Unter www.offenesnetzwerk.com wurde eine deutschsprachige Internetplattform mit einem niegelnagelneuen Forum ins Leben gerufen, wo auf der Startseite steht, dass keine Zensur stattfindet und keiner Angst haben muss, einen Maulkorb zu bekommen. Chapeau!
Der Traceroute des offenen Netzwerkes läuft zu Kolido in Amsterdam. Mein Parteibuch möchte hier mitlesende Politiker und Juristen im Staatsdienst auf diesem Weg darauf aufmerksam machen, dass die Entstehung solcher Foren im Ausland von Mein Parteibuch als logische Konsequenz einer kurzsichtigen Gesetzgebung und Zensur-Rechtsprechung wie sie im Supernature-Urteil zum Ausdruck gekommen ist, betrachtet wird. Mein Parteibuch möchte aber gleichzeitig betonen, dass Mein Parteibuch keinerlei Informationen darüber vorliegen, wer die Internetplattform “Offenes Netzwerk” mit welcher Intention betreibt.
Um dem potentiellen Missbrauch der eigenen Daten vorzubeugen, empfiehlt Mein Parteibuch Interessierten, sich - wie auf der Plattform selbst empfohlen - bei der Äußerung der eigenen Meinung dort strikt anonym sowohl gegenüber dem Betreiber wie auch gegenüber den Mitdiskutierenden zu bleiben. Damit mit der eigenen IP kein Schindluder getrieben werden kann, empfiehlt Mein Parteibuch außerdem dringend, bei der Äußerung der eigenen Meinung einen Anonymisierungsdienst wie das TOR-Netzwerk in Verbindung mit einem Filter wie Privoxy oder ähnliche Sicherheitstechniken zu verwenden.
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| Internetbegegnungen |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Hallo,
Super - der Weg über Anonymität und äusländische Webserver ist ein sehr guter Work-around im Buskeismus-Zeitalter.
Ich selbst betreibe mein Meudalismus-Weblog übrigens anonym, greife mit Tor darauf zu, denn ich habe nicht so viel Geld wie die Superreichen. Auch hier im Parteibuch verwende ich Tor (ich klicke auf den Torbutton, bevor ich auf “Kommentar abschicken” klicke), ich kann immer plausibel abstreiten, eine Äußerung getätigt zu haben.
Die Geheimdienste können wissen, wer ich bin. Aber noch arbeiten die Geheimdienste nicht mit Abmahnanwälten zusammen. Und Abmahnistan kann sich halt nicht jeder deutsche Untertan leisten. Deswegen: Probiert Tor mal aus, ein Kompromiss ist es.
Das Konzept “plausible Abstreitbarkeit” ist eine Notlösung, um wenigstens ein ganz bisschen Meinungsfreiheit zu haben. Besser ein bisschen Meinungsfreiheit als gar keine. Man muss klein anfangen.
An dieser Stelle möchte ich allen Personen mit Wohnsitz im Ausland für Unterstützung danken, wenn sie über deutsche Sachverhalte aus dem Ausland heraus berichten.
Grüße
Endlich eine super Idee, respekt so etwas auf die Beine zu stellen.
Es ist zwar noch weniig Content vorhanden, aber ich habe keinerlei Befürchtungen, das daß schnell anwachsen wird.
WIR SIND DAS VOLK !
Die Demokratur in Deutschland nimmt immer skurilere Formen an. Meinungs- und Demonstrationsfreiheit wird unterdrückt. Der neoliberale Propaganda schleicht sich überall ein. Offene Worte sind heute nötiger denn je!
Unter meinem vollen Namen
fjh
@ 3 “Unter meinem vollen Namen” - finde ich eigentlich richtig. Aber ich ziehe es vor, die Angriffsfläche gegen mich zu reduzieren und unter Pseudonym aufzutreten. Die Gründe sind vielfältig. Der wichtigste Grund ist, dass ich unter Pseudonym weniger Hemmungen habe, meine Meinung frei zu äußern.
Jeder der Heutzutage frei seine Meinung sagt, muß damit rechnen eine kostenpflichtige Abmahnung zu bekommen.
Solange man dem System nach dem Mund redet ist man auf der sicheren Seite, aber wehe man hat andere Ansichten, dann ist man fällig.
Das was hier in Germany abgeht ist doch wirklich nicht mehr feierlich und Mielke hätte seine wahste freude und bei Schäuble einen neuen Job.
@5
Ob man “dem System nach dem Mund redet” hat m.E. auf die Kostenrisiken keinen allzu großen Einfluss. Normalerweise geht es um das Interesse von Privatpersonen und Firmen mit großem Streit-Budget an einer blitzeblanken weißen Weste, vor allem unter den ersten 10-20 Google-Einträgen.
Erstmal das Gravenreuth Polemiker Faq runtergeladen :D:D:D
Ist es normal, das Tor den Seitenaufbau verlangsamt ?
Hallo Boeserwolf,
Ja, Tor verlangsamt den Seitenaufbau. Ein Kompromiss ist es, normal zu surfen und nur unmittelbar vor dem Absenden eines Kommentars Tor über den Torbutton zu aktivieren. Ich mache das sehr oft so, alle Kommentare von “Meudalherr” werden so eingetragen. Aber zum schnellen Surfen deaktiviere ich Tor.
Es ist bitter, das es soweit kommen konnte, daß wir uns in unserem Lande 2x überlegen müssen, ob wir unsere Meinung wirklich frei und offen kundtun wollen, da wir wirklich jederzeit mit Repressionen leben müssen. Deckt eigentlich eine Rechtschutzversicherungen Klagen wegen freier Meinungsäußerung ab?
Unkalkulierbare Risiken werden nicht von Versicherungen gedeckt.
Rechtschutzversicherungen decken deshalb zwar Klagen gegen die freie Meinungsäußerung anderer ab, nicht jedoch die Verteidigung der freien Meinungsäußerung.
Sobald freie Meinungsäußerung unbequem wird, wird diese eingeschränkt oder durch andere §§ aufgehoben.
Irgendwann laufen wir alle mit einem Chip im Kopf rum und bei der falschen einstellung ertönt der Freidenkeralarm.
Habe mich auf der Seite mal umgeschaut und die nehmen wirklich kein Blatt vor dem Mund und klären auch gut auf.
Ich kann weder dem Board noch der dortigen praktizierten Meinungsfreiheit etwas abgewinnen, solange der dortige Admin >>Staatsfeind
es ist mehr als unverständlich, dass ein SPD-Mitglied für ein Forum wirbt in dem [url=http://board.gulli.com/thread/746013-kreative-pause-zwecks-reorganisation-forenabmahnungende-wurde-voruebergehend-geschlossen/21/#509]solche Beiträge[/url] veröffentlicht werden.
@Karlo aka Antimahn
Der Beitrag trifft es genau und er hat vollkommen Recht.
Nun hetze weiter bei Gulli und verbreite deinen Blödsinn dort.
Der Name Staatsfeind soll gleube ich nur verdeutlichen, das man mit diesen nicht mehr einverstanden ist.
@ 13: Genau solche Beiträge wie der von Dir verlinkte ist möglicherweise eine Bereicherung für die demokratische Auseinandersetzung. Man muss die verlinkte Meinung nicht teilen, aber man kann sich damit inhaltlich auseinandersetzen.
Hier meine Meinung: Ich bin nicht Schuld am Holocaust, denn ich habe damals nicht gelebt.