezahlt hat. Auch wenn die Geschichte, die von dem Zilpolizisten sehr schlüssig vorgetragen wurde, sich letztlich als falsch oder nicht beweisbar herausstellen sollte, hat Bob Allen ein Problem. Die Hexenjagd, mit der Republikaner in den USA andere Menschen wegen ihres Sexuallebens verfolgen, bekommt Bob Allen nun am eigenen Leibe zu spüren. Völlig egal, ob er schuldig ist oder ob alles, wie er behauptet, ein Missverständnis ist, Bob Allen ist nun anscheinend bei vielen seiner Parteifreunde unten durch.
Dabei kann sich kaum jemand der liberal denkenden Menschen Schadenfreude verkneifen, denn schließlich hat Bob Allen erst vor wenigen Monaten einen Gesetzentwurf in das Abgeordnetenhaus von Florida eingebracht, demzufolge Sex an öffentlichen Orten härter bestraft werden solle. Da der Gesetzentwurf von Bob Allen abgelehnt wurde, droht Bob Allen jedoch nur eine Gefängnisstrafe von maximal einem Jahr.
Die Strafe hat Bob Allen sich redlich verdient. Sollte Bob Allen schuldig sein, so hat er die Strafe wegen Doppelmoral verdient. Sollte Bob Allen unschuldig sein, so hat er sich die Strafe dafür verdient, dass er Gesetze verschärfen wollte, mit denen Unschuldige schikaniert werden. Das kann er drehen und wenden wie er will, blöde sieht er dabei in jedem Fall aus.
Trotzdem wird Saubermann John McCain sich sicherlich nicht für die Abschaffung der absurden Sexualgesetze in den USA einsetzen.
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Es ist immer wieder erstaunlich, wie in machen Gegenden der USA Erotik und Sexualität verteufelt und bekämpft werden, während Du überall mit Deiner Kanone rumlaufen darfst. Wahrscheinlich wird es dort irgendwann noch schwieriger, den Playboy oder ein Porno-Heftchen zu bekommen als ein Sturmgewehr. Aber die Medien sind ja auch nicht besser: Gewalt darf zügellos gezeigt werden, aber wehe, man zeigt einmal nackte Unterleiber oder gar selbige in Aktion, dann bleibt nur die Flucht…
Gruß
Alex
Für mich hört sich das,
wenn er denn eine Erektion
hatte, nach einem
Bestechungsversuch an