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1. April 2007

Highnoon am persischen Golf

von @ 12:17. abgelegt unter Außenpolitik, Irak, USA, Iran, UK, Krieg

Die Nachrichten, die derzeit zu den Ereignissen rund um den persischen Golf eintreffen, sind in höchsten Maße widersprüchlich. Vor dem Hintergrund, dass in einer solchen Situation erfahrungsgemäß alle Seiten lügen, ist Misstrauen gegenüber offiziellen Darstellungen angebracht. Das einzige, was derzeit wirklich klar ist, ist, dass alle Seiten zur Eskalation des Konfliktes beitragen. So in etwa sieht das aus, wenn Politiker Krieg machen.

Wie bei den meisten internationalen Konflikten ist es auch beim Konflikt am persischen Golf schwer festzustellbar, wo der Anfang eines Konfliktes liegt. Auch am persischen Golf wird, wie woanders auch, schon seit Tausenden von Jahren von den Mächtigen um Macht und Einfluß gestritten.

In der jüngeren Geschichte der Eskalation zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Iran dürften bedeutsame Ursprünge des Konfliktes in der Besetzung des Südirak durch britische Truppen im Rahmen des Irakkrieges sowie in der mehr oder weniger heimlichen Unterstützung des bewaffneten Widerstandes dagegen durch iranische Regierungsstellen liegen.

Die jüngste Zuspitzung begann möglicherweise am 7. Februar mit dem Verschwinden des iranischen Geheimdienst-Generals Ali-Reza Asgari aus Istanbul, dessen Umstände befürchten lassen, dass er, wie so viele andere Menschen in den letzten Jahren auch, von der CIA entführt wurde. Die Vermutung wird auch dadurch gestützt, dass den USA im Jahr 2004 durch eigene Dummheit ihr Agentennetz im Iran abhanden gekommen sein könnte. Nachdem diplomatische Bemühungen von Seiten des Iran keinerlei Hinweis auf den Verbleib von Ali-Reza Asgari brachten, sondern im Gegenteil weitere Offiziere des iranischen Geheimdienstes spurlos verschwanden, hat die iranische Regierung die Situation durch die Verhaftung von 15 britischen Soldaten im ungeklärten Grenzgebiet zu See durch iranische Streitkräfte weiter eskaliert.

Während die iranische Regierung die Angelegenheit anscheinend möglichst geräuschlos klären wollte und dabei möglicherweise an den entführten Iranern oder am Setzen eines Signals gegen die westliche Einmischung in der Region interessiert war, hat die britische Regierung die Situation, übrigens mit wortgewaltiger Mithilfe durch Angela Merkel, weiter eskaliert, in dem sie eine Staatsaffäre daraus gemacht hat. Die iranische Regierung hat die Situation weiter eskaliert, in dem sie die Gefangenen im Fernsehen präsentiert hat, diesen Affront nach ausdrücklichem Protest der britischen Regierung dagegen, noch einmal wiederholt hat und einen Prozess unter dem konstruierten Vorwurf der Spionage angekündigt hat.

Derweil sind in Basra anscheinend Schüsse britischer Soldaten in der Nähe der iranischen Botschaft gefallen. Ob das Zufall war oder eine Eskalation von Seiten der Briten oder des Irans darstellt, bleibt jedoch im Dunkeln, denn was genau geschehen ist, ist wohl nicht herauszubekommen. Während der iranische Botschafter von einem Einschüchterungsversuch britischer Truppen spricht, die in die Luft geschossen hätten, heißt es aus London, britische Soldaten seien in Basra nach Beschuss aus einem Hinterhalt in ein Feuergefecht verwickelt worden.

Als eine weitere Eskalation könnte man auffassen, dass die USA in dieser Situation mit der USS Nimitz einen dritten Flugzeugträger in den persischen Golf verlegen, falls die Nachricht stimmt. Die regierungstreue Eskalation der medialen Begleitorchestrierung - hier wurde beispielhaft mal ein Artikel von Tammy Bruce auseinandergenommen - zur Einstimmung der Bevölkerung auf einen weiteren Krieg läuft in den USA ohnehin schon eine ganze Weile auf Hochtouren.

Bisher könnte die primitive Psychologie der Eskalation, auf die anscheinend alle an dem Konflikt beteiligten Parteien setzen, aus einem billigen Western stammen. Da gehen die Streithähne auch am Highnoon breitbeinig mit locker sitzenden Waffen zum Shootout der Meinungsverschiedenheiten auf die Straße. Aber das hier ist weder ein billiger Western noch ein Aprilscherz. Wenn hier die Eskalation des fortgesetzten Säbelrasselns bis zu einem Waffengang weitergetrieben wird, dann kostet das unschuldige Menschen das Leben. Es wird Zeit, dass den breitbeinig laufenden Djangos hüben wie drüben das mal jemand klarmacht, dass keine Bevölkerung Krieg will.

47 Kommentare zum Beitrag “Highnoon am persischen Golf”

  1. Spiegelfechter sprach

    Die Nachricht über die Verlegung der Nimitz stimmt wohl. Sowohl Reuters als auch Xinhua melden dies. Per se ist dies auch ein normaler Vorgang, da die Trägergruppen in gewissen Zeitfenstern rotieren; die CG Nimitz ersetzt die CG Eisenhower. Es ist natürlich heikel, daß zum Punkt des Eintreffens der CG Nimitz idT drei Trägergruppen im Golf sind. Honi soit qui mal y pense.

  2. Ossi sprach

    Die Eskalation liegt im Programm der USA. Der Krieg kommt mit Sicherheit, weil man ans Öl will. Wir lernten mal in der Schule: “Kollabierende Systeme inszenieren Kriege, um damit den schwindenten inneren Zusammenhalt wieder zu festigen.” Kann sich jeder selber dazu seine Gedanken machen. In diesem Fall ergänzen sich beide Gründe.
    Auf jedenfall werde die Deutschen tief ins Geschehen mit hineingezogen werden. Dank Hörigkeit und Gehorsam gegenüber dem Garanten dieser deutschen Demokratie und der Willfährigkeit seiner Reservatsverwaltung. In jedem Imperium hatten die Hilfsvölker Waffendienste zur Erhaltung der eigenen Abhängigkeit zu leisten. Der Ami wird den Profit einheimsen und die Deutschen die gefüllten Blechkisten. Und das im immer größerem Umfang.

  3. salvo sprach

    @Ossi

    Das Selbe könnte man aber auch dem iranischen Regime attestieren: dass die herrschenden Mullahs ein Interesse haben, den Konflikt zu eskalieren, um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Mir ist jedenfalls ihre Haltung in der Frage der gefangenen britischen Soldaten unverständlich.

  4. Franz-Josef Hanke sprach

    Hallo,
    eine diplomatische Lösung wäre dringend notwendig. Fraglich ist indes, ob irgendeine Seite überhaupt ein Interesse daran hat.
    Meinen Kommentar dazu können Interessierte lesen unter www.hu-marburg.de/homepage/frieden/info.php?id=239.
    Krieg ist keine Lösung.
    Herzliche Grüße
    fjh

  5. Mein Parteibuch sprach

    @salvo
    Genau das besagt dieser Artikel. Alle beteiligten Seiten eskalieren den Konflikt.

    @Franz-Josef
    Dass keine der beteiligten Seiten irgendein Interesse daran zeigt, weitere Eskalationen zu vermeiden, ist genau das Problem dieses Konfliktes. Obwohl alle beteiligten Seiten Friedenswillen heucheln, eskalieren alle Seiten die Situation nach Kräften. Man kann da durchaus den Eindruck gewinnen, die Mächtigen wollen den Krieg allesamt.

    Wenn alle beteiligten Machthaber aus unterschiedlichen innenpolitischen Gründen Krieg wollen, dann ist das eine Situation, die brandgefährlich ist, weil dann die Gefahr besteht, dass sie einen Anlass schon noch finden werden.

  6. mumba sprach

    Die einzigen, die hier direkt und willentlich auf eine massive Eskalation zusteuern, sind die iranischen Verantwortlichen.
    Die Briten sind auf ausdrücklichen Wunsch der UNO in den irakischen Gewässern unterwegs, um u.a. den Waffenschmuggel in der Region zu unterbinden.
    Die Engländer hingegen haben bislang ganz offensichtlich versucht, die Angelegenheit zügig auf diplomatischem Weg zu klären. M.E. sollte die EU hier einen ganz deutlichen Warnschuss abgeben, dass eine Geiselnahme von Soldaten, die im Auftrag der UNO Polizeiaufgaben wahrnehmen, nicht toleriert wird. Aber vermutlich wird sich die EU hier ein weiteres mal als unentschlossene und feige Kapitalistenbande vorführen lassen.

  7. mumba sprach

    @meinparteibuch:
    Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, dass die Engländer hier auf eine Eskalation oder einen Krieg hinarbeiteten. Nein, es sind die Iraner, die hier jegliches vernünftiges Gebaren vermissen lassen, ihre gekidnappten Geiseln als manipulierte Beute im Fernsehen vorführen und offenkundig ein weiteres mal austesten wollen, wie weit sie noch so gehen können.

  8. mumba sprach

    @meinparteibuch:
    Und wo Sie da irgendwelche ominösen “Schüsse” erwähnen, die da irgendwelche Engländer irgendwo abgegeben haben sollten, dann sollten Sie konsequenterweise auch erwähnen, dass der iranische Mob - zweifellos mit wohlwollender Billigung des iranischen Regimes, sonst wäre die Versammlung ja aufgelöst worden - fast die britische Botschaft in Teheran gestürmt hätte und ansonsten den Tod der 15 Engländer herbeibrüllt.

  9. Max sprach

    Ich bezweifle das die CIA iranische Geheimdienstleute entführt. Das kann man mit Privatpersonen machen wie El-Masri, aber nicht mit Offiziellen.
    Ich denke eher, dass diese Leute gekauft wurden und übergelaufen sind. Wie im Kalten Krieg eben.
    Praktisch, dass sich der erwähnte Herr gerade in Istanbul aufgehalten.
    Es ist die klassische Überläufersituation.

  10. Mein Parteibuch sprach

    @Max
    Also, dass die Täter beim Begehen eines Verbrechens unterscheiden müssen, ob das Opfer Privatperson oder ein Offizieller ist, dafür ist schwerlich ein Grund einzusehen.

    Richtig ist natürlich, dass bei Ali-Reza Asgari sowohl eine Entführung durch die CIA befreundete Dienste als auch ein freiwilliges Überlaufen in Betracht kommt. Und auch ganz andere Ursachen wie ein gewöhnliches Verbrechen oder eine heimliche Affäre kommen natürlich in Betracht.

    Die USA hält allerdings noch weitere iranische Offizielle fest, denen offiziell “unerlaubter Grenzübertritt” im Südirak vorgeworfen wird. Das Motiv der Gegen-Geiselnahme ist insgesamt schon sehr plausibel. Hinzu kommt, dass ein anderes Motiv von Seiten des Iran auch kaum erkennbar ist.

  11. Max sprach

    “Also, dass die Täter beim Begehen eines Verbrechens unterscheiden müssen, ob das Opfer Privatperson oder ein Offizieller ist, dafür ist schwerlich ein Grund einzusehen.”

    Die politische Wirkung ist doch wohl eine ganz andere.

  12. Hartmut Pilch sprach

    Die Methoden der iranischen Regierung wurden wohl zu Khomeinis Zeiten eingeführt und sind im Iran Teil der “politischen Kultur”, aber auf internationaler Ebene ein Kriegsgrund. Schon um 1980 wurde so mit dem Feuer gespielt. Wohlkalkulierter Einsatz von Barbarei. Diesmal hat man nicht Amerikaner sondern Engländer als Geiseln genommen, weil man weiß, dass die sich sowieso zurückziehen wollen und kein Interesse haben, den Krieg zu führen, zu denen man ihnen allen Grund liefert.

  13. Herr K.d.F. sprach

    Vermutlich liegt es daran, weil ich als deutscher PISA-Schüler mal wieder schwer von Begriff bin, dass ich die Sätze

    „Die Eskalation liegt im Programm der USA. Der Krieg kommt mit Sicherheit, weil man ans Öl will“ (Beitrag 2)

    nicht als differenzierte, sich auf zahlreiche Fakten stützende, tiefgründige Wahrheit erkennen kann, sondern sie für billigsten Anti-Amerikanismus halte.

    „Wir lernten mal in der Schule: “Kollabierende Systeme inszenieren Kriege, um damit den schwindenten inneren Zusammenhalt wieder zu festigen.”“

    Was das wohl für eine Schule gewesen sein mag, in der derartiger Unfug gelehrt wurde? Dem Spitznamen des Zitats-Verfassers zu urteilen muss sie in der DDR gelegen haben, der Ostzone, wie wir früher gerne sagten.

    „Kann sich jeder selber dazu seine Gedanken machen.“

    Gut, machen wir: Ein historischer Rückblick zeigt, dass eigentlich dauernd Kriege geführt wurden - zu allen möglichen Zeiten und aus unterschiedlichsten Gründen. Es gab regelrechte Meister im Krieg führen (Napoleon Bonaparte, Attila der Hunnenkönig), es gab Kriege, die wollten kein Ende nehmen (der Hundertjährige Krieg) und es gab die beiden großen Weltkriege. Kurzum: Eigentlich war dauernd irgendwo Krieg, Gründe wurden immer gefunden - auf kollabierende Systeme musste man gar nicht extra zurückgreifen.
    Für ein kollabierendes System wäre es auch ziemlich schwer gewesen, in all dem Chaos auch noch einen Krieg anzufangen: man wusste womöglich nicht, wo sich gerade die Soldaten herumtrieben … oder der Schatzmeister war längst mit der Kriegskasse durchgebrannt. Nein, was die DDR bzw. Ostzone da ihren Schülern beigebracht hat, das war wirklich unverantwortlich.

    Die nächste Frage ist, ob die USA denn tatsächlich ein derartiges kollabierendes System sind. Falls ja, haben es die vielen tausend Menschen, die alljährlich dort einwandern wollen, nicht begriffen, denn dann würden sie gewiss lieber in den Iran einwandern, der anscheinend resistent gegen das Kollabieren ist. Aber da will offenbar niemand hin. Seltsam.

    Aber wir dürfen allesamt beruhigt sein. Die Marktwirtschaft funktioniert ganz gut (besser als die Planwirtschaft, die im ganzen Ostblock ihre Untauglichkeit bewiesen hat und heute noch z.B. in Nordkorea für großes Elend sorgt) und ganz besonders das System der USA wird nicht kollabieren. Darauf gibt es einfach keine ernstzunehmenden Hinweise.

    „Auf jedenfall werde die Deutschen tief ins Geschehen mit hineingezogen werden. Dank Hörigkeit und Gehorsam gegenüber dem Garanten dieser deutschen Demokratie und der Willfährigkeit seiner Reservatsverwaltung.“

    Ja, die Deutschen sind bekanntlich so hörig, dass sie Tausende Soldaten im Irak stationierten, genauso wie die USA es damals wünschten. Ach nein, wir haben da ja gar keine Soldaten. Die Deutschen weigern sich sogar, Truppen in die gefährlichen Regionen Afghanistans zu schicken … mit dem Gehorsam gegenüber den USA scheint es also doch nicht weit her zu sein.

    „In jedem Imperium hatten die Hilfsvölker Waffendienste zur Erhaltung der eigenen Abhängigkeit zu leisten. Der Ami wird den Profit einheimsen und die Deutschen die gefüllten Blechkisten. Und das im immer größerem Umfang.“

    Erinnert sich der eine oder andere noch an den „Schwarzen Kanal“ von und mit Karl-Eduard v. Schnitzler? Dort wurden auch derartige Phrasen gedroschen – nur die Rhetorik war um einiges besser.

  14. Daniel sprach

    Immer wenn ich das einseitige Gebrabbel von K.d.F sehe, vergeht mir spontan die Lust am Weiterlesen. Woran mag das nur liegen? Will die Achse der Lobotomierten eine Querfront zum Parteibuch aufbauen? :lol:

    MfG

    Daniel

  15. muminvater sprach

    Hi,Daniel,
    dieser KdF geistert auch woanders rum,stänkert überall.
    Im Vorwärtsforum fliegt der immer gleich raus mit seinem Mist.
    Da nennt er sich sigg 14.

  16. Herr K.d.F. sprach

    Vielen Dank für den Hinweis auf das Vorwärtforum! Beiträge von “sigg 14″ habe ich nicht gefunden, und wenn’s genehm ist, möchte ich auch viel lieber Herr Betzel sein*, der dem Schreiber “Ossi” recht apart geantwortet hat. Ein Beispiel:

    “Wenn so die Diskussionskultur in unserem Lande wäre - ich würde auswandern.
    Man kann unterschiedlicher Meinung sein, lieber ossi, aber diskutieren sollte man schon noch, und auch mal die Argumente der anderen anhören. Dann kann man ja seine eigenen Argumente vortragen und auf Einsicht hoffen.
    Sie können das nicht. Leider.”

    (Der ganze Thread hier: http://www.vorw...amp;topmenu=365 )

    *Nein, eigentlich will ich lieber ich selbst bleiben, denn auf einen direkten Disput mit dem Schreiber “Ossi” lege ich nun wirklich keinen Wert.

  17. Herr K.d.F. sprach

    Herr Daniel,
    “Masturbationsvorlage”, “Gülle”, “Gebrabbel”, “Lobotomierte” - diese Schlagworte, die ich Ihren Beiträgen entnahm, mögen in Ihren Augen voller Esprit sein und jegliche Meinung, welche Ihnen nicht gefällt, widerlegen, dennoch hatte ich gehofft, dass Sie mir vielleicht trotzdem einen Staat nennen können, der im Zustand des Kollabierens (also unmittelbar vor dem endgültigen Zusammenbruch) noch schnell einen Krieg anfing.
    Wie Sie ja schon festgestellt haben, bin ich nicht der Klügste, aber immerhin bin ich willens stets dazuzulernen.
    Vielen Dank!
    K.d.F.

  18. salvo sprach

    vielleicht meint Marcel damit das Kollabieren des ‘Systems der US-Regierung’. Was den Zustand des US-Wirtschaftsystems angeht, gibt es aber durchaus warnende Stimmen:

    “As anticipated by LEAP/E2020 in the past months, the United States are really sinking into the 2007 « very great depression », with a tipping point of the global systemic crisis coming up in April as indicated in last month’s GEAB (GEAB N°12). In the coming weeks, the contagion will spread from real estate to the whole of the financial sector and to US household consumption, bearing severe consequences on the results of various economic sectors in the US and on the US market. Simultaneously, these tendencies will accelerate the winding up of the trans-Pacific trade war which, as early as December 2006, LEAP/E2020 anticipated would be a dominant feature of the year 2007.

    The contagion spreads in four directions:

    1. Global stock markets: First victims of the China-US trade war
    2. Housing crises: Besides subprime mortgages, all financial players operating on the US market are dragged into the infernal spiral
    3. Dollar (and related currencies): Another nose-dive in April 2007
    4. US consumption: Large companies’ exodus out of the US market ”

    weiter unter
    http://www.leap...20.eu/index.php

    eine andere Meldung scheint gegen die These eines idealistisches Kriegs der US-Regierung gegen den Irak zu sprechen:

    “Neues Ölgesetz in Irak – Kontrolle der Mehrheit der Ölreserven für US-Firmen
    Die USA scheinen in Irakmit jedem Tag mehr in Bedrängnis zu kommen. Doch von einem wichtigen Kriegsziel sind sie nur noch eine Abstimmung im irakischen Parlament entfernt: Von der Kontrolle über Iraks Öl.”

    http://www.tagb...rtcode=&ms=

  19. mumba sprach

    Der vermeintliche “Untergang” des US-Systems wird stets mit schöner Regelmäßigkeit ca. alle 10 Jahre prophezeit, und als Gründe werden dann stets irgendwelche kurzfristigen Marktverwerfungen angeführt, die angeblich erste Indizien eines Totalzusammenbruchs sein sollten.
    Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch in der Regel eher um Wunschdenken, und bislang hat die US-Wirtschaft - dank ihrer freien und starken Marktwirtschaft - stets alle ökonomischen Krisen überlebt und war am Ende dann noch stärker als zuvor.
    Und im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen ökonomische Krisen dann auch die Herrschaft von Diktatoren und totalitären Regimen zur Folge hatten, sind die USA trotz ökonomischer Verwerfungen stets eine leistungsfähige Demokratie geblieben.

  20. salvo sprach

    @mumba

    nur nicht panisch werden, niemand will Ihnen Ihren Fetisch wegnehmen

  21. Herr K.d.F. sprach

    Herr oder Frau Salvo meint: „…vielleicht meint Marcel damit das Kollabieren…“

    Ich weiß nicht, ob der hiesige Blogmaster an irgendeiner Stelle von kollabierenden Systemen gesprochen hat – ich jedenfalls bezog mich auf einen Beitrag aus dem Kommentarbereich (Nummer 2).

    Die Aussage

    “Kollabierende Systeme inszenieren Kriege, um damit den schwindenden inneren Zusammenhalt wieder zu festigen“

    ist, wenn sie tatsächlich an ostzonalen Schulen oder anderswo verbreitet wurde (was ich bezweifle) ein Lehrsatz, der sich anhand irgendwelcher Beispiele belegen lassen müsste.

    Mir sind solche Beispiele jedoch nicht bekannt. Kriege werden in der Regel aus der Absicht heraus geführt, sie auch zu gewinnen, also aus der Einschätzung eigener Stärke heraus. Ein kollabierendes System jedoch steht per Definition unmittelbar vor dem Zusammenbruch. In einer solchen Situation – de facto herrscht Chaos, es gibt keine verlässlichen Strukturen mehr - einen Krieg zu beginnen, um das eigentlich Unausweichliche doch noch abzuwenden, wäre nachgerade absurd. Der kritisierte Lehrsatz ist also nicht nur unsinnig, er ist vermutlich auch eine Erfindung des Kommentarschreibers.

    Die verlinkten Seiten, die sich den vermeintlichen oder wahren wirtschaftlichen Schwierigkeiten der USA beschäftigen, habe ich mir angesehen. Die Erkenntnis, dass das Wirtschaftssystem der USA gescheitert sei, dass gar das Staatswesen aus den Fugen geraten könnte, konnte ich aus den Artikeln nicht gewinnen.

    Ich bin wahrlich kein Wirtschaftsexperte, schaue aber hin und wieder in den Wirtschaftsteil verschiedener Tageszeitungen, und von irgendwelchen besorgniserregenden Besonderheiten bezüglich der amerikanischen Märkte las ich bisher nichts. Mein letzter Besuch in den Staaten liegt bereits ein Jahr zurück, aber ich kann versichern, dass dort alles ruhig und geordnet wirkte – die Leute schienen wohlgenährt, entspannt und keineswegs pessimistisch, die Geschäfte hatten geöffnet (sogar nachts) und es gab alles zu kaufen. Vor einem Jahr jedenfalls kollabierte meiner Beobachtung nach gar nichts.

    Außerdem schreibt Herr oder Frau Salvo:

    „eine andere Meldung scheint gegen die These eines idealistisches Kriegs der US-Regierung gegen den Irak zu sprechen:“

    Wenn Sie eine These widerlegen, wäre es hilfreich, wenn Sie erwähnen würden, wo und von wem sie aufgestellt wurde. Wenn Sie derartiges direkt unter einen Beitrag von mir setzen, könnte man annehmen, ich hätte selbiges behauptet.
    Ich bin der Meinung, dass der Irak-Krieg, wie die meisten anderen Kriege auch, nicht monokausal zu erklären ist. Ich ganz persönlich vermute, dass Hussein der Familie Bush – und natürlich anderen Amerikanern auch – einfach ein Dorn im Auge war, man wollte den Kerl weg haben. Überdies halte ich das Argument mit den Massenvernichtungswaffen, die man im Irak vermutete, nicht für vorgeschoben. Immerhin hatte Hussein schon einmal Giftgas eingesetzt – gegen kurdische Zivilisten, wie wir alle wissen. Zudem erweckte er selbst durch die massiven Behinderungen der UN-Inspektoren den Eindruck, dass er noch etwas in petto habe.

    Zu der Aussage, dass amerikanische Firmen von jetzt von der irakischen Ölförderung profitieren:
    Ja, die Welt ist hart und ungerecht - nur von Israel und den USA wird ständige und absolute Gerechtigkeit und Friedfertigkeit verlangt. So kann man natürlich jetzt von den Amerikanern fordern, dass sie dafür Sorge tragen, dass russische oder französische Firmen von der irakischen Ölförderung profitieren.
    Aber wie naiv und dumm wären sie dann? Der Irakkrieg verschlingt Abermilliarden Dollars, und wenn es denn so ist, das es bei der Rechtevergabe am Öl nicht ganz koscher zugeht, wer könnte es den USA verdenken, dass man die ausgegebenen Steuergelder wenigstens zum Teil wieder ins eigene Land holen will?

  22. mumba sprach

    @salvo:
    Der Fetischist sind hier alleine Sie selbst, ganz offenkundig versetzen Gedanken an die USA Sie stets in helle Aufregung. Ansonsten bleiben Sie, wie üblich, Argumente für Ihre Aussagen schuldig.

  23. salvo sprach

    @KdF

    Ich habe selbst keine abstrakten Thesen aufgestellt. Ich habe lediglich zu zwei Quellen verlinkt, die gewisse Positionen zumindest in Frage stellen, sofern man sie dazu kommen läßt.
    Ich sehe es nicht als meine Mission oder Aufgabe hier an (so viel zeit habe ich auch nicht), irgend welche Thesen zu widerlegen, obwohl ich Ihre Positionen für äußerst einseitig halte.
    Der Verweis auf die Quellen war auch nicht als Beleg für den von Ihnen kritisierten Satz von Marcel gedacht, sondern nur als Hinweis für alle Leser, dass es durchaus Stimmen gibt, die grundlegende Risiken für die US-Ökonomie (und somit für die gesamte Weltwirtschaft) sehen, insbesondere mit dem Verweis auf den gigantischen US-Außenhandeldefizit, der ebenso gigantischen Staatsverschuldung und dem Platzen der spekulativen Blase auf den Immobilienmärkten. Zuletzt: Der Krieg wird aus öffentlichen Mitteln finanziert. Die Privatisierung der irakischen Ölfelder zugunsten einiger US-Konzerne führt jedoch in erster Linie zu privaten Gewinnen. Lassen wir mal die Frage der Legitimität dieser Aneignung bzw Enteignung zur Seite, da wir uns vermutlich nicht einig werden können. Ist Ihnen bekannt, ob diese Gewinne überhaupt in den USA besteuert werden (können), und wenn ja, in welchem Maße im Verhältnis zu den öffentlich getragenen Kosten des Krieges?

    @Mumba
    Immerhin sind Sie der Lage, die Sätze, die an Sie gerichtet werden, aufzunehmen und zurückzuwerfen. Ich habe nichts gegen Ihre tiefe Gläubigkeit, da Sie ganz offensichtlich ein zutiefst irrationales Verhältnis mit einem Gegenstand, diesesfalls die USA, verbindet. Ihrem unerschütterlichen umgeprägten Talibanismus will ich nichts entegensetzen: Es liegt mir fern, Sie von Ihrem Glauben abzubringen.

  24. Herr K.d.F. sprach

    „Ich habe selbst keine abstrakten Thesen aufgestellt.“

    Nein, aber Sie haben Zweifel an einer These erhoben, die hier im Blog offenbar niemand aufgestellt hat. Nämlich der These, die USA hätten den Irakkrieg aus idealistischen Gründen geführt.

    „Ich habe lediglich zu zwei Quellen verlinkt, die gewisse Positionen zumindest in Frage stellen, sofern man sie dazu kommen läßt.“

    Pardon, aber nun bringen Sie doch etwas durcheinander. Die Links bezogen sich auf im weitesten Sinne auf die Stabilität bzw. Instabilität des amerikanischen Wirtschaftssystems. Dies hatte sofern mit der o. a. These nichts zu tun, als das diese ja von niemandem vertreten worden war.

    „… obwohl ich Ihre Positionen für äußerst einseitig halte.“

    Diese Äußerung ist mir einfach zu pauschal, und wenn ich sie Ernst nehmen soll, die Äußerung, dann müssten Sie schon ins Detail gehen: Wie müsste ich mich denn verhalten, um Ihrer Meinung nach als vielseitig zu gelten? Soll ich hintereinander die Position von Taliban-Führern und die von Präsident Bush verteidigen, soll ich Keuschheit predigen und gleichzeitig die Förderung der Pornoindustrie verlangen? Sie müssen auch mal betrachten, von wem der Vorwurf meiner angeblichen Einseitigkeit noch erhoben wird: Von Herrn Daniel, der gewiss nie ein gutes Wort über die amerikanische Regierung verlor, der gewiss nie die Morde der RAF verurteilte. Somit bleibt der Vorwurf der Einseitigkeit nichts als eine Phrase.

    Mir persönlich ist es auch egal, ob jemand einseitig argumentiert oder nicht; jeder kann schließlich treiben was er will. Mir erscheint es wichtiger, dass ein Diskussionsteilnehmer seine Position mit Argumenten, logisch nachvollziehbaren Schlussfolgerungen und, wenn es geht, auch mit einigen überprüfbaren Beispielen, Fakten belegen kann. Wenn jemand z. B. Lehrsätze von kollabierenden Systemen, die Kriege anfangen, in den Raum stellt und unverhohlen andeutet, die USA seien ein solches System, dann ist er – falls er nicht „Butter bei die Fische tut“ - schlicht unseriös und verbreitete, wie Herr Mumba bereits richtig erkannte, lediglich sein Wunschdenken.

    „Der Verweis auf die Quellen war auch nicht als Beleg für den von Ihnen kritisierten Satz von Marcel…“

    Es tut mir Leid, aber Sie beobachten einfach nicht genau. Oder wollen Sie unterstellen, dass „Ossi“ und der Blogbetreiber ein und dieselbe Person seien?

    „Ist Ihnen bekannt, ob diese Gewinne überhaupt in den USA besteuert werden (können), und wenn ja, in welchem Maße im Verhältnis zu den öffentlich getragenen Kosten des Krieges?“

    Ist es Ihnen denn bekannt? Vermutlich nicht. Selbst wenn man sich auf öffentliche Verlautbarungen der irakischen und amerikanischen Offiziellen verlässt, so ist doch das Finanzgeflecht hinter Großkonzernen (selbst für Experten) schwer zu durchschauen. Wenn man die von Ihnen behauptete An- bzw. Enteignung voraussetzt, muss man zumindest davon ausgehen, ich glaube darin sind wir uns einig, dass dies von der amerikanischen Regierung gedeckt wird. Doch warum sollte sie das tun, wenn das Geld nicht zurück in die Staaten fließt?
    Natürlich könnte man annehmen, wie es vermutlich „Ossi“ und „Daniel“ tun, die amerikanische Administration sei durch und durch korrupt und bestünde eigentlich nur aus Unternehmern.
    Das wäre allerdings ein Fehler, den auch die RAF beging, als sie meinte, die Bundesrepublik Deutschland würde in Wirklichkeit von Kapitalisten regiert und würden ergo den Präsidenten der Kapitalisten (Schleyer) niemals opfern. Umso überraschter war man, als die Bundesregierung sich trotzdem nicht erpressen ließ. Das stammt nicht von mir, sondern aus einem TV-Interview mit einem der Schleyer-Entführer.
    Mit einseitigen Grüßen
    K.d.F.

  25. salvo sprach

    Herr K.df.

    Der Satz “Kollabierende Systeme inszenieren Kriege, um damit den schwindenden inneren Zusammenhalt wieder zu festigen” scheint Ihnen keine Ruhe zu lassen. Ob er als Lehrsatz intendiert war und Marcel damit jemanden belehren wollte, kann nur er selbst beantworten. Sie haben, meine ich, allerdings Recht den Sachgehalt im besonderen konkreten Bezug anzuzweifeln. Weder die USA noch der Iran scheinen ‘kollabierende Systeme’ zu sein. Ob der Satz an sich, also in seinem allgemeinen Wahrheitsanspruch , richtig oder falsch ist, ist nur von theoretischer Bedeutung. So. Dabei lasse ich es nun aber bewenden.
    Mit offenen Grüßen

  26. Herr K.d.F. sprach

    “Der Satz “Kollabierende Systeme inszenieren Kriege, um damit den schwindenden inneren Zusammenhalt wieder zu festigen” scheint Ihnen keine Ruhe zu lassen.”

    Es könnte auch ein völlig anderer “Lehrsatz” sein. Von Bedeutung scheint mir, dass die Verfasser solcher Weisheiten nicht zu ihren Aussage stehen, dass stattdessen Unterstützer wie „Muminvater“ und Herr Daniel auftauchen, die Rückfragen als “stänkern” bezeichnen und weitere unerfreuliche, nicht zur Sache gehörende Bemerkungen vom Stapel lassen.

    “Ob der Satz an sich, also in seinem allgemeinen Wahrheitsanspruch , richtig oder falsch ist, ist nur von theoretischer Bedeutung.”

    Nicht einmal das. Für die wissenschaftliche Analyse dürften kollabierende Staaten, von denen eine evidente Kriegsgefahr ausgeht, nicht von Bedeutung sein.

    „Ob er als Lehrsatz intendiert war und Marcel damit jemanden belehren wollte…“

    Sie irren. Es war nicht Herr Marcel, sondern Rudi Carrell, der den Lehrsatz aufstellte. Und zwar posthum.

    Bitte entschuldigen Sie mich jetzt. Ich plane gerade einen Angriffskrieg.
    K.d.F.

  27. mumba sprach

    @salvo:
    Sie dreschen hohle Phrasen und bleiben jeglichen konkreten Beleg für Ihre absurden Wunschphantasien schuldig.
    Es gibt kein einziges ernstzunehmendes Indiz für einen bevorstehenden ökonomischen Zusammenbruch der USA - oder können Sie zur Abwechslung statt mit Phrasen mal mit Argumenten dienen?

  28. Ossi sprach

    Danke Herr KDF zu ihren Hinweissen an Herrn Betzels Ergüsse. Sie hätten aber auch auf die um Jahre zurückligenden Äußerungen dieses Herrn hinweisen dürfen. Aber Ihnen obliegt doch nur das zusammenhanglosen verquasen von Fakten. Ich nehme an, Sie haben die in den sogenannten Zwergschulen im Westen gelernt, Wie man an Ihren Ausführungen sieht, ist Bildung bei so manchen Bundesbürger immer noch eine echte Mangelware. Dies wurde ja nun schon mehrmals von internationale Gremien festgestellt.

    Wenn Sie mal wieder in entsprechende Literatur sehen würden, wüßten Sie welcher Philosoph diese Aussagen gemacht hatte. Wenn Sie dies schon nicht gelernt haben, dann gehen Sie doch in die nächste Bücherei und leihen sich diese Literatur aus. Bilden schadet nichts, Sie brauchen keine Angst zu haben.
    Nun noch kurz zu Ihrer Amerikapsychose. Sie dürfen natürlich jeden lieben den Sie wollen. Aber ich auch. Natürlich gibt es Menschen die fühlen sich stetig nur in rektalen warmen Röhrensystemen wohl. Es bleibt Ihnen überlassen wo Sie sich aufwärmen, aber auch mir. Ich brauche weder Führer noch Partei noch einen Ami um mich im Leben wohl zu fühlen.

    Ein dreifaches donnerndes
    Elvis, Elvis ,Elvis
    für Sie

  29. Ossi sprach

    @6
    “Die einzigen, die hier direkt und willentlich auf eine massive Eskalation zusteuern, sind die iranischen Verantwortlichen.”

    Werter Herr mumbamumba. Sie haben völlig recht:
    Die richtige Armee am richtigen Ort, nur die Perser sind am falschen. Was besetzen die auch das Wattenmeer in der Ostsee und bedrohen damit die friedliche englische Fischerflotte im Golf!

  30. Herr K.d.F. sprach

    Herr Mumba schreibt, an Herrn Salvo gerichtet:
    “Es gibt kein einziges ernstzunehmendes Indiz für einen bevorstehenden ökonomischen Zusammenbruch der USA”

    Richtig, und wer Gegenteiliges behauptet befindet sich schlicht und einfach nicht auf dem Boden der Realität. Folglich hat der Angesprochene in Beitrag 25 auch eingeräumt: “Weder die USA noch der Iran scheinen ‘kollabierende Systeme’ zu sein.”

    In diesem Kommentarbereich dürfte die Hoffnung auf ein baldiges Ende der USA, wie wir sie bislang kannten, weiterhin von den Schreibern “Ossi” und Daniel geteilt werden. Wer diese (im Übrigen ziemlich bösartige) Hoffnung in Frage stellt, wird von den Genannten darüber belehrt, dass er ein typischer PISA-Schüler sei, BILD-Zeitung lese, eine Zwergenschule besucht habe, lobotomiert sei usw. usf.

    Wie man in Beitrag 28 hörte, wurde in den Schulen der SBZ (später DDR, umgangsprachlich Ostzone) ein Philosoph mit dem Lehrsatz: “Kollabierende Systeme inszenieren Kriege … usw.” zitiert.
    Zuvor hieß es noch, den Schülern wurde diese Aussage beigebracht (”Wir lernten mal in der Schule…”) - dann hätte es sich um den Lehrstoff der Schule gehandelt und somit um eine von der Lehranstalt anerkannte Gesetzmäßigkeit.
    Jetzt war es also ein Philosoph, dessen Werke man sich in Bibliotheken ausleihen kann, was freilich etwas schwer fällt, zumal er namentlich nicht genannt wird, geschweige denn die betreffende Schrift näher bezeichnet wird.

    Das andere Problem ergibt sich daraus, dass eine solche Schrift genauso wenig wert wäre wie Kaugummipapier, wenn sich die These von der Kriegsgefahr, die von kollabierenden Systemen ausginge, nicht auf logische Schlussfolgerungen, welche wiederum auf Fakten beruhen, stützen kann.
    Die Aufgabenstellung dabei könnte in grober Form so aussehen:

    1. Wie definieren wir ein kollabierendes System?
    2. Wie viele Systeme sind uns bekannt, auf denen diese Definition zutrifft?
    3. Wie viele dieser Systeme begannen im Zustand des Kollabierens einen Angriffskrieg?

    Die Angriffskriege mussten, soll die These zu belegt werden, natürlich auch dem Zwecke dienen, wieder aus dem Zustand des Kollabierens herauszukommen.
    Haben wir nun eine evidente Anzahl von kollabierenden Systemen, die Kriege anfingen, dann ist die These bestätigt. Eine Bestätigung ist keinesfalls, dass irgendein Philosoph, Bäckermeister oder Oberkellner sie niedergeschrieben hat.

    Eine solch sachliche, logische Denk- und Vorgehensweise wurde uns zumindest in westdeutschen Zwergenschulen beigebracht. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die DDR kollabierte, während die Bundesrepublik Deutschland noch immer existiert.

  31. Ossi sprach

    “”Eine Bestätigung ist keinesfalls, dass irgendein Philosoph, Bäckermeister oder Oberkellner sie niedergeschrieben hat.”"

    Wie wahr!

    “”während die Bundesrepublik Deutschland noch immer existiert.”"
    Aber nur mit und durch Übernahme der Funktionsschemata der seligen DDR.
    (Kindergarten; Kindergrippe, Ganztagsschule, Polikliniken, Familienförderung, Zinsgünstige Kredite für junge Familien, Funktionäre der Stasi und SED als Demokraten, LPG’s als Freie Marktwirtschaftler,Aneignung fremden Eigentums. usw) Gell?

  32. Ossi sprach

    @30
    Soll ich Ihnen jetzt auch noch Bücher vorlesen? Die müssen Sie sich schon selber ausleihen.
    Bundesland ist abgebrannt!
    Als schon die Russen an der Tür des Führerbunkers standen wurde noch der nahestehende Endsieg verkündet. Halt deutsche Tradition. Wie sollen solche Typen auch was erkennen was in der Welt vorgeht. Immer auf einen Endsieg hoffen, lieber KDF! Die Hoffnung stirbt zuletzt!
    Am Hindukusch werden noch Helden gesucht.

    >>>Es gibt kein Mittel, zu dem der Mensch nicht greifen würde, nur um nicht denken zu müssen.

  33. Herr K.d.F. sprach

    Bisher war ich immer der Meinung, es spräche für die wirtschaftliche Stärke der Bundesrepublik Deutschland, dass sie ein marodes Staatswesen wie das der DDR assimilieren konnte, ohne selbst ernsthaften Schaden davonzutragen.
    Dass es sich aber in Wirklichkeit offenbar so verhält, dass die Bundesrepublik “nur mit und durch” einen Juwel namens “Funktionsschemata der seligen DDR” existiert, das ist mir neu.
    Vermutlich stammt dieses bisher unbekannte Wissen von jenem Philosophen, der auch die Brandgefährlichkeit kollabierender Systeme so eindrucksvoll beschrieben haben soll:
    Jener Philosoph, der mir vom Kommentarschreiber “Ossi” mehrfach ans Herz gelegt wurde, dessen Namen zu nennen er aber nicht in der Lage ist, ebenso wenig wie den Titel der fraglichen Literatur.

    In Beitrag 32 ist zu lesen:

    “Als schon die Russen an der Tür des Führerbunkers standen wurde noch der nahestehende Endsieg verkündet. Halt deutsche Tradition. Wie sollen solche Typen auch was erkennen was in der Welt vorgeht. Immer auf einen Endsieg hoffen, lieber KDF!”

    Mal abgesehen davon, dass selbst der Vollidiot Hitler zum Schluss hin keineswegs noch an den Endsieg glaubte (in seinem politischen Testament, das er Traudl Junge diktierte, erklärte er die slawischen Völker zu Siegern und gab überdies dem deutschen Volk für sein eigenes Versagen die Schuld), stellt sich die Frage, was dieses Beispiel mit der aktuellen Situation zu tun haben soll:
    Deutschland lag 1945 in Schutt und Asche. Millionen Zivilisten waren dem Krieg zum Opfer gefallen, ebenso unzählige Soldaten. Es gab de facto keine Regierung mehr, selbst die militärischen Strukturen waren nur noch rudimentär vorhanden, die wirtschaftliche Produktion lag nahezu bei Null.

    Wenn es also heißt: „Immer auf einen Endsieg hoffen, lieber KDF! Die Hoffnung stirbt zuletzt!“, so impliziert dies, dass die Lage augenblicklich ähnlich prekär sei wie 1945.

    Dabei handelt es sich dann in der Tat um eine fatale Fehleinschätzung der realen Zustände und den Ausdruck mangelnder Kenntnisse was marktwirtschaftliche Entwicklungen betrifft: Weder befinden wir uns inmitten eines Zusammenbruchs, noch gibt es Anzeichen dafür, dass ein solcher bevorstünde.

    Es braucht also niemand hoffen, dass doch noch alles gut werde, weil eine derart kritische Lage einfach nicht gibt.

    Wie glücklich kann sich ein Land schätzen, dessen Armutsgrenze über den Beträgen liegt, die in nicht-westlichen Staaten Ingenieuren und Regierungsbeamten häufig nicht mal als Gehalt zustehen: „In Deutschland lag nach der abweichenden Definition der Europäischen Union (60 % des mittleren Einkommens) die Armutsgrenze für einen Alleinstehenden im Jahr 2003 bei einem monatlichen Einkommen von 938 Euro.“ ( http://de.wikip....org/wiki/Armut)

    Wie großzügig müssen die Bürger und die Regierung der Bundesrepublik Deutschland (ein Staatswesen, das angeblich von Kriminellen regiert wird und wirtschaftlich einem Fiasko entgegensieht) sein, dass sie den Einwohnern ferner Staaten, die Opfer einer Naturkatastrophe wurden, hunderte Millionen EUR spenden: http://www.tage...005/2246293.asp

    (Der Niedergang muss doch schon vor 2 Jahren im vollen Gange gewesen sein? Und trotzdem war noch so viel Geld da. Erstaunlich!)

    Eigentlich Schade um Deutschland, sofern „Ossi“ Recht behält. Und um die USA auch.

  34. Ossi sprach

    Na dann ist es doch gut, wenn Sie diese Meinungen vertreten. Viele denken halt anders. Muß schon sagen , an Dümmlichlkeit ist Ihr Beitrag nicht zu überbieten. Gibt es dafür wenigstens eine ordentliche Vergütung? Schön ein Land was solche Gesundbeter hat.

  35. Ossi sprach

    “”"Wie großzügig müssen die Bürger und die Regierung der Bundesrepublik Deutschland-in Staatswesen, das angeblich von Kriminellen regiert wird und wirtschaftlich einem Fiasko entgegensieht) sein, dass sie den Einwohnern ferner Staaten, die Opfer einer Naturkatastrophe wurden, hunderte Millionen EUR spenden:”"

    Wie großzügig würde das erst sein wenn sie es in ihrem eigenen Land an die verteilen würden, die nichts zu Fressen haben. Ich denke da nur an die hundertausende Kinder die nicht mal täglich was davon erhalten oder an die hundertausende in Altenheimen die trotz exorbitanter “Pflegegelder” verhungern und verdursten dürfen. Natürlich auf demokratischer Basis.
    Und rauben, plündern und morden dürfte doch noch immer kriminell sein. Oder?

  36. Ossi sprach

    @ KDF
    Da die Seiten des Saar-Echos wegen Todes des Eigentümers nicht mehr zur Verfügung stehen hier ausnahmsweise ein recht lesenswerter undinteressanter Artikel.

    Wer macht Deutschlands Industrie kaputt?
    saar-Echohttp://www.saar-echo.de/de/art.php?a=32190

    Warum ist Deutschland ein ”Sanierungsfall” mit real 9 Millionen Arbeitslosen? / Warum hat Berlin nur noch 5 Prozent der Maschinenbaukapazitäten von 1989? / Warum stürzen immer mehr Bundesbürger in die Armut ab?

    Von HELGA ZEPP-LAROUCHE*

    Auf das gigantische Ablenkungsmanöver ”Fußballweltmeisterschaft” folgt nun der Katzenjammer. Denn während man sich von der Fußballmanie anstecken ließ und von Party zu Party rannte, fand in Deutschland der größte Angriff auf den Lebensstandard der Bevölkerung und Abbau der sozialen Errungenschaften seit den 30er Jahren statt. Bundeskanzlerin Merkel schockierte die Öffentlichkeit mit ihrer Formulierung, Deutschland sei ein ”Sanierungsfall”, was ja wohl die Idee beinhaltet, daß der Staat bankrott ist.

    Aber warum ist das so? Warum haben wir in Deutschland inzwischen rund neun Millionen Arbeitslose? Warum haben wir in Berlin nur noch fünf (!) Prozent der Maschinenbaukapazitäten von 1989, warum verlieren wir seit Jahren jährlich rund 40 000 mittelständische Betriebe, warum droht ein Großteil der noch verbliebenen Industrie in den Osten verlagert zu werden? Warum stürzt ein immer größerer Teil der Bevölkerung in die Armut ab? Und warum tut die Regierung nichts, um diesem katastrophalen Kahlschlag Einhalt zu gebieten?

    Die gegenwärtige Systemkrise ist einerseits das Resultat des Wertewandels, der seit nun beinahe 40 Jahren die G-7-Staaten von Gesellschaften von Produzenten in nachindustrielle Gesellschaften von Konsumenten und Spekulanten verwandelt hat. Dieser Prozeß ist seit fast vier Jahrzehnten im Gang. Aber was darüber hinaus in Berlin seit 1991 und vor allem in den letzten Jahren geschieht, ist bewußte Demontage, absichtliche Deindustrialisierung. Aber warum? Wer könnte ein Interesse daran haben, Berlin zu ruinieren, wer könnte absichtlich Deutschland als Industrienation kaputt machen wollen?

    Um diese Frage richtig zu beantworten, muß man den größeren strategischen und historischen Kontext betrachten. Und auch wenn der gestreßte Zeitgenosse sich oftmals weigern will, die größeren Zusammenhänge zu betrachten, und insistiert: ”Ich will aber wissen, wie ich mein persönliches Problem hier und jetzt lösen kann”, dann muß ganz klar gesagt werden, daß die Welt eben komplizierter ist, und daß man das persönliche konkrete Problem nur lösen kann, wenn man die größeren Zusammenhänge durchblickt.

    Wir haben heute nicht nur mit Ausnahme einiger Wachstumsländer eine weltweite
    Depression, die in ihrem Ausmaß sogar über die der 30er Jahre hinausgeht, es gibt heute auch wieder internationale Finanzkräfte, die wie die Kartelle in den 20er und 30er Jahren um ihrer ungezügelten Profitgier willen versuchen, faschistische Wirtschaftspolitik durchzusetzen. Wenn sie dabei wertvolle industrielle Kapazitäten zerstören, wie es zum Beispiel die Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften tun, ist ihnen das letztlich sogar recht, denn die Drahtzieher hinter diesen ”Heuschrecken” streben aus ideologischen Gründen eine neofeudale Weltordnung an, in der sie die Macht besitzen, indem sie Rohstoffe, Energie und Sachwerte kontrollieren.

    Irrtümlicherweise denken viele Leute, daß hinter diesen Heuschrecken irgendwie ”die USA” stecken. Aber ein gigantischer Skandal, der in den USA im Falle des Bankrotts der Autoindustrie aufgedeckt worden ist, verdeutlicht, daß die Vereinigten Staaten von diesen Finanzinteressen genauso kaputtgemacht werden wie Europa und die Entwicklungsländer. Werfen wir einen kurzen Blick auf diesen Skandal, denn er hilft uns zu verstehen, was in Deutschland und in Berlin passiert.

    Felix Rohatyn und die Bank Lazard

    Seit etwa Februar vergangenen Jahres wurde deutlich, daß beinahe der gesamte amerikanische Autosektor, der immerhin ein Drittel der amerikanischen Maschinenbaukapazitäten ausmacht, wegen einer inkompetenten Politik der Manager vor dem Bankrott steht. Der amerikanische Oppositionspolitiker Lyndon LaRouche entwarf daraufhin einen Plan, wie man diese wertvollen Kapazitäten retten könnte, indem man sie umrüstet, um andere Güter für den Ausbau der im Argen liegenden amerikanischen Infrastruktur zu bauen - zum Beispiel den Transrapid, Schleusen, Kraftwerke etc.. LaRouche formulierte diesen Plan als Gesetzesvorlage für den Senat, der staatliche Notkredite für den Schutz und Umbau des Autosektors zur Verfügung stellen soll. Eine große Anzahl betroffener Betriebsräte und Vertreter der Autogewerkschaft UAW haben sich seitdem gemeinsam mit der LaRouche-Jugendbewegung im US-Senat für diese Initiative eingesetzt.

    Als Hauptgegner LaRouches stellte sich der Banker Felix Rohatyn vom Bankhaus Lazard heraus, einer der Hauptgeldgeber vieler Senatoren, der diese ganz direkt mit dem Argument gegen LaRouche einzunehmen versuchte, dieser wolle die Autoindustrie nationalisieren. Aber es sollte noch dicker kommen: Die Gerichtsakten über das Konkursverfahren des größten US-Autozulieferers Delphi belegen, daß niemand anderer als dieser Felix Rohatyn bereits am 1. Mai persönlich den Plan zur vollständigen Auslagerung der Produktion des Delphi-Konzerns in Billigproduktionsländer, Vernichtung der Arbeitsplätze in den USA und Nichterfüllung der betrieblichen Rentenverpflichtungen mit seiner Unterschrift abzeichnete. Die Dokumente belegen, daß die Firmen Rohatyn Associates und Rothschild, Inc. Delphis totale ”Globalisierung per Konkurs” planten, wie es Business Week in der Ausgabe vom 24. April nannte.

    Als dieser Auslagerungs- und Bankrottierungsplan, der intern den Kodenamen ”Nordstern” trug, umgesetzt wurde, wurden zunächst die Gehälter der Autoarbeiter halbiert, während sich das Management in einem ”Kompensationsplan” 400 Millionen Dollar zuschusterte; dann wurden innerhalb von 45 Tagen 30 000 Facharbeiter entlassen, denen man als Ersatz für ihre Rentenansprüche lächerlich geringe Abfindungen bot, und gleichzeitig eine ganze Reihe von Delphi-Werken über das Internet (!) versteigert. Und um das Maß voll zu machen, heuerte das Delphi-Management noch einen Rechtsbeistand für die UAW-Gewerkschaft für die Abwicklung der Arbeitsplätze an, den dieses Management großzügigerweise finanzierte - und wer war dieser ”Rechtsbeistand”? Derselbe Felix Rohatyn, der den ganzen Plan eingefädelt hatte!

    Die Dokumente belegen eindeutig, daß Rohatyn die treibende Kraft der Abwicklung des amerikanischen Autosektors ist, bei dem es direkt und indirekt um eine Million Arbeitsplätze geht! Dazu muß man wissen, daß die von ihm repräsentierte Bank Lazard (früher Lazard Frères) in Dokumenten der US-Regierung aus dem Zweiten Weltkrieg als die Bank

    identifiziert wurde, die zusammen mit der Banque-Worms-Gruppe zu den synarchistischen Finanzkreisen gehörte, die Mussolini und Franco unterstützt und Hitlers Machtergreifung finanziert hatten. Zu diesen Unterstützern Hitlers gehörten bekanntermaßen auch der Chef der Bank von England Montagu Norman und das Bankhaus Brown Brothers Harriman.

    Lazard in Berlin

    Was hat das alles mit Berlin zu tun? Eine ganze Menge. Denn während Felix Rohatyn Ende der 90er Jahre US-Botschafter in Paris war, war ein gewisser John Kornblum US-Botschafter in Berlin, und dieser Herr Kornblum ist heute der Deutschlandchef von Lazard in Berlin.

    In einem Interview mit dem Internetnachrichtenbrief Berlinboxx gab Kornblum im letzten Jahr seine Vorstellungen für die Zukunft Berlins zum besten: ”Berlin könnte seine Stärken in der Wissenschaftslandschaft bündeln und z.B. den Weg Bostons einschlagen. Vor 30 Jahren war Boston eine Stadt, die nach Wegen für die eigene Zukunft gesucht hat. Boston hat seine Universitäten genutzt, um Wissensstadt und -standort zu werden.” Kornblum betont, seine Hauptorientierung in Berlin sei nicht, Geschäfte zu machen, sondern die ”Nähe zur Politik” zu suchen.

    Nun muß man aber wissen, daß die Nutznießer des ”Bostoner Modells”, bei dem in den 70er Jahren unter dem Stichwort ”Stadterneuerung” ein massiver Industrieabbau und die Verwandlung ehemaliger Industriegebiete und Arbeitersiedlungen in riesige Spekulationsobjekte im Dienstleistungsbereich stattfand, eine Gruppe von Bostoner Banken und Versicherungen war, die unter der Bezeichnung The Vault, ”der Tresor”, bekannt sind. Innerhalb weniger Jahre wurde damals die Infrastruktur der Stadt, einschließlich so lebenswichtiger Dienste wie Polizei, Feuerwehr, Kanalisation und Krankenhäuser so weit abgebaut, daß sie kurz vor dem Zusammenbruch stand.

    Im Prinzip ist in Berlin das gleiche schon in den letzten 15 Jahren geschehen: Die massive Deindustrialisierung ging einher mit der Förderung von Banken, Versicherungen, Medien, Film und ”Hightech”, mit der Folge, daß es in der Stadt rund 500 000 Arbeitslose und viele verarmte Menschen gibt. Aber für Leute wie John Kornblum sind das halt die ”Losers”, die ”Verlierer”, gegen die das ”Global business” der Globalisierung ”seine Methoden verteidigen” müsse, wie er kürzlich in einer Rede sagte.

    Überhaupt halten Rohatyn und Kornblum nichts vom souveränen Nationalstaat, in dem die Politik den Bürgern Rechenschaft schuldig ist. Ihrer Meinung nach ist der Nationalstaat in der Welt der Globalisierung nicht mehr wichtig; vielmehr sollen die Städte eine größere Rolle spielen, und da vor allem das Zusammenspiel von smarten Bürgermeistern und ”privaten Investoren”, die die früher vom Staat im Sinne des Gemeinwohls verwaltete Infrastruktur privatisieren. Zu diesem Zweck lancierten Rohatyn und Kornblum im Jahr 2000 eine internationale Bürgermeisterinitiative, die im wesentlichen den Zweck hat, weltweit Bürgermeister zu vernetzen, welche bereit sind, das städtische ”Tafelsilber” an Spekulanten zu verhökern und alle Bereiche wie Verkehr, Strom- und Wasserversorgung, Kanalisation etc. an profitgierige Privatanleger zu verkaufen. Die gestiegene Rechnung kann dann die Bevölkerung bezahlen.

    Riesige Industriekapazitäten vernichtet

    Diese Finanzgruppen, von denen Lazard nach Ansicht von Marktinsidern nur die aggressivste ist, haben auch keine Hemmungen, mit ihren Beratungen bei ”Umstrukturierungen”, ”Übernahmen” und ”Fusionen” von Firmen sowie dem anschließenden Verkauf von ”Filetstücken” und mit der Schließung von gesunden, schwarze Zahlen schreibenden Firmen riesige Industriekapazitäten zu vernichten. Dabei geht es zwar auch um Profit, aber mehr noch um Kontrolle.

    Ein Beispiel für dieses Vorgehen ist die Rolle, die Lazard in Berlin bei der Schließung der
    Firma CNH (Case and New Holland) spielte. CNH übernahm die Berliner Traditionsfirma Orenstein und Koppel, die Baumaschinen, Traktoren und Straßenbaumaschinen auf höchstem technologischen Niveau gebaut hatte. Orenstein und Koppel hatten ihre Produktion in den 90er Jahren in Berlin ausgeweitet, bis sie von CNH, einem Zusammenschluß von Case und New Holland, übernommen wurden. Die Beraterfirmen für diese Fusion waren Goldman Sachs, Credit Suisse und Lazard Frères.

    Die Übernahme von Orenstein und Koppel durch CNH wurde 2001 mit 70 Millionen Euro vom Berliner Senat unterstützt, mit dem ”Versprechen”, daß die Produktion in Berlin verbliebe. Inzwischen hält der italienische FIAT-Konzern 71 Prozent Anteile an CNH, und bis 2001 saß Felix Rohatyn im Vorstand von FIAT. Ungeachtet aller ”Versprechen” kündigte das Management von CNH 2005 an, man werde die Fabrik in Berlin schließen und die Produktion nach Italien verlagern. Die CNH-Arbeiter streikten mehrere Wochen lang, aber weil eine Arbeiterfamilie gewöhnlich finanziell keinen langen Atem hat, akzeptierten sie kürzlich Abfindungszahlungen, und die Fabrik wird im Dezember schließen. Bezahlt CNH jetzt die 70 Millionen an den Senat zurück?

    Wie immer arbeitet das Lazard-Netzwerk dabei nicht nur von einer Seite. Eine interessante Figur ist in diesem Zusammenhang der internationale Vorsitzende von CNH bis 2004, Jean-Pierre Rosso, der die französische und die amerikanische Staatsangehörigkeit besitzt und ausführliche Erfahrungen im Afrikageschäft von Honeywell Frankreich hat. Rosso sitzt heute u.a. im Vorstand von EURAZEO, die als eine der aggressivsten privaten Beteiligungsgesellschaften gilt. Und wer ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats von EURAZEO? Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von Lazard, Michel David- Weill!

    Die Wirtschaftszeitung Business Week beschrieb die Operationen von EURAZEO als wichtigem Akteur für die drei vereinigten Bankhäuser von Lazard in Paris, London und New York: ”Der Zeitplan hätte für EURAZEO, das von David-Weill kontrolliert wird, nicht günstiger sein können. Europa entwickelt sich schnell zum gelobten Land für Übernahmen durch Beteiligungsgesellschaften. Agenturen wie die französische oder deutsche Telekom stoßen Teile von sich ab, um ihre Schulden zu reduzieren, ebenso wie Konzerne, die in Schwierigkeiten sind, wie ABB und Alstom.”

    Hier ist von der brutalen Übernahme durch die berüchtigten ”Heuschrecken”, durch Hedgefonds und Beteiligungsgesellschaften die Rede, die seit einiger Zeit in Deutschland und anderen Ländern alles übernehmen, was nicht niet- und nagelfest ist: Großunternehmen wie ABB und Telekom, mittelständische Betriebe, Villen, Sozialbauten, Schlösser - eben Sachwerte für die Zeit nach dem Crash. Diese Übernahmen weiten sich derzeit mit einem fieberhaften Tempo aus. Was auf der Strecke bleibt, ist Deutschland als Industrienation, die sich ein soziales Netz leisten kann.

    Die Treuhand

    Aber die ”Abwicklung” der industriellen Kapazitäten vor allem in den neuen Bundesländern und in Berlin hat natürlich viel früher angefangen. Der entscheidende Einschnitt war die Ermordung des Treuhand-Chefs Detlev Karsten Rohwedder. Man erinnere sich: Am 8. März 1990 beschloß die letzte Volkskammer der DDR die Gründung der Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums (Treuhandanstalt) mit dem Zweck der ”Wahrung des Volkseigentums”. Aber schon bei der Regierung de Maizière war nicht mehr von ”Volkseigentum” die Rede, im Gesetzesblatt vom 22.6.1990 hieß es schon ”Privatisierung und Reorganisierung”.

    Für die gewaltige Aufgabe der Reorganisation der staatseigenen Betriebe - die Treuhand wurde die weltgrößte Industrieholding - wurde im August 1990 Rohwedder berufen, der sich einen hervorragenden Ruf als Retter der Hoesch AG errungen hatte. Rohwedder verstand nicht nur etwas von Realwirtschaft, er hatte auch ein ausgeprägtes Gefühl für die sozialen Folgen der Reorganisation und sah die Notwendigkeit, die Interessen der Arbeitnehmer zu verteidigen.

    Aber Rohwedder vertrat von Anfang an eine Minderheitsposition im Vorstand der Treuhand. Birgit Breuel, die sich als niedersächsische Wirtschaftsministerin mit einer spektakulären ”Entstaatlichungs- und Entbürokratisierungskampagne” bereits einen Ruf als brutale Privatisiererin erworben hatte, vertrat im Treuhand-Vorstand die genau gegenteilige Position. Sie trat für eine sofortige Privatisierung ohne soziale Rücksichten an.

    Aber Rohwedder kam nicht nur durch die Privatisierungsfraktion im Treuhand-Vorstand unter Druck; auch britische und amerikanische Consulting-Firmen und Investmentbanken warfen ihm vor, ausländische Investoren zu blockieren, und es wurde vorgeschlagen, ”die ganze Privatisierung an private Investmentbanken abzugeben”, welche dann für ein Erfolgshonorar arbeiten sollten. (Handelsblatt 26.11.1990) Aber auch CDU-Politiker griffen Rohwedder scharf an, darunter Biedenkopf und Geißler, der ihm ”Versagen” vorwarf. Seine Erfahrungen mit der explosiven sozialen Lage bestärkten Rohwedder hingegen nur, daß ”Sanierung” der Betriebe ”vor Privatisierung” gehen müsse, weil die Arbeitsplätze erhalten werden müßten.

    Rohwedder-Mord - ein Zufall?

    Dann wurde Rohwedder am 1. April 1991 erschossen. Die Umstände blieben unaufgeklärt und merkwürdig. Seltsamerweise tauchte eine Woche vorher, ”just in time”, eine Story über die RAF-Stasi-Verbindung auf, die sich alsbald als Medienente herausstellte, aber die Diskussion nach dem Mord erst einmal auf die so gelegte Fährte lenkte. Verschiedene Umstände, wie Lücken bei den Schutzmaßnahmen für Rohwedder und mangelnde Fahndungserfolge beim Versuch, das ”Phantom RAF” dingfest zu machen, deuten eher auf ”privatisierte Geheimdienstkreise” hin, wie sie John Perkins in seinem Buch The Economic Hitmen beschrieben hat. Seltsamerweise gingen die Ermittlungsbehörden nie der Frage nach, ob die Feinde Rohwedders vielleicht im Bereich der internationalen Finanzkreise zu suchen seien, die sehr wohl ein Motiv haben konnten, weil sie in ihm das Haupthindernis für ihre Profitgier sahen.

    Das Blatt wendete sich für die Finanzkreise auf jeden Fall schlagartig, als Birgit Breuel die Nachfolgerin Rohwedders wurde. Der Kahlschlag, der mit der nun einsetzenden ungebremsten Privatisierung stattfand, vernichtete das, worin die Bürger der neuen Bundesländer mit Recht ihr Lebenswerk sahen, aber westliche und internationale Finanzhaie machten den großen Reibach.

    Wenn man den Prozeß, der in den neuen Bundesländern und teilweise auch in Berlin nach 1991 stattgefunden hat, insgesamt betrachtet, dann muß man feststellen, daß es sich um eine gigantische Enteignung der Bevölkerung gehandelt hat. Das oft bemühte Argument, man habe keinen Präzedenzfall für die Transformation des kommunistischen Systems gehabt, ist purer Sophismus. Lyndon LaRouche hatte sehr wohl ein Konzept für den Aufbau des Ostens, nämlich das Programm des Produktiven Dreiecks Paris-Berlin-Wien. Es beinhaltete die Idee, die industriellen Kapazitäten der neuen Bundesländer und Osteuropas für den Aufbau moderner Infrastruktur zu nutzen und sie gewissermaßen ”aufzubrauchen”, bis man sie durch moderne westliche Industriekapazitäten ersetzen konnte. Mit dem ”LaRouche-Plan” hätte man im Osten genauso ein Wirtschaftswunder schaffen können, wie dies mit dem Marshallplan in der Bundesrepublik nach 1945 gelungen war.

    Natürlich waren Margaret Thatcher und François Mitterrand absolut gegen die Wiedervereinigung und erpreßten Helmut Kohl, sie würden der deutschen Wiedervereinigung nur zustimmen, wenn Deutschland die D-Mark aufgibt und der vorgezogenen Europäischen Währungsunion zustimmt. Und damals sprach man in politischen Spitzenkreisen ganz offen davon, daß die Ermordung des Chefs der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, durch die gleiche angebliche ”dritte Generation der RAF” eine klare Botschaft an Kanzler Kohl war, nur ja nicht auf die Idee zu kommen, daß Deutschland nun mit der Wiedervereinigung etwa die Souveränität erlangt hätte.

    Blühende Landschaften waren möglich

    Diese internationalen Zwänge waren da, aber es ist einfach nicht wahr, daß es keine Alternative zu dem Kahlschlag gegeben hätte, denn auch Herrhausen hatte die Idee, den Osten mit den gleichen Methoden aufzubauen, wie dies mit Hilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau nach 1945 im Westen geschehen war. Eine diesbezügliche Rede wollte er Anfang Dezember 1989 in New York halten, wozu es durch seine Ermordung nicht mehr gekommen ist. Und als Rohwedder sich für die Sanierung und Schaffung neuer Arbeitsplätze einsetzte, wurde auch dieser getötet. Und Helmut Kohl konnte sich plötzlich nicht mehr an die ”blühenden Landschaften” erinnern, die sehr wohl möglich gewesen wären. Stattdessen ließ man die Treuhand und die Finanzhaie gewähren.

    Nun hat Birgit Breuel einen interessanten Hintergrund. Sie ist nämlich die Tochter des Hamburger Privatbankiers Alwin Münchmeyer. 1969 fusionierte die Münchmeyer-Bank mit zwei anderen ”traditionsreichen” Banken, dem Hamburger Bankhaus Schröder und der Frankfurter Bank Hengst & Co., zur Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. Bank. Zumindest die Schröder-Bank hatte in der Vergangenheit langjährige Beziehungen zum amerikanischen Investmentbanking.

    So war der frühere Chef der Schröder-Bank, Baron Rudolph von Schröder, vor dem Zweiten Weltkrieg Vizepräsident der Hamburg-Amerika-Linie (heute Hapag Lloyd), die damals eine Tochterfirma der US-Investmentbank Brown Brothers Harriman war. Brown Brothers Harriman war auch die Bank des Großvaters von George W. Bush, Prescott Bush, über die Gelder an die Nazis flossen. Rudolph von Schröder war ein enger Bekannter Averill Harrimans, eines Miteigentümers der Hamburg-Amerika-Linie, der eine federführende Rolle in der berüchtigten Eugenik-Gesellschaft in den USA spielte, die ihrerseits die größten Sympathien für die Rassentheorie der Nationalsozialisten hatte. Aus Dokumenten der US-Regierung geht hervor, daß man die vielfältige Unterstützung der Hamburg-Amerika-Linie für die Nationalsozialisten sehr wohl im Visier hatte. Ein anderes Familienmitglied war der bekanntere Kurt von Schröder, Mitdirektor der Thyssenhütte, der Hitler direkt finanziell unterstützte und gemeinsam mit Hjalmar Schacht dafür sorgte, daß Hitlers in Deutschland an die Macht kam.

    Es ist interessant, daß die Bank Lazard, deren deutsche Filiale 1999 gegründet wurde, einen großen Teil des Kundenstamms der früheren Bank Schröder, Münchmeyer, Hengst & Co. übernommen hat, der übrige Teil ging an die Lloydsbank und dann an UBS. Lazard agiert jetzt als eine Art Schaltzentrale für Privatisierungen und Übernahmen, allerdings haben sie den Ruf besonderer Aggressivität in diesem Geschäft.

    Nachdem Birgit Breuel die Treuhand im Interesse der internationalen Investmentbanken umgemodelt hatte, schalteten sich immer mehr Banken ein, die eine Art Maklerrolle bei Unternehmensverkäufen spielten. Die Treuhand arbeitete fortan eng mit Goldman Sachs, S.G. Warburg, CSFB Credit Suisse, First Boston, J.P. Morgan und Merryll Lynch zusammen. Äußerst zufrieden berichtete Goldman Sachs, man habe den Auftrag erhalten, für alle zehn Unternehmen der Petrochemie in den neuen Bundesländern internationale Käufer zu finden. Und wieviel ist von diesen Unternehmen übrig geblieben? Ähnlich zufrieden äußerten sich Goldman Sachs, S.C. Warburg und Merryll Lynch, erst durch die Treuhandprivatisierung habe sich das ”M&A-Geschäft” in Deutschland aufgetan - M&A sind Mergers und Acquisitions, also Fusionen und Beteiligungen.

    In der Tat hat mit der Treuhand-Übernahme durch Birgit Breuel ein gigantischer Umverteilungsprozeß stattgefunden; für die Banker und Profithaie fiel dabei ”mehr als Butterbrot” (O-Ton Breuel) ab, die kleinen Leute wurden aber immer ärmer, ja sie durften noch zusätzlich über ihre Lohnsteuer die immer größeren Haushaltslöcher füllen, die durch die wachsende Arbeitslosigkeit gerissen wurden. Der Ausverkauf, der vor allem in den neuen Bundesländern und in Berlin stattgefunden hat und der gerade jetzt in diesen Monaten noch gesteigert wird, ist so enorm, daß man sich nur entsetzt fragen kann, wieso keine im Bundestag vertretene Partei etwas gegen die ”Heuschrecken” und zur Verteidigung des Gemeinwohls tut. Parolen wie die von den Heuschrecken haben sich als Eintagsfliegen herausgestellt. Die Vermutung drängt sich auf, daß diese Parteien entweder korrupt oder völlig inkompetent sind. In beiden Fällen verdienen sie es nicht, wiedergewählt zu werden.

    Auf jeden Fall müssen die Strukturen, mit deren Hilfe diese synarchistischen Finanzinteressen die Bevölkerung ausrauben, genauer unter die Lupe genommen werden. Dazu gehören die Bilderberger-Gruppe ebenso wie Consultingfirmen, die sich wichtiger aufspielen als Regierungen, oder etwa die Atlantik-Brücke, um nur einige herauszugreifen. In letzterer sitzt übrigens neben Birgit Breuel auch Prof. Dieter Feddersen, der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Bankgesellschaft, deren Geschichte ein Skandal der besonderen Art ist.

    In den nächsten Wochen bis zum Wahltermin in Berlin wird immer deutlicher werden, daß das gegenwärtige System der Globalisierung, das mit IWF, Weltbank und Heuschrecken verbunden ist, hoffnungslos bankrott ist. Es wird auch immer deutlicher werden, daß der Euro nicht funktioniert, weil die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in den verschiedenen Mitgliedsstaaten der Eurozone immer extremer werden.

    Die Initiative für eine neue Finanzstruktur in der Tradition von Franklin Roosevelts New Deal muß von den USA ausgehen, weil Amerika im Unterschied zu den europäischen Nationen in seiner Verfassung die Voraussetzungen für ein am Gemeinwohl ausgerichtetes staatliches Kreditsystem festgeschrieben hat. Wenn aber von den USA eine solche Initiative ausgehen wird, dann muß es in Europa, in Deutschland und in Berlin verantwortliche Politiker geben, die wissen, wie ein wirtschaftlicher Wiederaufbau in Gang gesetzt werden kann.

    *Helga Zepp-LaRouche ist Bundesvorsitzende der Bürgerrechtsbewegung Solidarität. Ihr Meinungsbeitrag ist erschienen in der ”Neuen Solidarität” Nr. 28/2006. (www.bueso.de)

  37. Herr K.d.F. sprach

    Am Ende dieses Kommentars ein Link zu einer Site, die sich kritisch mit der LaRouche Gruppierung auseinandersetzt. Ein Zitat:

    “Seit Jahrzehnten kündigt LaRouche den wirtschaftlichen Zusammenbruch an, wenn die Politik nicht seinen Patentrezepten folge. “Zurück zur D-Mark” forderte die Büso-Parteichefin Helga Zepp-LaRouche zuletzt. Davor waren es die “neue Seidenstrasse” zwischen Europa und Asien, ein “europäisches Transrapid-Netz” und unverdrossen der Ausbau der Kernkraft.”

    http://www.agpf...de/LaRouche.htm

  38. Herr K.d.F. sprach

    Beitragsschreiber „Ossi“ nennt trotz mehrfacher Nachfrage nicht den Urheber und Titel jener Literatur, auf die sich der angebliche Lehrsatz von den kollabierenden Systemen zurückführen lässt. Es ist davon auszugehen, dass er die Leser des Kommentarbereichs dreist belogen hat, um seine unsinnige Behauptung aus Beitrag 2 zu untermauern.

    Auch für dies hier wird er zweifellos keine Belege beibringen: „Wie großzügig würde das erst sein wenn sie es in ihrem eigenen Land an die verteilen würden, die nichts zu Fressen haben. Ich denke da nur an die hundertausende Kinder die nicht mal täglich was davon erhalten oder an die hundertausende in Altenheimen die trotz exorbitanter “Pflegegelder” verhungern und verdursten dürfen.“

    Dass „sie“ bezieht sich eindeutig auf die in Beitrag 33 als großzügig bezeichnete deutsche Bevölkerung und deren Bundesregierung. Kommentarschreiber “Ossi” glaubt also, deutsche Verhältnisse zu schildern.
    Mit der gleichen Berechtigung könnte er behaupten, tagtäglich würden Ufos auf dem Maintower landen, Büroangestellte entführen und an diesen Geschlechtsumwandlungen durchführen. So etwas wäre jedenfalls genauso absurd wie die Behauptung eines massenhaften Hunger- und Dursttodes von alten Leuten in der Bundesrepublik Deutschland.

    Was das restliche Schreckensszenario angeht: Möglicherweise sind „Ossi“ die Höhe der Sätze bezüglich des Sozialgeldes und des Arbeitslosengeldes I und II nicht bekannt, vielleicht weiß er nicht, dass diese Gelder tatsächlich auch ausgezahlt werden - dass Mietkosten übernommen werden. Ein exemplarisches Beispiel dafür, dass ein Hilfesuchender von den Behörden weder Geld noch Lebensmittelgutscheine erhielt, kann er nicht beibringen.

    Mit Belegen und Fakten sieht es bei „Ossi“ ohnehin tiefschwarz aus. Sie existieren nicht. Wenn man Glück hat, verweist er auf andere Personen, die irgendwann mal Ähnliches behauptet haben wie er selbst, ansonsten erfolgt der obligatorische Hinweis auf die unglaubliche, grenzenlose, unfassbare, nicht zu übertreffende Dummheit desjenigen, der es wagen, „Ossis“ bizarre Weltanschauung in Frage zu stellen.

    Bezüglich des Kommentarschreibers „Ossi“ ergibt sich ein hochbedenkliches Bild: Er zitierte aus dem wohl zweifellos größten Idiotenmachwerk der Menschheitsgeschichte (Hitlers „Mein Kampf“) und behauptete, darin befänden sich Wahrheiten, welche auch heute noch diskutiert würden*, faselte von der angeblichen „Beteiligung breitester jüdische Schichten am Dritten Reich „** und nun kopiert er einen ellenlangen Beitrag der Helga Zepp-LaRouche in den Kommentarbereich. Dieser Beitrag stamme aus der Schrift ”Neuen Solidarität” Nr. 28/2006.
    Jene „Neue Solidarität“ in der dieselbe Helga Zepp-LaRouche laut dieser Quelle http://www.agpf...#Antisemitismus am 25.1.1979 vom „scheinheiligen Holocaust-Schwindel“ schrieb.

    * http://www.mein...allein-zu-haus/ (Beitrag 19): „Ossi“ zitiert zunächst Herrn Daniel mit den Worten „Nazis lesen sicher auch gerne Mein Kampf, das macht das Buch aber auch nicht besonders toll, intellektuell ansprechend oder wertvoll“ um dann selbst hinzuzufügen: „Aber es enthält Wahrheiten die hier und heute auch so diskutiert werden!“
    **http://www.mein-parteibuch.com/blog/2007/03/29/claus-christian-malzahn-allein-zu-haus/
    (Beitrag 37): „Ossi“ kommt, ohne das vorher eine solche Thematik angesprochen worden war, auf Juden zu sprechen, die angeblich in das nationalsozialistische Regime involviert waren.

  39. Ossi sprach

    Es ist erstaunlich was KDF alles aus Beiträgen und Hinweisen herausliest. Sie übertriffen ja noch Goebbels, Schnitzler und Löwental im Superpack. Ja, wenn man nicht anderes gelernt hat sollte man es auch nutzen.

    Aber noch mal zurück zu Ihrem Hitler. Wenn einer solchen Figur, dumm wie ….was auch immer, ein ganzes Volk hinterher läuft, was ist erst von dem geistigen Zustand dieses Volkes zu halten. Zumal die Mitläufer und -täter hinterher sich alle als Demokraten ausgaben, (und plötzlich offen fürs Denke waren und sein wollen).
    Waren und sind die nicht noch dümmer? Ja wie wäre es mal wieder mit Informationen sammeln und wieder was lesen und nicht nachbrabbeln. Selbst Ihre Kanzlerin nannte ihr eigenes Regime einen “Sanierungsfall”.
    Oder schon vergessen? Aber offenbar ist sie noch nicht durch Sie über die rale Lage informiert worden. Schön, daß wenigstens Sie den Überblick behalten haben und diesmal Ihnen die Vorsehung, oder irgend was anderes, beisteht. Ihren Ausführungen kann man unschwer entnehmen, daß Sie sich in den letzten Jahren nirgendwo informiert haben. Versuchen Sie es doch wieder mal mit etwas geistig anspruchsvollem, z.B.:lesen . Es schadet wirklich nicht, sich umfassend und überall zu informieren. Es muß nicht immer die Bildzeitung sein.
    Verschaffen Sie sich doch mal das Statistische Jahrbuch Ihres Landes. Es ist aber bestimmt nicht grundlos nicht für jeden zugängig.
    Und Ihre stete Nachfrage nach den Philosophen zeigt, wie wenig Sie sich bisher mit Informationen und Bildung beschäftigt haben. Ich gebe aber zur Zeit keine Nachhilfestunden in Kulturgeschichte. Tun Sie was, bilden Sie sich! Es tut nicht weh.
    Nur gut das dies immer noch mehr Leute tun als Ihrem Vorbild zu folgen.

    Hier paar Hinweise für Sie:
    1.
    sPIEGELJeder fünfte Pflegebedürftige akut unterernährt

    Von Roman Heflik
    Mediziner schlagen Alarm: In deutschen Altenheimen herrschen zum Teil katastrophale Zustände. Leidtragende sind vor allem alte pflegebedürftige Menschen: Bis zu 40 Prozent erhalten zu wenig Nahrung - die Hälfte davon droht sogar zu verhungern.
    –© SPIEGEL ONLINE 2004
    2.
    Ältere Patienten werden in Deutschland laut Karl Lauterbach, dem Berater von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD), bereits heute schlechter behandelt als Jüngere. Obwohl das Geld dafür vorhanden sei, würden Ärzte häufig bestimmte Medikamente nicht mehr verordnen, erklärte er „Dies ist ethisch problematisch“, sagte Lauterbach.
    Im deutschen Gesundheitswesen habe eine Rationierung schon lange eingesetzt, sagte auch der norwegische Gesundheitsexperte Stein Husebö.
    DPA-Meldung 30.06.03

    3.
    Berlin/dpa. In Deutschland nimmt sich alle 47 Minuten ein Mensch das Leben. Im Vergleich zu den 50er Jahren ging die Zahl der Selbsttötungen in Deutschland zurück, doch habe sich der Anteil alter Menschen an den Suiziden unverhältnismäßig stark erhöht, sagte Schmidtke. 51,3 Prozent der Selbstmörderinnen waren Frauen über 60, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lediglich 27,5 Prozent betrug. Der Anteil der Männer über 60 betrug in der Gesamtbevölkerung 21,1 Prozent, bei den Suiziden aber 36,7 Prozent.

    WHO-Bericht 2004

    Es gibt auch ander Daten, nicht nur die Ihren.

  40. Herr K.d.F. sprach

    Zu Beitrag 39 des Kommentarschreibers Ossi:
    Nachdem er schon bezüglich des Betrages 2 der plumpen Lüge überführt wurde, ist er nun mit seiner Behauptung vom Hungertod Hunderttausender Deutscher erneut peinlich aufgelaufen.
    Spiegel-Online, das von „Ossis“ Genossen schon mal mit Hitlers „Mein Kampf“ in Zusammenhang gebracht wurde, muss herhalten, um den Hungertod Hunderttausender alter Menschen zu belegen.

    Nur: davon steht in dem von „Ossi“ zitierten Text kein Wort. Überdies: Ich weiß nicht, wer die vielen alten Menschen in Altersheimen nachgewogen und für zu leicht befunden hat, aber ein Satz wie „Mediziner warnen…“ scheint mir zumindest wenig aussagekräftig. Unstrittig scheint mir, dass die Zustände in vielen Betreuungseinrichtung untragbar sind, dass besser überwacht, reformiert werden muss.

    Der Hungertod Hunderttausender in Deutschland lebender Menschen bleibt aber eindeutig eine Schimäre; es handelt sich um eines jener Hirngespinste, die offenbar vom Kommentarschreiber „Ossi“ wie am Fließband produziert werden.

    Worauf sich ein solche Denkweise begründen mag, lässt sich möglicherweise den nachfolgend verlinkten Seiten zum Thema Helga Zepp-LaRouche entnehmen, jener Dame, durch die sich „Ossis“ beim Ersinnen seiner Weisheiten offenbar inspiriert fühlt:

    Artikel des DGB-Ostbrandenburg:
    http://region-o...view/2803/1/190

    Artikel des Tagesspiegel (siehe letzter Absatz):
    http://www.tage...2002/192183.asp

    Übrigens ist die „Krise“ des internationalen Wirtschafts- und Finanzsystems schon 2003 in ihre „endgültige Endphase“ eingetreten, wie wir auf dieser Seite erfahren:

    http://www.uni-...P331_jan03.html

    In den vier Jahren ist bekanntlich nichts passiert, aber das wird Herrn „Ossi“ gewiss nicht davon abhalten, auch in weiteren vier Jahren noch an den endgültigen und endphasigsten Zusammenbruch zu glauben.

  41. Herr K.d.F. sprach

    Was den Diskussionsstil des Beitragsschreibers “Ossis” (und auch seines Gesinnungsgenossen Herrn Daniel) angeht, so kann wohl gesagt werden, dass er Andersdenkenden nahezu reflexhaft Dummheit und Bildungsmangel unterstellt. Freilich nicht, indem er benennt, welche Schlussfolgerung aus welchen Gründen unlogisch sei, oder welche zugrunde gelegten Tatsache nicht stimmig wäre. Vielmehr handelt es sich um infantile „Du-bist-doof“-Argumente, die gebetsmühlenartig in schlichten Variationen wiederholt werden: der Andersdenkende lese keine Bücher sondern Bild-Zeitung, habe Zwergenschulen besucht usw. usf.

    Ein weiteres Merkmal dieser Minimal-Rabulistik scheint mir zu sein, die Rede möglichst oft auf Hitler und die Nazis zu bringen, um Andersdenkende in deren Nähe zu rücken.
    Beispielhaft ist aus
    http://www.mein...allein-zu-haus/
    der Beitrag 4 zu nennen: Nachdem ein Kommentarschreiber erklärte, dass er gerne Artikel des Spiegel-Autoren Claus Christian Malzahn liest, erwiderte Herr Daniel: „Nazis lesen sicher auch gerne Mein Kampf, das macht das Buch aber auch nicht besonders toll, intellektuell ansprechend oder wertvoll.“
    Ein weiteres Beispiel findet sich im hiesigen Kommentarbereich: „Ossi“ reagiert auf Zweifel daran, dass die Bundesrepublik Deutschland dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stünde, mit den Worten „Als schon die Russen an der Tür des Führerbunkers standen wurde noch der nahestehende Endsieg verkündet“ und „Immer auf einen Endsieg hoffen, lieber KDF!“. Nun, in Beitrag 39, wieder: „Sie (übertreffen) ja noch Goebbels…“

    Aus offensichtlichem Mangel an Argumenten werden also unpassende, unverhältnismäßige Vergleiche angestellt. Man möge sich vorstellen jemand sagt „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Evolutionslehre nicht durchsetzen wird“ und die Antwort darauf würde lauten: „Die Nazis konnten sich auch nicht vorstellen den Krieg zu verlieren.“ Oder auf „Ich mag kein Erdbeer-Eis“ würde erwidert werden: „Ja, und Hitler mochte keine Juden.“

    Der Themenbereich Hitler, Nazis und Drittes Reich scheinen beherrschend in „Ossis“ Denken zu sein. Immer wieder kommt er darauf zu sprechen. Wiederum http://www.mein...-allein-zu-haus : In Beitrag 24 fabuliert er, dass Amis und Nazis Ölvorräte untereinander aufgeteilt hätten, und in Beitrag 37 steigert er sich in die Behauptung hinein, Hitler hätte bis heute Anhänger in der US-Regierung.

    Andererseits wird nationalsozialistisches Denken von Kommentarschreiber „Ossi“ durchaus nicht als Schwachsinn erkannt. Meine Feststellung, dass Hitler ein Ausbund von Blödheit war, scheint ihn arg zu ärgern: „Immer hin hatte der dumme Adolf ein Abitur…“ weiß er zugunsten des Massenmörders zu berichten. Und: „Wenn bei Hitler alles Dummheit ist was er geschrieben hat, warum sperrt man da das Machwerk weg?“
    Hier tritt „Ossis“ Logik-Problem deutlich zutage: Dass ein Buch „weggesperrt“ wurde, sagt nichts über seine inhaltlichen Qualitäten aus. Im Übrigen ist „Mein Kampf“ nicht verboten. Der Freistaat Bayern hat die Rechte inne und gibt den Druck nicht frei. Ich wüsste auch keinen Grund, warum ein solcher Dreck erneut zu Papier und unter die Leute gebracht werden sollte. „Ossi“ ist da offenbar anderer Ansicht.

    Die groteske Behauptung, Juden seien in „breitesten Schichten“ am Dritten Reich beteiligt gewesen ist sofern die Krönung seines, von Hassliebe zu den Nazis geprägten, Weltbildes. Auch im Vorwärtsforum, auf das ich hier aufmerksam gemacht wurde, ist „Ossi“ hochaktiv. Er denunzierte dort namentlich eine Reihe von Personen, die jüdischer Herkunft seien und im Dritten Reich mitgewirkt hätten. Das allein ist abscheulich genug, bedenklicher erscheint aber fast, dass im Vorwärtsforum kaum jemand Anstoß an solch widerwärtigen Entgleisungen nimmt.

  42. Achim Wolfrum sprach

    Wenn ihr wissen wollt, warum die Amis diese 5 iranischen Diplomaten verhaftet haben, dann kann ich Euch helfen.

    Ich war vom 18.11. bis 6.12.2006 im Iran. Und ich habe über meine Erlebnisse ein Buch geschrieben und im Internet veröffentlicht.

    www(dot)terrorfehlschlag(dot)de

    [Editor: Webseite entlinkt. Mein Parteibuch möchte sich keine rassistischen Inhalte zu eigen machen]

  43. Herr K.d.F. sprach

    Tja, Herr Wolfrum,

    Ihre Seite habe ich mir mal angesehen, und was Sie so schildern klänge ja recht traurig, wenn’s denn nicht so lustig wäre.

    Ziemlich am Anfang behaupten Sie, dass die wenigsten Menschen heute noch wirklich die politischen Zusammenhänge dieser Welt verstünden.
    Sie glauben nicht, wie erleichtert ich darüber bin, dass wenigstens ein Herr Wolfrum, nach eigenen Bekunden NPD-Mitglied aus Duisberg, die Zusammenhänge dieser Welt versteht.

    Des weiteren schreiben Sie, ich zitiere: „Für viele einfältige Bürger ist die Vorstellung, dass Terrorismus im Westen hauptsächlich von den eigenen Geheimdiensten inzeniert wird, absurd. Genauso absurd, wie für einen Menschen des Mittelalters die Vorstellung, dass die Erde die Form einer Kugel hat.“

    Wer solche Logik sein eigen nennt, der ist wahrhaft prädestiniert, die komplizierte Weltlage zu durchschauen. Man kann den ersten Satz des Zitates durch jede x-beliebige Behauptung ersetzen, und schon ist sie durch den Verweis auf das Mittelalter bewiesen. Genial!

    Wer offen für neue Ideen sei, wer mehr Durchblick als der Durchschnittbürger habe, möge Ihre Seite lesen, so schreiben Sie.
    Na ja, aber so neu ist das, was danach folgt, nun auch nicht: böser CIA, böser Mossad, WTC-Attentat ein „Insiderjob“ (also von den Amerikanern selbst inszeniert), westliche Geheimdienste stecken hinter Terror… Der übliche Verschwörungs-Krimskrams halt.

    Dass Sie noch leben, sei Zufall und Glück, schreiben Sie.
    Geht mir genauso: Rein theoretisch könnte ich morgen von einer Dampfwalze überfahren werden, ein Meteorit aus reinem Gold könnte mir aufs Köpflein fallen oder meine böse Schwiegermutter kommt vielleicht auf die Idee, mich mit Gummibärchen zu vergiften. Diese Welt ist derart gefährlich, man mag gar nicht darüber nachdenken. Ohne Glück und Zufall wären wir alle regelrecht verloren.

    „Wer ein bisschen politisches Einfühlungsvermögen hat, muß sich eigentlich wundern, dass ich überhaupt noch lebe“, teilen Sie überdies mit.
    Mir fehlt jegliches politisches Einfühlungsvermögen, darum kann ich an besagtem Wunder leider nicht teilnehmen.

    Dann folgt ein Geständnis: Leider hätten Sie kaum Beweise für Ihre Geschichte, geben Sie zu.
    Och, echt? Da staune ich jetzt aber heftig.

    Man wolle Sie als Irren hinstellen, erfahren wir.
    Meinen Sie wirklich? Wer käme denn auf so eine Idee…?

    Sie fordern Ihre Leser auf, eventuelle wirre Formulierungen einfach zu ignorieren.
    Null Problemo. Wirre Formulierungen ist man von NPD-Mitgliedern ja gewohnt.

    Dann wollen Sie auf Ihrer Seite noch Appetit auf Ihr Buch machen. U. a. gäbe es ein Kapitel mit dem Titel: „Mein Kampf für Deutschland – Der Eintritt in die NPD“.
    Dazu sage ich: Nö danke, bei sowas vergeht mir der Appetit. Texte, die mit „Mein Kampf“ beginnen würde ich nie lesen – diese Worte erinnern mich immer an das Fäkalgeschmiere eines Adolf Hitler.

    Immerhin hat Ihre Homepage als Groteske zumindest einen minimalen Unterhaltungswert. Eklig wird’s allerdings, wenn Sie sich in Ihrem Gästebuch mit „Heil dir!“ ansprechen lassen.

    Unangenehm berührt: K.d.F.

  44. Ossi sprach

    Ja lieber KDF, anders wirken Ihre geistigen Ergüssen auf mich auch nicht. Leider kann ich Ihnen zur Zeit keinen Termin für einige Sitzungen frei machen. Ich empfehle ihnen deshalb sich anderweitig an Fachpersonal zu wenden. Immerhin scheint Ihr Hang zu totalitären Themen und Personen zwanghaft zu sein , was man wiederum an ihren recht gut gestalteten Uminterpretierungen von Texten aus verschiedenen Inhalten erkennne kann. Es läßt auf recht tiefgreifende seelische Verwerfungen schließen. Deshalb rate ich Ihnen ernsthaft zu einer Threapie. Immerhin ist ein beträchtlicher Anstieg geistig seelische Verwerfungen und Erkrankungen im Land zu verzeichnen. Nur ungern verzichte ich deshalb auf weiter Konversationen mit Ihnen. Aber immerhin haben Sie mir gezeigt, das man die Dinge auch anders betrachten kann. Recht interessant, Ihre Ausführungen. Immerhin gehört schon eine gute Portion Selbstbewußtsein dazu, sich selber als über allen Dingen zu schwebend zu bezeichnen. Wie konnte es den dann passieren , daß auf solche Geistesgröße in Berlin verzichtet werden konnte?
    Aber könnte Ihre Zwangshaftigkeit auch anderweeitig aufgefallen sein.
    Bei nächsten Mal nehmen Sie bitte zu den jetzt von Ihnen wohlweislich weggelassenen Themen und Frage ergänzent Stellung. Und nicht vergessen Termin besorgen.
    Vielleicht noch ein kleiner Hinweis: Vor über zehn Jahren brachte der SPIEGEL einen großen Beitrag über die Halbbildung in der Bundesrepublik und die sich daraus ergebenden Defizite.
    (Aber es ist nicht der Spiegel von Hitler gemeint). Nur damit Ihr Pawlovscher Reflex nicht vor dem Denken anspricht.

  45. Ossi sprach

    “”Auch im Vorwärtsforum, auf das ich hier aufmerksam gemacht wurde, ist „Ossi“ hochaktiv. Er denunzierte dort namentlich eine Reihe von Personen, die jüdischer Herkunft seien und im Dritten Reich mitgewirkt hätten.”"

    KDF- Geben sie mal diese vermeintlichen Ausführungen mit Hausnummer an. Datum des Eintrages reicht!

  46. Herr K.d.F. sprach

    Ich hatte zunächst bewusst darauf verzichtet, die „Judenliste“ des Beitragsschreibers „Ossi“ zu verlinken. Da selbiger aber offensichtlich nicht mehr weiß, was er geschrieben hat bzw. weil er den Lesern dieses Blogs weismachen will, die (versuchte) Denunziation nicht vorgenommen zu haben, sei hier die Adresse genannt.

    http://www.vorw...amp;topmenu=365

    In einem besonders wirren Beitrag, eingetragen am 14.05.2006 11:40 Uhr, zählt Ossi 19 Personen mit Namen auf und fügt hinzu: „Ich kann Dir endlose Namenslisten schicken!“ - „Und dies sind nur einige von Hundertausenden!!!!“

    Hunderttausende, die „Ossi“ offenbar alle namentlich kennt und über deren Herkunft und Schicksal er bestens Bescheid weiß: „Alles Personen die den Rassegesetzen der „Nazis“ unterlagen und die eigentlich nach neuer Propaganda verfolgt hätten sein müßten.“ Die Betonung liegt auf „müssten“, denn „Ossi“ glaubt festgestellt zu haben: „In der Realität ging es aber offensichtlich sehr gemischt zu mit Tat und Sühne, Juden und Nazis, Kommunisten und Juden, und so sollte es auch bei Schuldzuweisungen gehandhabt werden.“

    Juden und Nazis, alles „sehr gemischt“? Und das sollte dann bei der Schuldzuweisung auch so gehandhabt werden? Es haben also auch die Juden am Dritten Reich Schuld, weil sie zu „Hunderttausenden“ und laut der „endlosen Namenslisten“ des Herrn „Ossi“ involviert gewesen seien? Die Behauptung von der Beteiligung „breitester jüdischer Schichten“ am Dritten Reich hatte er ja bereits im Kommentarbereich dieses Blogs zum besten gegeben.

    In diesem Zusammenhang ist möglicherweise auch ein Beitrag aus dem Vorwärtsforum, vom 03.03.2007, von Bedeutung, das „Ossi“ mit dem Titel: „Nicht s gegen Nationale!“ versah:

    http://www.vorw...amp;topmenu=365

    Aber er meint mit „Nationale“ nicht jene „Dumpfbacken, die jedes Jahr in Springerstiefeln nach Franken pilgern“ sondern „Akademiker, Unternehmer, Rechtsanwälte und Facharbeiter“.

    „Man sieht doch, das in Deutschland für “rechtes” Gedankengut vorhanden ist. warum auch nicht“, entlarvt sich „Oss