Das Saftblog der Kelterei Walther, das mir heute von Stefan zur Lektüre empfohlen wurde, war mir bisher unbekannt. Ich würde sagen, das sieht aus wie ein nettes, authentisches Blog von einem Unternehmen mit ansprechenden Produkten. So stelle ich mir ein gutes Business-Blog vor. Olympia hingegen ist mir gut bekannt. Mit Olympia assoziierte ich bis heute vor allem Postenschacherei, Doping und Korruption.
Nachdem ich heute im Saftblog einen Beitrag über Rufausbeutung, Urheberrechtsverletzung, Irreführung und Markenrechtsverletzung, der sich auf die Beiträge Die Olympiade von Turin beginnt am Montag und Nacholympische Gedanken oder im Sport sind wir Spitze bezieht, gelesen habe, möchte ich dem Deutschen Olympischen Sportbund e.V. vorschlagen, Abmahnerei als eine neue olympische Disziplin einzuführen. Gewinner dieses sportlichen Wettbewerbs aus Abmahnistan wird derjenige, der es schafft, mit möglichst schwachsinnigen und unfairen Abmahnungen seinen Ruf am nachhaltigsten zu ruinieren. Ein ganz heisser Kandidat für die Goldmedaille bei den nächsten olympischen Spielen in Abmahnistan ist der Deutsche Olympische Sportbund selbst.
Wäre ich Betreiber des Saftblogs, so würde ich gerade jetzt nicht das Weblog zumachen, sondern auf die Ökonomie der Aufmerksamkeit setzen und dem Deutschen Olympischen Sportbund eine Unterlassungserklärung ohne Anerkennung der Kosten vor die Füße werfen. Wenn dann der DOSB dann Lust hat, den Rechtsweg zur Promotion des Saftblogs zu missbrauchen, dann werden die Leute sicher ganz genau hinschauen, wer sich unethisch verhalten hat und wer sich moralisch einwandfrei verhalten hat. Im Vergleich zu anderen Werbeformen ist das sicher recht preisgünstige Werbung.
Dem deutschen olympischen Sportbund möchte ich abschliessend noch schnell die Lektüre meiner Tips für Unternehmer im Web 2.0 empfehlen.
Nachtrag 11:46h: Wie ich erst jetzt gesehen habe, war Lawblogger Udo Vetter mal wieder schneller. Wie die vielen Trackbacks dort zeigen, hat die Abmahnung das Potenzial eine ganz große Runde in der Blogosphäre zu drehen und das Saftblog berühmt zu machen.
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| Christian das Schweinchen |
Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei
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isses das nicht bereits?
also wenn jemand vom “saftblog” spricht, kann ichs auf alle fälle zuordnen in die ecke “schon mal drauf gewesen, schon mal gesehen, schon mal ein paar einträge dort gelesen”.
cu, w0lf.
[…] olympische sportbund werbung für seine sache macht…’ RSS feed fuer kommentare und trackback URI fuer ‘und wieder eine abmahnung… oder wie der deutsche olympische sportbund werbung fürseine sache macht…’ […]
[…] You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site. Leave aReply […]
Du verwendest das Wort O*** im Hyperlink. Ob das ein Abmahngrund sein könnte? Denn dieses Wort ist Gegenstand eines eigenen Gesetzes. Wie auch immer, man darf gespannt sein, ob die das Saftblog vom Netz nehmen.
[…] Ja, ich geb’s zu. Die Überschrift dieses Artikels schmückt sich mit fremden Federn. Doch kein Kommentar zur Abmahnung des Saftblogs durch den De*tsch*n Ol*mp*sch*n Sp*rtb*nd sticht meiner Meinung nach besser als die Analogie, die Multimediadesign.net zwischen dem Golum und dem DOSB zieht. Und das nicht, weil sich zum ersten Mal die bloggende Zivilgesellschaft geschlossen schützend vor ein Unternehmen stellt, sondern weil die Motivation des DOSB, das Saftblog abzumahnen, so offensichtlich auf den niederen Instinkten Gier, Neid, Mißgunst und Mißtrauen beruht. Die Misantropie, die in jeder Zeile der eilig nachgeschobenen, offiziellen Stellungnahme von DOSB-Pressesprecher Michael Schirp mitschwingt, wirkt diesem Eindruck nicht gerade entgegen. […]
[…] Die Abmahnung des DOSB erfolgte offenbar, weil im Blog der Kelterei Walther zwei Beiträge mit einem Bild der olympischen Ringe geschmückt waren - was eben ein Verstoß gegen das Markenrecht sei. Prompt kam natürlich der kollektive Aufschrei der Empörung in Klein-Bloggersdorf, und der hilflose Versuch des DOSB-Pressesprechers, sich zu für die Abmahn-Keule zu rechtfertigen. Obendrauf sattelte dann noch das Handelsblatt Weblog, das den Olympia-Anwälten unter der Überschrift “Die vergessene Demokratie” eine saftige Watschn hinterher schickte. […]
[…] Auch auf Mein-Parteibuch.de gabs dazu einen Kommentar. […]
[…] Welche absurden praktischen Auswirkungen das Olympiaschutzgesetz hat, führt die Abmahnung des Saftblogs sehr plastisch vor Augen, zu der ich unter Olympia goes Abmahnistan schon mal was deutliches gesagt hatte. Und der Zentralrat der deutschen Werbewirtschaft weist darauf hin, dass das Nationale Olympische Komitee (NOK) sogar das Angebot eines „Olympia-Menüs“ im griechischen Restaurant wegen des Olympiaschutzgesetzes von der Zahlung einer Lizenzgebühr abhängig machen kann. […]
[…] in Deutschland durch das Olympiaschutzgesetz national geschütze Sportveranstaltung in China ist vorbei. Die Medien berichten über eine […]
[…] Mein Parteibuch • 25. August 2008 Die in Deutschland durch das Olympiaschutzgesetz national geschütze Sportveranstaltung in China ist vorbei. Die Medien berichten über eine […]