Die deutsche Presse überschlägt sich förmlich dabei, die Meldung zu verbreiten, dass in Bagdad drei zur US-Armee gehörende Männer in einer Pressekonferenz angebliche Beweise vorgelegt haben, die iranische Waffenlieferungen an Widerstandskämpfer im Irak belegen sollen. Klar, dass Ton-, Film und Fotoaufnahmen bei der Pressekonferenz verboten waren und anonym blieben die Männer auch, denn wer will hinterher schon gern öffentlich als Lügner dastehen.
Als Beweis für die Verbindung zum Iran nannten die anonymen Männer die Seriennummern und die deutsche Presse schreibt das so, wie es ihr befohen wurde. Kritische Medien machten dabei trotzdem darauf aufmerksam, dass die Art der Beweisführung an den legendären Lügenauftritt vom Ex-US-Außenminister Colin Powell vor der UN erinnert, mit dem die USA den Krieg im Irak gerechtfertigt hat.
Wenn man sich die bei der jungen Welt veröffentlichten Fotos von solchen als Beweis gezeigten Waffen anschaut, dann mag man sich natürlich fragen, ob da nicht jeder Depp beliebige Seriennnummern draufmalen kann. Insbesondere in Verbindung mit dem Hinweis darauf, dass eine Google-Recherche ergeben at, dass solche Waffen in Bulgarien im Internet zum Kauf angeboten werden, wirkt die Beweisführung der anonymen Männer aus Bagdad natürlich erst recht unglaubwürdig. Angesichts dieser Beweise blebt festzustellen, dass, sollte Ajatollah Khamenei die Frankfurter Allgemeine Zeitung und dutzende andere Zeitungen wegen ehrverletzender Äußerungen in ihrem Bericht verklagen, das angerufene Gericht wohl in starke Erklärungsnot kommen würde, um das irgendwie noch hinzubiegen, dass die FAZ den Prozess gewinnt. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger feststellt, scheint selbst die CIA das für Nonsense zu halten.
So unglaubwürdig, wie die Beweise sind, ist es kaum vorstellbar, dass sie, wie von einigen befürchtet, dazu benutzt werden, einen Krieg gegen den Iran vom Zaun zu brechen, in dem die amerikanische Rüstungsindustrie endlich mal die Wirkung von Mini-Atom-Bomben auf den Menschen ausprobieren kann. Wenn die US-Regierung nun schon keine Chance hat, den gewünschten Krieg gegen den Iran mit den Beweisen zu begründen, wozu treibt sie dann den Aufwand?
Im Gegensatz zum electroniciraq sieht keine deutsche Zeitung die Beweise für die Waffenlieferungen durch den Iran in Zusammenhang mit den “Kampfhandlungen” der amerikanischen Armee in der irakischen Stadt Najad. Überhaupt wird von deutschen Medien nicht viel über die mehr als 200 Menschen geschrieben, die soeben von der US-Armee in Najad umgebracht worden sind. Damit, dass der deutsche Blätterwald nun damit vollauf beschäftigt ist, über die lückenhaften Beweise für Waffenlieferungen des Irans an de Irak zu berichten, scheinen die vorgelegten Beweise den dringend notwendigen Zeitgewinn zu liefern, der notwendig ist, um den Massenmord der amerikanischen Armee an 263 Menschen in Najad zu vertuschen.
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| Doch von Gestern |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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Und man bedenke bezüglich der Propaganda gegen den Iran, dass die Flugzeugträger bereits im persischen Golf Stellung bezogen haben. Die USA sind wie der Schlägertyp, der mit allen Mitteln versucht den schwächeren Typ zu einer Reaktion zu provozieren. Um einen Grund zu haben, selbst loszuschlagen Verzeihung zu “reagieren”.
Die Beweise sind etwas merkwürdig. Ob die schon einmal arabische Ziffern gesehen haben? Kann man sich unter http://de.wikip...abische_Ziffern ansehen. Die 3. Zeile der Tabelle oben rechts zeigt die derzeit im Iran übliche Schreibweise. Nun besehe man sich die Beweisfotos z. B. beim verlinkten Artikel der FAZ. Die sollen aus dem Iran in den Irak geliefert worden sein? Wer’s glaubt.
Dann haken wir doch dieser Propaganda ab und wenden uns wichtigeren Dingen zu - den Propagandisten hierzulande…
@TK:
“wichtigere Dinge”
Das ist eben Definitionssache, die Propagandisten hierzulande sind halt nicht so direkt für Massenmord verantwortlich wie die aus Übersee.
Mit Beweisen haben wir Deutsche unsere Erfahrungen.
Erst wurden wir mitten im Frieden vom Feind überfallen
und wenif später wurde aus diesem Grund xx45 Minuten zurückgeschossen.
Na immerhin ist der Ami lernfähig.