Auf das vorgestern von Dennis Kucinich wegen seiner zur Vorbereitung der Kriege gegen den Irak und den Iran verbreiteten Lügen beantragte Amtsenthebungsverfahren hat US-Vize-Präsident Dick Cheney auffallend gelassen reagiert. Mit dem ehemaligen CIA-Chef George Tenet präsentiert sich nun zur rechten Zeit ein Kronzeuge der Öffentlichkeit, der die Richtigkeit des Amtsenthebungsverfahrens mit vielen Detailkenntnissen unterstreicht. Damit bekommt der Vorwurf des Amtsmissbrauches nun auch die anfangs verweigerte mediale Aufmerksamkeit.
Wenn auch der Antrag auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen Dick Cheney nach wie vor mit keinem Wort erwähnt wird, so berichten beispielsweise deutsche Massenmedien wie Tagesschau und Spiegel heute immerhin schon davon, dass Ex-CIA-Direktor George Tenet gestern auf CBS dem weißen Haus öffentlich vorwarf, sich verabscheuungswürdig zu verhalten. So berichtet beispielsweise die Tageschau:
Der frühere Chef des US-Geheimdienstes CIA, George Tenet, hat dem Weißen Haus hinterlistiges und unehrenhaftes Verhalten bei der Begründung des Irakkrieges vorgeworfen. Eine Äußerung, die er seinerzeit über vermutete Massenvernichtungswaffen im Irak gemacht habe, sei aus dem Zusammenhang gerissen und verzerrt wiedergegeben worden, um den Krieg zu rechtfertigen, sagte Tenet nach Angaben des Senders CBS in einem Interview.
Genau so hat Dennis Kucinich den Antrag auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen Dick Cheney begründet. Auch die amerikanischen Massenmedien weisen auf den Zusammenhang nicht hin und verschweigen nach besten Kräften, dass George Tenet sein Insider-Wissen für jeden nachlesbar in einem am Montag erscheinenden Buch mit Titel “At the Center of the Storm” im Detail veröffentlicht hat. Bessere Informationen liefern wie so oft Blogger.
Beispielhaft sei hier Pam’s Kaffestube genannt, wo geschrieben wurde: Wenn das keine Gründe für ein Amtsenthebungsverfahren sind, was dann?
Das Buch von George Tenet könnte nun auch dafür sorgen, dass die bisher einem Amtshebungsverfahren gegen Dick Cheney ablehnend und einem Irankrieg aufgeschlossen gegenüberstehenden Spitzenkandidaten des demokratischen Vorwahlkampfes ihre Positionen diesbezüglich dem Volk annähern könnten. Und auch die rhetorischen Tricks, dass der Abzug der US-Truppen aus dem Irak nicht auf 2008 festgelegt werden darf, weil die “Feinde” dann einfach durch Abwarten den Krieg gewinnen könnten, nicht mehr überall durchzukommen. Die meisten Amerikaner sind kriegsmüde und haben keine Angst mehr davor, dass der “Feind” den Abzug der amerikanischen Soldaten abwartet und im Irak deshalb bis zum Truppenabzug alles friedlich bleibt.
Vielleicht bringt das Buch von George Tenet einen tiefgreifenden Zeitenwandel in den USA. Zeit wär’s dafür.
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| Ungesunde Ferienpause |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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US-Präsident George W. Bush und Vizepräsident Dick Cheney haben George Tenet skrupellos reingelegt. Dabei war er doch eigentlich einer der ihren!
An ihrem Vorgehen sieht man, wie sie für den Machterhalt über Leichen gehen.
fjh
[…] auch wieder lachen, der alte Judenfreund. Bezüglich des 11. September scheint der ehemalige CIA Boss George Tenet ja jetzt auch ein bisschen aus den Nähkästchen plaudern zu wollen, da kommt bestimmt noch das eine oder andere interessante Detail bei […]
[…] auch wieder lachen, der alte Judenfreund. Bezüglich des 11. September scheint der ehemalige CIA Boss George Tenet ja jetzt auch ein bisschen aus den Nähkästchen plaudern zu wollen, da kommt bestimmt noch das eine oder andere interessante Detail bei […]