Kennern schlechter Beispiele von deutschem Journalismus ist der Name Claus Christian Malzahn schon seit langem ein Begriff. Ausgezeichnet hat sich der ehemals linke taz-Redakteur Claus Christian Malzahn, der zwischenzeitlich ein glühender Verehrer von George W. Bush geworden zu sein scheint, in der Vergangenheit beispielsweise durch Grünen-Bashing anlässlich des 25-jährigen Bestehens der grünen Partei und eine transatlantische Schmutzkampagne gegen Jürgen Trittin im letzten Wahlkampf.
In seinem jüngsten Kommentar bei Spiegel Online mit Titel “Böse Amis, arme Mullahs” fordert Claus Christian Malzahn nun allen Ernstes eine neue Runde der Re-Education der Deutschen, weil die sich in einer Forsa-Umfrage dazu bekannt haben, mehrheitlich die USA für bedrohlicher als den Iran zu halten.
Claus Christian Malzahn bedient das ebenso vom außenpolitischen Sprecher der Union, Eckhart von Klaeden, wie vom Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, Karsten Voigt, sorgsam gepflegte Klischee des Anti-Amerikanismus, der in der deutschen Bevölkerung und insbesondere bei der Jugend weit verbreitet sei.
Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt das Ergebnis seltsamerweise völlig anders, nämlich nicht mit Antiamerikanismus, sondern mit der Politik von George W. Bush, der wegen seiner bisher durchgeführten militärischen Aktionen als Kriegstreiber wahrgenommen werde und dessen Regierung man inzwischen alles militärisch nur erdenklich Böse zutraue.
Während Karsten Voigt immerhin wahrnimmt, dass die jetzige amerikanische Administration nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Teilen der Welt einen dramatischen Ansehensverlust erlitten hat, scheinen Claus Christian Malzahn solche Gedanken fremd zu sein. Stattdessen fabuliert Claus Christian Malzahn von armen Mullahs, doppelzüngigen Deutschen, die wohl glauben, nett zu den Ajatollahs sein zu können, ein bisschen mit ihnen knuddeln und ab und zu mit dem Finger “DuDuDu” zu machen.
Seine Leser sind aber anscheinend gar nicht so blöd wie Claus Christian Malzahn sich das denkt. Hier im Parteibuch schlagen derzeit stündlich Hunderte von Lesern auf, die angesichts seines niveaulosen Artikels die Kampagne, die bei Spiegel Online zur Unterstützung der Kriegspolitik von George W. Bush gefahren wird, offenbar bemerkt haben und nun mehr wissen wollen über Claus Christian Malzahn.
Und siehe da, sie werden fündig. Im Parteibuch Wiki findet sich nicht nur ein Artikel zu Claus Christian Malzahn, sondern es finden sich auch Artikel zu den USA, zum Iran, zur CIA und zu Spiegel Online, wo Mathias Müller von Blumencron und der Hurra-Israel-Aktivist Henryk M. Broder ein Schmutzkampagnen-Team der Achse der Blöden zur Manipulation der öffentlichen Meinung im Sinne der Kriegstreiber in der amerikanischen und israelischen Regierung unterstützen.
Sind das antiamerikanische Umtriebe? Nein, mein Parteibuch gehört zu den Blogs, die das amerikanische Volk dabei nach Kräften unterstützen, ihre kriminellen Regierungen loszuwerden. Ganz genauso unterstützt mein Parteibuch auch das iranische Volk dabei, ihre kriminelle Staatsführung loszuwerden. Welche dieser Verbrecherbanden die größere Gefahr für den Weltfrieden ist, spielt dabei keine Rolle.
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| Der Richter |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Solange sich das Ganze in sinkender Nachfrage für den Spiegel auswirkt ist diese Entwicklung nur positiv zu bewerten. Outet euch ihr ihr Wasserträger der NeoCons!
Malzahns Artikel bringen die Traumtänzerei und die zerebrale Verödung vieler unserer Landsleute deutlich auf den Punkt. Ich lese seine Beiträge sehr gerne.
Ich habe den Artikel gestern ungläubig gelesen, immer wieder mit dem Kopf geschüttelt und mich gefragt, ob ich bei SpOn oder bei Davids Mädchenkritk gelandet bin. Ist die Frage, woher Malzahn das meiste Geld bezieht: vom Spiegel, aus den USA, z.B. vom AEI oder dem Aspen-Instittu, oder aus Tel Aviv von einer USA- und Israel-Schönschreibagentur.
MfG
Daniel
@mumba:
Nazis lesen sicher auch gerne “Mein Kampf”, das macht das Buch aber auch nicht besonders toll, intellektuell ansprechend oder wertvoll.
MfG
Daniel
@Rockwilda
Ja, solange bei Spiegel Online so Leute wie Müller-Blumentopf das Zepter in der Hand haben, kann es nur wünschenswert sein, wenn der Claus Christian Malzahn da noch viele Artikel schreibt. Wenn der letzte Leser vergrault ist, dann darf er gern bei Welt, Focus, Bild und Bahamas weitermachen.
@mumba
Nach “zerebraler Verödung” sieht eher der Artikel von Claus Christian Malzahn aus. Es sei ihm gegönnt. Wenn er es schafft, die Auflage des Spiegel zu halbieren, bekommt er von mir dafür ein Denkmal gesetzt.
Das Problem ist, das jemand in so einem absolut undifferenziertem Stil auf so einer Website schreiben darf….
Mein Fazit: löschenswert
www.blogoversum.wordpress.com
@Daniel:
Und was möchtest Du nun mit Deinem merkwürdigen Vergleich suggerieren?
Im Gegensatz zu zahlreichen islamophilen Gutmenschen, die selbst noch fuer übelste Verbrechen eingewanderter Islamisten lächerliche Entschuldigungs- und Erklärungsversuche finden, bin ich mit einer Araberin verheiratet und verfüge daher über einen direkten Blick auf den Unfug, der hierzulande nachwievor im Namen der interkulturellen Toleranz hingenommen wird.
Übrigens kann gerade meine Frau nicht im mindesten nachvollziehen, weshalb sich der Westen stets derart selbst verleugnet und kleinmacht und vor archaischen islamistischen Egomanen zurückweicht.
@Bastian:
Ach, na kann man aber beruhigt sein, dass der Bastian Scherbeck das beurteilen kann. Vielleicht sollte künftig Bastian Scherbeck darüber entscheiden, wer wann wo wie was auf Websites schreiben darf.
@Mumba
Ach, um interkulturelle Toleranz geht es? Ich habe gedacht, es ginge darum, welcher Verbrecher bedrohlicher wäre.
Hier weicht sicher niemand vor islamistischen Verbrechern zurück.
Aber es weicht eben auch niemand vor amerikanischen Verbrechern zurück, die gerade viele Menschen für die Ausbeutung von Ölvorkommen sowie die Wiedereinführung der Scharia im Irak umgebracht haben.
Wenn die Kriege der amerikanischen Regierung die Bekämpfung eines archaischen Islamismus zum Ziel hätten, dann hätten sie nicht in den Irak brauchen. Zufälligerweise, niemand kann sich vorstellen, dass es an den saudisch-amerikanischen Ölverträgen liegt, übersehen die Kriegsplaner im Weißen Haus bei der Bekämpfung islamistischen Terrors immer wieder Saudi-Arabien.
Und wer das so sieht, der bekommt dann eine Vorstellung davon, dass der US-Regierung die Bekämpfung “archaischen islamistischen Egomanen” anscheinend völlig egal ist. Bekämpft werden von der US-Regierung nur nicht mit den USA kooperierende Länder, ganz egal ob die nun demokratisch oder archaisch-islamistisch sind.
Was sagt denn deine Frau dazu, dass die Regierung der USA die Saudis hofiert? Ist das keine Selbstverleugnung?
In folgenden Postings habe ich heute versucht, im einzelnen CCMs Artikel zu kommentieren. Kein einziges Posting erschien, dafür im gleichen Zeitraum insgesamt 4 Postings eines Bush- und PNAC-Fans namens “Michael Schnarch”.
Jeder weitere Kommentar überflüssig.
————meine Postings————————–
Man muß CCM schon geradezu dankbar sein, in seinem Kommentar “Böse Amis, arme Mullahs” so herzerfrischend offene Worte gefunden zu haben. Eine gute Gelegenheit, die mit gewaltigem PR-Aufwand ins Volk gedonnerten Ansichten der “Achse des Guten” näher unter die Lupe zu nehmen.
Wo habe ich nur den Namen Mahlzahn schon einmal gehört? War da nicht etwas mit “Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer”? War da nicht auch was mit Umerziehung?
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48 Prozent der Deutschen halten die USA für gefährlicher als Iran - nur 31 Prozent glauben das Gegenteil. Das Ergebnis entspricht der deutschen Grundverlogenheit. Höchste Zeit für eine Neuauflage von Re-Education.
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Gleich schon am Anfang die Ankündigung von erzieherischen Maßnahmen, ja von “Umerziehung”? Das ist schon mutig. Fehlt nur noch die Androhung von “friendly Fire”. Aber von welcher deutschen Grundverlogenheit spricht CCM hier? Von einer eventuellen deutschen Grundverlogenheit etwa der Main-stream-Massenmedien, die implizit zwischen lebenswertem (”westlichen”) und lebensunwertem (”islamischen”, “asiatischen”, etc) Leben unterscheiden (siehe Berichterstattung über den Libanon-Krieg), wird er ja kaum sprechen.
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Die Deutschen haben im Laufe ihrer jüngeren Geschichte schon an vieles geglaubt. An Kolonien in Afrika und an den Kaiser; dem glaubten sie sogar, das es keine Parteien mehr gebe, sondern nur noch Frontsoldaten. Wenig später glaubten sie, dass man Juden in Ghettos und KZs stecken sollte, weil sie Volksschädlinge sind. Dann glaubten sie an die Autobahn und den Endsieg und wieder ein paar Jahre später an die D-Mark. Sie glaubten daran, dass die Mauer noch ewig steht und dass die Rente sicher ist. Sie glaubten an Mülltrennung und Billigflüge, an Telekom-Aktien und den Fußball-WM-Sieg, sie glauben sogar gleichzeitig an Peter Hahne und Harald Schmidt.
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Um fortzufahren: eine Weile glaubten viele Deutsche sicherlich auch an ein “Ende der Geschichte” und an die Segnungen der kapitalistischen Globalisierung. Was die “Volksschädlinge” angeht, nun, da verrät ja der jüngste Spiegel - Titel deutlich genug, wer zum neuen “Volksschädling” ernannt worden ist.
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Im Moment glauben sie, dass die USA für den Weltfrieden gefährlicher sind als Iran. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des “Stern”. Besonders die jungen Deutschen - 57 Prozent der 18- bis 29-Jährigen - erklärten, sie hielten die USA für bedrohlicher als das religiöse Regime in Iran. Das Ergebnis kommt keineswegs überraschend.
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Wo der Mann recht hat, hat er recht. Das Ergebnis ist nach den zeitgeschichtlichen Ereignissen der letzten 50 Jahre alles andere als überraschend.
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Die offizielle deutsche Politik, die das Ergebnis der Umfrage heftig beweinen wird, hat den Antiamerikanismus größtenteils verursacht. Jahrelang wurde den Deutschen von ihren Außenministern das Märchen vom “kritischen Dialog” zwischen Europa und Iran erzählt. Es ging etwa so: Wenn wir nett zu den Ajatollahs sind, ein bisschen mit ihnen knuddeln und ab und zu mit dem Finger “DuDuDu” machen, dann hören sie auf, ihre Frauen wegen “unkeuschen Verhaltens” zum Tode zu verurteilen und die Atombombe zu bauen. Irgendwie ging der Plan schief, was man in Washington übrigens lange vorher ahnte. Iran bastelt unverdrossen am nuklearen Programm, der Präsident Mahmud Ahmadinedschad reagiert auf Uno-Beschlüsse mit demonstrativer Ignoranz. Die Uno ist dann böse und verfasst eine Resolution.
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Na, da haben Sie sich ja schon ganz gut den Duktus des unbeschreblichen Bolton angewöhnt, Malzahn. Iran “bastelt” “unverdrossen” an einem “nuklearen” Kraftwerks - “Programm”, und zwar gemäß NPT.
“Der Iran ist Unterzeichnerstaat des Atomwaffensperrvertrags (NPT) und darf damit Atomenergie nutzen, solange das Programm alleine “friedlichen” Zwecke dient. Durch die Duldung weitergehender Kontrollmaßnahmen der IAEO darf auch Uran angereichert werden, obwohl dieser Vorgang auch der Entwicklung von Atomwaffen dienen kann. Die Kontrollmaßnahmen können absichern, dass das Uran nur für Reaktornutzung angereichert wird und nicht für Atomwaffen.
Im Jahr 2003 überzeugten Frankreich, Deutschland und Großbritannien den Iran, sein Anreicherungsprogramm zu unterbrechen und stringentere Inspektionen zu erlauben. Dem Iran widerstrebte dieses Mehr an Zugang und in der Folge kamen bislang einige Ungereimtheiten und Diskrepanzen über die Angaben des Iran zu seinem Anreicherungsprogramm ans Licht. Dennoch gibt es bis heute keinen stichhaltigen Beweis eines iranischen Atomwaffenprogramms.”
Soweit die Fakten, zitiert aus http://www.atom.../heut_iran.html
Aber mit dem “DuDuDu” haben Sie mich auf einen Gedanken gebracht, Malzahn. Sie beschreiben exakt die Beschwichtigungs (Appeasement-)Politik der europäischen “Eliten”, die meinen, sie könnten das Imperium “beschwichtigen”, indem sie bei seinen Untaten mitmachen, um es zu “besänftigen” und vor “Fehlern” zu bewahren.
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Ansonsten wünscht sich der iranische Präsident die Auslöschung Israels.
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Ach Malzahn, das glauben Ihnen doch nur jene medienhörigen Dummköpfe, die Ahmadinedschads viel”zitierte” Rede niemals vollständig in einer autorisierten Übersetzung gelesen haben. Aber so funktioniert eben Brainwashing, Malzahn, Sie und ich wissen das. Allen anderen Lesern empfehle ich, genau das einmal zu tun (einfach googeln). Man muß gewiß kein Freund oder Anhänger Ahmadinedschads sein (und ich bin es ausdrücklich NICHT), um Nachrichtenmanipulation als solche zu erkennen. Wozu gibt es eigentlich Journalisten, wenn man solche Dinge als Bürger selbst recherchieren muß? Ahmadinedschad sprach im Original von dem Auslöschen der zionistischen Besatzung aus den Seiten der Geschichte. Ich weiß noch zu gut, wie schnell Saddam Hussein in den 80er Jahren vom “guten Onkel des Westens” am Persischen Golf 1991 zum “neuen Hitler” mutierte. Die Methode ist immer die gleiche.
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Das dauert noch ein bisschen. Um nicht aus der Übung zu kommen ließ das Regime vor ein paar Tagen 15 britische Soldaten kidnappen.
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Herzig. “Soldaten gekidnappt”. Haben wir das irgendwo schon einmal gehört? War das nicht was letztes Jahr? Das ist imperiales Neusprech: Soldaten des Imperiums und seiner Vasallen werden nicht “gefangengenommen”, sondern “gekidnappt”. Selbstmordattentäter sind “feige” und Bomberpiloten, die Streubomben über zivile Siedlungen werfen, sind “mutig”. Räuberbanden nennt man heute “Koalition von Willigen”. Deutschland wird am Hindukusch verteidigt und der Schatt-el Arab fließt direkt an London vorbei.
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Aber schuld sind immer die Amis, ist ja klar. Über die wissen wir schon lange Bescheid.
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Genau, Malzahn. Über die wissen wir Bescheid, seit Zwischenfall im Golf von Tonking, Vietnam - Krieg, Beinahe - Versenkung der Liberty, Northwood-Papiere, und vor allem seit der Irak - Lüge (Massenvernichtungsmittel im Irak). Wer so notorisch lügt, dem glaube ich noch nicht einmal, wenn er mir einen Gebrauchtwagen verkaufen will.
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Den Wilden Westen kennen wir von Karl May, den wilden Kapitalismus von Karl Marx. Außerdem waren wir alle schon mal da, im Urlaub, versteht sich.
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Eigentümlich, Malzahn, von wem reden Sie mit “wir”? Meinen Sie die Angehörigen Ihrer Gesellschaftsklasse? Meinen Sie jene, die der Auffassung sind, “unsere kulturelle und politische Führungselite” darzustellen? Sprechen Sie von dem Personenkreis, der sich überm Teich seine Anweisungen abholt? Ich war noch nicht in den USA in Urlaub.
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Ob Kalifornien oder Florida (da sind die Mietwagen am billigsten): die Amis haben wir durchschaut. Die Amerikaner sind uns Deutschen entweder zu fett oder zu sportbesessen, zu prüde oder zu pornografisch, zu religiös oder zu nihilistisch.
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Es nützt wenig, Malzahn, die ganze Angelegenheit auf die völkische Schiene ziehen zu wollen, so sehr sie sich auch darum bemühen und - aus meiner Sicht - an rassistische Instinkte in der deutschen Volksseele appellieren. Mir sind “die Amerikaner” nicht zu fett oder so was, sondern die US-Regierung und die Kräfte hinter ihr sind mir einfach zu massenmörderisch. So. Das ist etwas anderes. Von mir aus könnte die Bush-Clique, das ganze Horror-Kabinett gern fett, sportbesessen, prüde, religiös, nihilistisch und sogar pornographisch sein, wenn sie es dafür unterlassen würden, in entfernte Länder Truppen einmarschieren zu lassen, um sich der Bodenschätze dieser Länder zu bemächtigen.
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Die Amis sind in der Geschichte entweder zu isolationistisch oder zu imperialistisch aufgetreten, sie überfallen einfach fremde Länder (was wir natürlich nie tun würden) - und hauen dann einfach wieder ab, wie in Vietnam und demnächst im Irak.
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Was das Abhauen angeht: na hoffentlich! Aber trotzdem ist Ihnen ein grandioser Versprecher gelungen, Mahlzahn. Unbestreitbar “überfallen” “sie” (nicht die Amerikaner, sondern die Schreibtischtäter in der US-Administration) “einfach fremde Länder”. In Klammern fügen Sie hinzu “was wir natürlich nie tun würden”. Was soll das bedeuten, Mahlzahn? Gewiß wissen wir, daß Nazi-Deutschland andere Länder einfach überfallen hat. Aber was soll in diesem Zusammenhang der Hinweis darauf? Ihr Problem und das Ihrer Auftraggeber ist doch offensichtlich, daß “die Deutschen” heutzutage Skrupel haben, es wieder zu tun. Wenn ich Ihren Klammerausdruck zu deuten versuche, dann lese ich daraus die Botschaft: “Damals war es falsch, das zu tun, wissen wir doch. Aber heute müssen die Deutschen das Töten wieder lernen, schließlich geht es gegen RICHTIGE Untermenschen diesmal. Und eure damaligen Fehler, ihr Deutschen, büßt ihr am besten dadurch ab, daß ihr jetzt gefälligst bei dem mitmacht, was euch der Große Bruder befiehlt”. Oder habe ich Sie falsch verstanden? Was sollte dann ansonsten dieser Klammerhinweis?
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Besonders schlimm: Die Amerikaner haben 1945 den Krieg gewonnen. (Wenn auch nur mit deutscher Hilfe, Einstein und so). Den V-Day in Europa werden einige Deutsche den Amerikanern nie verzeihen; denn der Nationalsozialismus war ja bloß ein Betriebsunfall, der Ami aber an sich ist böse. Sieht man ja bei Präsident Bush, der, daran glauben auch manche unserer Leser täglich felsenfest, “schlimmer ist als Hitler”. Da schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Denn wenn Bush der neue Hitler ist, dann sind wir Deutschen Hitler endlich los. Wir brauchen ihm dann nicht mal mehr nachträglich die deutsche Staatsbürgerschaft abzuerkennen, wie das gerade die SPD-Landtagsfraktion in Niedersachsen vorgeschlagen hat. Unseren Symbolismus macht uns keiner nach!
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Malzahn, wer im Schlachthaus sitzt, sollte nicht mit Schweinen schmeissen, sie könnten auf ihn selbst zurückprallen. Ihr Symbolismus bezüglich Bush und Hitler enthält mehr peinliche Wahrheit als Ihnen lieb sein dürfte. Alle Leser bitte ich an dieser Stelle, im Internet nach dem Namen “Prescott Bush” zu forschen (einfach googlen oder Wikipedia). Es handelt sich um den Großvater des heutigen Präsidenten. Dieser wurde mit Geschäften im Zusammenhang mit der Finanzierung der NSDAP in den 20er Jahren und der Aufrüstung der deutschen Wehrmacht ab 1936 reich und begründete damit den märchenhaften Aufstieg seiner Sippe. Der Satz ” Denn wenn Bush der neue Hitler ist, dann sind wir Deutschen Hitler endlich los” enthält nämlich mehr an düsterer Ironie, als auf dem ersten Blick sichtbar ist. Danke, Malzahn, für diesen “Symbolismus”!
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Antiamerikanismus ist das Wundermittel der deutschen Politik. Wenn Dir keiner mehr was glaubt - hau einfach auf die Amis drauf, dann fährst Du in den Beliebtheitsumfragen nach oben wie im Turbolift. Das Praktische daran ist: Man kann sich als SPD-Chef mit antiamerikanischem Unsinn ins Herz der Partei schrödern und wird trotzdem wieder nach Washington eingeladen. Man kann sich dabei sogar als militärische Doppel-Nulll outen, der von einem Ex-Nato-General “nahezu unglaubliche Unkenntnis” bescheinigt wird - macht nichts. Es geht ja um Glauben, nicht um Wissen.
Antiamerikanismus ist prima bigott. Man kann sich abends die neuesten Folgen von “24″ reinziehen und am nächsten Morgen über Guantanamo klagen.
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Ich weiß nicht, was “24″ ist, Malzahn. Aber platt gefragt: Wäre es Ihnen lieber, sich “24″ reinzuziehen und zu Guantanamo zu schweigen? War nur eine rhetorische Frage, Malzahn, ich brauche keine Antwort. Interessant ist in diesem Zusammenhang (mit dem “schrödern”) das eindeutige wenn auch indirekte Bekenntnis des Herrn Mahlzahn zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak 2003. Danke für Ihre offenen Worte! Sie helfen uns, Sie und Ihresgleichen in Ihrer journalistischen Qualität einzuschätzen.
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Man kann behaupten, die Amis seien am Terrorismus selber schuld - und gleichzeitig eine restriktive Einwanderungspolitik gegenüber Muslimen in Deutschland fordern.
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Ich weiß schon, daß Sie mit diesen Worten vor allem an das (potentiell fremdenfeindliche) rechte und konservative Lager appellieren, Malzahn, denn auch dort greifen rapide Zweifel am bundesdeutschen Vasallentum gegenüber dem Imperium um sich. Sie meinen also: wenn schon fremdenfeindlich, dann auch richtig und konsequent und vor allem gemeinsam mit den amerikanischen Herrenmenschen in der US-Administration (ich bezeichne “die Amerikaner” ausdrücklich nicht als Herrenmenschen).
Aber abgesehen davon, gehöre ich nicht zu den Menschen, die eine restriktive Einwanderungspolitik gegenüber Muslimen fordern. Ich fordere vielmehr das Recht auf eine menschenwürdige Existenz für alle Menschen.
Interessant aber Ihr Hinweis darauf, daß “die Amis am Terrorismus selber schuld” seien (ich bedanke mich für das offene und ehrliche Wort, das mehr Wahrheit enthält, als Ihresgleichen lieb sein dürfte). Wem verdankt denn der sogenannte “islamische Fundamentalismus” seine Existenz, wenn nicht dem unerforschlichen Wirken der US - Geheimdienste? Ich verweise der Kürze halber nur auf den unsäglichen Dr. Mabuse Osama bin Laden, dessen Sippe aufs engste mit dem Bush-Clan verbunden ist und der nachweislich bis 1991 im Auftrag der CIA und des von ihm abhängigen pakistanischen Geheimdienst ISI arbeitete. Bis jetzt ist nicht bewiesen, daß er seitdem NICHT MEHR CIA-Handlanger ist. Wäre doch mal nett, wenn Verschwörungstheoretiker da mal Beweise vorlegen würden, seit wann das Gespenst Al-Qaida vom CIA unabhängig agieren soll. Solcherlei muß man sich immer dazudenken, wenn von “islamischem Terrorismus” die Rede ist.
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Man kann den amerikanischen Präsidenten einen Massenmörder nennen und am nächsten Tag einen Flug nach New York buchen, man kann über die vermeintliche Kultur- und Bindungslosigkeit des amerikanischen Durchschnittsbürgers lamentieren und sich am nächsten Tag die Unterlagen für die Green-Card-Lotterie kommen lassen. Es vergeht kein Tag in Deutschland, an dem über die USA nicht die wildesten Behauptungen, die übelsten Schmähungen, die wahnsinnigsten Verschwörungstheorien verbreitet werden - aber das ist alles kostenlos und dient vor allem der deutschen Selbstgerechtigkeit.
Mit Iran ist das anders. Als beim letzten Mal im deutschen Fernsehen ein Scherz über eine iranische Führungsfigur gemacht worden ist, ging das böse aus. Vor genau 20 Jahren produzierte der holländische Entertainer Rudi Carell einen kurzen TV-Gag, in dem Ajatollah Khomeini in Damenunterwäsche herumwühlte. Carell bekam Morddrohungen. Der nur wenige Sekunden dauernde Spot führte zur Ausweisung deutscher Diplomaten aus Teheran, Flüge wurden gecancelt. Carell entschuldigte sich. Witze über dicke Amis sind einfach sicherer.
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Ich mache keine Witze über dicke Amis, höchstens Witze über dicke Deutsche, die von der US-Administration für teuer Geld gekauft worden sind. Aber abgesehen davon: Sie stellen also gegenüber: einerseits (zweifellos zu verurteilende) Morddrohungen, ausgewiesene Diplomaten und gekancelte Flüge, andererseits die unbestreitbare Tatsache, daß man (angesichts von mindestens 500 000 Ziviltoten im Irak) “den amerikanischen Präsidenten einen Massenmörder nennen kann” - das haben SIE geschrieben (ich bedanke mich ausdrücklich für diese offenen und ehrlichen Worte). Deutlicher wie Sie selbst hätte ich die unerträgliche Doppelmoral, den Zynismus und das Herrenmenschendenken von “Journalisten” Ihres Schlages gar nicht beweisen können.
Was Verschwörungstheorien angeht, kenne ich übrigens keine lächerlichere und wahnsinnigere als jene, die ausgerechnet von der US - Administration verbreitet werden. Nein, nicht, was Sie jetzt wieder denken! Ich denke an die Verschwörungstheorie von der Verbindung von Al-Qaida und Saddam Hussein. Oder an den angeblichen Kauf von spaltfähigem Uran des Iraks in Niger.
Oder an was dachten Sie einen Moment lang? Ts Ts.
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Der amerikanische Historiker Daniel Jonah Goldhagen, der den Deutschen vor etwa elf Jahren den Glauben raubte, sie hätten damals weiter nix gewusst, beschäftigt sich zur Zeit mit der Geschichte von Genoziden im 20 Jahrhundert. Dabei fiel ihm auf, dass diejenigen Politiker oder Militärs, die einen Völkermord planten und in die Tat umsetzen ließen, ihre Absichten vorher selten verheimlicht hatten.
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Wo der Mann recht hat, hat er recht. Auch die Absichten der US-Administration und ihrer Vordenker sind hinreichend bekannt. Ich denke an Huntington und sein Konzept vom “Kampf der Kulturen” oder das PNAC mit seiner Sehnsucht nach einem Neuen Pearl Harbour (das war vor 2001).
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Ob Hereros, Armenier, Kulaken, Juden oder später Bosniaken die Opfer waren - die Täter sahen sich meist im Recht und keinen Grund, ihre Mordlust zu verschleiern.
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Da kann man nur beipflichten, vor allem wenn es um Sätze wie “Die Deutschen müssen das töten lernen” geht.
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Wenn der iranische Präsident Achmadinedschad heute von einer Welt ohne Israel und gleichzeitig einer Atombombe träumt, könnte man - gerade als Deutscher - eigentlich eins und eins zusammenzählen. Warum sollte Achmadinedschad eigentlich nicht meinen, was er sagt? Aber wir Deutschen wissen nur, was wir glauben.
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Eben. Und wir Deutschen GLAUBEN, daß die mit Abstand größte Militär- und Atommacht der Welt, die in den letzten 50 Jahren mehr militärische Gewaltaktionen als irgend ein anderer Staat der Welt unternommen hat, sich natürlich von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten sich auch bestimmt und immer leiten läßt. Aber weil wir WISSEN, daß bisher solche Floskeln sich stets nur als Lügen herausgestellt haben, glauben wir dem immer weniger.
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Die Amis gefährlicher als die Ajatollahs? Vielleicht sollten die Amerikaner die Deutschen zur Abwechslung beim Wort nehmen. Höchste Zeit für eine neue Runde Re-Education. Die letzte hat nicht gereicht.
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Dann bemühen Sie sich ruhig weiter, Malzahn, Ihre Ansichten, die aus meiner Sicht Herrenmenschenideologie darstellen (einschließlich der Dreistigkeit, daß Ihresgleichen meint, andere “umerziehen” zu können), weiter unters Volk zu bringen. Was Sie fürs erste geschafft haben, ist das Renommee des Magazins SPIEGEL restlos zu ruinieren. Das ist eine echte Leistung, vor allem, wenn man die Geschichte des SPIEGELS betrachtet. Was Sie mit solchen Texten bewirken werden, ist zwar keine “Umerziehung”, wohl aber ein “Umdenken”, vor allem über die Rolle der Presse bei der publizistischen Vorbereitung von Kolonialkriegen im 21.Jahrhundert. Und das wird schneller um sich greifen, als Ihresgleichen lieb sein wird.
zu 10.)
Ich versuchte im Forum von Spiegel-Online zu posten, nur der Vollständigekit halber.
@mumba
wer sich solcher denunziatorischer Signale wie ‘Gutmensch’, ‘islamophil’ bedient, der hat sich bereits im Ausdruck diskreditiert. Dem ist nicht einmal zu glauben, dass er mit einer Araberin verheiratet ist, sondern es ist zu vermuten, dass er im Ausdruck eine Situation konstruiert, aus der er meint, seine demagogischen Angriffe effektiver ausführen zu können. Fazit, jemandem, der in seinem Ausdruck klar macht, dass er ein Rassist und feiger Kriegstreiber ist, dem sollte kein dialogbereites Vertrauen geschenkt werden.
Oder ist denn die Verteidigung der demagosichen Auswüchse einer journalistischen neug*****schen **** wie Malzahn bloß als mitleidsvoller solidarischer Akt eines sich selbst verkennenden ‘Gutmenschen’ zu verstehen?
[…] durchgeknallten […]
Selbstentseuchung von medialer Anti-Islam-Hetze erfolgreich abgeschlossen.
Und wenn ich je wieder den “Spiegel” kaufe, soll mir die Hand verdorren, die das Geld dafür hinlegt. […]
[…] im Namen des Kampfes der Kulturen, den in der SPIEGEL-Redaktion Leute wie Henryk M. Broder oder Claus Christian Malzahn nur allzu gerne herbeireden und anfeuern […]
“wer sich solcher denunziatorischer Signale wie ‘Gutmensch’, ‘islamophil’ bedient, der hat sich bereits im Ausdruck diskreditiert.”
Wer denunziert mit solchen „Signalen“ wen, und inwiefern? Ist der als Gutmensch und “islamophil” titulierte denn stets auch ein solcher … und wird somit denunziert?
Oder denunziert (entlarvt) sich derjenige selbst, der diese Adjektive an den Mann bringen will? Aber als was denunziert er sich?
Als Lügner, weil es gar keine Gutmenschen und islamophilen Menschen gibt? Oder als Schlechtmensch und islamophobe Person, weil er durch seine offensichtliche Kritik an Gutmenschen die eigene, islamkritische Position deutlich macht?
Ihr Beitrag, Herr oder Frau Salvo, ist also insofern schwammig, als dass er sich in mehrfacher Hinsicht deuten lässt.
Welche Annahme man auch über Herrn Mumba hegt, ohne weiteres kann man ihm m. E. nicht unterstellen, dass er sich selbst diskreditiert hat. Die Behauptung, er sei mit einer Araberin verheiratet, die halte ich ebenfalls für unglaubwürdig. Allein deshalb, weil es für einen deutschen Mann doch i.d.R. erhebliche Hürden zu überwinden gibt, wenn er eine Araberin zur Frau nehmen will.
Wie Sie richtig andeuten, scheint es sich um eine Art Argumentationsverstärkung zu handeln, so wie sie auch von Leuten praktiziert wird, die Israel kritisieren oder sogar offen antisemitisch auftreten - auch von jenen wird gern ins Feld geführt, dass man jüdische Freunde habe. Damit erhöht man, so die Hoffnung, die eigene Position und bringt sich aus der Schusslinie.
Was den Artikel des Herrn Mein Parteibuch angeht, und einige der Kommentare hier, so ist von meiner Sicht aus dazu zu sagen, dass – für diesen Blog typisch - nicht zwischen Gut und Böse unterschieden werden kann, dass Ursache und Wirkung verwechselt werden.
Da sind auf der einen Seite die Amerikaner, die den Löwenanteil daran trugen, dass die Macht der Nazis in Deutschland gebrochen wurde, die anschließend garantierten, dass der Westen Deutschlands vom Kommunismus unbehelligt blieb, die uns somit erst die Meinungsfreiheit ermöglichten, von der auch dieser Blog profitiert und lebt. Die USA sind ein demokratischer Staat, der eine unglaubliche Vielzahl von unterschiedlichen Meinungen beherbergt. Ein pluralistisches System, auch was die Medien angeht – von der Religionsfreiheit ganz zu schweigen.
Auf der anderen Seite die nahöstlichen Staaten (mit Ausnahme Israels), die in einer mittelalterlichen Kultur und Religion gefangen sind, in denen Organisationen wie Hamas und Hisbollah agieren und von der Bevölkerung gefeiert werden: Hamas und Hisbollah, die Raketen und Bomben gegen Zivilisten einsetzen, die sich bei Gegenangriffen feige hinter Frauen und Kindern verschanzen, die echte und vermeintliche Opfer auf eigener Seite zu Propagandazwecken ausschlachten.
Das streitige Umfrageergebnis lässt in der Tat vermuten, dass die Deutschen mittlerweile zum großen Teil gaga sind. Sofern hat der Spiegel-Online Redakteur Recht, wenn er schreibt:
“Es vergeht kein Tag in Deutschland, an dem über die USA nicht die wildesten Behauptungen, die übelsten Schmähungen, die wahnsinnigsten Verschwörungstheorien verbreitet werden […]”
Warum nimmt sich dieser Blog, „Mein Parteibuch“, eigentlich nicht der schrecklichen Situation in der Region Darfur an? Weil es muslimische Reitermilizen sind, die die zumeist schwarze Bevölkerung niedermetzeln? Oder weil man, selbst beim bösesten Willen nicht, weder die Amerikaner noch die Israelis für die Massaker und Vergewaltigungen verantwortlich machen kann?
Und lieber Marcel, wann unterstützt Du das deutsche Volk seine kriminelle Staatsführung und kriminelle politische Struktur loszuwerden?
Daniel sprach am 29. März 2007 um 17:52h
@mumba:
Nazis lesen sicher auch gerne “Mein Kampf”, das macht das Buch aber auch nicht besonders toll, intellektuell ansprechend oder wertvoll.
Aber es enthält Wahrheiten die hier und heute auch so diskutiert werden!
Auszug1:
Die scharfe Scheidung des Börsenkapitals von der nationalen Wirtschaft bot die Möglichkeit, der Verinternationalisierung der deutschen Wirtschaft entgegenzutreten, ohne zugleich mit dem Kampf gegen das Kapital, überhaupt die Grundlage einer unabhängigen Selbsterhaltung, zu drohen. Der schwerste Kampf muß nicht mehr gegen feindliche Völker, sondern gegen das internationale Kapital ausgefochten werden. Das internationale Börsenkapital war nicht nur der größte Hetzer zum Krieg, sondern gerade jetzt nach dem Krieg nichts unterläßt, den Frieden zur Hölle zu verwandeln.
Der Kampf gegen das internationale Finanz- und Leihkapital ist zum wichtigsten Programmpunkt des Kampfes der deutschen Nation um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und Freiheit geworden.
Auszug 2:
In eben dem Maß, in dem die Wirtschaft zur bestimmenden Herrin des Staates aufstieg, wurde das Geld der Gott, dem alles zu dienen und vor dem sich jeder zu beugen hatte. Immer mehr wurden die himmlischen Götter als veraltet und überlebt in die Ecke gestellt und statt ihnen der Weihrauch dem Götzen Mammon dargebracht.
Eine schwere wirtschaftliche Verfallserscheinung war das langsame Ausscheiden des persönlichen Besitzrechtes und allmähliche Übergehen der gesamten Wirtschaft in das Eigentum von Aktiengesellschaften.
Damit erst war die Arbeit so recht zum Spekulationsobjekt gewissenloser Schacherer herabgesunken; die Entfremdung des Besitzes gegenüber dem Arbeitnehmer aber wurde in das unendliche gesteigert. Die Börse begann zu triumphieren und schickte sich an, langsam, aber sicher das Leben in der Nation in ihre Obhut und Kontrolle zu nehmen.
Die Internationalisierung der deutschen Wirtschaft war schon vor dem Kriege über den Umweg der Aktie in die Wege geleitet worden.
Nur mal so als Beispiel für die Inahlte in diesem Buch. Nicht als politisches Bekenntnis zu werten.
@Ossi:
Hitler war sicher nicht dumm. Auch heute noch sind viele Glatzen nicht dumm, die sitzen aber mehr im Hintergrund und ziehen die Fäden, während die dummen Exemplare Luete klatschen. Aber die Schlüsse und Maßnahmen, die man aus der durchaus zutreffenden Analyse zieht, waren und sind das Problem. Das ist ja der “Spass” für einige Neokonserven, Neoliberale und libertäre Deppen, dass sie Aussagen von Attac und NPD oder anderen rechten Ratten gegenüberstellen, aber dabei komplett ausblenden, wofür die beiden jeweils stehen. Und daraus entstehen dann solche Mythen, Legenden und Verschwörungstheorien, dass Attac oder generell jeder Globalisierungs- oder Kapitalismuskritiker was mit Rechten am Hut hätte.
MfG
Daniel
zu Ossi 19#:
Die Auszüge beinhalten blanken Unsinn, verpackt in eine Scheinlogik.
Es lohnt sich nicht, diese Auszüge auseinaderzunehmen.
Auseinandersetzungen über die Rolle von Aktien können nicht auf Basis dieses Schwachsinns diskutiert werden.
Lieber Ossi,
welchen Satz findest Du o.k.?
Wenn man den bloßen Text aus diesen Zitaten betrachtet und davon abstrahiert, wer sie verfaßt haben soll, stellt sich aber schon die Frage, was er als sprachlicher Ausdruck wert ist. Auf rein textueller Ebene läßt sich alles konstruieren, sofern die Struktur die sprachlichen Regeln iplementiert und logisch konsistent ist. Ein Text kann so zugleich die aussersprachliche Wirklichkeit, auf die er sich zu bezieht, sprachlich ‘auf den Kopf stellen’.
Es stellt sich aber die Frage, ob auf bloßer textueller Ebene der Text weniger richtig ist als z.B
“Da sind auf der einen Seite die Amerikaner, die den Löwenanteil daran trugen, dass die Macht der Nazis in Deutschland gebrochen wurde, die anschließend garantierten, dass der Westen Deutschlands vom Kommunismus unbehelligt blieb, die uns somit erst die Meinungsfreiheit ermöglichten, von der auch dieser Blog profitiert und lebt. Die USA sind ein demokratischer Staat, der eine unglaubliche Vielzahl von unterschiedlichen Meinungen beherbergt. Ein pluralistisches System, auch was die Medien angeht – von der Religionsfreiheit ganz zu schweigen.
Auf der anderen Seite die nahöstlichen Staaten (mit Ausnahme Israels), die in einer mittelalterlichen Kultur und Religion gefangen sind, in denen Organisationen wie Hamas und Hisbollah agieren und von der Bevölkerung gefeiert werden: Hamas und Hisbollah, die Raketen und Bomben gegen Zivilisten einsetzen, die sich bei Gegenangriffen feige hinter Frauen und Kindern verschanzen, die echte und vermeintliche Opfer auf eigener Seite zu Propagandazwecken ausschlachten.”
Der Vergleich führt uns auf die Frage zurück, welche Interessen der jeweilige Sprachhandelnde verfolgt bei der Textkonstruktion.
Schon das mit dem Löwenanteil der Amerikaner am Sieg über Nazi-Deutschland würde ich in Frage stellen wollen. Die USA haben sich am WWII erstmal schön eine goldene Nase verdient, indem sie die gegnerischen Seiten jahrelang mit Waren und Waffen beliefert haben. Und bevor sie dann 1944 endlich die Westfront eröffneten, haben sie sich verdammt lange Zeit gelassen. Löwenanteil? Ein Blick auf die Zahlen der Gefallenen zeigt schnell, wer wirklich den Löwenanteil getragen hat.
Was die Rolle der USA vor und während des 2.WK war konnte man im DeutschlandRadio im -
Feature
“Adolf Eichmann und William Mosetti”
(Sendung: Freitag, d. 26. Januar 2007, 20.10 - 21.00 Uhr)
Wie und warum wurde Eichmann aus Argentinien entführt?-
bestens rekonstruieren.
Dort wurde nachgewiesen, daß die Amis und die Nazis gemeinsam die Ölvorräte am Kaukasus unter sich aufgeteilten und den Deutschen war von den Amis auch das Bohrgerät schon zur Verfügung gestellt worden. Denn Eichman war vor seiner Karriere Angestellter eines US-ÖLkonzerns. Diese Beziehungen waren es auch, die maßgeblich dazu beitrugen, das der Treibstoffnachschub von den Amis für die Wehrmacht (Immerhin zig millionen von Kubikmetern) stockungsfrei lief.
Sein geplaudere über diese Zusammenhänge gegenüber US-Journalisten nach dem Krieg in Agentinien hat ihn dann die Auslieferung an Israel eingebracht.
Und für den Fall, dass Eichmann vor Gericht doch ausgepackt hätte, hatte der CIA-Chef ebenfalls vorgesorgt, wie aus einem Schreiben hervorgeht, das vor sechs Jahren freigegeben wurde. „Unsere Vereinbarung war“, schreibt Dulles darin, Eichmann als „Kommunist“ hinzustellen.
@Rolf Schälike
Immerhin beschreibt er doch ganz gut das Zusammenspiel imperialer wirtschaftlicher Funktionen wie wir sie auch heute als Globalisierung vorgesetzt bekommen. Man sollte sich mit geschichtlichen Fakten auseinandsetzen und sie nicht immer negieren. Das hinterläßt den Eindruck nicht besser zu sein als die man verteufelt. Ich erinnere mich noch an die Zeiten als man in der DDR über die Inhalte der Bibel sprach ohne das ein Diskutant sie jemals gelesen hatte. ES wurde nur nachgeplappert was die offizielle Linie zuließ!.Wenn bei Hitler alles Dummheit ist was er geschrieben hat, warum sperrt man da das Machwerk weg? Jeder halbwegs gebildete und bewanderte Mensch müßte doch selber zu diesen Eindruck kommen. Und trotzdem wird es weltweit sehr viel vertrieben. Nur weil alle dumm sind? Nur zur Ergänzung, mich hat diese Werk weder beeindruckt noch zum Nazi gemacht. Aber es ist interessant wenn man dessen Inhalte in heutigen Polit-und Propagandawelt angewendet sieht. Auch wie man erfolgreich Menschen verdummt wird darin ausführlich dargestellt. Blödzeitung zeigt, das es stimmt was geschrieben steht
[…] Links zu anderen Beiträgen gesammelt, die sich mit Claus Christian Malzahns dümmlichen Ergüssen […]
Betrifft Beitrag 23 von Frau Anna Kühne:
Dass man nicht einfach Zahlen gefallener Soldaten miteinander aufrechnen kann, das versuche ich Ihnen gern anhand eines simpel gehaltenen Beispiels zu erläutern:
Land A und Land B wollen Land C besiegen. A verfügt über 1000 mit Sturmgewehren ausgerüsteten Soldaten, Land B verfügt über 100 Panzer samt Besatzungen, Land C über 50 Panzer samt Besatzungen.
Zunächst schickt Land A seine tausend Soldaten. Land C kann mit seinen 50 Panzern den Angriff leicht abwehren. Nur 100 Soldaten aus Land A überleben und ziehen sich zurück.
Nun greift Land B mit seinen 100 Panzern an. Es verliert zwar selbst 50 Panzer mit insgesamt 150 Mann Besatzung, zwingt Land C aber in die Knie.
Wer hat kann nun den Löwenanteil am Sieg für sich verbuchen? Land A, weil es 900 Soldaten verloren hat? Oder Land B, das „nur“ 150 Opfer zu beklagen hat?
Ich will hier nicht den Sieg der Sowjetunion über Deutschland schmälern, sondern lediglich den Fehler in Ihrer Denkweise aufzeigen.
Die Rote Armee war in zahlreiche Materialschlachten verwickelt, häufig schlug sie sich in Mann-gegen-Mann-Kämpfen mit der Wehrmacht herum. Entsprechend hoch waren die Verluste.
Die US-Armee war technisch wesentlich besser ausgerüstet und setzte von Anfang an auf die Luftwaffe. So hatten es die amerikanischen Bodentruppen häufig mit Gegnern zu tun, die bereits aus der Luft „sturmreif“ geschossen waren; daher die – im Vergleich mit der Sowjetunion – geringeren Verluste.
Überhaupt dürfen Sie nicht übersehen, dass die USA, gemeinsam mit der Royal Air Force, beinahe die gesamte deutsche Wirtschaft, Infrastruktur und Kriegsindustrie in Grund und Boden gebombt hatten. Somit hatte Hitler letztlich kaum noch Treibstoff für seine Panzer und konnte seine Truppen an der Ostfront nicht ausreichend mit Nachschub versorgen.
Es ist anzunehmen, dass die Sowjetunion es ohne den Kriegseintritt der USA ungleich schwerer gehabt hätte oder sogar in Bedrängnis geraten wäre, während die USA den Krieg nötigenfalls auch allein hätten gewinnen können – spätestens 1945, als sie die Atombombe besaßen, deren Abwurf ja ursprünglich über Deutschland vorgesehen war.
Dass die USA maßgeblichen, wenn nicht den entscheidenden, Anteil am Sieg über Deutschland hatten, das dürfte jedenfalls unumstritten sein. Ihre Geschichtsbetrachtung, gnädige Frau, scheint mir weniger auf Fakten zu basieren, als vielmehr auf negativen Gefühlen, die sich m. E. irrational gegen die USA richten.
Herr oder Frau Salvo,
fast möchte man Sie beglückwünschen: da gelingt es Ihnen doch in Beitrag 22 mittels pseudo-hochgestochener Worte rein gar nichts zu sagen.
Es ist aber nicht nötig, dass Sie nochmals so anstrengen, um sich um eine Antwort zu drücken, denn eigentlich ist es mir, wie ich zugeben muss, auch völlig egal, wer Ihrer Meinung nach wem denunziert hat.
Herr Daniel meint:
„Und daraus entstehen dann solche Mythen, Legenden und Verschwörungstheorien, dass Attac oder generell jeder Globalisierungs- oder Kapitalismuskritiker was mit Rechten am Hut hätte.“
Jeder gewiss nicht, aber viele schon. Die Schnittmengen sind doch recht offensichtlich:
Ihr Freund Ossi stellt z.B. hier im Kommentarbereich fest, dass Hitlers „Mein Kampf“ „Wahrheiten“ enthalte, und Sie selbst fügen hinzu: „Hitler war bestimmt nicht dumm.“
(Nein, übrigens, er war nicht dumm, er war ein von Hass zerfressener Charakterlump und, um es freundlich auszudrücken, ein Idiot wie man kaum einen zweiten findet).
Wie die Rechten stecken Sie Ihre Gegner gern in Schubladen (wie es die inflationär verwendeten Begriffe „Neocon“ und „Antideutsch“ belegen) und entwickeln einen unbändigen Hass, auf alles was Israel und Amerika betrifft. Übrigens war auch Hitler (der übrigens dumm wie Hühnerkot war) der Meinung, dass Amerika von jüdischen Interessen unterwandert sei, und eine Verballhornung wie “USrael” hätte ihm gewiss gefallen.
Die USA haben nach Meinung von extrem Rechten wie extrem Linken niemals idealistische Ziele: stets geht es nur um Geld, Öl, Macht. Auch das hat Adolf Hitler (dessen „Mein Kampf“ übrigens bis auf die Kommasetzung keine Wahrheiten enthält) felsenfest geglaubt und sich vermutlich über den aus idealistischen Gründen erfolgten Kriegseintritt der Amerikaner maßlos gewundert.
Ja, manchmal (eigentlich immer) irren auch Linke und Rechte, meistens sogar bei denselben Angelegenheiten.
Hier ist noch etwas aus dem „Spiegel“, über das Sie sich ärgern können:
http://www.spie...,474799,00.html
Langweilig, K.d.F, das geht doch sicher noch besser, oder? Im Übrigen glaube ich mittlerweile nach Ihren Beiträgen, dass Hitler wahrscheinlich sympathischer und menschenfreundlicher war als Ihre “Gang”…
MfG
Daniel
Dass Sie Adolf Hitler (der entgegen Ihrer Darstellung sehr dumm war) für sympathischer als mich und meine nicht existente Gang halten, das ist folgerichtig und alles andere als beleidigend für mich. Man muss sich ja nur ansehen, mit wem Sie sonst noch sympathisieren: z. B. mit der RAF, die Kinder nach Palästina zu entführen versuchte, die in einem Pamphlet den Mord an jüdischen Sportlern in München ausdrücklich begrüßte, die ihre Opfer nach SS-Manier per Genickschuss tötete, die zum großen Teil so genannte kleine Leute, keine angeblichen Systemvertreter, ermordete.
Von Ihnen, mein verwirrter Freund, als unsympathisch und langweilig eingestuft zu werden, das ist schon ein recht ausgewachsenes Lob. Vielen Dank.
Hier noch was Langweiliges und Unsympathisches: http://www.oden...hten.de/?p=1511
Schwach, aber nun gut. Schön, dass ich Ihnen eine intellektuelle Masturbationsvorlage für ihre Gülle geben konnte. Beehren Sie uns bald wieder - auch im (H)Odenwald.
MfG
Daniel
warum so aggerssiv, herr oder frau herr kdf. Dass sie nichts von Sprachtheorie verstehen und nicht zwischen einem Text, der aussersprachlichen Realität und dem menschen, den sie hinter der Sprache zu erkennen meinen, differenzieren können, ist doch kein Grund wortgreiflich zu werden.
Im Übrigen war mein zweiter Beitrag gar nicht an Sie gerichtet, denn ich vermeide grundsätzlich die Nähe zu ideologisierenden Herrenmenschen
Übrigens eine Frage drängt sich mir vor dem Bettgang noch auf: Was legitimiert eigentlich denn einen Völkermord aus idealistischen Gründen, wenn er denn aus solchen erfolgt ist? Der Idealismus in der Intention?
Und eine andere Frage ist, ob ein Massenmörder zwangsläufig die Unwahrheit sagt, ehm … schreibt.
Und die letzte Frage ist, ob dem jenigen, der viel über Dummheit schreibt, die eigene verborgen bleibt.
Lieber Herr K.d.F,
vielen Dank für Ihre Ausführungen zur Frage, auf Grund welcher Details der “Löwenanteil” beim Kriegführen Ihrer Meinung nach zu bewerten ist.
Ich habe nicht den Eindruck, daß die in Ihrem Symbolbeispiel genannten Zahlen die Kräftesituation in den letzten Kriegsjahren adäquat beschreiben. Es ist ja nun wahrlich nicht so, daß die Rote Armee in den letzten Kriegsjahren weder Flugzeuge, Panzer und Geschütze noch Soldaten gehabt hätte. Was glauben denn Sie, wie die Russen mit ein paar Sturmgewehren von Stalingrad bis an die Elbe gekommen sein und Berlin eingenommen haben sollen? Oder waren das auch alles die Amerikaner? Hat es die hinter den Ural verlagerte sowjetische Rüstungsindustrie nicht gegeben? Oder hat man dort nur Sturmgewehre produziert?
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, daß man unter Verwendung von Fakten zu verschiedenen Meinungen gelangen kann, ohne daß dabei auch nur eine dieser verschiedenen Meinungen die einzig richtige sein muß? Ich finde es ziemlich erbärmlich von Ihnen, mir “negative Gefühle, die sich irrational gegen die USA richten” zu unterstellen, nur weil ich nicht dieselben Fakten wie Sie ausblende und daher nicht zu denselben Schlußfolgerungen kommen kann. Sie scheinen doch ein intelligenter und gebildeter Mensch zu sein. Haben Sie es da nötig, anderen Menschen rationales Denken abzusprechen, nur weil die anderer Meinung sind als Sie?
Um im Übrigen zum Ausgangsthema zurückzukommen: Es geht momentan nicht darum, wer vor mehr als 60 Jahren wie am Sieg über Nazideutschland beteiligt war. Es geht darum, was seitdem in der Welt passiert ist, wie die USA sich dabei verhalten haben und warum sie heute nicht mehr von ihrem Sympathiebonus als Mitbefreier vom Hitlerfaschismus zehren können.
Ich betrachte mich nicht als Feindin der Amerikaner, sondern als Feindin selbstgerechter, rücksichtsloser Menschen. Wen ich in diese Kategorie einordne und welche Fakten ich in diesem Zusammenhang für relevant halte, das ist ganz allein meine Sache. Zumindest, was die Selbstgerechtigkeit angeht, sind Sie leider auf dem besten Wege, sich zu qualifizieren. Aber das wird Sie sicherlich nicht weiter stören, da es sich aus Ihrer Sicht wohl nur um ein weiteres Beispiel für meine irrationalen, negativen Gefühle handeln kann.
Mit den besten Grüßen
Anna Kühne
Herr oder Frau Salvo meint:
“warum so aggerssiv, herr oder frau herr kdf.”
Meinen Sie diesen Satz hier?: “Schön, dass ich Ihnen eine intellektuelle Masturbationsvorlage für ihre Gülle geben konnte.”
Der ist nicht von mir, sondern von Herrn Daniel. Ich selbst bin meinetwegen polemisch, mitunter zynisch, aber nicht aggressiv. Wenn Sie mich hier sehen könnten, wie ich am Schreibtisch sitze, dann würden Sie bestätigt finden, dass ich ein äußerst entspannter Mensch bin - noch entspannter wäre schlaff.
“Dass sie nichts von Sprachtheorie verstehen…”
Mag sein. Ich verstehe aber durchaus, dass Sie meine Fragen aus Beitrag 16 nicht beantworten konnten oder wollten. Der vermutliche Tatbestand, dass Herr Mumba gelogen hat, indem er behauptete, mit einer Araberin verheiratet zu sein, lässt ja nicht automatisch die Schlussfolgerung zu, dass alles andere was er sagte Unfug sei (dass er sich, wie Sie meinten, selbst diskreditiert habe).
“Im Übrigen war mein zweiter Beitrag gar nicht an Sie gerichtet, denn ich vermeide grundsätzlich die Nähe zu ideologisierenden Herrenmenschen…”
In einem Kommentarbereich kann man, sofern der der Blogmaster einem keine Schwierigkeiten macht, auf alle möglichen Beiträge antworten, auch wenn man nicht selbst angesprochen wurde. Dies werden Sie auch in den meisten Foren bestätigt finden.
Ist das mit dem „ideologisierenden Herrenmenschen“ Ihre stärkste Waffe, wenn Sie sich über jemanden geärgert haben? Ich selbst bin kein Anhänger einer Ideologie, die meint, Ihr eigenes Leben über das anderer stellen zu müssen (wie zum Beispiel jene RAF-Mitglieder, die entschieden, dass sie selbst weiterleben dürfen während ein Herr Schleyer per Genickschuss zu beseitigen sei). Ich wage sogar zu behaupten, dass ich überhaupt keiner Ideologie anhänge.
Wenn Sie einen Beitrag benennen können, in dem ich mich als Person, oder aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, als anderen Menschen überlegen, als Herrenmensch, aufgespielt habe, bitte ich Sie, dies zu tun. Ansonsten belassen Sie es doch einfach bei der Pauschalisierung, ich sei dumm.
In Beitrag 34 sprechen sich mich nochmals an, obgleich Sie doch eigentlich mit dummen Herrenmenschen nichts mehr zu tun haben wollten: „Was legitimiert eigentlich denn einen Völkermord aus idealistischen Gründen, wenn er denn aus solchen erfolgt ist?“
Soweit ich Sie einschätzen kann, sprechen Sie nicht von dem Völkermord der Deutschen an den Juden (der aus dem „Ideal“ heraus begangen wurde, eine Welt ohne Juden zu schaffen), sondern von herbeiphantasierten Völkermorden von Juden an Palästinensern und Amerikanern an Irakern. Abgesehen davon, dass ein Völkermord niemals legitimiert werden kann, sollten Sie Ihre Fragen entsprechend konkretisieren und überdies davon ausgehen, dass ein Krieg oder Gegenmaßnahmen nicht automatisch als Völkermord definiert werden können, nur weil Sie das behaupten.
Ja unser K.d.F. ist das beste Beispiel für pervertiertes Schubkastendenken und politischer Indoktrination ohne jegliche Denkleistung und Analytik.
Immer hin hatte der dumme Adolf ein Abitur, im Gegensatz zu einigen seiner Nachfolger. Er konnte seinen Irrsinn auch flächendeckend an den Mann bringen. Hatte weltweit Anhänger bis in die Regierungsspitzen, sogar in den USA und das bis heute. Um nur einiges hier sarkastisch zu erwähnen.
In Fernost ist er der “Held” bis heute geblieben; China, Indien, Japan, Iran, Irak und anderen Ländern. Immer mit der Begründung. : „Was gehen uns eure Kriege in Europa an. Uns hat diese Krieg der Deutschen gegen die anderen Kolonialmächte die Freiheit gebracht und das Dritter Reich hat uns bei dem Aufbau und der Ausbildung unserer Menschen geholfen. Die Kolonielmächte haben dadurch ihre Macht verloren!“ So unterschiedlich können die Ansichten zu einunddenselben Tatsachen haben.
Meinen Sie, nur weil man diese Meinungen hier nicht publiziert seinen sie auch nicht vorhanden?. In Indien wurden diese Meinungen unlängst erst wieder in die Schulbücher eingetragen. Die “EMPÖRUNG2 darüber dürfe hier bekannt sein. Könnte es nicht sein , daß ausgerechnet die “Führer befiehl- wir folgen” - Schreier nicht an ihr Tätertum erinnert werden wollen, weil sie sich jetzt DEMOKRATEN nennen wollen.
Um die Sache abzurunden rate ich Ihnen das Buch “Hitlers Jüdische Soldaten” von Bryan Mark Rigg, erschienen im Verlag Ferdinand Schöningh, sich zu Gemühte zu ziehen. Dort können Sie sich dann auch noch weitere Fakten über die Beteiligung breitester jüdische Schichten am Dritten Reich aneignen.
Immerhin waren, um es hier nur kurz einzufügen, von 360 000 deutschen Juden (Jude nach Nazidefinition- das waren bedeutend mehr als die sich über den jüdischen Glauben definieren) mehr als 250 000 im aktiven Dienst der Nazis. Von der SS, über die Ministerien bis in die Generalstäbe der Wehrmacht.
Sie sehen, Skepsis gegenüber jeglicher verordneter ideologischer Verbrämtheiten ist angebracht. Nur die Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Zusammenhängen ermöglicht eine Aufarbeitung. Ungeeignet dafür sind solche Ausfälle wie die Ihren. Das Buch dürfte helfen, Ihren Horizont recht weit zu erweitern.
>>>>„Ich sehe im Multi-Kulti-Geschwärme meiner alternativen Zeitgenossen die seitenverkehrte Version des Rassendünkels von gestern.“
Den letzten Ausspruch >>> ….
Den letzten Ausspruch >>>>
Mein lieber Herr oder Frau Herr kdf
eine Diskussion mit jemanden, der differenzierungslos alles verteidigt, was die Poilitk der US-Regeirung betrifft, und andereseits alles angreift, was diese zu kritisieren wagt, halte ich für pure Zeitverschwendung.
Eine sachliche Auseiandersetzung ist bei ihrer ideologischen Voreigenommenheit schlicht unmöglich - und an einem virtuellen Duell habe ich wirklich kein Interesse, ich nehme dennoch ihr beachtliches sprachliches und intellektuelles Angriffsvermögen zur Kenntnis
@Ossi
dass es mehr als 250000 Juden im aktiven Dienst der Nazis gabe, relativiert doch nicht die Verbrechen der Nazis an den Juden? Es ist doch nachvollziehbar, dass viele Menschen, wenn das Regime ihnen die Möglichkeit eröffnet hat, um das eigene Leben und die eigene Familie zu verschonen, sich selbst verleugnet oder mit dem Regime identifiziert haben. Das ist eigenlich in meinen Augen ein weiterer beklemmender Beleg für das Schrecken, das dieses Regime bei seinen Opfern hinterlassen hat. Stellen Sie sich mal vor, dass man aus Furcht um das eigene Leben und das der eigenen Familie, sich gezwungen sieht, aktives Teil dieser verbrecherischen Maschinerie zu werden. Ich stimme aber mit Ihnen grundsätzlich überein, dass nur ein unideologischer Ansatz dem historischen Erkennnisanspruch, den Opfern und den Konsequenzen für unseren Gegenwartsbezug gerecht werden kann.
Unter Augstein war DER Spiegel noch investigaiv, unter Aust ist er nur noch au, au, autsch.
SpOn kannste dir sporn!
Liebe Frau Kühne,
Sie schreiben: „Ich habe nicht den Eindruck, daß die in Ihrem Symbolbeispiel genannten Zahlen die Kräftesituation in den letzten Kriegsjahren adäquat beschreiben.“
Das war auch nicht die Absicht. Es ging mir darum Ihr makaberes Argument zu widerlegen, die Anzahl der Gefallenen eines Landes würden etwas über den militärischen Erfolg aussagen. Schlichtweg ist es so, dass es theoretisch schon damals möglich war, auch einen größeren Krieg mit minimalen eigenen Verlusten zu gewinnen.
„Es ist ja nun wahrlich nicht so, daß die Rote Armee in den letzten Kriegsjahren weder Flugzeuge, Panzer und Geschütze noch Soldaten gehabt hätte. Was glauben denn Sie, wie die Russen mit ein paar Sturmgewehren von Stalingrad bis an die Elbe gekommen sein und Berlin eingenommen haben sollen?“
Bitte überfliegen Sie meinen Beitrag nochmals. Nichts dergleichen habe ich behauptet. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass die Rote Armee nicht so gut ausgerüstet war wie die US-Streitkräfte, dass sie überdies in verlustreichere Schlachten verwickelt war. Hätte sich mein simples Bespiel auf den tatsächlichen Kriegsverlauf bezogen, wäre die Sowjetunion ja nur mit tausend Mann in den Krieg gezogen.
Es nun mal so, dass die USA technisch und industriell wesentlich weiter waren, während Stalin auf gröbere Mittel und vor allem die Mobilisierung vieler Soldaten zurückgreifen konnte.
„Oder waren das auch alles die Amerikaner? Hat es die hinter den Ural verlagerte sowjetische Rüstungsindustrie nicht gegeben? Oder hat man dort nur Sturmgewehre produziert?“
Die Sturmgewehre spielen ausschließlich in dem simplen Bespiel eine Rolle. Was Ihre Fragen zur Rüstungsindustrie und den genauen Kriegsverlauf betrifft, so sollten Sie auf entsprechende Literatur zurückgreifen. Ihnen ging es darum, das ging aus Beitrag 23 hervor, den Anteil der Amerikaner am Sieg über Nazi-Deutschland zu schmälern, Sie untermauerten dies mit der – gegenüber der Sowjetunion – geringeren Opferzahl. Und dieses makabre Spielchen ist einfach Unsinn.
„Ich finde es ziemlich erbärmlich von Ihnen, mir “negative Gefühle, die sich irrational gegen die USA richten” zu unterstellen, … Haben Sie es da nötig, anderen Menschen rationales Denken abzusprechen, nur weil die anderer Meinung sind als Sie?“
Sie können mich natürlich einschätzen wie Sie mögen. Umgekehrt ist das gewiss dann auch erlaubt. Es ist meines Erachtens eine zu stark emotional eingefärbten Ausdrucksweise, die sie wählen. Schauen wir nur mal Ihre Einlassung aus Kommentar 14 an, Ihnen „möge die Hand verdorren“, wenn Sie nochmals Geld für den „Spiegel“ hinlegen. Warum reagieren Sie gefühlsmäßig derart negativ, nur weil in einem Nachrichtenmagazin eine Meinung zu finden ist, die Ihnen nicht passt? Weil sich Ihr offenbar positives Islambild nicht bestätigt findet?
Ist denn Kritik an einer Religion, die ja zweifellos nicht sehr fortschrittlich ist, und deren Anhänger gerade in den letzten Jahren den gewaltsamen Tod von Tausenden von Menschen zu verantworten hatten, grundsätzlich nicht legitim? Oder müssen die Kritiker ihre Kritik erst von Ihnen, Frau Kühne, absegnen lassen? Vielleicht sollten sich Spiegel-Redakteure in Zukunft bei Islam-Konvertiten über den Islam informieren, so wie Sie es taten? Überreaktionen, wie Ihre Äußerung von der „Selbstentseuchung von medialer Anti-Islam-Hetze“, dürften jedenfalls wenig hilfreich sein.
„Es geht momentan nicht darum, wer vor mehr als 60 Jahren wie am Sieg über Nazideutschland beteiligt war. Es geht darum, was seitdem in der Welt passiert ist, wie die USA sich dabei verhalten haben und warum sie heute nicht mehr von ihrem Sympathiebonus als Mitbefreier vom Hitlerfaschismus zehren können.“
Es ist nett, dass Sie mir und anderen sagen, worum es eigentlich geht. Allerdings haben nicht die Amerikaner einen Sympathiebonus geltend gemacht, vielmehr handelte ein Beitrag von mir sinngemäß davon, dass die USA von Teilen der deutschen Bevölkerung regelrecht verteufelt werden – und dies, obwohl die Ereignisse Mitte des letzten Jahrhunderts eine solche Einschätzung nicht hergeben - und auch die aktuelle Weltsituation nicht.
„Ich betrachte mich nicht als Feindin der Amerikaner, sondern als Feindin selbstgerechter, rücksichtsloser Menschen.“
Dass ist richtig, dann können Sie in der Tat keine Feindin der Amerikaner sein. Ich halte z. B. den Islam für eine sehr selbstgerechte und rücksichtslose Ideologie, was sich nicht nur in der Historie zeigte, sondern auch darin, wie heutzutage mit Gegnern dieses Glaubens umgegangen wird. Während sich die christliche Lehre reformierte und weitgehend in die jetzigen sozialen Strukturen integrierte, hält die moslemische Lehre bis heute an ihrem Führungsanspruch in allen gesellschaftlichen Bereichen fest. Die vielen Terroranschläge, die wir tagtäglich erleben und die von islamischen Tätern ausgeführt werden, sind m. E. Ausdruck dieses Dominanzstrebens.
Wieso ist Kritik am Islam also gleich Islamhetze, wenn doch die Gewalttaten und die zahlreichen Toten real sind? Sie selbst und andere können und dürfen beispielsweise die USA und deren Gesellschaftsordnung mit harten Bandagen angehen. Warum sind solche harten Bandagen im Falle des Islams automatisch mit Hetze gleichzusetzen? Gleiches Recht für alle, würde ich mal sagen, wenn diese Aussage für Sie aber nicht gilt, dann halte ich das in der Tat für irrational.
„Wen ich in diese Kategorie einordne und welche Fakten ich in diesem Zusammenhang für relevant halte, das ist ganz allein meine Sache.“
Dann sind die Konsequenzen, die Sie aus Ihren Überlegungen ziehen, aber nur für Sie persönlich von Bedeutung, weil Sie nur negative Fakten (echte oder vermeintliche) werten welche gegen die USA sprechen, gleichzeitig aber alles Negative, das den Islam betrifft, geflissentlich ausblenden.
Gruß
K.d.F.
…vorallem bei den Jugendlichen…
Schön, dass das Internet bei den Jugendlichen mehr Wert hat als SPIEGEL, FOCUS oder die anderen Mainstreamzeitungen.
Ich denke, dass solche Kommentare wie der von CCM nur noch bei den treuen Anhängern Beifall findet, aber die werden immer weniger.
Leider habe ich den Verdacht, dass gerade die Zunahme an “Fremdgängern” (Jugend die sich lieber objektiv im Internet informiert)dazu führt, dass solche Politiker wie Schäuble und Co. versuchen immmer mehr Einfluss über das Internet zu gewinnen um eben gerade solche Menschen davon abzuhalten hinter die “Zeilen” zu schauen. So lange wir nur das glauben was uns der Mainstream vorgibt, ist für die Elite alles in Butter. Aber eben gerade dieses Medium Internet kann zu einer gefährlichen Waffe für die NeoCons werden die es, wie wir leider sehen, gilt zu kontrollieren.
Langsam wird es mit dem Beitragsschreiber „Ossi“ echt gruselig. Wenn er nicht gerade die Gräueltaten der RAF schön redet oder behauptet, die deutsche „Staatsführung“ (an der auch jene Partei beteiligt ist, der der Betreiber dieses Blogs angehört) sei kriminell, zitiert er aus Hitlers „Mein Kampf“ und glaubt darin Wahrheiten zu entdecken, welche auch heute noch diskutiert werden.
Äquivalent zu seiner wirren Gedankenwelt geht es in unausgereifter Rhetorik weiter, indem er (in Beitrag 37) schildert, dass ich (der Hitler als dumm bezeichnet) zu keiner eigenen Denkleistung fähig sei, während Hitler immerhin Abitur hatte.
„Ossi“ spricht vom Irrsinn, den Hitler flächendeckend an den Mann bringen konnte und zählt aus „Sarkasmus“ die vermeintlichen Erfolge des Diktators auf.
Aber wozu solch angeblicher Sarkasmus? Es ist unstrittig, dass es in der Geschichte der Menschheit von erfolgreichen Despoten nur so wimmelt, genauso wie es nicht an - im negativen Sinne - erfolgreichen Bankräubern, Zuhältern und Auftragsmörder mangelte.
Was zählt ist, dass Hitler strunzendumm war, dass er so blöde war, dass er sich am Ende hin selbst die Kugel geben musste. Er hatte in allem Unrecht gehabt: was seinen Rassenwahn anging, was seine Kriegsführung betraf - und die Wirtschaftspolitik des 3. Reiches wäre auch ohne Krieg kollabiert.
Richtig widerlich wird es, wenn „Ossi“ auf das Buch „Hitlers jüdische Soldaten“ verweist. „Dort können Sie sich dann auch noch weitere Fakten über die Beteiligung breitester jüdische Schichten am Dritten Reich aneignen“, fügt er hinzu.
Soso, „breiteste jüdische Schichten waren am Dritten Reich beteiligt“. Hier wird einem ganz besonders perfiden Affen Zucker gegeben: Nämlich der grotesken These manch eines Rechtsextremen, die Juden seien maßgebend am Aufkommen des Nationalsozialismus beteiligt gewesen (um die „Deutschen ins Unglück zu stürzen“), seien zumindest involviert, oder es hätte sich gar um die Austragung eines jüdischen Bruderkrieges gehandelt.
Diese Thesen sind so schwachsinnig wie das Buch „Hitlers jüdische Soldaten“ unseriös ist:
„Bryan Riggs Buch über jüdische Soldaten ist eine Mogelpackung“, befand bereits 06.11.2003 die Zeit. „Rechenkunststücke mit fantasierter Kinderzahl“. Den mehrseitigen Artikel „Wenn Spekulationen zu Tatsachen werden“ gibt es hier:
http://www.zeit...Rigg-neu?page=1
Lieber Herr K.d.F.,
ich hatte durchaus verstanden, daß die Zahlen in Ihrem simplen Beispiel sich nicht auf den tatsächlichen Kriegsverlauf bezogen, nahm aber an, daß das Verhältnis dieser Zahlen nicht zufällig gewählt war. Sie finden es makaber, an Hand der Anzahl der Gefallenen in einem Krieg den “Löwenanteil“ einer Seite zu bestimmen. Ich finde es makaber, dies nicht zu tun. Das hat sicher mit meiner Emotionalität zu tun.
Es ging mir in Beitrag 23 keineswegs darum, den Beitrag der Amerikaner am Sieg über Nazideutschland zu schmälern, sondern darum, ihnen nicht mehr zu huldigen als ihnen nach meinem Verständnis zusteht.
Sie finden es offenbar unangemessen, daß ich beschlossen habe, den “Spiegel“ nicht mehr zu kaufen. Das wundert mich nicht. Sie dürfen sich natürlich gern weiter an dessen (meiner Meinung nach) tendenziösen Hetzartikeln delektieren, und den Spiegel-Redakteuren will und kann ich selbstverständlich nicht vorschreiben, wie sie worüber zu schreiben haben. Ich habe lediglich öffentlich geäußert, daß ich diese Zeitschrift wegen ihren Inhalten nicht mehr kaufen werde. Das darf ich. Noch.
Und ja, ich habe mittlerweile ein positiveres Bild von der Religion Islam. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man über Muslime redet oder mit ihnen. Außerdem habe ich grundsätzliche Zweifel an den Prämissen, an Hand derer etwas als „fortschrittlich“ bewertet wird. Es gibt ja auch mehr als genug andere Gegenden der Welt, in denen den Anhängern irgendwelcher Ideologien bzw. Gewaltherrscher Hunderttausende, ja, Millionen von Menschen zum Opfer fallen, und die westliche Welt kümmert das allerhöchstens marginal. Der Islam ist meienr Meinung nach nicht das Problem, sondern nur ein Vorwand. Das Problem heißt Erdöl, und der Zusammenhang ist zuallererst ein geographischer.
Hetze fängt meines Erachtens da an, wo systematisch gelogen wird und Informationen gefiltert werden, um in der Bevölkerung ein bestimmtes Meinungsbild zu erzeugen, das die Ziele des Hetzenden unterstützt. Aus meiner Sicht ist das bezüglich des Islam momentan der Fall. Und ich sehe Parallelen zur Stimmungsmache gegen Juden während des Dritten Reichs. Es ist nicht so, daß ich an der Art, wie der Islam ideologisiert und instrumentalisiert wird, nichts auszusetzen fände. Ich gucke mittlerweile aber möglichst genau hin, von wem ich welche Information vorgesetzt bekomme und nehme nicht mehr alles für bare Münze.
Ich finde es schon ein wenig lustig zu bobachten, wie Sie Ihren Diskussionspartnern hier Schwarz-Weiß-Denken vorwerfen. Es geht im Grunde um eine Glaubensfrage, stelle ich gerade fest. Und über Glaubensdinge lässt sich nicht streiten, da lassen sich nur Standpunkte festlegen und Trennlinien markieren. Die Glaubensfrage lautet: Sind die Machthabenden der westlichen Welt Heroen oder Verbrecher?
Mit besten Grüßen
Anna Kühne
Herr KDF, Sie schreiben einen Mist der dem Pisas-Niveau ihres Landes entspricht.
Ihre Ausführungen sind nur unter der Rubrik Halbbildung einzuornen. Zu Ihren dümmlichen Ausführungen sollte man sich nicht weiter äußern. Das kommt von zuviel Bildzeitung lesen.
@salvo
Die Tatsachen relativieren die Geschenisse auch nicht. Aber immerhin tangieren sie ganz entscheident die Aussagen die bisher dazu gemacht wurden. Ich wiederspreche aber entschieden Ihren Aussagen, daß es sich hierbei nur um eine unter Zwang begangenes Mitläufertum handelte.
Diesbezügliche Aussagen reihe ich die Rubrik : “Schutzbehauptung” ein. Immerhin sind vor 39 hundertausende Juden ab- und ausgewandert. Das es peinlich ist, diesbezüglich in Diskussionen zu kommen zeigt unser KDF-freund auf auffallend bekannte und in diesem Volk üblichen Weise– Den Spieß einfach umdrehen und unterstellen. Nur so kann man kein geschichtliches Problem aufarbeiten.
Man sieht, das Problem haben auch Andere. Täter erklären, warum die Opfer selber Schuld haben. Typisch Deutsch!
Zitat:
>>>>Er (der Zentralrat der Juden in Deutschland) hat sich wieder mal als Sprachrohr der israelischen Regierung betätigt (…) und bezeichnet Kritiker als Antisemiten, jüdische Kritiker als jüdische Antisemiten oder jüdische Selbsthasser oder Juden, die in der Identitätskrise stecken.
Leider wurde Text abgeschnitten
>>>Er (der Zentralrat der Juden in Deutschland) hat sich wieder mal als Sprachrohr der israelischen Regierung betätigt (…) und bezeichnet Kritiker als Antisemiten, jüdische Kritiker als jüdische Antisemiten oder jüdische Selbsthasser oder Juden, die in der Identitätskrise stecken.
Hallo Marcel,
warum wird der Text nicht vollständig übertragen? Schon mehrmals assiert!
@Ossi:
Die spitzen Klammern dürften dem HTML-Filter zum Opfer fallen, da diese HTML-Tags markieren. Verwende eine andere Markierung für Zitate und es sollte funktionieren.
MfG
Daniel
Die Beiträge von K.d.F. sind informativ, sachlich und gut argumentiert. Wenn Ossi und anderen hier die Wertung missfällt, müssen sie sich mehr Mühe geben. Sonst fallen alle verbalen Anwürfe nur auf sie selbst zurück und als Ergebnis der ganzen Übung bleibt fest zu halten, dass Mahlzahn mit seinem Befund nicht so ganz Unrecht hatte.
@ 52: Bezüglich K.d.F. stimme ich zu, bleibe aber dabei, daß man es sich zu leicht macht, den 48% der Umfrage pauschal dumpfen Antiamerikanismus zu unterstellen.
@51 Danke Daniel
@52 Es ist schon viel als Wahrheit und Information verkauft worden und hat hinterher nur als Luftblase erwiesen. Die Freundschaft mit der Sovjetunion war dann auch recht schnell beendet. Wer sagt, das morgen noch der Ami der große Ersatzguru sein wird könnte sich auch irren.
Und einige wichtige Fakten scheinen hier auch unterden tisch gekehrt zu werden und es wir nur darüber diskutiert was genehm. Bleiben die Krieged er Amis und der Völkermord im eigenen Land, oder die Befreiung des Iraq und die fast 1 Millon dafür gekillter Iraqis. Man sollte Objektivität walten lassen und nicht nehmen was einem gefällt. der eine brauch halt seine Führerfigur der andere nicht. Warum nicht jetzt Ami? Ich aber brauche ihn nicht und ich will ihn auch nicht.
@KDF
Nochmals bezugnehmend auf Ihre Ausführungen in 45 stelle ich fest. Völlig am Thema vorbei und argumentationslos. Weiter nichts als übliche Polemik wenn ma nichts mehr inhaltliches auszuführen hat.
Bleibt aber immerhin zu Ihrer Aussagen -”hätte sich gar um die Austragung eines jüdischen Bruderkrieges gehandelt”- die Frage: Was meinen Sie damit. Vielleicht klären Sie mich diesbezüglich mal auf. Klingr sehr interessant.
@53, ja, die Umfrage gibt nicht unbedingt her, dass hier dumpfer Antiamerikanismus herrscht. Die Forenbeiträge geben es schon eher her. Und leider auch Marcels Artikel, denn was ist sonst von der Versicherung zu halten, man unterstütze das amerikanische Volk nach Kräften dabei, seine kriminelle Regierung loszuwerden. Das amerikanische Volk hat Bush mit großer Mehrheit gewählt, und bei Besuchen in Amerika wehte mir überall der Wind ins Gesicht. Ich war ein greifbares Exemplar des undankbaren Europäers, dem man mal seine Meinung sagen wollte. Die Vorwürfe der Kriminalität kann man an jede Regierung richten. Politik lässt sich mit moralischem Rigorismus nicht sinnvoll beurteilen. Die Zweiteilung zwischen gutem Volk und böser Regierung ist künstlich und gehörte schon immer zum Arsenal dessen, was man mit “Anti-Amerikanismus” im engsten Sinne meint.
Vielleicht wäre es mal angebracht, dass die Benutzer des Wortes ‘Antiamerikanismus’ das auch mal definieren. Selbst das dürfte schwierig werden, denn nach welchen Kritierien würde eine ‘richtige’ Definition des Antiamerikanismus erfolgen? Wer wäre dazu authorisiert? Die eigene Subjektivität (Ideologie, politische Überzeugungen, persönliche Erfahrungen, theoretischer Hintergrund usw) würde kaum eine Einigung zustande kommen lassen. Leider wird das Wort hier inhaltsleerer als reiner Totschlagargument benutzt. Die bloße Zeichenstruktur des Wortes ist m.E. schon problematisch, da ungenau.
Warum ist z.B. jemand, der die US-Regierung als kriminell bezeichnet ein ‘Antiamerikaner’? Das impliziert, dass die US-Regierung mit der Bevölkerung des gesamten amerikanischen Kontinents identisch sind, also auch die mittel- und südamerikanischen Bevölkerungen einschließend, von denen man annehmen kann, dass sie vielfach eine kritische Haltung zur US-Regierung haben. Sind diese Mittel- und Südameriknaer auch Antiamerikaner? Und trifft dieses Eigenschaft (eine Art Stigma) auch für die US-amerikanischen Kritiker der eigenen Regierung zu?
Ja, Sprache ist nunmal ein aüßerst unsicherer Informationsträger, da sie im menschlichen Dasein auch andere Funktionen erfüllen muss, als nur die aussersprachliche Realität zu bezeichnen, wobei die Subjetivität dessen, der sie benutzt, ihre erste Funktion zusätzlich behindert.
@57, ich glaube alle verstehen hier ziemlich gut, was mit “Anti-Amerikanismus” gemeint ist: eine Haltung, die zu ungunsten der USA mit mehrerelei Maßstäben misst.
@58
das wäre recht harmlos dann, als eine solche Haltung wohl viele andere Dinge betrifft, die man mag oder nicht mag, versteht oder nicht versteht,
jedenfalls wäre dann ‘Antiamerikanismus’ kein schweres Vergehen. Aber abgesehen davon, dass Sie wohl nicht ‘alle’ sind, steht der Harmlosigkeit dieser Bedeutung der Umstand gegenüber, dass seine Anwender das Wort im Disput als ’schweres Geschütz’ verwenden. Vielleicht wäre es dann an der Zeit, eine begriffliche ‘Abrüstung’ vorzunehmen.
(Wobei noch anzumerken ist, dass die USA nicht die US-Regierung sind)
Bedauerlich ist nicht, dass DER SPIEGEL islamistische Tendenzen kritisiert sondern die Art und Weise, mit der dies geschieht. In Ausgabe 13 wurden auf Seite 29 sogar Teilnehmer des evangelischen Kirchentages mit dem diffamierenden Kampfbegriff “Gutmenschen” bezeichnet. Genau wie 1941 DER STÜRMER deutsche Christen mit diesem Begriff zu diffamieren versuchte und mundtot zu machen. Nachzulesen bei Wikipedia, Stichwort “Gutmensch”. Wo will DER SPIEGEL sich eigentlich damit anbiedern? Bei Neo-Nazis und dumpfen Hetzern?
@#60:
Mit Leuten wie Malzahn, Border und anderen Mitgliedern der Achse der Lobotomierten sitzen die sogar schon in der Redaktion. Für die “heilige” Auflage und Rendite tut man eben inzwischen auch beim SPIEGEL fast alles.
MfG
Daniel
Als Iraner bin ich in der Lage IRINN täglich zur Verfogen, das ist der Sateliten TV vom Faschistische islamische Regime, das satelitten in Iran verbietet und mit Erstauanen finde ich viele ähnliche Argummente und Ausdrücke in Ihre Artikel “Claus Christian Malzahn allein zu Haus”.
In Allgemeinen ist die Antibushfraktion hat in IRINN auf Hotbird eine große Fürsprache täglich werden Eure Demos deutsche Städte gezegt, also schuat Euch mal da an. Mir wird schlecht was aus Friedensbewegung geworden ist.
Liebe von Eckhart von Klaeden oder von Karsten Voigt zitiert werden als von Fashoislamist im Freitaggebet und Ahmadinejad.
Rgards
Amir
@Amir
should we bomb Iran back to stone age? Is this what you expect us to do?
Actually, I do not even believe that you really are Iranian
Wird jetzt hier ein Wettbewerb für Rektalakrobatik abgehalten, wer zuerst im Analbereich des Amis ankommt. Wenn mir was nicht passt, so sage ich das. Ob es jemanden paßt oder nicht. Und auch und gerade dann wenn es der Ami ist. Und dazu frage ich keinen um Erlaubnis. War frueher nicht und wird Heutzutage erst recht nicht sein. Mir sind Biederlinge stets zuwider gewesen.
Wer noch mehr zu Bush lesen moechte.
http://www.nach...=2212#more-2212
[…] dem Munde des bekannten Grünen-Bashers und Amerika-Freundes Claus Christian Malzahn ist die Bezeichnung der grünen Basis von Baden-Württemberg als […]