Mein Parteibuch möchte den Politikern, Unternehmern und Managern, die im sächsischen Sumpf von Leipzig in den vergangenen Jahren ihr segensreiches Wirken entfaltet haben, und die nun die Erklärung mit Titel “Leipzig ist kein Sumpf” unterzeichnet haben, zu ihrer mutigen Erklärung beglückwünschen. Nach dem Presseberichte zu der Erklärung aufgetaucht sind, in denen dummerweise die Namen der Unterzeichner der mutigen Erklärung gefehlt haben, hat Mein Parteibuch sich auf die Suche gemacht, und trotz widriger Umstände - Google fragte, ob nicht die Suche nach “Leipzig ist ein Sumpf” gemeint sei - für die Leser von Mein Parteibuch auf der Webseite der SPD Leipzig gefunden. Hoffentlich bleibt sie da recht lange stehen, und fällt nicht so schnell der parteilichen Verschwinderitis zum Opfer, damit auch recht viele Menschen dieses Dokument der Zeitgeschichte an seinem angestammten Platz lesen können.
Die hochkarätigen Unterzeichner der Erklärung sind dem Wortlaut ihrer Erklärung entsprechend von 1990 bis zur Gegenwart in unterschiedlicher Funktion an maßgeblicher Stelle in der Bauleitplanung, im Verkehr mit Grundstücken sowie in der Entwicklung des Wirtschaftsstandortes sowie als ehrenamtliche Stadträte tätig gewesen. Der Kern ihrer wortreichen Erklärung findet sich wohl im Prinzip in diesem Satz wieder:
Die Charakterisierung der Strukturen der Stadt als korrupt und mafiös, diese pauschale Verunglimpfung geht an Realität und Wahrheit völlig vorbei.
In der Erklärung findet sich übrigens auch so etwas wie eine Ehrenerklärung:
Aus gründlicher, beruflich erworbener Kenntnis dieses Bereichs und seines Milieus erklären wir mit Nachdruck und aller Entschiedenheit: Leipzig ist kein Sumpf!
Bemerkenswert ist die Liste der sieben Personen, die neben dem ehemaligen Oberbürgermeister und jetztigem Ehrenbürger von Leipzig, Hinrich Lehmann-Grube, die Erklärung unterzeichnet haben. In der hochkarätigen Runde sind neben Lehmann-Grube versammelt:
Christian-Albert Jacke, Beigeordneter für Wirtschaft der Stadt Leipzig von 1990 bis 1996, heute Unternehmer in Hamburg;
Christoph Beck, Geschäftsführer der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft LWB 1998 bis 2005, heute Vorstand der DeGeWo gem. AG Berlin;
Dr. Johannes Hähle, Stadtrat (CDU) von 1990 – 2004, Vors. der CDU-Fraktion von 1995 bis 1999, Mitglied d. Aufsichtsrats der LWB von 1992 bis 2004, heute im Ruhestand;
Niels Gormsen, Beigeordneter für Planung und Bau der Stadt Leipzig von 1990 bis 1995, Südraumbeauftragter der Stadt Leipzig bis 2000, heute im Ruhestand;
Ingo Sasama, Stadtrat und Geschäftsführer der Fraktion Bündnis 90 – Die Grünen von 1990 bis heute;
Christian Schulze, Stadtrat (SPD) von 1990 bis heute, Vorsitzender des Finanz-Ausschusses von 1990 bis heute, Mitglied im Aufsichtsrat der LWB von 1990 bis 1994;
Heinrich Wahlen, Leiter des Grundstückverkehrsamtes der Stadt Leipzig von 1991 bis 1993, Geschäftsführer der LWB von 1993 bis 1998, heute Geschäftsführer der Halleschen Wohnungsgesellschaft m.b.H.
Oha, Heinrich Wahlen kennen Parteibuch-Leser doch schon aus dem Artikel “Spuren aus dem Sächsischen Sumpf in den Berliner Bankenskandal” als Ex-Vorstand einer Firma “Aubis Immobilien AG”.
Interessant ist auch, wer die Erklärung nicht unterzeichnet hat. Die SPD-Genossen Ex-OB Wolfgang Tiefensee, OB Burkhard Jung und MdB Rainer Fornahl finden sich nicht unter den Unterzeichnern der vom Genossen EX-SPD-OB und Ehrenbürger Hinrich Lehmann-Grube als erstem gezeichneten Erklärung.
Sicherlich ist das nur Zufall. Und sicher haben die keine Angst, dass sich da jemand an die nachfolgende berühmte Erklärung erinnert fühlt:
„Über diese Ihnen gleich vorzulegenden Eidesstattlichen Versicherungen hinaus gebe ich Ihnen, gebe ich den Bürgerinnen und Bürgern des Landes Schleswig-Holsteins und der gesamten deutschen Öffentlichkeit mein Ehrenwort, ich wiederhole: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe haltlos sind.“
(Uwe Barschel am 18. September 1987)
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Jepp! Zwanzig Jahre sind verstrichen und das Barschel-Zitat ist immer noch aktuell. Das nenne ich doch mal gesellschaftlichen Fortschritt.
Google ist doch schlauer als man manchmal denkt…
So, so, es is’ also nix!?
Wer jetzt auf die Idee käme, die Ex-Sumpfinsassen zögen ihre Nachfolger nun an den Haaren aus demselbigen heraus, der irrt: Das schöne Barschel-Zitat zeigt, wie es funktioniert. Vielleicht erinnern sich manche noch an den, der während der zitierten Erklärung vor laufenden Fernsehkameras neben Uwe Barschel stand und auch noch eine Ehren-Erklärung für Barschel abgab: Der damaligen Bundesminister Gerhard Stoltenberg.
Na dann, viel Spaß, Ihr armen Leipzieger!
Allerlei Ungemach kommt auf Euch zu.
fjh
Zwanzig Jahre sind vergangen, daß Barschel-Zitat ist aktueller den je. Nur in die Wanne legen, das wäre heute nicht mehr notwendig.
Auf die Leibziger kommt gar nichts zu, weil sich die große Masse dafür nicht interessiert.
Klaus
@Google ist doch schlauer als man manchmal denkt…
Und/Aber Google kennt die “Co-Manager” http://tinyurl.com/39xv2t
Uns “Rebellen” bleibt die Hoffnung das der Cache ewig ist…. apropos Marcel, da habe ich noch fragen…
macdet
– hartz iv muss man sich leisten können –
hallo ein kurzes feedback auf gestern abend und ein dickes dankeschön für die gespräche. manches war bei mir doch schon ganz schön eingerostet. nachdenken schadet dann, wenn man es nicht tut.
Angeblich geheime Dokumente zur sächsischen Korruptionsaffäre im Web
http://www.heis...r/meldung/92089
das gehört auch hier dazu
siehe Werner Rügemers neuer Beitrag zur Wirtschaftskriminalität in Deutschland
http://www.wirt..._leitkultur.pdf
HIRNVERBRANNTE SCHEIßE!!!!
Gib auf, auch diese Seite werden wir schließen. Verlaß Dich drauf……
Gib auf Barthels, auch diese Seite werden wir schließen. Verlaß Dich drauf……
Ob “.com “/ “.org”, wie schließen auch diese Seite………………..!!!!