Schön, dass es mit Kassel wenigstens eine Stadt in Deutschland gibt, wo das Angebot für Menschen mit sozialen Problemen, also beispielsweise Wohnungs- bzw Obdachlose, wirklich umfangreich ist.
Das sieht doch schon viel besser aus als die Worte eines Hamburger Ex-Politikers mit SPD-Parteibuch, der Informationen von Mein-Parteibuch zufolge ausländischen Gesprächspartnern gegenüber in seiner Amtszeit erklärt hat, man bräuchte die Obdachlosen als abschreckende Beispiele und dürfe deshalb trotz ausreichend vorhandener Finanzmittel nicht dafür sorgen, dass es Obdachlosen besser gehe.
Das Angebot ist in Kassel selbst in Zeiten knapper finanziller Mittel sogar so umfangreich, dass man in Kassel gern auf weitere Projekte verzichtet. Dass das Angebot für Menschen mit sozialen Problemen wie Obdachlose wirklich umfangreich ist, steht absolut außer Zweifel, denn das geht aus einem Brief hervor, den der Chef der Arbeitsförderung Kassel an Oliver Bienkowski vom Verein Die Macher e.V., der eine Zeltstadt für Obdachlose einrichten möchte, geschrieben hat.
Ob des Engagements der Stadt Kassel für Menschen mit sozialen Problemen ist es umso verwunderlicher, dass Oliver Bienkowski dem Chef der Arbeitsförderung einfach frech widerspricht. Aber vielleicht liegt das nur daran, dass Oliver Bienkowski Obdachlosigkeit nicht aus der Chefperspektive kennt.
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Der Geschäftsführer der Arbeitsförderung in Kassel heisst übrigens Detlev Ruchhöft und ist generell gegen jede Innovation in Kassel.
Habe mir den Schriftverkehr von Oliver Bienkowski mit Detlev Ruchhöft angesehen.
Meine Fragen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Harz IV-Empfängern zum Säubern von Denkmälern und der Instansdhaltung von Sandkästen etc. betreffen die Finanzierung und die Organistaion solcher Arbeiten.
Wird alles aus dem Staatssäckel bezahlt, d.h. aus den Steuergeldern, dann stellt sich die Frage nach der Rentabilität. Professionelle Spezial-Firmen könnten durchaus für das Stadtsäckel billiger sein.
Wird hauptsächlich kostenlos gearbeitet, dann haben wir die bekannten Subbotnikks.
Mit diesen Subbotniks hat es die DDR und die Sowjetunion nicht geschafft, die Straßen, Höfe sauber und in Ordnung zu halten sowie die Ernte rechtzeitig in die Scheunen zu bringen.
Wie immer, auf die Details und die konkreten Menschen kommt es an.
[…] denn das ist der Teil der Staatsräson - ist es offenbar gelungen, den Obdachlosen in Kassel ein umfangreiches Angebot zu […]
muss es in deutschland überhaupt obdachlose geben? haben diese menschen keinen anspruch auf sozialhilfe (hartz4) und eine wohnung?
Sozialhilfe erhalten die Obdachlosen, eine Wohnung wird ebefalls bezahlt.
Oft sind die Obdachlosen drogenabhängig und nicht in der Lage, eine eigene Wohnung zu halten (Brandgefahr, Verseuchung, Überfüllung mit anderen Leidesgenossen, Belöästiugung der Nachbaren, Halkten von Ratten, Ungeziefer etc.).
Diese Obdachlosen wohnen dann in Heimen oder Hotels. Oft zu zweit oder dritt in einem Zimmer. Wird von der Sozialbehörde bezahlt.
Nicht wenige ziuhen es vor auf dser Straße zu schlafen als in diesen Heimen.
Das Problem besteht im zeitlichen und menschliche Aufwand, den diese Menschen von anderen erfordern, oifdt einfordern, hne Gegenleistung.
Einige fühlen sich dabei sogar wohl.
Es gibt auch andere Fälle.
Das Problem ist komplex.
Das Rechtssystem (Staatsanwaltschaft, Gerichte) versage, die Politiker ebenfalls.
Marcel schreibt richtig, dass es Politiker gibt, welche die Obdachlosen für das Funktionmieren unseres Wirtschaftssystems für notwendig erachten, damit die Arbeitenden wissen und bildlich vcorgeführt bekommen, wie weit man fallen kann, wenn man sich nicht um sich selbst kümmert und sich nicht anpasst.
@ 2: Mit diesen Subbotniks hat es die DDR und die Sowjetunion nicht geschafft, die Straßen, Höfe sauber und in Ordnung zu halten sowie die Ernte rechtzeitig in die Scheunen zu bringen.
Einspruch, Euer Ehren. Wo Subbotniks regelmäßig stattfanden, herrschte Sauberkeit und Ordnung. Ganz ehrlich: Ich vermisse diese Einrichtung, die nicht nur den Gemeinschaftssinn förderte, sondern auch das Gefühl für Mitverantwortung und den Blick dafür, wo die Arbeit liegt. Mit wem man zusammengearbeitet hat, dem fühlt man sich verbundener als vorher. Was man mit geschaffen und gepflegt hat, ist einem wertvoller als etwas, das “fremdgehütet” wird. Zumindest bei mir hatten Subbotniks und ähnliche Aktionen diesen Effekt. Nennt mich eine Idealistin. :o)
An Annan Kühne #6:
Nichts gegen Subbotniks und den dabei gefühlten Gemeinschaftsinn.
Tatasache ist jedoch, dass diese in der DDR und der Sowjetunion Ersatz waren für das, was die Wirtschaft nicht schaffte.
Diese Subbotniks machten auch vielen Beteiligte Spaß, obwohl nicht weinige - falls nicht die meisten - lediglich durch ideologischen, psychologischer und anderen Zwang zum Mitmachen an diesen gemeinsamen Veranstraltungen genötigt wurden. Manchmal gab es Geld für die Hausgemeinschaft für das gemeinsame Aufräumen des Hofes, z.B.
Es ist unumstritten, dass die DDR und die Sowjetunion wesenlich veschmutzter waren als z.B. die BRD.
Folgere daeraus bitte nicht, dass für mich Sauberkeit über Alles steht.
D8ekutiert wir der Vorschlag der faktisch kostenlosen Säuberng von Denkmälern, Parkts etc.
Das ist ein sehr umstrittener Vorschlag.
Zu “fremdgehütet”, Verbundenheit gegenüber dem gemeinsam Geschafften, Mitverantwortung etc. könnte Marcel eine extra Diskussion eröffnen.
Ein wichtiges Thema mit der Überschrift: Entfremdung der Arbeit oder
Entmenschlichung der Beziehungen