Im Kampf zur Behandlung der Seuche HIV bzw Aids gibt es seit vielen Jahren nur langsame Fortschritte und zahlreiche Rückschläge. Wie beim Netdoktor berichtet wird, hat ein Team von Forschern um Frank Kirchhoff und Jan Münch vom Universitätklinikum Ulm nun anscheinend bestimmte Eiweißbestandteile im menschlichen Blut identifizieren können, die eine Reihe von HIV-Varianten abwehren können.
Die deutsche Medienlandschaft berichtet, wenn überhaupt, dann wie SZ oder netzeitung noch sehr zögerlich über diesen anscheinend erzielten wissenschaftlichen Erfolg. Komisch auch, dass man von der Politik nichts dazu hört. Sollten die Meldungen im Großen und Ganzen stimmen, so müsste nun ein massives Forschen einsetzen, damit aus den gefundenen Erkenntnissen möglichst bald mögichst gute Therapien entwickelt werden können.
Wäre es nun nicht an der Zeit für unsere Politiker, diese Forscher zu fragen, was sie tun können, um sie bestmöglich zu unterstützen? Solche in Deutschland recht selten gewordenen Spitzenforscher sollten nach Auffasung von Mein Parteibuch staatlich massiv unterstützt werden. Die Erforschung möglicher Behandlungsmethoden solcher Geißeln der Menschheit darf nicht gegenüber dem monatelangen kleinkarierten Zank um Details zur Gesundheitsreform oder einem Zehntel Beitragspunkte zurückstehen.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Das mit den zögerlichen Medien liegt möglicherweise an Ziffer 14 Pressekodex. Wobei gar nicht zu berichten natürlich auch falsch ist.
http://www.pres...ressekodex.html
MfG corax
leider findet in deutschland kaum noch von der pharmaindustrie unabhängige aidsforschung statt (und wenn, dann eher grundölagen als therapie).
insofern wäre also zunächst einmal zu fordern, dass überhaupt wieder nahmhafte öffentlich finanzierte aidsforschung in deutschland stattfindet.
zudem sollte bewusst sein, dass diese substanz bisher nur identifiziert wurde, jedoch noch in keinem einzigen versuch am menschen getestet - es ist also noch ein langer weg bis man/frau weiß, ob diese substanz am menschen hält, was sie im reagenzglas verspricht
lg ulli
@corax:
Haha das ist ja wohl ein Witz mit dem Pressekodex. Ich kann mich nicht entsinnen dass die Presse da bei der Vogelgrippe auf “unangemessen sensationelle Darstellung” verzichtet hat oder darauf, “unbegründete Befürchtungen oder Hoffnungen beim Leser” zu erwecken.
Diese Ziffer ist nun wirklich eine schlechte Ausrede für die Presse in dem Fall.
@ DaRockwilda
Von mir aus ist das kein Witz. OK ich lese auch regelmäßig das Blödlog und weiß das der Kodex ein zahnloser Tiger ist. Aber nur weil sich einige Schmierenblätter bei Sensationen nicht daran halten, heißt das ja lange noch nicht, dass seriöse Zeitungen die wissenschaftliche Themen vernünftig aufbereiten sich nicht daran halten.
“Die Presse” gibt es nunmal nicht.
Über neue Forschungsergenbisse zumindest im frühen Stadium liest man halt besser in “Bild der Wissenschaft” oder “Spektrum der Wissenschaft”
Oh, kurz gegugelt und voila:
http://www.wiss...ews/277251.html
FAZ oder Spon oder FTD sind da nunmal die falsche Adresse.
MfG corax
@ulli
Mit Deiner Forderung nach öffentlich finanzierter Aidsforschung - und überhaupt öffentlich finanzierter Gesundheitsforschung - hast Du völlig recht. Im Blog “Journalismus - nachrichten von heute” gab es Freitag zu den Gründen, warum das sinnvoll ist, einen sehr aufschlussreichen Artikel mit Titel: ““Marktdatenanbieter” warnt Pharmaindustrie vor Bill Gates”.
@corax
Was die Missachtung des Pressekodex angeht, da sind “seriöse Zeitungen” wie Spon, FAZ oder ftd viel gefährlicher, weil da mehr Menschen glauben, was da drinsteht.
danke für den link-tipp!!!
Lieber Marcel!
Ich weiß, Du kannst Dich nicht mit allen Themen der Welt beschäftigen. Aber manchmal ist es besser, wenn man nicht Bescheid weiß sich erst einmal zu informieren bevor man Position bezieht.
Hat sich eigentlich mal jemand gefragt, warum seit über 20 Jahren die Pharmaindustrie null Fortschritte in Sachen AIDS-Bekämpfung erzielt? Ist das überhaupt ihr Ziel?
Das hat jetzt nichts mit Verschwörungstheorien zu tun aber es gibt seit der Erfindung von AIDS/HIV wissenschaftliche Kritik, dass HIV der Auslöser von AIDS sein soll. Dies Hypothese wurde bis heute nicht bewiesen, andererseits gibt es massenweise Tatsachen die dagegen sprechen.
Das ist ein weites Thema. Ich poste hier einfach mal ein paar Links. Jeder der interessiert ist kann sich selbst informieren:
http://www.tors...dien/4_aids.pdf
http://www.dues...p;%20cancer.pdf
http://video.go...706668483511310
http://video.go...231400057553023
http://de.wikip.../Aids-Dissident
@Bodo
Mein Parteibuch hat tatsächlich nicht die Möglichkeiten, fundierte medizinische Kritik zu betreiben. Einerseits ist interessierten Kreisen auch im medizinischen Bereich tatsächlich so ziemlich jede Ungeheuerlichkeit zuzutrauen, andererseits ist es unglaublich schwer, diese Ungeheurlichkeiten aus dem Meer an profitorientierter und oft tödlicher Quacksalberei herauszufischen.
Zu den Thesen, welche Antworten bei der Klärung der vielen unerforschten Fragen bezüglich HIV und Aids auf die Menschheit warten, kann Mein Parteibuch deshalb nicht fundiert Stellung beziehen. Falls Du Dir das zutraust, wissenschaftlichen Dissenz oder Betrug von für Fachleute offenkundiger Qucksalberei zu unterscheiden, bist Du aber herzlich eingeladen, hier im Parteibuch als Autor mitzuschreiben. Auch wenn sich eine scheinbar schlüssige abweichende Meinung im Nachhinein durch die Kommentierung als Qucksalberei entpuppen sollte, gäbe es dabei übrigens einen wichtigen Erkenntnisgewinn.
Zu der Frage, was das Ziel der Pharmaindustrie ist, gibt es in Kommentar Nr. 5 einen aufschlussreichen Link.
Hallo Marcel,
ich habe mich einfach über ein medizinisches Thema bei Mein-Parteibuch gewundert. Da ich mich seit ungefähr zwei Jahren (anfangs nur mit dem Thema HIV/AIDS) intensiv mit der Medizinindustrie und -wissenschaft beschäftige und weiß, dass das Thema wirklich sehr viel hergibt wollte ich einfach nur kurz loswerden, dass Du Dich mit diesem Artikel für etwas einsetzt was sehr gefährlich ist. Das ist auf jeden Fall gut von Dir gemeint, deswegen dachte ich, da muss ich doch mal kurz korrigierend dazwischengehen.
Mit Florian Rötzer von Telepolis hatte ich auch schon telefoniert wegen dem Artikel “Medikamente könnten mehr AIDS-Kranken helfen” (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21413/1.html) der sich liest wie eine unredigiert veröffentlichte Pressemitteilung der Pharmaindustrie. Herr Rötzer sagte genau das Gleiche: Es gäbe keine Kompetenz in medizinischen Themen bei Telepolis. Ich frage mich nur, warum sie dann darüber schreiben?
Das Problem bei medizinischen Themen ist: Niemand hat Ahnung und alle schreiben einfach nur das nach, was die Industrie und staatliche Stellen veröffentlichen. Dabei ist es gerade bei diesen Themen so einfach zwischen Quacksalberei und Tatsachen zu unterscheiden: Jeder hat seine eigenen Erfahrungen mit Krankheit/Gesundheit und schließlich und endlich hat jeder noch einen Kopf mit dem er denken kann und ich glaube inzwischen erkennt jeder was hinter Veröffentlichungen steckt: Ist es Manipulation der Meinung oder sind es Tatsachen.
Lies doch einfach mal die wenigen Quellen zur Einführung dich ich angegeben habe und dann sollte Dein gesunder Menschenverstand eingentlich erkennen, dass die Kritik Hand und Fuß hat. Es gibt übrigens tausende von Wissenschaftlern die sich trotz massiver beruflicher Nachteile in Gruppen wie The Group for the Scientific Reappraisal of the HIV-AIDS Hypothesis (http://www.virusmyth.net/aids/group.htm) und Rethinking AIDS (http://www.rethinkingaids.com/quotes/rethinkers.htm) um ihrer HIV-Kritik Ausdruck zu verleihen.
Ich finde es aber gut, dass Du so souverän mit Kritik an Deinem Artikel umgehst. Vielleicht findest Du ja auch tatsächlich die Zeit, Dich etwas ins Thema einzulesen.
Generell finde ich das Thema auch ein wenig unpassend für Mein-Parteibuch. Aber andererseits ist es ein gesellschaftskritisches Thema, bei dem wir nicht die Augen verschliessen sollten, und daher finde ich den Beitrag auch in diesem thematischen Umfeld gerechtfertigt.