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28. April 2007

Petition für Mobbing-Beauftragte

von @ 21:17. abgelegt unter Deutschland, Mobbing, Wirtschaftskriminalität

Wenn ein Arbeitnehmer das erste Mal mit Mobbing konfrontiert ist, versteht er oft die Welt nicht mehr. Viele Mobbng-Opfer verstehen nicht einmal, warum sie gemobbt werden. Welcher einfache Mitarbeiter ahnt beispielsweise, dass manche Chefs insbesondere anständige Mitarbeiter wegmobben, weil der Chef Angst hat, ein zu anständiger Mitarbeiter könnte seine Verfehlungen aufdecken.

Sind Arbeitnehmer erstmal in der Mühle des Mobbing, so machen viele Mobbing-Opfer die Erfahrung, dass in ihrem Fall weder höhere Vorgesetzte noch Gewerkschaften in ihrem Mobbingfall helfen. Schaut man sich die Ursachen näher an, so finden sich im besten Falle unfähige Vorgesetzte, aber häufig genug auch kriminelle Strukturen, die bis in die höchsten Kreise reichen. Die in der jüngsten Zeit an das Licht gekommenen Vorgänge bei VW und Siemens machen das mehr als deutlich.

Qualifizierte unabhängige Mobbing-Beauftragte könnten einerseits Mobbing-Opfern Hilfe leisten und andererseits ein Frühwarnsystem gegen Wirtschaftskriminalität bilden. Um der Politik die Schaffung von Mobbing-Beauftragten eindringlich nahezulesen, hat die “Gesellschaft für Arbeits- und Sozialrecht e. V.” eine entsprechnde Petition beim deutschen Bundestag eingereicht. Mein Parteibuch ruft dazu auf, die Petition mitzuzeichnen.

Weitergehende Informationen dazu gibt es beim Aufruf zur Petition im Mobbing-Gegner sowie in der beim Mobbing-Gegner veröffentlichten Presseerklärung zum 1. Mai 2007.

11 Kommentare zum Beitrag “Petition für Mobbing-Beauftragte”

  1. macdet sprach

    Danke. Immer mehr Leute unterschreiben und helfen mit. Ich hoffe die IGM hat Papier in den Fax-Geräten. :)

  2. Harry Sky sprach

    Es geht nur noch über die Mobiliserung aller Betroffenen. Nur mit Fax, Mail oder SMS können wir im digitalen Zeitalter alle mobiliseren und den Druck aufbauen, der unsere demokratischen Interessen durchsetzen kann, ob vor Gericht oder gegen Korruption, schlechte Parteien und Gewerkschaften. daher ist die Verlinkung und gegenseitige Unterstützung der einzelen Homepages das wichtigste Instrument in der Hand der Machtlosen. Nur viele Ammeisen können einen Hügel bauen, und den übersieht keiner, oder?

  3. Bernd sprach

    diese Erklärungen sind mir zu dünn, ich weiß, wovon ich rede:
    1. Mobbing ist zunächst eine sehr individuelle Empfindung und beginnt mit eher harmlosen Alltäglichkeiten, die aber im Falle Mobbing intensiver werden.
    2. Wenn ein Mitarbeiter an eine individuelle Grenze kommt, das kann für den einen unverständlich sein ( “Kleinigkeiten” ), für den anderen ist die Grenze schon längst dann überschritten, und dieser Mitarbeiter wendet sich dann an seinen Vorgesetzten, der in der Regel ein dickeres Fell hat, dann wird dieser Vorgesetzte zunächst versuchen zu behaupten, der Mitarbeiter sein wohl besonders empfindlich oder er habe wohl einen schlechten Tag usw., es ist nie der Mobbende, es ist immer zunächst der Gemobbte.
    3. Warum reagiert der Vorgesetzte so? Nicht, weil er unfähig wäre! Sondern weil er erstens bei seinem Aufstieg in der Hierarchie so manchen harte Zeit bestehen musste, somit die Schwelle nach oben geschoben ist und weil zweitens er für seine nächsten Vorgesetzten, er muß einen solchen Fall weitermelden, nicht dastehen möchte, dass er seine Abteilung oder seinen Bereich nicht im Griff hat; das wäre wieder hinderlich für seine Karriere.
    4. Dass Mobbing auch andere in dem Beitrag beschriebene Ursachen haben kann, kann man sich vielleicht vorstellen.
    .
    Ein Frühwarnsystem gegen Wirtschaftskriminalität ist nun eine andere Maßnahme als Aktivitäten oder neue Verfahren gegen Mobbing. Es ist gut vorstellbar, dass solche Dinge immer unter der Decke bleiben sollten, wenn es den Unternehmensleitungen nachgeht. Wer will schon gern in einem Unternehmen arbeiten, dass einen Mobbingstempel bekommt?

  4. margot sprach

    Mobbing - die Schuld dem anderen zuschieben, übel nachreden, sich an ihm abreagieren - um sich selbst reinzuwaschen.

  5. MZ sprach

    Und richtig schön wäre, wenn sich die Damen und Herren von mobbing-gegner.de, namentlich Frau Widzinski, den Versand von SPAM verkneifen würden.

    Das wäre wirklich schön.

  6. Bernd sprach

    @margot: das ist schon richtig, aber bedenke, der Leistungsdruck in Unternehmen ist so gewaltig geworden, da spielen solche Emotionen keine Rolle mehr! “Übel nachreden”, da kommt bei vielen das große Schenkelklopfen vor, während die vor die “lieben Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter” treten und was von Sozialkompetenz und so faseln, weil sie das mal in den Führungskursen gehört haben.
    .
    Ich will damit sagen, man muß zunächst das System verstehen, bevor man anfängt zu kritisieren, weil diese Kritik vielleicht am falschen Hebel ansetzt.

  7. olaf sprach

    Kann mir jemand sagen, warum die Website von Frau Andrea Widzinski, “volksbank-krimi.com”, nicht mehr geht?

  8. Mein Parteibuch sprach

    @Olaf
    Nein, frage doch mal bei Andrea Widzinski selbst nach. Vielleicht bedeutet das Verschwinden der Webseite ja auch, dass es gestern ein positives Mediationsergebnis gab? Kündigungsrücknahme gegen Schließung der Webseite wäre als Verhandlungsergebnis ja durchaus vorstellbar.

    Im Google-Cache heisst es auf der Webseite volksbank-krimi.com:

    30. April 2007 Mediationsgespräch

    Das stattfindende Mediationsgespräch soll aus meiner Sicht bereits am 30.04. ein Ergebnis bringen. Ich wünsche mir eine Regelung für die künftige vernünftige Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Vorstand und endlich wieder Ruhe in der Volksbank Ludwigsburg. Der Streit muss beendet werden, die derzeit herrschende Angst ebenfalls. Es muss wieder möglich sein, ohne Angst seine Meinung äußern zu dürfen. Es kann keine Lösung geben, bei der ich das Unternehmen verlassen muss.

  9. macdet sprach

    @zum Spam-Vorwurf:
    einige geben vor ein Netzwerk zu haben, andere schaffen sich eines! Was ist nun schlimmer?
    Der Betrug von Opfern, das Vorgaukeln von Illusionen oder ein ehrlicher, offener Kampf?

    Ich habe mir nichts vorzuwerfen!

    macdet
    – zuerst war da der Schrei — :)

  10. macdet sprach

    ich verkaufe keine Anwälte, keine Strapse oder PopUp?s auf der Seite!

    macdet
    – zuerst war da der Schrei —

  11. MZ sprach

    @macdet zum SPAM Vorwurf:

    Der Zweck heiligt bei Ihnen also die Mittel?

    Mit dieser Haltung unterscheiden Sie sich kaum von den von Ihnen angeklagten Personen.

    Wer das Internet / Email nutzt, um Andere zum Einhalten von Spielregeln zu ermahnen, von dem darf erwartet werden, dass er/sie sich an die Spielregeln hält.

    Dazu gehört m. E., dass man die 1. Bitte, auf SPAM zu verzichten, honoriert und nicht weiter SPAM versendet, wie Sie das tun.

    Oder sind Sie nur ein weiterer Troll?

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