Rainer Kohnen vom Weblog Media Blöd hat nun schon zwei mal Post vom Hamburger Anwalt Joachim Steinhöfel bekommen. Wie auf dem Satire-Blog Media-Blöd zu lesen ist, wurde Betreiber Rainer Kohnen am 20.11.2006 von Anwalt Höbelt von der Kanzlei Joachim Steinhöfel im Auftrag vom Media Markt hier in Neukölln abgemahnt. Am 10.01.2007 kam, wie zu lesen ist, dann noch eine Abmahnung von der Kanzlei Steinhöfel im Auftrag vom Media Markt Wolfsburg hinterher.
Willkommen im großen Club der von Joachim Steinhöfel Abgemahnten und Verklagten. Nachdem ich am 06.11.2006 meinen Artikel “Media Markt & Saturn: So blöd bin ich nicht” geschrieben hatte, in dem ich erklärt habe, dass ich mich an Scientology-Gründer Ron Hubbard erinnert fühle, der postuliert hatte, dass Zweck des Gerichtsverfahrens es eher sei, zu schikanieren und abzuschrecken, als zu gewinnen, bekam ich interessanterweise keine Abmahnung wegen des kritischen Artikels zum Media Markt, sondern eine mit Kostennote versehene Lesebestätigung von Joachim Steinhöfel wegen des Artikels zu Joachim Steinhöfel im Parteibuch Wiki.
Ansonsten frage ich mich, ob es wohl eher saubillig oder saublöd wäre, wenn ein Anwalt weder in der Lage ist, den Namen seines Mandanten richtig zu schreiben, noch mitbekommt, dass sein Mandant schon vor Jahren an eine andere Adresse verzogen ist. Also zum Beispiel, auf was würde das wohl hindeuten, wenn ein Anwalt in eine Abmahnung und Unterlassungserklärung als Adresse beispielsweise Karls-Marx-Straße 101-105 schreibt, obwohl sein Mandant schon vor einigen Jahren da ausgezogen ist und nun in den Neukölln Arcaden unter der Adresse Karl-Marx-Straße 66 seinen Laden hat? Und was hat das wohl zu bedeuten, wenn ein Neuköllner Laden in einer Abmahnung eine Markenrechtsverletzung an einer Marke beklagt, die einer Firma aus Ingolstadt gehört?
Joachim Steinhöfel hat es fertiggebracht, dass nicht nur ich inzwischen Kotzgefühle bekomme, wenn ich nur an den verlogenen Schweinkram der beiden zum Stall von Otto Beisheim gehörenden Marken Media Markt und Saturn denke.
Ich meine, so darf das mit den absurden juristischen Belästigungen durch teure Abmahnungen nicht weitergehen und es wird höchste Zeit, dass die Politik da endlich eingreift und den Anwälten einen dicken Strich durch die Rechnung macht.
Nachtrag: Im Law-Blog findet sich seit heute eine detallierte juristische Analyse dieser beiden Abmahnungen von RA Arne Trautmann.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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und doch nicht blöd! Mache einen grossen Bogen um diesen überteuerten Markt!
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In der Sprache der Werbung habe ich darauf eine sehr gute Antwort im Netz gefunden: Satire gehört verboten!
http://www.rekl...el.typepad.com/
Wieso gibt es keine Handhabe, diesem Anwalt das Handwerk zu legen? Gibt es bei den “Anwaltskammern” keine Möglichkeiten, charakterlich ungeeigneten Anwälte zu sanktionieren?
[…] Über die Post, die Rainer Kohnen des Anwaltes von Media Markt & Saturn Joachim Steinhöfel erhielt, berichtete Mein Parteibuch am 17.01.2007 unter dem Titel “Media Markt Neukölln: Saubillig oder saublöd?“. […]