Was Sabine Todt, bis vor kurzem Dozentin am Fachbereich Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Uni Hamburg getan hat, ist ebenso unerhört wie unglaublich. Sie hat es tatsächlich gewagt, von ihrem grundgesetzlich verbrieften Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch zu machen und dem Fernsehmagazin Monitor ein Interview zu ihren unsicheren Arbeitsbedingungen und ihrer miserablen Entlohnung zu geben.
Dabei sollte es dank des Maulkorberlasses von Präsidentin Monika Auweter-Kurtz doch völlig klar sein, dass so ein schwerwiegendes Fehlverhalten drastische Konsequenzen nach sich zieht. Da Sabine Todt keinen festen Arbeitsvertrag hatte, sondern wie viele andere auf Basis von Zeitverträgen beschäftigt war, wurde sie prompt aus dem Lehrbetrieb entfernt.
Schon eine Anordnung, im Interesse einer einheitlichen und professionellen Darstellung öffentliche Äußerungen mit der Leitung der Universität abzustimmen, ist für eine Hochschule unwürdig. Wenn eine couragierte Mitarbeiterin dann tatsächich rausgekickt wird, ist das unerträglich. Zur Freiheit der Lehre gehört auch die Freiheit des Wortes. Angstmacher wie Monika Auweter-Kurtz, die sich Duckmäuser heranzüchten, haben in der Leitungsposition einer deutschen Universität nichts zu suchen.
Wie die Junge Welt berichtet, findet morgen, am 10. Mai, um 11.30 Uhr eine Protestkundgebung auf dem Campus der Uni Hamburg statt. Wenn die SPD Vertreterin von selbstbewussten und stolzen Arbeitnehmern sein will, dann sollten sich Gewerkschaften und die Hamburger SPD dem Protest anschließen. Und es wäre auch wichtig, dass der Spitzenkandidat der SPD für die Bürgerschaftswahl 2008, Michael Naumann, dazu ein ganz klares Wort sagt.
Es ist die ureigene Aufgabe von Gewerkschaften und der SPD, dass sie der Universitätspräsidentin Monika Auweter-Kurtz klarmachen, dass sie sich schämen sollte, schämen für die schlechten Arbeitsbedingungen, für den Maulkorberlass, für das Rauskicken der Dozentin und für die Vertuschungsversuche danach und dass sie so ein Verhalten nicht tolerieren werden.
Wenn die Gewerkschaften und die SPD es zulassen, dass Mitarbeiter selbst in öffentlichen Einrichtungen entrechtet und geknebelt werden und sogar Angst haben müssen, überhaupt auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen öffentlich aufmerksam zu machen, dann verlieren sie jegliche Existenzberechtigung.
Deutschland braucht dringend mehr Menschen, die den Mund aufmachen. Menschen wie Sabine Todt.
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| Teures Versehen |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Der postdemokratische Kapitalismus (Deutschland heute/Europäische Union) hat sehr große Ähnlichkeiten mit dem real existierenden Sozialismus (ehemalige DDR/Sowjetunion). Kein Wunder, wenn viele deutsche Untertanen Englisch (USA - First Amendment, Free Speech), Spanisch (Südamerika - soziale Marktwirtschaft wird evtl. eingeführt), Französisch (1789 - die dortigen Politiker wissen, dass es ein Volk gibt) lernen, um eines fernen Tages in einem freien Land in Freiheit leben zu können.
Komisch, dass man immer so viel Negatives aus Hamburg in Sachen Meinungsfreiheit hört. Das deutsche Volk sollte in Erwägung ziehen, die Gegner der Meinungsfreiheit aus dem Amt zu jagen. Genug ist genug.
Pfui Teufel!
Die von den Machthabern immer gern bemühte freiheitlich demokratische Grundordnung zeigt ihre wahre Fratze in Maulkorberlassen oder Berufsverboten (Musterländle).
Einfach widerlich. Mit Demokratie hat das aber auch gar nichts mehr zu tun.
… dringend mehr Menschen, ……
Das Parteibuch geht sehr angemessen auf einen jüngeren Fall von Maulkorb ein, zu dem ich bisher noch nicht kam, jetzt aber eonfach dort hin verweise.
Die Uni-Chefin verpasste den Profs einen Maulkorb, daß sie nicht mit der Presse reden dürften. Ein…
[…] Schämen Sie sich, Frau Monika Auweter-Kurtz […]
Tja, das ist ja wirklich ein Ding - denn ich kenne Frau Todt persönlich, sie war stets sehr engagiert und auch sehr bemüht um ihre Studenten.
kann mir jemand sagen, wann Sabine Todt ihre neue Stelle bei der Bundeswehr Universität in Hamburg angenommen hat?
Ja, kann ich: Am 01.03.07. Es handelt sich dabei um eine halbe Wissenschaftliche Hilfskraftstelle mit Arbeitszeit 18 h die Woche.